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Mirós Monster in Brühl

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Als buntester, fröhlichster Maler des Surrealismus ist der Spanier Joan Miró der Nachwelt überliefert. Aber er war auch ein politischer Pessimist. Und ein begnadeter Bildhauer. Das zeigt die wundervolle Schau zu Mirós „Welt der Monster“ im Max-Ernst-Museum.
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stern TV-Psychoexperiment: Wie habgierig sind die Deutschen?

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Gier und Habgier gelten gemeinhin als besonders verwerfliche Eigenschaften des Menschen. Es wurden deswegen Kriege geführt und die Ärmsten und Schwächsten übervorteilt. In der Theologie ist Gier eine Sünde und im Strafrecht gilt sie als niederer Beweggrund für eine Tat. Doch ist Gier wirklich so verwerflich? Ist sie nicht eigentlich nur ein nachvollziehbares Streben nach Profit? Ist ein vernünftiger Eigennutz nicht auch zutiefst menschlich? Mit diesen Fragen beschäftigen sich längst nicht nur Theologen oder Moralprediger, sondern auch Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler. Beispielsweise Prof. Dr. Joachim Weimann von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, der sagt: „Es gibt den gesunden Egoismus, den wir alle brauchen. Gier beginnt vermutlich da, wo Menschen anfangen auf andere überhaupt keine Rücksicht mehr zu nehmen und es in Kauf nehmen, dass es anderen schlechter geht – nur, damit es mir besser geht.“ stern TV hat zusammen mit Joachim Weimann also ein neues Psychoexperiment gestartet: Wie habgierig sind die Deutschen?

Wie reagieren Menschen, wenn ihnen ein Fremder Geld anbietet? Inspiriert von einem ähnlichen Experiment aus den USA haben wir Lockvogel Martin mit einem Mantel losgeschickt, auf dem jede Menge Geldscheine angeheftet waren. In seinen Händen ein Schild: Nimm, was du brauchst. Wer greift zu, wie viel nehmen die Leute – also wer ist habgierig? Und: Verhalten sich Ostdeutsche und Westdeutsche unterschiedlich? Dazu fand das Experiment einmal im gutbürgerlichen Westberliner Stadtteil Zehlendorf statt, wo noch heute hauptsächlich Wessis wohnen – und einmal im Osten der Stadt, in Köpenick. Dort leben auch derzeit fast ausschließlich Ostdeutsche der ehemaligen DDR. Der Hintergrund war folgender: Wirtschaftsexperte Joachim Weimann hatte 1999 und 2011 Studien durchgeführt, die tatsächlich einen Unterschied in west- und ostdeutschem Sozialverhalten ergaben.

Ossis und Wessis im Vergleich: Haben Wirtschaftssysteme Einfluss auf das Verhalten?

In den beiden Tests schauten die meisten Passanten Martin und den Mantel nur kurz an und gingen dann weiter. In Zehlendorf blieb erst nach 11 Minuten ein älteres Ehepaar stehen. Doch auch sie wollten kein Geld, sie hätten alles, was sie brauchen. Ein junger Mann erkundigte sich nach der Aktion, machte ein Selfie mit Martin, nahm aber ebenfalls kein Geld. Auf die Frage, warum er nichts wollte, antwortete er: „Weil ich glaube, dass es Menschen gibt, die das nötiger haben als ich.“ Nach einer geschlagenen halben Stunde nahm sich die erste Frau zaghaft einen Zwanziger von Martins Mantel. Ihr Begleiter stieg mit ein, nahm ebenfalls 20 Euro. Die Bilanz nach zwei Stunden: Von den acht Personen, die Martin angesprochen haben, nahmen sich drei Geld, durchschnittlich 20 Euro.

Im ebenfalls gutbürgerlichen Stadtteil Köpenick im Osten blieb nach fünf Minuten eine junge Mutter stehen und nahm vom Mantel des Lockvogels 30 Euro. „Wenn man denkt, dass man das gebrauchen kann, dann kann man doch ruhig zugreifen“, erklärte sie. Ein älterer Mann erkundigte sich zunächst, ob er auch gleich einen „Fuffi“ nehmen könnte. Wofür, wollte er nicht verraten – und reagierte äußerst aggressiv auf eine kurze Nachfrage von stern TV. „Kein Interesse – hauen Sie ab!“, rief er.

