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Handball-Legende Kempa gestorben

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Handball-Legende Bernhard Kempa ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Das bestätigte sein langjähriger Verein Frisch Auf Göppingen am Freitag. Zuerst hatte die Südwest Presse darüber berichtet.

In den 50er Jahren feierte er mit Frisch Auf Göppingen und der deutschen Nationalmannschaft große Erfolge. Kempa gewann zwei Weltmeistertitel im Feldhandball sowie WM-Silber in der Halle. Mit Frisch Auf errang er neun nationale Titel. Zudem arbeitete er jahrelang als Trainer für Göppingen.

Sein größtes sportliches Vermächtnis ist vermutlich der Kempa-Trick, als dessen Erfinder der gebürtige Schlesier gilt. Zudem ist eine Sportartikelmarke nach ihm benannt.

„Monsieur Handball“ wurde 2011 für seine Verdienste in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

DHB-Präsident Michelmann huldigt Kempa

Kempa war nicht nur ein großartiger Handballer, sondern auch ein exzellenter Tennisspieler. In dieser Sportart wurde er im Seniorenbereich Welt- und Europameister.

„Wir trauern um einen der größten Sportler, die Deutschland hervorgebracht hat. Was der deutsche Handball dem Spieler und Trainer Bernhard Kempa verdankt, ist kaum in Worte zu fassen“, sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

Zu seinem 95. Geburtstag hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning ihn als „Idol für Generationen“ gewürdigt. „Mit seiner Raffinesse hat er den Handballsport wie nur wenige andere vor und nach ihm entwickelt“, sagte er.

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Gesundheit – Was die Zunge über die Gesundheit verrät

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Das Aussehen der Zunge sagt viel über die Gesundheit eines Menschen aus. Veränderungen an dem kräftigen Muskel können sogar Vorbote einer schweren Erkrankung im Körper sein. Die eigene Zunge sollte man also im Blick behalten.
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AlphaBay: Leuchtspur im Darknet

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Sie verstecken ihre Server, verschlüsseln ihre Kommunikation, nutzen nur Kryptowährungen – dennoch werden Betreiber illegaler Marktplätze geschnappt. Wegen dummer Fehler.
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Naipo Massagegerät im Test: Entspannung für Schulter und Rücken

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Wenn nach einem langen und stressigen Arbeitstag zu Hause eine entspannende Massage genossen werden kann, hat man entweder einen tollen Partner oder aber das Massagegerät von Naipo wartet auf einen. Was dieses, auf den ersten Blick ungewöhnliche Teil alles kann, berichten wir euch aus unserer Testphase in einem ausführlichen Bericht.

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Eine Massage kann nicht nur für den Körper eine Wohltat sein, auch der Geist findet Entspannung und es kann neue Kraft getankt werden. Gerade in der heutigen Zeit, wo sich viele Jobs sitzend im Büro abspielen, leidet der Körper oft unter der falschen Haltung und dankt uns dies mit fiesen Nacken- und/oder Rückenschmerzen, die oft auch nach oben oder unten im Körper ausstrahlen. Eine Massage zum Lösen dieser Blockaden ist eine echte Wohltat und die Schmerzen sind vergessen. Leider ist eine regelmäßige professionelle Massage nur selten möglich und auch erschwinglich. Der Partner findet oft nicht die richtigen Stellen oder beherrscht nicht die korrekten Handgriffe, auch selbst Hand anzulegen ist anatomisch unmöglich. Hier schafft die Firma Naipo Abhilfe und das Massagegerät kommt ins Spiel.

Massagegerät von Naipo: Verspannungen adé

Das Gerät ist nach wenigen Tagen Lieferzeit bei uns eingetroffen und der Test kann beginnen. In einem relativ schmalen, länglichen Karton kommt es schick und schlicht daher. Der Lieferumfang ist dabei auf das Nötigste beschränkt und enthält das Massagegerät, eine Anleitung und das nötige Netzteil inklusive Zigarettenanzünder-Adapter für den Gebrauch unterwegs im Auto.

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Das gute Teil lässt sich mit einer U-Form gut beschreiben. Die beiden Enden sind mit Schlaufen versehen und die Mitte beherbergt die Massageeinheit. Die Neugier ist fast ebenso riesig wie die Angespanntheit nach einer langen Autofahrt, deswegen ist das Netzteil im nu in der Steckdose und das andere Ende mit dem Massagegerät verbunden. Ein Stolperschutz verbindet die beiden Kabel miteinander und sorgt für bedenkenloses Benutzen. Ist das Gerät nun betriebsbereit, hängt man es sich sitzend einfach um den Nacken und schaltet es ein, die Arme werden dann locker in die Schlaufen gelegt – Wow! Der Motor mit den acht rotierenden 3-D-Massageköpfen setzt sich leise in Gang, verrichtet seine Arbeit und die eigene Entspannung beginnt.

