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Davies siegt drei Wochen nach Horrorsturz

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Chaz Davies hat nur drei Wochen nach seinem Horrorsturz in der Superbike-WM den ersten Lauf in Laguna Seca/USA gewonnen. Der britische Motorrad-Pilot ließ Titelverteidiger Jonathan Rea und Tom Sykes hinter sich, Stefan Bradl wurde Elfter.

Davies war am 17. Juni in der letzten Runde des ersten Rennens von Misano/Italien als Führender gestürzt und von Rea (Großbritannien/Kawasaki) überrollt worden. Dabei brach sich Davies einen Wirbelfortsatz. Ursprünglich war eine monatelange Pause befürchtet worden.

Durch das schnelle Comeback hat Davies nur ein einziges Rennen verpasst. In der Gesamtwertung liegt der 30-Jährige nach wie vor auf dem dritten Rang (Ducati/210) hinter Rea (316) und Sykes (Kawasaki/262).

Bradl war als 17. ins Rennen gegangen. „Obwohl ich am Start schlecht wegkam, bin ich mit dem heutigen Rennen wirklich zufrieden. Ab Halbzeit hatte ich seit langem wieder Spaß beim Fahren“, so der 27-Jährige aus Zahling, der in der Gesamtwertung den zwölften Platz belegt (59).

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TV-Tipp: Sri Lanka – Geschenk des Himmels

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Sri Lanka, der eher kleine Inselstaat östlich der Südspitze Indiens, birgt eine Vielfalt an Fauna, die jedem Kontinent alle Ehre machen würde. Hier gibt es 20 Mal mehr Tierarten pro Fläche als in Brasilien, die höchste Elefantendichte Asiens und die größten Leoparden der Erde.

Das liegt nicht allein an günstigen Naturgegebenheiten wie dem Monsun, der dem Land pro Jahr gleich zwei Regenzeiten beschert. Sondern auch an einem massiven menschlichen Eingriff in das Ökosystem, wie der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens in seiner «Terra X: Faszination Erde»-Reportage «Sri Lanka – Geschenk des Himmels» am Sonntag (9. Juli) ab 19.30 Uhr im ZDF erklärt.

Vor zwei Jahrtausenden begannen die dortigen Könige, gigantische Stauseen als Wasserreservoirs anlegen zu lassen. Sie versorgten Mensch und Tier in Trockenperioden – und legtn damit die Grundlage für die heutige Population von erstaunlichen 6000 wilden Elefanten im Land. «Die könnten gar nicht so einfach überleben, wenn es nicht überall diese von Menschen gemachten Wasserstellen gebe», sagte Steffens der Deutschen Presse-Agentur. «Gerade wir Deutschen leben ja oft mit dem Missverständnis, es würde der Natur am besten gehen, wenn wir sie völlig in Ruhe ließen.»

Das dem nicht so sei, könne man aber auch bei uns erkennen. In Deutschland habe es die höchste Artendichte um 1800 gegeben – als die ursprünglichen Wälder längst gerodet waren, aber eine verantwortungsbewusste Landwirtschaft zahlreiche Feld- und Wiesenbewohner schützte. An Sri Lanka finde er außerdem faszinierend, dass bei sehr hoher Bevölkerungsdichte – 330 Menschen pro Quadratkilometer – die vielen wilden Tiere, zu denen auch Tausende von Leoparden gehören, weitgehend unbehelligt leben dürften, sagte Steffens.

So etwas könne er sich bei uns Deutschen nicht vorstellen, bei denen er eine regelrechte «Wildnisphobie» diagnostiziert und bei denen der Braunbär gleich zum «Problembär» werde. Auf Sri Lanka sei auch der religiös-kulturelle Hintergrund, der Buddhismus, für einen respektvoll-entspannten Umgang mit diesen Lebewesen verantwortlich.

Gewalt und politischen Fanatismus gibt es in dem Inselstaat allerdings auch. Auf den mehr als 25 Jahre dauernden, 2009 offiziell beendeten Bürgerkrieg angesprochen, sagte Steffens, derzeit sei das Land stressfrei und überwiegend gefahrlos zu bereisen. Unter der Oberfläche aber schwele der alte Konflikt weiter. Die früheren Grausamkeiten seien eben nicht vergessen.

In den Indischen Ozean ist der «Terra X»-Moderator mit seinem Team im vergangenen Januar gereist. Im Mai ging es dann in die entgegengesetzte Richtung: Die Sendung über seine Exkursion nach Grönland zeigt das ZDF am 23. Juli («Grönland – Die Sonne bringt es an den Tag»).