Ein anderer Passant hatte es ebenfalls auf den größten Schein am Mantel abgesehen. Die 50 Euro brauche er, weil er Schulden bei Kumpels habe. Grundsätzlich würde er für sich schon den besten Anteil rausholen, wenn es irgendwo etwas zu verteilen geben, so der Mann. Die Bilanz nach zwei Stunden: Von den acht Ostberlinern, die Martin ansprachen, haben doppelt so viele Leute (6) Geld genommen. Im Schnitt 42,50 Euro. Den Unterschied im eigennützigen Verhalten sieht Experte Joachim Weimann auch 28 Jahre nach der Wende noch immer in der Prägung durch zwei Unterschiedliche Wirtschaftssysteme. „In Ostdeutschland waren die Menschen während der DDR in einer extremen Knappheitssituation. Es gab nie das, was man brauchte. Jeder musste dafür sorgen, dass er sein ganz privates Knappheitsproblem gelöst bekam“, so Weimann. Diese Handlungsnormen würden teilweise noch an die nächste Generation weitergegeben, die die DDR gar nicht mehr miterlebt habe. „Im Westen gab es diese extreme Knappheit nicht. Das heißt, dort war die Notwendigkeit, sich in diesem Sinne eigennützig zu verhalten, auch nicht so ausgeprägt.“ Dennoch könne die Schlussfolgerung nicht ein neues Vorurteil sein, schränkt er ein, sondern lediglich eine Aussage über die Wirkung von Wirtschaftssystemen auf das Verhalten einzelner Menschen.

Macht Lebenserfahrung weniger eigennützig?

Gibt es in puncto Eigennutz und Habgier dann vielleicht auch einen Unterschied zwischen Jung und Alt? An einer Imbissbude in Berlin-Mitte haben wir getestet, wie die Menschen auf zu viel Wechselgeld reagieren. Von den acht jungen Personen steckten sechs das Geld ein – bis zu 30 Euro zu viel! Bei den alten waren es nur drei Personen, die der Kassiererin nichts sagten. Genau das ist Gier: Gewinn machen auf Kosten anderer. In diesem Test handelten jüngere Menschen also gieriger. „Vielleicht muss man selbst einmal in der Situation gewesen sein, dass man darunter leidet, dass ein anderer ein bisschen zu gierig war. Wenn man das mal war, dann hat man ein Gespür dafür, was man den anderen antut“, so die Erklärung von Prof. Weimann. Dadurch würden ältere Menschen in solchen Situationen häufiger an andere denken und weniger eigennützig, sondern eher empathisch handeln. Tatsächlich erklärte eine ältere Dame, nachdem sie die Kassiererin auf ihren Irrtum aufmerksam gemacht hatte: „Ich habe selbst mal im Verkauf gearbeitet und weiß, wie das ist, wenn man abends die Kasse abrechnen muss und es stimmt nicht.“

Gierige Menschen lernen weniger aus ihren Fehlern

In unseren Test handelt es sich natürlich lediglich um Stichproben und rein zufällig ausgewählte Menschen. Doch unterscheiden sich gierige Menschen wissenschaftlich messbar von bescheidenen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Psychologe Patrick Mussel an der FU Berlin, der ein Experiment das Risikoverhalten erforscht, indem Testpersonen in einem Computerspiel mit vermeintlich riskanten finanziellen Investitionen spielen: Sie können Luftballons aufblasen lassen, die virtuellen Geldsummen entsprechen. Das Risiko, dass der Ballon platzt, steigt dabei immer weiter. Die Hirnstrommessung per EEG zeigt, dass das Zerplatzen der Ballons bei den Probanden unterschiedlich starke negative Reaktionen auslöst – ein Negativfeedback, das bei einigen Kandidaten zu einem behutsameren Spiel führte. Bei den gierigen Probanden fiel dieses Negativfeedback allerdings deutlich geringer aus, so dass sie ihr Verhalten nicht anpassten. Die Schlussfolgerung der Forscher: Gierige Menschen lernen nicht gut aus Fehlern und handeln deshalb weiterhin viel risikofreudiger.

Solange gierige Menschen lediglich in einem Computerspiel alles riskieren, ist das unbedenklich. In der realen Wirtschaft könne ihre Unfähigkeit zu lernen aber zu einer finanziellen Katastrophe führen, meint Joachim Weimann: „Wenn jemand beispielsweise über Investitionen entscheidet, die nicht nur mit dem eigenen Geld durchgeführt werden, sondern mit dem Geld anderer, ist das ein Problem. Etwa auf dem Finanzmarkt. Das könnte dann in der Tat sehr negative Folgen für uns alle haben, wie wir in der Finanzkrise gesehen haben.“

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Rüpel Fognini von US Open ausgeschlossen

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Der italienische Tennisprofi Fabio Fognini ist wegen unsportlichen Verhaltens von den US Open ausgeschlossen worden. Der Weltranglisten-26. war wegen diverser Vergehen während seiner Erstrundenniederlage in New York bereits mit einer Strafe von 24 000 Dollar belegt worden.

