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SoundScene: Bluetooth-Speaker von Bayan als Outdoor-Begleitung

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Der Bluetooth-Lautsprecher SoundScene von Bayan macht eine sehr gute Figur, besonders im Hinblick auf seine Outdoor-Kompatibilität. Der Speaker ist nahezu für jedes Wetter gerüstet. Designtechnisch wurde der Hersteller wohl schnell an seine Grenzen gebracht, das schlichte Aussehen passt jedoch gut zum SoundScene und lässt ihn unauffällig auch im Freien spielen.

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Der Lautsprecher misst etwa 27 x 12,5 x 12,5 Zentimeter und beherbergt unter seinem schicken Metallgewand gleich drei Membrane, die es ordentlich krachen lassen sollen. Bayan verbaut seinem Kraftprotz ein 2.1 System, also zwei Membrane für die Höhen und Mitten und einen großen Bassmembran für knackige Bässe und Tiefen. Insgesamt bietet das System 20 Watt Leistung, was für Jedermann ausreichen sollte, der seine Musik auch gerne mal richtig aufdreht, wenn ein gutes Lied kommt.

Der Lautsprecher ist Spritzwasser-geschützt und somit mit dem IPX5-Standard versehen. Die Bedienungselemente befinden sich am Bayan-Speaker an der Seite und sind durch Markierungen auf der Silikonhaut sichtbar gemacht. Via Bluetooth und NFC können Smartphones verbunden werden, altmodisch auch über den Klinkenanschluss.

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Ist dieser Schritt getan und das 2,2 Kilogramm schwere Gerät mit dem Smartphone gekoppelt, kann Musik wiedergegeben werden. Der Hersteller verspricht bis zu acht Stunden Akkulaufzeit in der Musik im 270-Grad-Winkel abgestrahlt wird. Doch der Bayan SoundScene bietet noch ein weiteres ganz wichtiges Feature. Er kann mit seinen Artgenossen synchronisiert werden und in einer Gruppe spielen. So kann eine größere Geräuschkulisse erzeugt werden, beispielsweise auf einer Party im Garten. Hierfür muss man lediglich etwas tiefer in die Tasche greifen und weitere Geräte käuflich erwerben. Durch den großen Resonanzkörper soll der Bayan Lautsprecher ordentliche Bässe spielen und besonders im Freien musikalisch nicht untergehen.

Koppeln von sieben weiteren Lautsprechern

Mit bis zu sieben weiteren Lautsprechern des SoundScene kann der Speaker verbunden werden. Ein Gerät dient dabei als Musikempfänger und leitet die Daten an seine smarten Brüder weiter. Ein Lautsprecher kann hierbei ganze 30 Meter von einem weiteren entfernt platziert werden. Mit diesem Lautsprecher kann die nächste Party im Freien also kommen. Für rund 160 Euro kann der Bayan SoundScene Lautsprecher bestellt werden.


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[Quelle: bayanaudio.com]

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Ferrari stellt Vettels neuen Boliden vor

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Nachdem Weltmeister-Rennstall Mercedes am Donnerstag vorgelegt und den neuen Formel-1-Wagen für die Weltmeisterschaft 2017 präsentiert hat, zieht einen Tag später der italienische Rennstall Ferrari nach.

Im Cockpit der neuen „roten Göttin“ werden in dieser Saison erneut der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen, Weltmeister von 2007, sitzen.

Trotz zahlreicher guter Fahrer hatte Ferrari in den vergangenen Jahren allerdings nur wenig mit der Titelvergabe zutun. Mit dem neuen Boliden soll sich das nun ändern.

„Das Team ist jetzt zu Beginn der neuen Saison viel weiter, als es viele Leute glauben. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir die von uns selbst erwünschten und vorgegebenen Ziele schaffen werden,“ erklärte Vettel selbstbewusst.

Zuletzt musste Ferrari aber mit starker Kritik kämpfen. Im Februar hatte die Scuderia versucht, mit einem Verbot die Übermacht von Mercedes einzudämmen. Der Versuch scheiterte – zumindest vorläufig.