Der erste Eindruck sofort nach dem Auspacken ist also schon mal super. Doch das Massagegerät kann noch mehr und der zweite Blick lohnt sich allemal, denn dieser fällt auf die hochwertigen Materialien und die Verarbeitung derselben. Das Gerät ist von schwarzem Kunstleder ummantelt, die Armschlaufen im gleichen Material in grauer Farbe abgesetzt. Es fühlt sich weich und wertig an, die Nähte sind bis in die kleinste Ecke einwandfrei verarbeitet.

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Der Motor im mittleren Teil ist mit einem Mesh-artigen Stoff ummantelt, um die Massage gut auf den Köper zu übertragen. Der ganze Bezug kann dank eines unauffälligen Reißverschlusses vom Gerät getrennt und per Handwäsche gewaschen werden. Die Optik und Haptik lässt sich im Gesamten als wirklich angenehm und wertig bezeichnen.

Individuelle Einstellungen wählbar

Auch der Technik widmen wir einen zweiten Blick und erkennen natürlich noch mehr Features dieser Wunderwaffe. An der linken Armschlaufe befindet sich das Bedienelement des Massagegerätes. Auch dieses sieht gut verarbeitet aus und fühlt sich nicht billig an. Vier Knöpfe sind darauf angebracht und beherbergen folgende Funktionen: Das Ein- und Ausschalten des Gerätes, einen Richtungswechsel der 3-D-Massageköpfe, die Rotationsgeschwindigkeit derselben, sowie eine Wärmefunktion. Richtig, die Massageköpfe besitzen nämlich integrierte Infrarotlampen und wärmen die zu massierende Stelle dadurch zusätzlich. Somit wird die Blutzirkulation angeregt und die Verspannung kann noch effektiver gelöst werden. Ebenfalls verbaut ist ein Überhitzungsschutz, der nach 15 Minuten aktiv wird und die Massage automatisch beendet.

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Ganzkörper-Massage möglich mit dem Naipo-Gerät

Weitere Sicherheit bietet auch der CE-geprüfte Netzstecker, welcher zum Betrieb des Gerätes notwendig ist. Dank einer integrierten LED, weiß man, dass es mit Strom versorgt und betriebsbereit ist. Der Adapter für das KFZ ist lang genug, um auch die hinteren Passagiere in den Genuss des Massagegerätes kommen zu lassen. Während der Fahrt, ist aufgrund der Verkehrssicherheit allerdings davon abzuraten, den Fahrer zu massieren.

Die Schlaufen mit den eingelegten Armen ermöglichen eine individuelle Anpassung des Drucks der Massageköpfe. Gibt man also etwas mehr Druck nach unten in die Schlaufe, so knetet das Gerät den Rücken fester, ganz ohne einen Verlust der Geschwindigkeit festzustellen. Nach wenigen Minuten ändert das Gerät automatisch die Richtung der Rotation, sodass keine Eintönigkeit herrscht. Die U-Form des Naipo Massagegerätes ermöglicht eine flexible Anwendung am ganzen Körper. So kann nicht nur Nacken und Rücken massiert werden, sondern es findet beispielsweise auch bequem Anwendung bei verspannten Waden, Oberschenkeln oder dem unteren Rücken. Dabei ist die Kleidung übrigens kein Hindernis, selbst mit Pullover kommt die Massage gut am Körper an und lediglich die Wärme wird ein wenig geblockt.

Der Langzeit-Test und Fazit

Auch nach längerer Benutzung des Gerätes sind wir immer noch begeisterte und vor allem regelmäßige Anwender des Naipo Massagegerätes. Auch alle Besucher durften sich eine Session mit dem Gadget gönnen und waren durchaus angetan. Dies könnte auch an dem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis liegen, denn für nur 56,99 Euro könnt ihr euch die ultimative Massage-Entspannung nach Hause holen. Das Ganze gibt es mit 30 Tagen Geld-zurück und zwei Jahren Herstellergarantie.