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Ein globales Problem: Multi-resistente Keime

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Sogar auf dem G20-Gipfel stehen sie auf der Agenda: Multi-resistente Keime. Das zeigt, wie akut das Problem ist. Gegen diese Bakterien gibt es kaum noch wirksame Medikamente.
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Brose Bamberg verliert Melli

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Der deutsche Meister Brose Bamberg verliert eine weitere Stütze. Der italienische Flügelspieler Nicolo Melli verlässt die Franken nach zwei Jahren und geht künftig für EuroLeague-Champion Fenerbahce Istanbul auf Punktejagd.

Dies teilten die Bamberger am Samstag via Twitter mit. Bereits zuvor hatte der Lette Janis Strelnieks (nach Piräus) seinen Abschied verkündet.

Zudem winkt Nationalspieler Daniel Theis der Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA. Laut des US-Senders ESPN steht der 25-Jährige vor einem Abschluss mit Rekordmeister Boston Celtics.

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Mexikos Trainer entschuldigt sich für Entgleisung

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Mexikos Fußball-Nationaltrainer Juan Carlos Osorio hat sich für seine verbale Entgleisung während des FIFA Confederation Cup in Russland entschuldigt.

„Ich bitte alle um Entschuldigung, die sich durch mein Verhalten während des Spiels gegen Portugal angegriffen oder verletzt gefühlt haben“, sagte der 57-Jährige, der von der Disziplinarkommission des Weltverbandes FIFA am Freitag für sechs Spiele gesperrt worden war, auf einer Pressekonferenz in San Diego.

Beim Gold Cup in den USA, der Meisterschaft der Teams aus Mittel- und Nordamerika sowie der Karibik, muss Titelverteidiger Mexiko damit ohne seinen Nationaltrainer auskommen. „Das ist das Härteste für einen Trainer, nicht auf der Bank sitzen zu können und dem Team zu helfen“, sagte Osorio: „Das ist wahrscheinlich die schlimmste Situation überhaupt für einen Trainer.“

Der Confed-Cup-Halbfinalist (1:4 gegen Deutschland) trifft am Sonntag im ersten Gruppenspiel auf El Salvador. Weitere Gegner sind Jamaika und Curaçao. Selbst bei perfektem Turnierverlauf würde Mexiko nur sechs Spiele absolvieren.

Osorio soll in Russland während des Spiels um Platz drei gegen Portugal (1:2 nach Verlängerung) laut FIFA-Mitteilung Offizielle beschimpft und sich allgemein aggressiv verhalten haben. Er muss neben seiner Sperre 5000 Schweizer Franken (4550 Euro) Strafe zahlen.

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„Singular / Plural“ in der Kunsthalle Düsseldorf

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Zum 50. Geburtstag beschenkt sich die Kunsthalle Düsseldorf selbst: Sie beleuchtet ihre eigene lebendige Kunstszene aus den Gründerzeiten. Darunter sind große Namen wie Sigmar Polke und Katharina Sieverding, aber auch echte Neuentdeckungen.
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Schweres Busunglück auf A9 bei Münchberg: „Kein Autofahrer hat uns geholfen“: Wie ein Ersthelfer die Situation erlebte

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Sie waren unterwegs in den Urlaub. Das Ziel: Der Gardasee in Italien. Doch ihre Reise endete bereits mit einem schrecklichen Unglück in Nord-Bayern. Der Reisebus mit der Seniorengruppe aus Sachsen prallte am Montagmorgen auf der Autobahn 9 bei Münchberg auf einen Sattelzug und ging unmittelbar in Flammen auf. 18 Menschen starben in den Flammen. 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

„Ein Gaffer hat in den Rettungswagen gefilmt“

Der Unfall sorgt noch immer für Entsetzen. Vor allem bei den Hilfskräften, die kaum noch etwas ausrichten konnten, als sie am Unfallort eintrafen. Jörg-Steffen Höger war einer der ersten Helfer am Unglücksort – noch vor den Rettungskräften. Höger und seine 17-jährige Tochter Annika fuhren zufällig vorbei und machten sofort Halt. Die Schicksale der Toten gehen dem Mann einfach nicht aus dem Kopf: „18 Personen, die hier ihr Leben verloren haben. 18 Personen, um die viele Angehörige trauern – 18 Personen, denen nicht mehr geholfen werden konnte“, sagt Jörg-Steffen Höger bestürzt.
Er habe seine Tochter aus Neila nach Bayreuth in die Schule bringen wollen, als sie vom Weiten eine Rauchsäule aufsteigen sahen. Als sie am Unfallort eintrafen, sei lediglich ein Polizeiwagen dort gewesen. Der Bus stand zu dem Zeitpunkt komplett in Flammen. „Wir sind dann ausgestiegen und haben die Notfalltasche aus dem Auto mitgenommen und haben dann die ersten Verletzten steril abgedeckt und haben Verbände gemacht“, erzählt die 17-jährige Annika, die ausgebildete Sanitäterin ist. „Das hätte auch jeder andere mit einem Erste-Hilfe-Kasten machen können.“ 

Höger und seine Tochter sprachen die Verletzten, die zum Teil hilflos und verwirrt über die Autobahn liefen, nacheinander an. „Danach ging es darum, eine Sammelstelle zu bilden. Ich habe versucht, die Personen zentral zusammen zu bekommen und klar zu bekommen: Um wie viele Personen handelt es sich überhaupt?“, erzählt Jörg-Steffen Höger. „Es geht in einer solchen Situation oft nur darum, zu trösten oder die Opfer von der Unfallstelle wegzubringen“, so der ehrenamtliche Feuerwehrmann.