Glaubt man Vettel, kann die Scuderia mit dem neuen Rennwagen dennoch den Abstand zu Mercedes endlich verkleinern. „Ich verfolge meinen Traum mit Ferrari Weltmeister zu werden, noch immer mit großer Leidenschaft und glaube an ihn“, sagte Vettel.

Der Startschuss zur neuen Formel-1-Saison fällt am 26. März mit dem Auftaktrennen im australischen Melbourne. (Der Rennkalender)

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Neue Impulse: Dear Reader: Folkpop mit Frischesiegel

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Raus aus der Komfortzone – ein bewährtes Mittel für Musiker, die sich mit Arbeitsweise oder Sound festgefahren haben und nach neuen Impulsen suchen.

Im Fall der in Berlin lebenden Südafrikanerin Cherilyn MacNeil alias Dear Reader half eine Reise nach Kalifornien, zu einem Top-Produzenten der US-Indie-Szene. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, hört man «Day Fever» nun deutlich an.

Bei John Vanderslice (Death Cab For Cutie, Spoon, Nada Surf) in San Francisco entstand nach vierjähriger Pause ein neues Album, das nicht grundlegend anders klingt als von Dear Reader gewohnt, aber doch rauer, frischer, energischer. Zwar singt MacNeil mit ihrer reifer gewordenen Stimme immer noch bezaubernd schöne Folkpop-Melodien, erweist sich wieder einmal als kompetente Pianistin und als charmant-charismatische Performerin.

Doch insgesamt hat sie unter der Aufsicht von Vanderslice ihr Klangbild entschlackt, ihm etwas von der Lieblichkeit genommen, die zuletzt ein wenig zum Problem von Dear Reader geworden war. In einigen Dankesworten an den kalifornischen US-Produzenten im CD-Booklet erwähnt sie, «dass er mich ins tiefe Wasser geworfen und ermutigt hat, zu schwimmen. Es war furchterregend und berauschend zugleich, und es hat mich verändert.»

Nach ihrem Debüt beim Berliner Trüffelsucher-Label City Slang (2009) sowie zwei weiteren Studioalben und einer Live-Platte setzen Dear Reader ihren Weg als stilsicheres Indie-Folk-Projekt also fort, ohne zu stagnieren. Mit dem starken Opener «Oh, The Sky!», dem bläserverzierten «Wake Him» und dem elektronisch aufgebrezelten «Then, Not Now» gelingen Cherilyn MacNeil einige ihrer besten Lieder. Dass dieses Album auf eine Grundstimmung von Angst und Unsicherheit zurückgehen soll, hört man den auf knapp 40 Minuten verteilten elf Tracks kaum an – sie klingen wie Hymnen an die Schönheit des Lebens. 

Konzerttermine: 25.2. Berlin, Lido, 16.3. Hamburg, Übel & Gefährlich, 17.3. Köln, Gebäude 9, 22.3. Zürich, Bogen F, 23.3. München, Milla, 24.3. Salzburg, Earlyspring Songwriter Festival, 25.3. Dornbirn/Österreich, Spielboden, 26.3. Stuttgart, Merlin, 27.3. Leipzig, Nato.

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Die Elf – Narrenzahl gegen die Norm

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Heute um 11:11 Uhr geht es wieder los: Der Straßenkarneval geht in die heiße Phase. Warum gerade um diese Zeit? Was die närrische Zahl bedeutet …
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Bremerhaven fordert Göttingen

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In der Basketball-Bundesliga will Bremerhaven nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder zurück in die Erfolgsspur. Die Eisbären empfangen am Freitag (ab 19.00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) den Tabellen-Nachbarn aus Göttingen.

Eisbären-Trainer Sebastian Machowski rechnet sich gegen die Niedersachsen gute Chancen aus.

„Die BG ist anders als unsere letzten drei Gegner ein Team auf Augenhöhe und ich hoffe, dass meine Mannschaft das am Freitag zeigen kann,“ sagte er auf der vereinseigenen Website dieeisbären.de.