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Berger kritisiert Audi-Teamwork

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Zehn von 18 Rennen der DTM-Saison 2017 sind nun gefahren und in der Tabelle geht es nach wie vor eng zu. Die Top 5 trennen nur 35 Punkte, die Top lediglich 52. An einem idealen Rennwochenende sind für einen Fahrer theoretisch 56 Zähler zu holen. Wohl dem, der da auf ein sicheres Pferd setzen kann. Bei Audi scheint man seine Zugpferde schon sortiert zu haben. In Moskau waren sie der erste Hersteller, der in dieser Saison offensichtlich Teamorder angewandt hat. Das stößt auf Kritik.

„Wir wissen, dass im Motorsport manchmal im letzten Rennen der eine Teamkollege dem anderen hilft“, meldet sich sogar DTM-Boss Gerhard Berger gegenüber der ‚ARD‘ zu Wort. „Wenn man aber schon zur Mitte der Saison Strategie-Spielchen spielt, um am Ende vorne zu sein, und dass auf Kosten des Sportes und der Sportler, dann ist das eine moralische Komponente. Ein Team muss mit sich selbst ausmachen, ob man so etwas dem Sport oder den Fahrern antun kann.“

Audis umstrittenes Vorgehen ist ein Schauspiel in zwei Akten. Am Sonntag lautete die Devise: ein Opfer fürs Team – der Leidtragende: Nico Müller. Denn den funktionierten die Ingolstädter kurzerhand zum Bremsklotz um.

„Bremsklotz“ Müller

Das Rennen war zuvor von einer frühen Safety-Car-Phase geprägt worden, die nur einigen Wenigen einen Vorteil brachte, weil sie früh beim Reifenwechsel gewesen waren. Da war Köpfchen gefragt. Denn ohne das Safety-Car wären Mattias Ekström und Rene Rast von Startplätzen zwei und drei in einer guten Ausgangslage gewesen. Ohne Müller wäre ein Herankommen in der Schlussphase schwierig geworden.

Also ließ man den 25-Jährigen bis drei Runden vor Schluss draußen, um das Feld vorne einzubremsen und den Kollegen zu erlauben, nach ihrem Reifenwechsel auf die Frühstopper auszuschließen. Als Gesamt-14. und von Startplatz 13 hatte der Schweizer kein Argument, um auf sein eigenes Rennergebnis zu pochen.

Zu den Frühstoppern gehörten Mercedes-Pilot Maro Engel, dem die Audi-Taktik den Sieg nicht nehmen konnte. Marco Wittmann hingegen konnte sich gegen Ekström nicht wehren und wurde dann auch noch in einen Kampf um Platz drei verwickelt. Am Ende wurde er nur Sechster.

Wittmann prangert an

„Als das Safety-Car kam, wusste ich, dass wir in einer sehr guten Ausgangsposition sein würden“, betont der BMW-Pilot seine Siegabsichten. „Aber leider haben wir nicht mit Audi und Müller gerechnet, die ihre Spielchen gespielt und ihn extrem lange draußen gelassen haben. Er hat teilweise sehr früh gebremst, auch auf der Geraden. Er hat uns geblockt, damit Ekström aufschließen konnte. Dadurch wurde unser Rennen zerstört. Das war sehr enttäuschend.“

Auch Engel ist aufgefallen, dass der Audi vor allem in den Kurven einbremste und auf der Geraden wieder wegzog. So soll er das Feld pro Runde zwei Sekunden eingebremst haben. „Es war sehr frustrierend, nicht an ihm vorbei kommen zu können“, sagt Engel. „Er hatte nichts zu verlieren – ich aber schon. Ich konnte nicht riskieren, dass wir uns berühren.“

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt sagt provokativ: „Ich bin stolz auf unsere Jungs. Sie sind großartige Fighter und echte Racer. Das kann man leider nicht von allen im Feld behaupten.“

Meisterschaftsplatz entscheidet

Teamwork-Variante zwei heißt: Möge der bessere gewinnen. Das wendet man teamtaktisch aber nicht auf die tatsächliche Pace im Rennen, sondern auf den Stand in der Meisterschaft an. Dass Mike Rockenfeller nämlich nach dem Rennen am Samstag schmallippig regierte, lag nicht daran, dass er nach seinem Unfall auf dem Norisring mit einem Bruch im linken Mittelfuß angetreten war.

