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Unruhen in Chemnitz: AfD-Aussteigerin: „Merkel als Sündenbock haben wir uns als Funktionäre ausgedacht“

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Nicht Trauer zieht sein Tod nach sich, sondern Wut. Die Nachricht, dass ein 35-Jähriger während des Chemnitzer Stadtfestes getötet wurde, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Ein Syrer und ein Iraker waren dringend tatverdächtig, den Mann erstochen zu haben. Der Grund, weshalb es keine lokale Meldung blieb: Seit die Festnahme der beiden Flüchtlinge am Sonntag bekannt wurde, brechen sich Hass und Fremdenfeindlichkeit in den sozialen Netzwerken Bahn. Auf den Straßen von Chemnitz wird seit Tagen die rechte Grundhaltung von zahlreichen Gruppierungen unverhohlen demonstriert. Mittendrin: Bürger aus der Mitte der Gesellschaft. Die Menschen nutzen den Fall, um sich Luft zu machen. Über die „Messermigration“, über die Ausländer, die „Lügenpresse“, Angela Merkel und das System. Auch die AfD, immerhin in Sachsen zweitstärkste Partei, schürt die Stimmung mit entsprechenden Posts bei Facebook. Von „Merkels Messer-Männern“ ist dort beispielsweise zu lesen.

Buch SchreiberEs wird langsam etwas unangenehm, Sachse zu sein. Sachsen ist zur Zeit kein Bundesland auf dass man stolz ist. Die Welt schaut auf Sachsen und was sieht sie?! Brandanschläge, Nazidemos, unzufriedene Menschen, Wut, Groll, Hass. Das schrieb Priska L. schon 2016 in ihrem Blog. Die Mutter von drei Kindern ist in Sachsen groß geworden, lebt in Leipzig. Wie ihr geht es in diesen Tagen womöglich auch anderen Sachsen – doch kaum jemand traut sich, das gerade jetzt offen zu sagen. Ausgenommen diese beiden Frauen: Live in der Sendung sprach Steffen Hallaschka mit Priska L. und AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber über das aktuelle Leben und Erleben in Sachsen. 

stern TV Chemnitz

„Für die AfD ist das ein unheimlicher Glücksfall“

Trotz öffentlicher Trauerbekundungen vieler AfD-Politiker als Reaktion auf den Tod des 35-Jährigen in Chemnitz sei die Stimmung innerhalb der Partei eine andere, sagte Franziska Schreiber im Gespräch bei stern TV: „Für die AfD ist das ein unheimlicher Glücksfall. Man darf sich da nicht von den Trauerbekundungen täuschen lassen“, so die ehemalige Vorsitzende der AfD-Jugendorganisation. Schreiber erklärte, schon nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 habe innerhalb der Partei regelrecht Freude geherrscht. „In den internen Gruppen ging damals die Party los. Die Leute haben sich gefreut, weil sie gesagt haben: ‚Jetzt endlich sehen die Leute, dass wir die ganze Zeit Recht hatten.‘ Und genau so ist die Reaktion jetzt auch, da bin ich ganz sicher.“

Franziska Schreiber war im Jahr 2013 in die Partei eingetreten, vier Jahre später – kurz vor der Bundestagswahl 2017 – trat sie wieder aus. Damals erklärte sie, sie habe innerhalb der Partei „gelebte Fremdenfeindlichkeit“ mit erlebt. Bei stern TV betonte sie, dass Parolen wie „Merkels Tote“ oder „Merkel hat die Grenzen geöffnet“ zu ihrer Zeit von AfDlern ganz bewusst eingeführt wurden: „Das Narrativ, Merkel hätte die Grenzen geöffnet, das haben wir ganz bewusst erstmal gesetzt. Das ist ja nie passiert“, so Schreiber. „Das haben wir uns als Funktionäre in der AfD-Jugendorganisation ausgedacht.“ Die Binnengrenzen der EU seien schließlich schon viele Jahre zuvor offen gewesen, Kontrollen an deutschen Grenzen hätten sogar gegen europäisches Recht verstoßen. Diese ganzen Parolen, die von den Rechtspopulisten instrumentalisiert werden, müsse man vor diesem Hintergrund sehen. Dass nämlich die AfD damit einen Sündenbock geschaffen hätte und somit jedes Thema auf die Flüchtlingskrise beziehen könne. Die breite Masse steige mit darauf ein, weil die Menschen in Sachsen und anderswo aufgrund von empfundener sozialer Ungerechtigkeit dieses Feindbild bräuchten, um die eigene Situation zu erklären und zu ertragen, so die Einordnung von Priska L.

Diskussion

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Mediziner in Düsseldorf: Mit 65 in Rente? Nicht Professor Sandmann und seinen Kollegen

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Sie bauen mit über 70 Jahren neue Abteilungen in Krankenhäusern auf, wechseln noch mal die Praxis oder nehmen jüngere Kollegen als Partner: Wie Ärzte im fortgeschrittenen Alter praktizieren.
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Flensburg übernimmt nach Sieg Tabellenführung

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Der deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt und Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen haben am zweiten Spieltag der Handball-Bundesliga klare Siege eingefahren. Die Flensburger übernahmen dadurch mindestens bis Sonntag die Tabellenspitze von den Löwen. 

