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WEC: Porsche versaut Toyota Dreifach-Pole

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Die riskante Aerodynamik-Taktik von Porsche bei der Langstrecken-WM 2017 (WEC) scheint aufzugehen.

Beim Qualifying in Spa holte der #919er Porsche Hybrid überraschend die Pole Position. Der überragende Neel Jani und der Deutsche Andre Lotterer verwiesen die drei Toyota TS050 Hybrid auf die Plätze zwei bis vier. Nur in die dritte Startreihe schaffte es der Porsche #2 mit Timo Bernhard und Brendon Hartley.

Andre Lotterer meinte sichtlich euphorisch: „Neel ist fantastisch gefahren, ich musste ein bisschen konservativer fahren. Aber das war ein toller Auftritt des gesamten Teams.“ Und der Porsche-Pilot ergänzte: „Heute war der erste Schritt, morgen wollen wir den nächsten machen“

Ferrari holt Pole in GTE-Pro-Klasse

In der GTE-Pro-Klasse gelangen Davide Rigon und Sam Bird ein kleines Ausrufezeichen. Im Ferrari 488 GTE holten die beiden die erste Saisonpole für AF Corse und durchbrachen die Dominanz von Ford, die in Silverstone einen Doppelsieg knapp verpassten.

In der LMP2 startet das G-Drive-Racing-Team von der 1, Pierre Thiriet, Roman Russinow und Alex Lynn holten die Pole vor den beiden Alpine A470 Gibson Signatech Alpine.

Die Pole Position in der GTE-Am-Klasse sicherte sich das Aston Martin Racing Team mit Mathias Lauda, Paul Dalla Lana und Pedro Lamy am Steuer.

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Netflix-Doku „Hot Girls Wanted: Turned On“ (5) : Wenn Webcamsex die Miete zahlt

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Alices Arbeitsplatz ist zuhause, direkt neben dem Sofa. Auf ihrem Couchtisch stapeln sich Dildos und Gleitgel. Die US-Amerikaner schaut in BH und Höschen bekleidet in eine Kamera. Eine klassische Schönheit ist die leicht übergewichtige Alice nicht. Doch gerade dafür lieben sie ihre Fans. Die junge Frau ist Webcamgirl, zieht sich gegen Bezahlung vor der Kamera aus. Und mehr.

In Teil fünf der Netflix-Dokuserie „Hot Girls Wanted: Turned On“ beschäftigt sich Produzentin Rashida Jones mit dem Phänomen Webcamsex. Die fünf größten Webcamportale haben monatlich zusammen mehr als 30 Millionen Kunden – und die Zugriffe steigen. Anders als bei Pornoseiten setzte sich sogar ein Bezahlmodell durch.

Alice trifft sich mit ihrem Stammkunden

„Ein Einzelchat kostet 3,99 Dollar pro Minute. Dabei können aber andere zusehen“, erklärt Alice. „Will jemand alleine mit mir chatten, verlange ich 7,99 Dollar.“ Ein stolzer Preis, doch die Geschäfte laufen gut. 50 Prozent des Betrages gehören Alice, die andere Hälfte den Betreibern der Website, auf denen sie sich einloggt.

Einer ihrer treusten Kunden sitzt in Australien. Alice nennt ihn nur bei seinem Chatnamen: „Approximate.“ Dabei behauptet sie, mit ihm befreundet zu sein. „Jedes Camgirl hat ein oder zwei Kunden, zu dem sie ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, sagt Alice. Doch für „Approximate“ ist es längst mehr. Er ist verliebt in Alice.

FS Hot Girls Wanted – Turned OnDer Mann aus Melbourne hatte noch nie eine Freundin. Er ist stark übergewichtig und arbeitet als Nachtwächter in einem Bürokomplex. „Seitdem ich den Job habe, gönne ich mir ein bisschen Luxus“, sagt „Approximate“. Er meint damit Webcamgirls, die sich gegen Bezahlung für ihn ausziehen, während er masturbiert. Seine Favoritin ist Alice. Tausende von Dollar hat er in vier Jahren für sie ausgegeben. „Er hat mir damit durch schwierige Zeiten geholfen“, sagt die Kalifornier, die mit ihrem Freund zusammenlebt. Der weiß von ihrem Job und auch von „Approximate“. Wenn die beiden miteinander chatten kommt es sogar vor, dass er auf der Couch daneben sitzt. Bizarr.