Zwischen den Zeilen ließ er direkt nach dem Rennen verlauten, was er von seinem zweiten Platz hinter Markenkollege Rene Rast hielt: „Ich glaube, man hat gesehen wie schnell ich fahren konnte. Aber in der Meisterschaft steht Rene halt vor mir.“ Vor Moskau lag Rast auf dem Gesamtplatz fünf – 18 Punkte vor dem achtplatzierten Rockenfeller. Nach dem Rennen übernahm Rast zeitweise die Gesamtführung.

Der Rookie hob nach der Aktion die Hände: „Mike hat von hinten ordentlich Druck gemacht. Er hat sein DRS aufgebraucht, kam aber nicht ganz ran. Er hat schon versucht, vorbeizukommen. Unter Teamkollegen kämpft man aber nicht so hart wie gegen andere.“ Und auch Rockenfeller rudert am Ende wieder zurück: „Ich habe versucht, an Rene dran zu bleiben und ihn zu attackieren. Aber er war schließlich das kleine Bisschen schneller und ich habe es nicht hinbekommen, zu überholen.“

Sieger der Herzen

Es wäre eine schöne Geschichte gewesen, wenn der 33-Jährige, der außerhalb des Cockpits mit Krücken unterwegs war, sein Durchhaltevermögen mit einem Sieg hätte belohnen können. Das macht ihn auch bei Berger zum Sieger der Herzen:

„Rockenfellers Message war eigentlich klar: Ich hätte gewinnen können, aber habe nicht gewinnen dürfen. Das schmerzt einen Sportler wie mich sehr – vor allem wenn jemand sich so etwas mit einem gebrochenen Fuß antut und dann auch noch so toll meistert. Das tut doppelt weh.“

© Motorsport-Total.com

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Thilo Mischke von „Uncovered“: Nach Drogen-Experiment: „Ich dachte wirklich, ich sterbe“

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Herr Mischke, schon für die erste Staffel von „Uncovered“ haben Sie in einem Selbstversuch LSD konsumiert. Dieses Mal nehmen Sie halluzinogenen Pilze – warum erneut ein Drogen-Experiment vor der Kamera?

Ich nehme überhaupt keine Drogen – außer als journalistisches Selbstexperiment unter kontrollierten Bedingungen für „Uncovered“. Ich wollte wissen, warum die jungen Leute aus Deutschland nach Mexiko hinfahren und dort halluzinogene Pilze konsumieren. Es war katastrophal. Die Pilze waren mit Abstand eine der schlimmsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Ich dachte wirklich, ich sterbe. Das Fiese ist: Die Halluzinationen in meinem Kopf waren unfassbar schlimm, aber mein Körper war ganz ruhig und friedlich.

Bereuen Sie in solchen Momenten Ihre Ideen manchmal?

160316_Aethiopien_Sternreporter_Mischke 17.00Nein, nie, weil ich es jedes Mal wirklich wissen will. Ich wollte wissen, wie diese Pilze wirken, was die 20-Jährigen antreibt, die das nehmen. Eigentlich sagt man, dass man halluzinogene Drogen erst ab 30 nehmen soll, weil da die Seele schon stabiler ist. Das stimmt auch: Hätte ich das sehr jung gemacht, hätte das mein Leben sicherlich maßgeblich verändert.

Inwiefern?

Ich glaube, dann wären Dinge wie Karriere machen oder eine Frau zu beeindrucken nicht mehr so wichtig gewesen. Weil man sich danach fragt, worum es eigentlich im Leben geht. Und ich finde, diese Frage sollte man sich mit 20 noch nicht stellen. Da sollte man Spaß haben oder den ersten Liebeskummer ertragen – aber nicht existenzielle Überlegungen zum Leben anstellen. Der Schamane, der mich begleitet hat, meinte hinterher, dass die Todeserfahrung sehr wertvoll und selten sei im Pilzrausch. Ich hätte darauf verzichten können. Es hat mich aber dazu gebracht, über den Tod nachzudenken.

Was war für Sie der prägendste Moment während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel?

mischke-interview 10.41Wir waren insgesamt sechs Monate unterwegs. Es gab noch viel krassere Momente. Wir waren das erste Doku-Team seit vier Jahren in Somalia, in diesem Land ist jede Sekunde extrem. Wir haben dort einen Touristen begleitet, der in Krisengebieten Urlaub macht. Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir versuchen, Geschichten zu erzählen. Wir haben einerseits den verrückten Typen und können trotzdem auf alles, was in Somalia passiert eingehen: die Hungersnot, die islamistische Miliz Al-Shabaab und so weiter. Brenzlige Situationen habe ich aber fast überall erlebt.

Empfinden Sie keine Angst oder Abscheu, wenn Sie zum Beispiel mit Mördern sprechen?