Flensburg setzte sich in der heimischen Arena deutlich mit 26:15 (13:5) gegen Frisch Auf Göppingen durch. Erfolgreichster Werfer beim Team von Trainer Maik Machulla war Linksaußen Hanne Wampus mit fünf Treffern.

Auch die Löwen gaben sich keine Blöße und gewannen gegen den TBV Stuttgart mit 26:20 (14:9). Bei den Mannheimern erzielten Gudjon Valur Sigurdsson und Andy Schmid die meisten Treffer (6).

Weitere Siege von Berlin und Lemgo

Die Füchse Berlin und Lemgo konnten derweil die ersten Saisonsiege einfahren. Die Hauptstädter setzten sich nach der Auftaktniederlage in Göppingen mit 29:27 (16:14) gegen GWD Minden durch, TBV Lemgo Lippe siegte knapp mit 25:24 (12:14) gegen die HSG Wetzlar.

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Wieso habe ich Omas Kinn?

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In Familien wurde schon immer darüber gestritten, wem die Kinder am meisten ähneln. Lange Zeit wusste man nicht, dass Merkmale über Gene weitergeben werden. Diese sind die Bauanleitung für alle Lebewesen. Autor/-in: Ingo Knopf
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Formel 1 macht weiter Station in Japan

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Die Formel 1 macht in Zukunft weiter in Japan Station. Die Eigner der Königsklasse einigten sich am Rande des Großen Preises von Italien (Sonntag, 15.10 Uhr im LIVETICKER) über eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages mit der Strecke in Suzuka. Wie lange die Vereinbarung gilt, war zunächst nicht bekannt.

Zeitnah wird zudem erwartet, dass das Rennen auf dem Hockenheimring für die Saison 2019 bestätigt wird. Mehrere Medien hatten zuletzt übereinstimmend berichtet, dass der Große Preis von Deutschland weiter zum Formel-1-Kalender gehören wird.

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LIVE: Kovac erklärt Bayerns Plan am Deadline-Day

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+++ Kovac über Videobeweis +++

„Bei der WM hat man gesehen, dass es auf einem Top-Niveau funktioniert. Man muss sich umschauen, was man da besser gemacht hat. Wenn man daraus lernt und das Beste nimmt, hat man keine Probleme. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.“

+++ Kovac über Innenverteidiger +++

„Das sind drei Weltklasse-Spieler. Das ist es egal, wen ich mit wem zusammenspiele lasse. Alle haben ein äußert hohes fußballerisches und taktisches Niveau. Es wird regelmäßige Rotationen geben. Jeder hat den Anspruch, zu spielen. Ich werde kein Tandem drei, vier Spiele hintereinander spielen lassen. Die Belastung ist zu hoch. Auch Javi kann da spielen auf einem hohen Niveau. Mir ist nicht bange. Wir werden sehen was morgen passiert. Ich habe keine Idee, aber die werde ich hier nicht öffentlich teilen.“

+++ Kovac über Hoffenheims Gangart +++

„Da wurde einiges an Körperlichkeit reingelegt. Das ist im Berufsfußball so, vor allem wenn es gegen den FC Bayern geht. Das ist ein bisschen über die Grenzen hinaus gegangen. Ich hoffe, dass die Spieler der gegnerischen Mannschaften sensibilisiert sind. Gesunde Härte gehört dazu, aber es darf nicht in die Richtung gehen, dass wir jemanden gesundheitlich gefährden.“

+++ Kovac über Zwischenfazik +++

„Nach zwei Bundesligaspielen und einem Pokal- und Supercupspiel ist es schwierig, die erste Phase zu bewerten. Das kann man nach sechs, sieben Spielen in der Bundesliga.“

+++ Kovac über Stuttgart +++

„Dass in Stuttgart nach der erhöhten Erwartungshaltung der Druck derzeit etwas wächst, ist klar. Das macht es für uns nicht leichter. Wir werden uns strecken müssen. Aber es wird mit Sicherheit nicht einfach.“

+++ Kovac über weitere Transfers +++

„Juan ist in Paris und wird wahrscheinlich dort einen Vertrag unterschreiben. Ansonsten werden wir heute bis 18 Uhr keinen mehr abgeben. Darauf haben wir uns geeinigt. Wir haben 19 Feldspieler, von denen einer verletzt ist. Wir werden sicherlich auch auf U23-Spieler zurückgreifen, wenn Not am Mann ist.“

+++ Kovac über Bayerns Status +++

„Bayern ist in der Welt Top 5. Aber es gibt andere Klubs, die finanziell einen ganz anderen Background haben. Die Spieler sind gerne in großen Klubs, aber wenn das große Geld dazukommt, ist es normal, dass man sich andersweitig Gedanken macht.“