Die Suspendierung beschloss das Grand-Slam-Board am Samstag. Damit kann Fognini, Hamburg-Sieger von 2013, nicht zum Doppel an der Seite seines Landsmanns Simone Bolelli antreten.

Die Ermittlungen werden nach Angaben der Turnierleitung fortgesetzt. Fognini droht im schlimmsten Fall sogar eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar.

Insgesamt soll Fognini in seinem Auftaktmatch dreimal gegen den Verhaltenskodex verstoßen haben. Unter anderem wird der 30-Jährige beschuldigt, die Stuhlschiedsrichterin mit sexuellen Anspielungen beleidigt zu haben. 

Fognini, verheiratet mit der ehemaligen US-Open-Siegerin Flavia Pennetta, ist als Heißsporn bekannt. Auch in Wimbledon hatte er 2014 wegen schlechten Benehmens eine Strafe von rund 25.000 Dollar zahlen müssen.

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Rekordmeister Kiel startet überzeugend

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Rekordmeister THW Kiel ist mit einem überzeugenden Auswärtssieg in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet.

Die Zebras gewannen bei der TuS N-Lübbecke 33:21 (16:8) und untermauerten ihren Anspruch auf die Meisterschale. Die hatte in den vergangenen zwei Jahren die Rhein-Neckar Löwen geholt, Kiel war jeweils nur Dritter geworden – zu wenig für die Erwartungen des erfolgreichsten Handball-Klubs Deutschlands.

„In diesem Jahr muss mehr kommen. Dafür tritt der THW Kiel an“, hatte Geschäftsführer Thorsten Storm der Handballwoche gesagt und damit den Druck auf die Mannschaft weiter erhöht.

Auf die Niederlage im Supercup gegen die Löwen im Siebenmeterwerfen folgte nun der standesgemäße Sieg in Lübbecke. Einen höheren Erfolg feierte im ersten Spiel nur die SG Flensburg-Handewitt.

Kiel überzeugte ohne die verletzten Stars Domagoj Duvnjak und Rene Toft Hansen durch die Ausgeglichenheit des teuersten Kaders der Liga: Patrick Wiencek und Rune Dahmke trafen jeweils fünf Mal, Miha Zarabec, Nikola Bylik und Niclas Ekberg erzielten vier Tore. Bei Lübbecke stachen Tim Remer und Ante Kaleb mit je fünf Treffern heraus.

Das Spiel im Stenogramm:

TuS N-Lübbecke – THW Kiel 21:33 (8:16)
Tore: Remer (5), Kaleb (5), Zetterman (4), Rakovic (3), Hövels (2), Gruszka (1), Genz (1) für Lübbecke – Dahmke (5), Wiencek (5), Ekberg (4), Bylik (4) Zarabec (4), Nilsson (3), Firnhaber (3), Weinhold (2), Vujin (2), Frend Ofors (1) für Kiel
Zuschauer: 2077

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511 Fälle – Höchster Anstieg der Masern-Fälle in NRW seit zehn Jahren

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Nordrhein-Westfalen hat im laufenden Jahr von allen Bundesländern die bisher höchste Zahl an Masern-Infektionen zu verzeichnen. Von Januar bis Mitte August zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt 511 Masernfälle im bevölkerungsreichsten Bundesland.
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Ifa: Huawei hat sich einen KI-Chip gebaut

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Huawei neues Smartphone bekommt einen speziell auf künstliche Intelligenz ausgelegten Chip: Der Kirin 970 markiert den nächsten Schritt von KI aus der Cloud in die Hand.
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ProtectPax: Unsichtbarer flüssiger Displayschutz für jedes Handy

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Ist ProtectPax eine Displayschutz-Revolution? Ein Displayschutz kommt normalerweise in Form einer Folie oder eines dünnen Glases daher. Dies hat sich über Jahre bewährt, ist (mehr oder weniger) problemlos anzubringen und schützt das Handy meist ausreichend vor Kratzern und bei leichten Stürzen. Trotzdem muss man zu Gunsten des Schutzes einen Kompromiss eingehen, denn oft wirkt das Design des Handys durch die Folie nicht mehr so rund und auch kleine Einschränkungen bei der Bedienung sind keine Seltenheit. Mit dem flüssigen Displayschutz ProtectPax soll man nun alle Vorteile eines herkömmlichen Displayschutzes genießen können, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