Doch es wird noch geradezu grotesk. „Approximate“ lädt Alice zu sich nach Australien ein. Die willigt aus Dankbarkeit ein. Doch in Melbourne angekommen merkt sie schnell, dass dies ein Fehler war. Sie kann die Gefühle des einsamen Endzwanzigers nicht erwidern, wohnt lieber im Hotel als bei ihm zuhause. Das Ende der Webcambeziehung – und eine bittere Erfahrung für den schüchternen und mit wenig Selbstvertrauen ausgestatteten „Approximate“.

Hot Girls Wanted: Turned On 12.22″Hot Girls Wanted: Turned On“ vermeidet Häme

Die ungewöhnliche Pretty-Woman-Geschichte zwischen dem naiven Webcamgirl und ihrem zahlenden Verehrer hat kein Happy End. Trotzdem ist Produzentin Jones ein beeindruckender und vor allem einfühlsamer Einblick in die Gefühlswelt von Menschen gelungen, die ihre sexuelle Befriedigung vorm Computer suchen. Auf der anderen Seite sitzen nicht nur abgebrühte Abzockerinnen, sondern meist Hausfrauen, die Geldnot vor die Kamera gebracht hat.

Das größte Verdienst der Folge „Ganz privat“ ist jedoch, dass sie sich in keiner Sekunde über ihre Protagonisten erhebt. Keine Häme, keine Verachtung für unkonventionelle Verhaltensmuster. Davon könnten „Bauer sucht Frau“ oder „Schwiegertochter gesucht“ noch viel lernen.

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Hebammen zu finden wird immer schwieriger

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Wie kann gute Geburtshilfe geleistet werden? Es mangelt an Hebammen und es gibt immer weniger Geburtsstationen. Dagegen richtet sich der Protest am heutigen Hebammentag.
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Ulmer Coach Leibenath erneut „Trainer des Jahres“

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Thorsten Leibenath ist zum zweiten Mal nach 2012 in der Basketball-Bundesliga zum Trainer des Jahres ausgezeichnet worden.

Der Headcoach von ratiopharm Ulm führte sein Team zu 30 Siegen und schloss die Hauptrunde als Tabellenerster ab. Mit 27 Siegen in den ersten 27 Spielen stellten die Schwaben zudem einen neuen Siegrekord im Basketball-Oberhaus auf.

Aus diesem Grund wählte das Expertengremium, bestehend aus Headcoaches, Team-Kapitänen und Medienvertretern, mit 126 Punkten Leibenath zum besten Trainer.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Raoul Korner (111 Punkte/medi Bayreuth) und Denis Wucherer (65/Giessen 46ers).

Über den Award „Bester deutscher Nachwuchsspieler (U22)“ darf sich derweil Ismet Akpinar freuen. Der Point Guard von ALBA Berlin erhielt die Trophäe zum ersten Mal. Mit 49 Punkten verwies der 21-Jährige Niklas Kiel (37/Fraport Skyliners) und Andreas Obst (27/Giessen 46ers) auf die Plätze zwei und drei.

Am Samstag, 6. Mai, gibt die BBL den Gewinner in der Kategorie „Most Valuable Player“ sowie das All-First- und All-Second-Team bekannt.

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Würzburg-Sponsor gibt Fans Auswärtsfahrt aus

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Die Würzburger Kickers stecken wegen ihrer Horror-Rückrunde plötzlich im tiefsten Abstiegssumpf. Am Samstag wartet Fortuna Düsseldorf. (LIVE ab 13 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER)

Der Hauptsponsor greift jetzt zu besonderen Maßnahmen, finanziert seinen Fans die Auswärtsfahrt, um der Mannschaft die größtmögliche Unterstützung in der Esprit-Arena zu ermöglichen. Das lässt die aktive Fanszene der Kickers nicht unbeantwortet.

Der B-Block Würzburg teilt auf seiner Webseite mit, das Engagement des Sponsors „zur Kenntnis“ zu nehmen, möchte aber seinerseits das eingesparte Geld der Auswärtsfahrt „an die Kinderkrebsstation „Station Regensburg“ der Universitätsklinik Würzburg“ spenden.

Dahinter steht der Wunsch, „dass wir uns selbst finanzieren wollen und dies für uns der beste Weg ist“, teilten die Fans mit.

Eine ähnliche Aktion hatten kürzlich schon die Ultras der Münchner Löwen durchgeführt.