Spielmacher Hulls kommt zurück

Mithelfen kann dann auch wieder Spielmacher Jordan Hulls. Der 26-Jährige war für die Geburt seines Kindes in die USA geflogen.

„Es gibt Dinge im Leben, die haben einfach Priorität. Jetzt kann Jordan sich wieder voll auf Basketball konzentrieren und wird uns mit seiner Qualität hoffentlich mehr Struktur im Spielaufbau verleihen,“ so Machowski.

Auch für die Göttinger geht es darum, eine Negativserie zu durchbrechen. Der Tabellenzwölfte verlor zuletzt fünf Mal in Folge und braucht dringend ein Erfolgserlebnis.

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Achtelfinale: Wen ziehen Gladbach und Schalke?

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Mit wem bekommen es der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale der UEFA Europa League zu tun? Diese Frage wird bei der Auslosung der Partien am Freitag im schweizerischen Nyon beantwortet. (ab 12.45 Uhr im LIVESTREAM und LIVETICKER bei SPORT1)

Mit den beiden Ruhrpott-Teams haben beide deutschen Mannschaften das Sechzehntelfinale überstanden. Schalke 04 konnte sich souverän gegen PAOK Saloniki durchsetzen.

Gladbach begeisterte mit einer überragenden Aufholjagd in Florenz. Vier Tore in zwanzig Minuten knockten die Fiorentina aus, Gladbach durfte am Ende feiern und das, obwohl sie zwischenzeitlich zusammengerechnet 0:3 zurücklagen. (Spielplan und Ergebnisse)

In Nyon steht jetzt die Auslosung des Achtelfinales auf dem Programm. Von nun an kann jeder auf jeden treffen. Manchester United, aber auch die zypriotischen Außenseiter aus Nikosia befinden sich unter den Top 16. Auch ein deutsches Duell ist möglich.

Die UEFA Europa League LIVE im TV auf SPORT1

Die Achtelfinalisten im Überblick

FK Krasnodar
Manchester United
FC Schalke 04
Besiktas Istanbul
AS Rom
RSC Anderlecht
APOEL Nikosia
Olympique Lyon
Borussia Mönchengladbach
FK Rostow
Olympiakos Piräus
Ajax Amsterdam
FC Kopenhagen
KRC Genk
Celta Vigo
KAA Gent

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Mexiko – USA: Versöhnliche Töne beim US-Besuch in Mexiko

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Hochrangiges Treffen in Mexiko: Präsident Enrique Peña Nieto empfängt US-Aussenminister Rex Tillerson und den Minister für Innere Sicherheit John Kelly (rechts).

Mexiko-Stadt – Versöhnliche Töne in turbulenten Zeiten: Nach einem wochenlangen Schlagabtausch zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko haben beide Seiten ihre Gesprächsbereitschaft bekräftigt.

Es sei sehr wichtig, den Dialog zu stärken, sagte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto am Donnerstag nach einem Treffen mit US-Aussenminister Rex Tillerson und dem Minister für Innere Sicherheit, John Kelly. Mexiko werde aber mit entschlossener Haltung und im nationalen Interesse verhandeln.

«Wir erleben einen komplexen Moment in unseren Beziehungen», sagte der mexikanische Aussenminister Luis Videgaray nach den Gesprächen in Mexiko-Stadt. «Einige Äusserungen aus Washington haben für Irritationen in Mexiko gesorgt. Der beste Weg, um die Differenzen zu überwinden, ist der Dialog.»

Nach den jüngsten Provokationen aus Washington und der scharfen Kritik aus Mexiko-Stadt schlugen die US-Minister beim Nachbar einen recht versöhnlichen Ton an. Das Reizthema Grenzmauer kam erst gar nicht zu Sprache. «Wir kooperieren bei Handel, Energie und Sicherheit. Gemeinsam wollen wir an unserer Grenze für Recht und Ordnung sorgen», sagte US-Aussenminister Tillerson. Aber: «Starke souveräne Nationen haben nun mal von Zeit zu Zeit Meinungsverschiedenheiten.»