Ich finde es spannend, mit Mördern zu sprechen und deren Motive zu erfahren. Bei den meisten sind es Armut, fehlende Bildung oder die Lebensumstände – nicht die Lust am Töten. Ich gehe da als Journalist heran und verurteile sie nicht. Deshalb reden sie anders mit mir und erzählen mir zum Beispiel, in welcher Form der Folter sie richtig gut sind.

Belasten Sie die Recherchen unter den extremen Umständen?

Thilo-Mischke-Show 20.03Es beschäftigt mich kolossal. Ich kann meistens einige Nächte während der Reise nicht schlafen, wenn ich Gewalt gesehen habe. Ich bin jetzt auch noch ein bisschen matt und schätze es, in Berlin wieder normal U-Bahn fahren zu können. Meine Seele ist ein bisschen angeschlagen, ich musste auch weinen, als ich kürzlich eine der Folge abgenommen habe – dabei war die gar nicht so traurig. Ich hoffe, dass ich durch den Alltag in Deutschland schnell wieder ankomme.

Gibt es etwas, das Sie nie wieder tun würden?

Ich würde nie wieder diese Pilze nehmen. Aber das ist das einzige – ansonsten halte ich es immer nur wenige Wochen aus und dann muss ich schon wieder weiter. Ein bisschen Abenteuerlust ist immer dabei.

„Uncovered“ mit Thilo Mischke läuft ab dem 24. Juli immer Montags um 21:15 Uhr auf ProSieben. Die erste Folge dreht sich um den Drogenkieg auf den Philippinen.

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Erdbeben im Mittelmeerraum kaum vorhersagbar

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Weil sich die Afrikanische Kontinentalplatte unter die Eurasische schiebt, bebt die Erde an der Nordseite des Mittelmeers besonders häufig und stark. Italien, Griechenland und die Türkei sind besonders betroffen.
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Bonn angelt sich Montenegriner

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Die Telekom Baskets Bonn haben den montenegrinischen Nationalspieler Nemanja Djurisic verpflichtet. Der 25 Jahre alte Power Forward erhält bei den Rheinländern einen Einjahresvertrag. Zuletzt spielte Djurisic bei Stelmet Zielona Gora in der polnischen Eliteliga.

„Wir hatten bei der Besetzung der Innenpositionen ein klares Ziel und sind der Meinung, dass Nemanja alle Voraussetzungen mitbringt, um dieses zu erreichen“, sagte Baskets-Cheftrainer Predrag Krunic über den 2,03 m großen Neuzugang: „Er spielt die Position Vier, kann aber auch auf die Fünf ausweichen. Er hat bereits viel europäische Erfahrung, was uns sicher weiterhelfen wird.“

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Leihwagen statt Flieger! Gladbach im Reise-Pech

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Erst eine weitere Testspielpleite, dann eine Odyssee bei der Heimreise.

Borussia Mönchengladbach hat einen Tag zum Vergessen erlebt. Nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg hatte das Team von Dieter Hecking eine entspannte Rückfahrt im Sinn. Doch statt mit dem Flieger ging es in Leihwagen zurück nach Mönchengladbach.

„Unglaublich. Flug verspätet, dann gestrichen“, schrieb Tobias Sippel bei Instagram und postete ein Foto mit seinen Teamkollegen Patrick Herrmann und Jonas Hofmann aus einem Auto.

„Jetzt 470 Kilometer Heimfahrt mit dem Leihwagen. Danke AirBerlin und Eurowings“, fügte Sippel hinzu.

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Berufschancen für Jugendliche (5): Was diese drei Hauptschüler nach ihrem Abschluss erreicht haben

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Weit mehr als 40.000 Ausbildungsplätze konnten im letzten Herbst nicht besetzt werden – so viele, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Der Grund: Viele Jugendliche schaffen den Hauptschulabschluss erst gar nicht. Jenny (16), Max (15) und Alexandro (17) haben ihn 2014 erreicht. Und stern TV wollte wissen: Welche Chancen haben Jugendliche damit überhaupt? Was sind ihre Wünsche – und was davon können sie erreichen? 