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Venezuela: Studentenführer in Venezuela erschossen

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Studenten werfen Steine bei Protesten gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro in Caracas. Sie fordern sofortige Neuwahlen.

Caracas – In Venezuela hat es bei Studentenprotesten gegen Präsident Nicolás Maduro am Donnerstag heftige Zusammenstösse mit Sicherheitskräften gegeben. Im Bundesstaat Anzoátegui wurde ein Studentenführer bei einer Versammlung an der Universität aus nächster Nähe erschossen.

Die Studenten hatten zu landesweiten Kundgebungen gegen Maduro aufgerufen. Polizei und Nationalgarde gingen mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor, die an der Zentraluniversität in der Hauptstadt Caracas einen Protestmatsch gestartet hatten.

Hunderte marschierten an der Zentraluniversität, der grössten Universität des Landes, los. Sie kamen jedoch nicht weit: Direkt vor dem Campus wurden sie von den Einsatzkräften gestoppt. Polizei und Nationalgarde setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, einige Demonstranten warfen Steine und Brandsätze zurück. «Wir sind Studenten, keine Terroristen», skandierten sie.

Einer anderen Gruppe von Studenten war es zuvor gelungen, zum Sitz der venezolanischen Bischofskonferenz in Caracas vorzudringen, um eine Botschaft an die katholische Kirche und Papst Franziskus abzugeben. «Wir werden getötet, Venezuela ist eine Diktatur», erklärte Santiago Acosta von der katholischen Andrés-Bello-Universität.

Auch an anderen Universitäten in Venezuela starteten Demonstrationszüge. Im nördlichen Bundesstaat Anzoátegui wurde der 33-jährige Studentenführer José López Manjares bei einer Versammlung an seiner Universität erschossen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Schütze habe aus nächster Nähe mehrere Schüsse auf den jungen Mann abgegeben, anschliessend sei der Täter auf einem Motorrad geflüchtet.

Drei weitere Menschen wurden den Angaben zufolge bei dem Vorfall verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Ob die Tat in Zusammenhang mit den Protesten gegen Maduro steht, war zunächst unklar.

Die Lage in Venezuela ist derzeit äusserst angespannt. Regierungsgegner laufen Sturm gegen die Ankündigung des sozialistischen Staatschefs, eine neue Verfassung ohne Beteiligung des Parlaments ausarbeiten zu lassen.

Dabei gibt es immer mehr Tote. Am Freitag starb nach Angaben von Ärzten und Behörden ein 22-jähriger Mann, der am Vortag in der nördlichen Stadt Valencia von einem Projektil im Kopf getroffen worden war. Seit dem Beginn der Protestwelle Anfang April wurden damit 36 Menschen getötet und mehr als 700 weitere verletzt.

Für Samstag haben die Regierungsgegner im Zentrum von Caracas zu Frauenprotesten aufgerufen. Die konservative und rechtsgerichtete Opposition kämpft für vorgezogene Parlamentswahlen und eine Volksabstimmung über die Absetzung des Staatschefs, dessen Mandat regulär im Januar 2019 endet.

Die Demonstranten machen Maduro zudem für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen südamerikanischen Land verantwortlich. Die Inflation wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr auf 720 Prozent steigen. Die Versorgungslage ist dramatisch. Nahrungsmittel, Medikamente sowie Dinge des täglichen Bedarfs wie Toilettenpapier und Seife werden vielerorts knapp. Immer wieder gibt es Plünderungen.

In Umfragen sprechen sich mittlerweile 70 Prozent der Befragten gegen Maduro aus, der nach dem Tod seines Vorgängers Hugo Chávez 2013 die Staatsführung übernommen hatte. Der Sozialist wird jedoch nach wie vor vom mächtigen Militär unterstützt. Die derzeitigen Unruhen sind die schwersten seit 2014, als bei Protesten gegen Maduro 43 Menschen getötet wurden.