Zuletzt hatte das US-Ministerium für Innere Sicherheit neue Richtlinien erlassen, die den Kreis der Migranten, die abgeschoben werden können, erheblich erweitern. Ausserdem sollen künftig auch illegale Migranten beispielsweise aus Mittelamerika nach Mexiko zurückgeschickt werden können, wenn sie über Mexiko in die Vereinigten Staaten eingereist sind.

Videgaray lehnt die Aufnahme von Ausländern aus den USA strikt ab. «Es ist rechtlich unmöglich, dass eine Regierung unilaterale Entscheidungen trifft, die ein anderes Land betreffen», sagte er am Donnerstag. Auch der mexikanische Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong sagte: «Wir sind mit einigen Massnahmen des Heimatschutzministeriums nicht einverstanden.»

Bei seinem Besuch in Mexiko kam Kelly den Mexikanern ein Stück weit entgegen und schloss Massenabschiebungen von illegalen Migranten aus. «Die Abschiebungen werden legal, geordnet und in enger Abstimmung mit Mexiko erfolgen», sagte er nach einem Treffen mit seinem Kollegen Miguel Ángel Osorio Chong. «Unser Fokus liegt auf kriminellen Einwanderern.» In den USA leben schätzungsweise 5,8 Millionen Mexikaner ohne Aufenthaltsgenehmigung.

Auch einem Einsatz der Streitkräfte gegen illegale Einwanderer erteilte der Kelly eine deutliche Absage. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Abschiebung von Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis als «Militäroperation» bezeichnet.

«Mexiko hat sich von einem Herkunftsland von Migranten zu einem Transitland entwickelt», sagte Mexikos Aussenminister Videgaray. Tatsächlich war die Nettoeinwanderung aus Mexiko in die USA zuletzt negativ. Allerdings reisen viele Mittelamerikaner über Mexiko illegal in die Vereinigten Staaten ein. «Wir müssen die Gründe für Migration bekämpfen», sagte Videgaray.

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Kino-Tipp: Neruda

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Der chilenische Dichter Pablo Neruda erhielt 1971 den Nobelpreis für Literatur. Sein berühmtes „Canto General“, geschrieben im chilenischen Untergrund, ist eines seiner Hauptwerke. Doch wie war Neruda als Mensch? Glaubt man dem Film „Neruda“, dann war er ausgesprochen widersprüchlich.
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Stoffwechselkrankheit Lipödem: Warum diese Frauen mehr Verständnis verdient haben

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„Ich trage in Oberteilen Größe XS und in Hosen eine Größe L. Ich finde, ich sehe aus wie aus zwei verschiedenen Körpern zusammengebaut. Wenn ich Geld hätte, würde ich mich sofort operieren lassen. Ich kriege aber nur Kompressionsstrümpfe – das ist das Einzige, was die Kasse übernimmt. Mehr steht uns Frauen ja nicht zu!“, sagt Patricia Halan. Die 23-Jährige hat die Diagnose Lipödem. Wie sie empfinden sicher tausende Frauen in Deutschland. Und sie alle leiden darunter, dass ihre Erkrankung kaum bekannt ist. Manuela Ballreich etwa bemerkt ständig die verachtenden Blicke wildfremder Menschen, als wäre sie undiszipliniert und abartig übergewichtig. Oft muss sie sich übelste Beschimpfungen anhören oder wird auf der Straße einfach so als „fette Sau“ bezeichnet. Dabei ahnt niemand, dass ihre großen Fettpolster an Beinen und Armen eine medizinische Ursache haben: ein Lipödem. Eine Störung des Fettstoffwechsels führt dazu, dass sich die Fettzellen bestimmter Körperregionen krankhaft verändern und stark vermehren. Das Fett entsteht nicht ernährungsbedingt und ist meist sogar diätresistent. Ausgelöst wird die Krankheit – so vermuten Experten – durch Phasen starker hormoneller Veränderungen wie Pubertät oder Schwangerschaft. Sie betrifft deshalb fast nur Frauen. Die Hormone setzen einen Mechanismus in Gang, der die Zellen teilt und doppelt so schnell wachsen lässt, wie gesundes Fett.