+++ Kovac über Boateng +++

„Jerome ist ein Weltklasse-Innenverteidiger. Es geht nur darum, dass Jerome körperlich gesund bleibt. Dann bin ich überzeugt davon, dass er dem FC Bayern und der Nationalmannschaft hilft. Das gilt auch für Mats Hummels und Niklas Süle. Ich weiß nicht, ob es in Europa einen Verein gibt, der drei solche Innenverteidiger hat. Es ist wichtig, dass man rotieren kann.“

„Jerome ist ein absoluter Vollprofi. Wir hatten das Thema auch mit Lewy. Jerome wird alles geben für diesen Klub. Er wird sich aufopfern.“

+++ Kovac über CL-Chancen +++

„Wir waren zuletzt dreimal im Champions-League-Halbfinale. Wir sind gewillt, ins Finale zu kommen. Es gibt andere Mannschaften, die viel Geld in die Hand nehmen, um den Titel zu gewinnen. Es ist wichtig, dass man wenig Verletzte hat und die Spieler auf einem ganz hohen körperlichen und mentalen Niveau sind.“

+++ Kovac über CL-Auslosung +++

„Das sind attraktive Gegner, Traditionsklubs, wir freuen uns auf die Gruppenphase.“

+++ Robben geht auf Schmusekurs +++

Arjen Robben musste beim Auftaktspiel gegen Hoffenheim mit der Bank Vorlieb nehmen. Er betonte zwar, „dass ich sauer und enttäuscht war“, ging aber auch mit seinem Trainer auf Schmusekurs. 

„Ich respektiere aber die Entscheidung. Für einen Trainer von Bayern München ist es der schwerste Job. Er muss elf Leute aufstellen, das ist schwierig für ihn. Wir müssen ihm da helfen und können ihm nur helfen, wenn wir als Mannschaft zusammenstehen und es jeder akzeptiert“, so Robben. Ob der Niederländer im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr im LIVETICKER) in der Startelf steht?

+++ Um 11 Uhr geht’s los +++

Niko Kovac stellt sich ab 11 Uhr den Fragen der Presse. SPORT1 hält sie im LIVETICKER auf dem Laufenden.

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Cybersicherheit: Deutschland bekommt eine Agentur für innere Netzsicherheit

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Eine Behörde für Cybersicherheit gibt es schon – nun gründet die Regierung ein Unternehmen, das zu dem Thema forschen soll. Wozu eine solche Agentur?
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Magic Leap: Das kann die sagenumwobene Augmented-Reality-Brille

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Magic Leap AR-Brille

Ein paar spektakuläre Youtube-Videos reichten, um große Hoffnungen zu schüren und Milliarden einzusammeln. Jetzt verschickt Magic Leap die ersten Testexemplare. War der Hype gerechtfertigt?

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Experten entkräften Werbeversprechen: Die Superfood-Lüge: Darum können Sie in Zukunft auf die teuren Exoten verzichten

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Wer diese Themenankündigung angeklickt hat, interessiert sich wohl für das Thema Ernährung. Für Sie haben wir eine wichtige Information vorweg: Gerade Sie brauchen keine Superfoods! Überhaupt werden Chia-Samen, Goji-Beeren, Matcha und andere exotische Zutaten völlig überschätzt, sagt die Präventionsmedizinerin Prof. Karin Michels. Insbesondere Kokosöl, das derzeit als besonders wirkungsvoll und multitalentiert angepriesen wird, sei „das reine Gift“. Das Video von dem Vortrag, den Michels an der Universität Freiburg über die Superfood-Mythen hielt, wurde schon über eine Million Mal angeklickt. Auch andere Ernährungswissenschaftler bestätigen, dass die Superfoods vor allem eines sind: teuer. Und so „super“, wie vom Handel gerne behauptet, sind die exotischen Früchte, Beeren und Samen gar nicht. „An den Menschen lässt sie kaum nachweisen, dass die Superfoods ihre Versprechen auch halten“, sagt die Oecotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein. Zwarkönne sie nicht bezweifeln, dass jene Pflanzen viele gute Nährstoffe enthalten. Doch fast zu jedem exotischen Superfood gebe es eine heimische Alternative. Zudem müssten die Produkte aus weit entfernten Regionen eingeflogen werden und seien vielfach mit Pestiziden belastet.

Ist das mit den Superfoods also schlicht eine Lüge? Was ist dran an der Wirkung der Beeren, Samen und Extrakte? Welche lohnen sich, von welchen ist abzuraten und welche Alternativen erfüllen denselben Zweck? Antworten gibt Brigitte Bäuerlein am Mittwochabend live bei stern TV.

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Zahlen zu Krankenhäusern in NRW: Mehr Pfleger in NRW – doch der Pflegenotstand bleibt Realität

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Etwas weniger Patienten, etwas mehr Pfleger – das ist die Bilanz der Krankenhäuser in NRW für das Jahr 2017. Doch Experten sehen darin noch keine Entlastung für den Pflegenotstand. Die Arbeitsbelastung sei nach wie vor zu hoch.
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