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Foto-Ausstellung von Tom Fecht im DKM Duisburg

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Seit zehn Jahren fotografiert Tom Fecht den Himmel und das Meer bei Nacht. Und macht gerade dadurch auf seinen Bildern das Unsichtbare natürlicher Phänomene sichtbar. Wie magisch das aussieht, zeigt jetzt eine Ausstellung im Duisburger Museum DKM.
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Wehen-Simulator: Wie ein Mann die Schmerzen einer Geburt erlebt

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Männer bekommen keine Kinder, und das ist auch gut so. Das zumindest denken viele Frauen, die schon einmal eine Geburt erlebt haben. Kaum ein Mann würde wohl die Geburtsschmerzen aushalten. Oder doch? Gaylord Kingerter jedenfalls darf genau das erleben. Er habe schon häufiger behauptet, dass die Geburt eines Babys wohl nicht so schlimm sein könnte, schrieb seine Frau an die stern TV-Storybox. Das Paar erwartet in wenigen Wochen ein Kind. Und Monja Kingerter möchte, dass sich ihr Mann der gewagten Behauptung stellt: „Ich habe ihm gesagt: Wenn ich irgendwann schwanger sein sollte, melde ich mich bei stern TV und bitte darum,  dich an einen Wehen-Simulator anzuschließen“, berichtet die 26-Jährige in ihrer E-Mail.

Gemeinsam mit Storybox-Reporter Stefan Uhl hat Monja Kingerter ihren Mann Gaylord zu dem ungewöhnlichen Test überredet … Doch weil die ersten Wehen, die er erlebte, für eine richtige Geburt längst nicht ausgereicht hätten, wurde der werdende Vater live bei stern TV erneut an den Wehen-Simulator angeschlossen:

Infokasten Storybox

So kommt Ihre Geschichte ins F… stern TV-Storybox (2030302)

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Kohde-Kilsch traut Kerber weiter große Siege zu

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Die frühere Weltklassespielerin Claudia Kohde-Kilsch traut Angelique Kerber trotz einer bislang titellosen Saison weitere große Siege zu.

„Ihr grandioses Jahr 2016 hat gezeigt, über welches Potenzial Angie verfügt. Und ebenso, dass sie durchaus hohen Erwartungen standhalten kann“, sagte Kohde-Kilsch im Interview mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) und mahnte zur Geduld: „Es ist absolut verständlich, dass Angie ein schwieriges Jahr durchlebt. Weil es immer leichter ist, nach oben zu kommen, als sich dort zu behaupten.“

Kerber (29) hatte in der vergangenen Saison unter anderem die Australian und US Open gewonnen, das Wimbledonfinale erreicht und die olympische Silbermedaille geholt.

Zudem eroberte die derzeitige Nummer zwei des Rankings als erste deutsche Spielerin nach Steffi Graf die Spitze der Weltrangliste. In dieser Spielzeit wartet Kerber noch auf ihren ersten Turniersieg.

Kohde-Kilsch rät der Kielerin zur Gelassenheit: „Wichtig ist, dass sich Angie weiterhin auf sich konzentriert, dass sie sich von dem Rummel um ihre Person nicht zu sehr beeindrucken lässt und sich vor allem selbst nicht zu viel Druck macht“, sagte die 53-Jährige, die seit 1. April für den DTB als Honorar-Bundestrainerin tätig ist.

Die frühere Weltranglistenvierte kümmert sich um die Nachwuchsförderung in den fünf ostdeutschen Verbänden. Dies ist Teil eines neuen Konzepts, mit dem der DTB die Förderung von Talenten professionalisieren und damit mittelfristig Anschluss zu den Top-Nationen finden will.

Die finanziellen Mittel für die Umsetzung des Konzepts sollen sowohl durch den DTB als auch über öffentliche Mittel des BMI (Bundesministerium des Innern) bereitgestellt werden.

Erstmals in seiner Geschichte wurde der DTB zu Beginn des Jahres als „förderungswürdig“ eingestuft. Der mitgliederstärkste Tennis-Verband der Welt wird vorerst mit geschätzten 500.000 Euro bezuschusst.

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DHB-Team landet Kantersieg bei Prokops Debüt

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Pflichtspiel-Premiere gelungen, Tabellenführung eindrucksvoll ausgebaut: Die deutschen Handballer haben unter dem neuen Bundestrainer Christian Prokop das Tor zur EM 2018 mit einer Gala-Vorstellung ganz weit aufgestoßen.

Der Titelverteidiger gewann das schwere Qualifikationsspiel beim WM-Dritten Slowenien überraschend deutlich mit 32:23 (19:12) und führt die Gruppe 5 nach dem dritten Sieg im dritten Spiel souverän an.

„Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Es war ein ganz starker Auftritt“, sagte Prokop.