ProtectPax 1

PotectPax ist ein flüssiger Displayschutz für dein Handy (Bild: ProtectPax)

Der flüssige Displayschutz soll euer Handy zuverlässig vor Bruchschäden und Kratzern schützen und ist zudem wasserabweisend. Dadurch, dass er in flüssiger Form ausgeliefert wird, ist außerdem sichergestellt, dass ProtectPax perfekt auf jedes Handy passt und Probleme beim Anbringen einer Displayschutzfolie der Vergangenheit angehören.

Stabiler Schutz durch ProtectPax Nanopartikel

Bei ProtectPax handelt es sich um ein Flüssigglas, mit dem eine Versiegelung des Displays erzeugt wird. Diese besteht aus Titanoxid-Nanopartikeln, welche zu den härtesten herstellbaren Materialien gehören. Dadurch erreicht der Displayschutz eine Härte von 9H, was so hart wie Saphir und Rubin ist. Die Nanopartikel bilden auf der Oberfläche des Displays dann ein sogenanntes Kristallgitter, das dafür sorgt, dass das Display angespannt bleibt und dadurch deutlich stabiler ist, weil die schützende Schicht durch die Moleküle stärker zusammengehalten wird. Somit ist euer Handy perfekt gegen Bruchschäden und Kratzer auf dem Display geschützt.

Der Displayschutz in flüssiger Form hat zudem den Vorteil, dass alle Berührungen des Touchscreens ohne Beeinträchtigung durch die Versiegelung übertragen werden können. Außerdem ist er wasserabweisend, was die Handynutzung unter feuchten Bedingungen deutlich vereinfachen könnte, hier kommen normale Displays oft nicht mehr gut zurecht, wenn ein paar Wasserspritzer auf dem Bildschirm sind.

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ProtectPax Flüssigglas im Einsatz (Bild: Facebook/ProtectPax)

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Einfache Anleitung (Bild: ProtectPax)

Denkbar einfache Anwendung

Das Anbringen des ProtectPax-Displayschutzes ist so einfach wie man es sich vorstellt; man reinigt das Handydisplay, gibt das Flüssigglas auf das Display und verteilt es dort, lässt es kurz einwirken und poliert es am Ende mit einem Mikrofasertuch. Lästiges Gefummel und Neuausrichten einer Displayschutzfolie fällt somit weg, trotz 100% Passgenauigkeit, die durch die Flüssigkeit erreicht wird. Einen ProtectPax Test werden wir bald für euch in Angriff nehmen.

Wer überzeugt ist, kann ProtectPax ab sofort kaufen. Das Produkt ist sehr begehrt und man sollte bei Verfügbarkeit bald zuschlagen. Für alle Interessierten wird das Produkt auch am kommenden Dienstag um 20.15 Uhr bei der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) auf VOX vorgestellt. Die Gründersendung läuft am 5. September an und wird voraussichtlich wieder etwa zwei Monate jeden Dienstag zu sehen sein. Wir halten euch über neue Startups, die bei DHDL auftreten, auf dem Laufenden!


ProtectPax kaufen


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ProtectPax schützt das Handy vor Kratzern und Stößen (Bild: ProtectPax)

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Abgehängter Vettel sauer: „Speed hat gefehlt“

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Lewis Hamilton hat die aktuelle Dominanz von Mercedes auch im Regen-Qualifying von Monza unter Beweis gestellt und mit der 69. Pole Position seiner Karriere Michael Schumacher in der ewigen Bestenliste überholt.

Während im Regen-Chaos, das am Samstag zu einer stundenlangen Hängepartie führte, auch die Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo auf den Plätzen zwei und drei überzeugten, erlebten Sebastian Vettel und Ferrari auf ihrer Heim-Strecke ein Debakel.

Der Deutsche beendete das Qualifying auf dem achten Platz, Teamkollege Kimi Räikkonen wurde Siebter. Nur dank Strafversetzungen unter anderem des Red-Bull-Duos starten die Lokalmatadoren am Sonntag aus der dritten Reihe.

Von den Strafen profitierte auch Youngster Lance Stroll im Williams, der im Regen von Monza sensationell auf den vierten Platz fuhr und nun neben Pole-Setter Hamilton aus der ersten Reihe starten darf (Das Rennen am Sonntag ab 14 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1).