Doch dazu habe sich offensichtlich niemand anderes veranlasst gefühlt. Warum waren sie in diesem Moment die einzigen, die halfen? Warum sind so viele Autofahrer nicht ausgestiegen? Darüber ist Jörg-Steffen Höger besonders fassungslos. „Ein Gaffer hat in den offenen Krankenwagen gefilmt. Ich bin dann hingegangen mit einem Polizisten. Der Polizeibeamte hat das Handy konfisziert. Ich hätte dem am liebsten einen Verbandskasten in die Hand gedrückt und gesagt: So, jetzt mach du mal!“, sagt er.

Hinweis auf Behelfsausfahrt brachte Hilfskräfte an den Unfallort

Immer wieder fallen solche Autofahrer bei Unfällen auf, die gaffen oder mit dem Handy die Unfallstelle filmen – sogar bei einem derart verheerenden Unglück. Ein weiteres Ärgernis: Die fehlende Rettungsgasse. In Zukunft soll dieses Verhalten härter bestraft werden, wie der Bundesverkehrsminister unmittelbar danach ankündigte: „Immer wieder werden Polizei und Rettungskräfte bei ihren Einsätzen behindert. Das ist unverantwortlich und kann Menschenleben gefährden“, so Alexander Dobrindt in einem Interview mit der Bild-Zeitung. „Wir werden deshalb die geplante Erhöhung der Bußgelder noch einmal deutlich verschärfen. Wer vorsätzlich die Rettungsgasse blockiert und dadurch Rettungskräfte am Einsatz hindert, kann sogar mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden.“

Bei dem Busunglück am Montag, durch das 18 Menschen starben, hatte Jörg-Steffen Höger den Rettungskräften bei seinem Notruf den Hinweis gegeben, dass es nur wenige Hundert Meter vor der Unfallstelle eine Behelfsausfahrt gebe. Diese nutzten die Einsatzkräfte dann tatsächlich, um schneller dorthin zu gelangen, wo sie dringend gebraucht wurden. Drei Menschen schweben bis heute in Lebensgefahr.

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Nadal ohne Satzverlust ins Achtelfinale

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Rafael Nadal hat den Schwung aus der Sandplatzsaison mit nach Wimbledon genommen und steht ohne Satzverlust im Achtelfinale.

Der zweimalige Champion aus Spanien, der bei den French Open seinen zehnten Titel gewonnen hatte, setzte sich gegen den 21 Jahre alten Russen Karen Chatschanow mit 6:1, 6:4, 7:6 (7:3) durch.

Im dritten Durchgang wehrte Nadal gegen den vor der Partie als gefährlichen Herausforderer eingestuften Chatschanow einen Satzball ab.

Am Montag trifft Nadal (31), der seinen letzten Satz vor dem Sieg in Paris abgegeben hatte, auf den an Position 16 gesetzten Luxemburger Gilles Muller.

2008 und 2010 hatte Nadal im All England Club triumphiert, im vergangenen Jahr war er wegen einer Handgelenksverletzung nicht angetreten.

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Gummersbach schnappt sich Pujol

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Bundesligist VfL Gummersbach hat den schwedischen Nationalspieler Josef Pujol für die kommende Saison verpflichtet.

Der 25-Jährige wechselt vom norwegischen Champion Elverum Handball zum Altmeister und erhält einen Einjahresvertrag. Das teilte der Verein am Freitag mit.

Der Schwede soll Nationalspieler Simon Ernst ersetzten. Der 23-Jährige fällt in der Hinrunde wegen eines Kreuzbandrisses aus.

Gummersbach hatte in der vergangenen Saison die Liga nur knapp halten können. Zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison am 10. Juli steigt Pujol ins Training ein.

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Debatte um Prävention – Kinder-Impfung ist Eltern-Pflicht

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In Frankreich müssen Eltern ihre Kinder jetzt gegen elf Krankheiten impfen lassen. In Deutschland scheuen sich die Politiker noch vor der Impfpflicht. Dabei zeigt der jüngste Masern-Ausbruch in NRW, wie nötig das ist.
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