Bob Hanning sprach sogar von einem der „besten Spiele der letzten Jahre“. Es sei in allen Belangen eine Demonstration von Stärke gewesen, so der DHB-Vizepräsident: „Das Team hat beim EM-Bronzemedaillengewinner gezeigt, wozu es mit Christian Prokop in der Lage ist. Jetzt wollen wir uns am Samstag das EM-Ticket holen.“ 

Wolff mit herausragender Leistung

Mit einem weiteren Erfolg gegen die Slowenen am Samstag (ab 16.10 Uhr im LIVETICKER) im westfälischen Halle hätte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) das Ticket für die EM in Kroatien vorzeitig gelöst. Bester deutscher Werfer in Ljubljana war der bärenstarke Kapitän Uwe Gensheimer mit elf Treffern, eine herausragende Leistung bot auch Torhüter Andreas Wolff.

„Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Es war ein ganz starker Auftritt“, sagte Prokop. Bob Hanning sprach sogar von einem der „besten Spiele der letzten Jahre“. Es sei in allen Belangen eine Demonstration von Stärke gewesen, so der DHB-Vizepräsident: „Das Team hat beim EM-Bronzemedaillengewinner gezeigt, wozu es mit Christian Prokop in der Lage ist. Jetzt wollen wir uns am Samstag das EM-Ticket holen.“

Für Prokop war es als Nachfolger von Dagur Sigurdsson im dritten Spiel als Cheftrainer der erste Erfolg. Zuvor gab es bei zwei Testspielen gegen Schweden eine Niederlage und ein Unentschieden. Zum Abschluss der EM-Qualifikation trifft Deutschland im Juni auf Portugal und die Schweiz.

Im Angriff variabel, in der Abwehr aggressiv

„Wir müssen es in der aufgeladenen Atmosphäre schaffen, eine variable und geduldige Spielanlage zu zeigen und in kritischen Situationen kühlen Kopf zu bewahren“, hatte Prokop vor der Partie in der Arena Stozice erklärt – seine Mannschaft setzte seine Vorgaben perfekt um.

Ohne die erkrankten Leistungsträger Kai Häfner und Steffen Weinhold sowie den verletzten Julius Kühn (Innenbandriss im Knie) kamen die Gäste 101 Tage nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der WM gegen Katar glänzend ins Spiel. Die Bad Boys präsentierten sich vor 10.500 Zuschauern im Angriff variabel und spielfreudig, die deutsche 6:0-Abwehr war aggressiv und beweglich. Dahinter entnervte Wolff die Slowenen. Der Kieler zeigte bereits in den ersten 20 Minuten acht Paraden.

Prokop verfolgte sein erstes Pflichtspiel als Bundestrainer stehend an der Seitenlinie. Er redete ständig mit seinen Spielern. Bei gelungenen Aktionen ballte der Leipziger die Fäuste, bei Toren brüllte er seine Freude heraus – dazu hatte er viele Gelegenheiten.

Erst drei Trainingseinheiten unter Prokop

Der Olympia-Dritte ging durch den dritten von Gensheimer verwandelten Siebenmeter schnell mit 5:2 in Führung (8.). Auch in der Folge fand die DHB-Auswahl gegen die offensive Deckung der Gastgeber immer wieder Lösungen, obwohl es unter Prokop erst drei Trainingseinheiten gegeben hatte.

Abwehrchef Finn Lemke traf per Tempogegenstoß zum 11:6 (17.), in der Halle kühlte die anfangs hitzige Atmosphäre merklich ab. Als Kreisläufer Patrick Wiencek das 15:8 (24.) erzielte, zeichnete sich eine Demontage für die Slowenen ab.

Der Ex-Weltmeister hielt sich auch nach dem Wechsel an das taktische Konzept, Gensheimer erzielte per Siebenmeter zum 24:16 (38.) bereits seinen zehnten Treffer. Angesichts der deutlichen Führung wechselte Prokop durch, um Kräfte für das zweite Spiel gegen die Slowenen am Samstag zu sparen. Am souveränen Erfolg änderte das nichts mehr.

Die Partie im Stenogramm:

Slowenien – Deutschland 23:32 (12:19)
Tore: Dolenec (5/3), Bezjak (4), Marguc (3/3), Blagotinsek (2), Janc (2), Zarabec (2), Grebenc (2), Kodrin (1), Mackovsek (1), Poteko (1) für Slowenien – Gensheimer (11/7), Groetzki (4), Weber (4), Wiencek (3), Fäth (2), Pekeler (2), Reichmann (2), Dahmke (2), Drux (1), Lemke (1) für Deutschland
Zuschauer: 10.500

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