SPORT1 fasst die Reaktionen zum Qualifying zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes): „Ich freue mich, diesen Rekord auf einer so historischen Strecke gebrochen zu haben. Heute Abend werde ich mit Sicherheit Pasta essen, um das zu feiern. Aber ich widme diesen Rekord auch Michael (Schumacher, Anm. d. Red.). Er hat die Maßstäbe gesetzt, Jahr für Jahr die Messlatte angehoben und dem Sport so viel gegeben.“

Sebastian Vettel (Ferrari): „Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, anscheinend hat ein bisschen Speed gefehlt. Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, das ist auch keine Überraschung. Die Strategie für morgen weiß ich noch nicht, aber wir haben jetzt über Nacht ja noch etwas Zeit, uns das anzuschauen.“

Max Verstappen (Red Bull): „Es war heute ein schwieriges Qualifying. Am Anfang bin ich viel rum gerutscht. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr glücklich.“

Paddy Lowe (Technischer Direktor, Williams): „Es war ein sehr langer Tag. Wir zittern vor Kälte, aber es ist unglaublich. Lance (Stroll, Anm. d. Red.) hat einen phantastischen Job gemacht. Wir sind alle freudig von ihm überrascht. Er hat diesen Test seiner Fähigkeiten mit Bravour bestanden. Mit 18 Jahren neben Lewis Hamilton aus der ersten Startreihe zu starten, das ist unglaublich für ihn.

Dr. Helmut Marko (Motorsport-Chef, Red Bull): „Diese Strafen sind eine Unsinnigkeit. Was kann das Team, was können die Fahrer dafür? Dann soll lieber eine Motorenwertung eingeführt und den Motoren-Produzenten Punkte abgezogen werden. Aber wir haben uns bewusst für den Tausch auf dieser Strecke entschieden, weil die nächsten drei Rennen deutlich wichtiger für uns sind. Trotz der schlechteren Startplätze ist für uns morgen etwas möglich. Es wird sich sicherlich einiges auf der Strecke abspielen.“

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Graphic Novel: Nick Cave – der Mann fürs Schwarze

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Wir sind eine Band aus Australien. Ach, wirklich? Macht ihr was mit Didgeridoos?

Aller Anfang ist schwer, auch der von Nick Cave. Mit Punkrock wollte er in den 70er Jahren der Enge seines Heimatkaffs Warracknabeal entkommen. Heute ist er Rockstar und wird weltweit für seine Talente verehrt: als Komponist und Schauspieler, Autor von Drehbüchern und Romanen. Auf dem Weg dorthin musste Cave seine Dämonen bezwingen. Das Sterben seines Vaters, die Heroinsucht, zuletzt der Tod des 15-jährigen Sohnes. Ein Leben voller Schmerz und Schwärze, nun eingefangen in einer Comic-Biografie, so mitreißend und fiebrig wie ein guter Cave-Song.

Nick Cave, lebende Legende

Gelungen ist dieses Kunststück Reinhard Kleist. Der Berliner, Jahrgang 1970, hat vor ein paar Jahren schon mit einer Graphic Novel über Johnny Cash Aufsehen erregt. Die Rechte an „Cash – I See A Darkness“ wurden in 27 Länder verkauft, nach Brasilien, Israel, Indonesien.

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InfokastenFür sein neues Werk hat er viel Cave gelesen und gehört sowie mit Weggefährten gesprochen. Und er hat den Meister mehrmals persönlich getroffen. „Meine ersten Konzepte bedachte er nur mit einem ‚Ist in Ordnung'“, erinnert sich Kleist. „Was mir schnell klarmachte, dass ich einen anderen Weg gehen musste. Mythologischer, legendenhafter.“ Und so betet Kleist eben nicht chronologisch eine Vita herunter, sondern verwebt in einem fast rauschhaften Zeichenstil in Schwarz und Weiß die Kunst und die Gedankenwelt von Cave mit seinem Werdegang.

Auch der Takt der Veröffentlichung passt: Cave feiert im September seinen 60. Geburtstag und tourt ab 7. Oktober durch Deutschland. Zudem klärt Kleist die Frage, warum Nick Cave singt. Weil er anfangs kein Instrument spielen konnte. 

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Lernen, mit dem Wolf zu leben

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Zum ersten Mal haben sich Naturschützer und Nutztierhalter verständigt: Der Wolf gehört zu Deutschland. Aber nicht um jeden Preis. Am Donnerstag veröffentlichten acht Verbände eine Stellungnahme.
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