Rückblick: Vor fast zwei Jahren traf stern TV die drei Hauptschüler das erste Mal. Es war ihr letzter Schultag an der Theodor Heuss-Schule in Limburg. Alexandro, damals 17 Jahre: Traumberuf Polizist. Dafür reichte sein Hauptschulabschluss aber nicht. Max, damals 15 Jahre, hatte den Traumberuf Bäcker. Auf keinen Fall wollte er mehr zur Schule gehen. Und die 16-jährige Jenny strebte eine Ausbildung zur Bürokauffrau an. Um das zu erreichen müsste sie erst noch einen Realschulabschluss machen. Doch Jenny war damals bereits Mutter und auf die Unterstützung ihrer eigenen Mutter angewiesen.

Max

Max hatte von den Dreien als erster eine Lehrstelle gefunden, in einer Großbäckerei. Doch schon nach vier Wochen wurde ihm gekündigt. Der damals 15-Jährige sei noch zu unreif, sagte sein Ausbilder. Glücklicherweise fand Max aber schnell eine neue Bäcker-Lehrstelle. Dort ist er inzwischen im dritten Lehrjahr – die Abschlussprüfung steht an. In der Zwischenprüfung nach anderthalb Jahren hatte Max nicht besonders gut abgeschnitten. Max bekamen im Praktischen eine 4, in der Theorie noch eine Note schlechter. Die Abschlussprüfung lief etwas besser, Max bestand knapp mit einer 4 in Praxis und Theorie. Jetzt ist er Geselle. Für seinen Chef in der Bäckerei ist das jedoch ein Kostenfaktor, sodass er lieber einen neuen Auszubildenden einstellen will. Max hat aber immerhin schon eine neue Stelle.

Alexandro

Auch Alexandro macht inzwischen eine Bäckerlehre – eher notgedrungen, denn sein Traumberuf Polizist lag für den Hauptschüler in weiter Ferne und als Einzelhandelskaufmann bekam er keinen Ausbildungsplatz. Eigentlich würde er das sowieso besser finden, sagte er nach Beginn der Ausbildung. Doch sein Chef war eher skeptisch: Alexandro war etwas langsam und mit dem Rechnen würde es auch nicht so gut klappen. Bei der Zwischenprüfung war Alexandro bereits 19 Jahre alt. Weil er sich kaum vorbereitet hatte, schnitt auch er damals mit den Noten 4 und 5 schlecht ab. Auch bei ihm stand schon vor der Gesellenprüfung fest, dass er nicht übernommen werden würde. Bestünde er, müsste er sich einen neuen Job suchen – wenn nicht, hätte er noch ein halbes Jahr, bevor er nochmals geprüft werden würde. In der Praxis hatte er ein 4. Und in der Theorie „aufgrund der mündlichen Ergänzungsprüfung insgesamt leider nicht bestanden“, befanden die Prüfer. Alexandro ist damit aber nicht allein: Von den neun Azubis hatten es fünf nicht geschafft. Prüfer Michael Sabel hat dafür zwei Erklärungen: Das Bildungsniveau ist zu niedrig und es wird zu wenig gelernt.

Jenny

Jenny ist die einzige von den drei ehemaligen Hauptschülern, die ihre Chance durch die Mittlere Reife verbessern und Bürokauffrau werden wollte. Dafür hat sie an einer berufsbildenden Schule weitergelernt – allerdings mit eher schlechten Ergebnissen. Notendurchschnitt: 4,0, in Mathe sogar eine 5. Den Abschluss bekam sie nur durch eine Nachprüfung. Ihr stetes Problem: Sohn Liam – und seit der Trennung von dem Vater alleinerziehend.  Ohne ihre Mutter könnte sie gar keine Ausbildung anstreben. Noch dazu war sie wegen der Nachprüfung spät dran mit ihren Bewerbungen. Eigentlich wollte sie – statt wie ursprünglich Bürokauffrau – nun  eine Lehre zur Schutz- und Sicherheitskraft anfangen, um damit später Geldtransporter fahren zu können. Da ihre Chancen vier Wochen vor Ausbildungsbeginn schlecht standen, probierte sie, ein halbes Jahr mit einem Mini-Job über die Runden zu kommen, um sich auch mehr um ihren Sohn kümmern zu können. Inzwischen ist auch Geldtransporterfahrerin nicht mehr ihr Wunschberuf: „Beim Arbeitsamt musste ich einen Test machen und da ist eindeutig klar geworden, dass ich Tierpflegerin werden will.“ Jenny absolvierte zwei Praktika im Zoo und bewarb sich um einen Ausbildungsplatz. Doch bisher gab es nur Absagen. Noch hat sie etwas Zeit, aber in knapp drei Jahren geht auch für ihren Sohn Liam die Zukunft los…

TIPPS Berufseinstieg

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