Frühe Diagnose entscheidend

Für die Betroffenen sind die Fettansammlungen aber nicht nur ein kosmetisches Problem. Wird das Lipödem zu spät diagnostiziert und behandelt, bildet das wuchernde Fett stark sichtbare Dellen und behindert den Lymphfluss in den Gliedmaßen. Die Wassereinlagerungen – Ödeme – verstärken das Problem und nehmen bei Wärme, langem Sitzen und Stehen sogar noch zu. Der Stau der Lymphflüssigkeit übt einen unerträglichen Druck auf das Gewebe und die Muskulatur aus, was den Betroffenen große Schmerzen bereitet – selbst im Liegen. Im fortgeschrittenen Stadium können Arme und Beine nur noch unter größter Anstrengung bewegt werden.Chat mit Dr. Ryssel

FAQ LipödemDoch was hilft gegen die krankhafte Fettvermehrung und -verteilung? Medikamente und eine Ernährungsumstellung zeigen kaum Wirkung. Früh diagnostiziert, könnte eine fettabsaugende Operation für viele Jahre Linderung verschaffen, doch die ist im Leistungskatalog der Krankenkassen nicht vorgesehen. Stattdessen bekommen die Frauen Lymphdrainagen und starke Kompressionskleidung verordnet, um die Schmerzen zu lindern. Selbst im Hochsommer müssen sie sich deshalb mit langer Kleidung bedecken. „Ich habe das jetzt seit über 20 Jahren und bekomme nur konventionelle Therapien“, erzählt Heike Leyendecker (45). „Wenn ich diese Kompression nicht trage, bekomme ich schon mittags so derartige Schmerzen, dass ich den Tag nicht überstehen kann. Man kann sich nicht mehr mit Freunden treffen, Sport schmerzt… Das ist so ein Verlust an Lebensqualität. Für mich ist nur noch eine Operation eine Option, ich kann das nicht noch zehn Jahre aushalten.“

„Eine konservative Behandlung hilft nur kurzfristig“

Prof. Lukas Prantl operiert als plastischer Chirurg im St. Joseph-Krankenhaus der Universität Regensburg regelmäßig Lipödem-Patientinnen, dort werden so genannte Liposuktionen – also Fettabsaugungen – gemacht. Viele der Patientinnen sind Selbstzahler, doch mitunter treffen die Krankenkassen inzwischen Einzelfallentscheidungen und übernehmen einen Großteil der Kosten – etwa, wenn Folgeerkrankungen drohen wie Fehlstellungen der Gelenke.
„Das Problem der konservativen Behandlung ist, dass sie nur kurzfristig eine Linderung bringt“, sagt Prof. Prantl. „Durch die Lymphdrainage und die Kompressionskleidung wird der unangenehme Druck für eine Weile vom Gewebe genommen, aber den Umfang können wir damit nicht verringern. Dafür brauchen wir die Liposuktion. Denn nur durch diese Methode können wir das krankhafte Fettgewebe wirklich vermindern.“

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„Früher habe ich Größe 38 getragen, dann plötzlich 56“

Die Krankheit hat nicht selten auch psychische Auswirkungen. Die Beschimpfungen auf offener Straße hätten ihr sehr zu schaffen gemacht, sagt Manuela Ballreich. Die 26-Jährige war in jungen Jahren immer schlank, bis sie schwanger wurde: Unter dem Hormonschub ihrer ersten Schwangerschaft bekam sie die Fettstoffwechselstörung und nahm 50 Kilogramm zu. „Früher habe ich Größe 38/40 getragen und dann plötzlich 56!“, sagt sie. Die Kasse fällte bei ihr eine Einzelfallentscheidung: Neben der Lymphdrainage und Kompressionskleidung werden nun die Kosten für mehrere Liposuktionen übernommen. Dabei werden unter Vollnarkose per Kanüle vier bis sieben Liter Fett aus den betroffenen Körperstellen gelöst. Oft sind mehrere Eingriffe nötig, um Risiken wie Kreislaufschwäche oder ein zu hoher Elektrolytverlust zu vermeiden.

Auch die Fotografin Corinna Hansen-Krewer teilt das Schicksal Lipödem und rief ein einzigartiges Fotoprojekt für Frauen mit Lipödem ins Leben, um für mehr Verständnis zu werben und über die Krankheit aufzuklären. „Ich wollte einfach eine Gemeinschaft schaffen, ein gemeinsames Projekt, das zeigt, was viele Frauen betrifft, worunter viele Frauen leiden und wo viele weggucken“, erzählt Corinna Hansen-Krewer. Sie selbst outete sich zu Beginn des Projekts mit Fotos auf Facebook. Ihr Lipödem war lange kaum erkennbar, nur die Waden waren auffällig dick. Unter den Hormonen ihrer ersten Schwangerschaft und einigen Wochen Stillzeit sei sie regelrecht explodiert: „Ich hab gedacht, dann stillst du einfach länger, um den Kalorienverbrauch zu erhöhen. Aber es war nicht so. Mein Hintern wurde immer dicker, die Oberschenkel immer fülliger – ich hatte immer mehr Schmerzen, sogar nächtliche Schmerzattacken.“

Mit dem Fotoprojekt wolle sie Öffentlichkeit schaffen für das Lipödem und für eine bessere medizinische Versorgung kämpfen – auch, damit die Krankenkassen mehr der notwendigen Operationen übernehmen.

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Görges und Beck im Eiltempo weiter

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Die beiden deutschen Tennis-Spielerinnen Julia Görges und Annika Beck haben souverän das Viertelfinale des WTA-Turniers in Budapest erreicht.

Die Weltranglisten-56. Görges benötigte für ihren 6:2, 6:2-Sieg gegen die Kroatin Donna Vekic gerade einmal 58 Minuten und nutzte dabei ihren zweiten Matchball.

Beck folgte ihr am Nachmittag mit einem 6:2, 6:0 in nur 59 Minuten gegen die Wildcard-Inhaberin Fanny Stollar aus Ungarn.

Witthöft bezwingt Cirstea klar

Dort trifft Beck entweder auf Fed-Cup-Spielerin Carina Witthöft (Hamburg), die gegen die an Position vier gesetzte Sorana Cirstea (Rumänien) mit 6:3, 6:2 ins Achtelfinale einzog, oder die US-Amerikanerin Irina Falconi.

Die an Position drei gesetzte Görges (28), die sich wieder gut von einer Knieverletzung erholt hat, trifft im Match um den Sprung ins Halbfinale nun auf die Belgierin Yanina Wickmayer (Nr. 5) oder die Russin Irina Chromatschewa.

Beim Fed Cup in den USA (0:4) hatte die Norddeutsche vor knapp zwei Wochen eine Meniskusquetschung sowie eine Innenband- und Kapselzerrung im linken Knie erlitten.

Beck erstmals im Viertelfinale

Die Weltranglisten-66. Beck nahm der wesentlich schlechter gesetzten Stollar (WTA-Nr. 282) sechsmal das Aufschlagspiel ab und zog das erste Mal in dieser Saison in ein Viertelfinale ein.

Görges hatte bereits zu Beginn der Saison in Auckland in der Vorschlussrunde gestanden. Die Stuttgart-Siegerin von 2011 dominierte die Partie gegen die 20-jährige Vekic (WTA-Nr. 84) klar und machte in den ersten vier Spielen 19 von 22 Punkten.

Görges, der acht Asse gelangen, ließ in der einseitigen Partie keinen einzigen Breakball ihrer Gegnerin zu.

Witthöft (WTA-Nr. 83) überstand als dritte Deutsche die erste Runde. Sie setzte sich gegen die besser positionierte Cirstea (WTA-Nr. 67) verdient in 67 Minuten durch.

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