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Muguruza scheitert und verpasst Platz 1

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Wimbledonsiegerin Garbine Mugurza hat das Viertelfinale der US Open (täglich im LIVETICKER) verpasst und ihre Chance auf den Sprung an die Spitze der Weltrangliste erst einmal eingebüßt. Die an Position drei gesetzte Spanierin musste sich der Tschechin Petra Kvitova (Nr. 13) in einem spannenden Night-Session-Match in 1:46 Stunden mit 6:7 (3:7), 3:6 geschlagen geben. 

Kvitova trifft in ihrem zweiten New-York-Viertelfinale nach 2015 am Dienstag auf Venus Williams (Nr. 9). Die 37-jährige Amerikanerin, Flushing-Meadows-Gewinnerin von 2000 und 2001, hatte sich mit 6:3, 3:6, 6:1 gegen Carla Suarez Navarro aus Spanien durchgesetzt.

Kvitova setzt Höhenflug fort

Es ist das bislang beste Abschneiden der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova bei einem Grand-Slam-Turnier seit ihrem Comeback im Frühjahr.

Die Linkshänderin war am 20. Dezember 2016 in ihrem Apartment im tschechischen Prostejov überfallen und von einem Einbrecher mit einem Messer schwer an der Schlaghand verletzt worden. 

„Ich wusste damals nicht, wo die Reise hinführt. Jetzt stehe ich hier und erlebe ein Happy End. Ich genieße solche Momente jetzt mehr“, sagte Kvitova. 

Switolina greift nach Platz eins

Muguruza hatte eigentlich eine gute Ausgangsposition, die derzeitige Nummer eins Karolina Pliskova (Tschechien) schon nach den US Open von der Spitze zu verdrängen. Diese Chance hat jetzt noch Jelina Switolina aus der Ukraine (Nr. 4).  

In einem weiteren Viertelfinale stehen sich Anastasija Sevastova (Lettland/Nr. 16) und Sloane Stephens (USA) gegenüber. Sevastova hatte die russische Wildcard-Inhaberin Maria Scharapowa mit 5:7, 6:4, 6:2 ausgeschaltet. Stephens hatte sich mit 6:3, 3:6, 6:1 gegen Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 30) durchgesetzt.

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Flensburg gewinnt Topduell – THW entgeht Pleite

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Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Spitzenduell mit „Vize“ SG Flensburg-Handewitt den ersten Rückschlag in der noch jungen Saison der Handball-Bundesliga hinnehmen müssen.

Die Löwen kassierten in Flensburg eine 22:27 (9:12)-Niederlage und befinden sich mit 2:2 Punkten zunächst in der ungewohnten Verfolgerrolle (SERVICE: Die Tabelle). 

Die SG rehabilitierte sich für das überraschende 29:32 beim TSV Hannover-Burgdorf und verhinderte damit einen schon ernstzunehmenden Rückstand in der Tabelle. Zudem gelang dem Vizemeister nach vier Niederlagen in Serie wieder ein Heimsieg gegen die Löwen.

In Flensburg brach den Gästen die schwache Chancenverwertung das Genick. Dabei hätten die Löwen vier Minuten vor Schluss nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch mal auf einen Treffer verkürzen können, doch Spielmacher Andy Schmid warf weit übers Tor – symptomatisch für den Meister an diesem Tag.

Rasmus Lauge Schmidt (7) war bester Flensburger Werfer. Sechs Treffer von Patrick Groetzki reichten den Löwen nicht.

THW dreht Spiel

Rekordmeister THW Kiel wahrte derweil mit einem Kraftakt in der zweiten Halbzeit seine weiße Weste und übernahm die Tabellenführung vor Hannover, das nach dem 29:27 (14:15)-Zittersieg gegen die HSG Wetzlar ebenfalls 4:0 Punkte auf dem Konto hat.

Die Zebras, die den Meistertitel in den vergangenen zwei Jahren den Löwen überlassen mussten, setzten sich gegen den hochgehandelten SC Magdeburg 34:32 (17:20) durch. Zwischenzeitlich hatte der THW vor 10.285 Zuschauern bereits mit sechs Toren (18:24) zurückgelegen.

Mit Nationaltorwart Andreas Wolff zwischen den Pfosten steigerten sich die Gastgeber nach 40 Minuten dann aber und fügten Magdeburg die erste Niederlage nach 21 Ligaspielen ohne Pleite in Folge zu. Erfolgreichster Kieler Torschützen war Niclas Ekberg (8). Bei den Gästen überzeugte vor allem Robert Weber (10).

Leipzig unterliegt Lemgo

Wie Magdeburg kassierte auch der DHfK Leipzig nach zwei Siegen zum Auftakt die erste Pleite.

Bei Altmeister TBV Lemgo unterlagen die Leipziger 29:33 (16:15). Kiel, das erst zwei Spiele absolviert hat, ist damit vorerst Spitzenreiter.

Melsungen, Erlangen und Gummersbach siegen

Erneut schwer tat sich die MT Melsungen, die ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel zählt. Beim bislang punktlosen Aufsteiger TV Hüttenberg reichte es dennoch zum 28:27 (14:14) und damit zum zweiten Sieg im dritten Spiel.

Der HC Erlangen gewann beim TVB Stuttgart 31:29 (17:12), der VfL Gummersbach setzte sich gegen Frisch Auf Göppingen 28:27 (16:13) durch.

Die Spiele im Stenogramm

SG Flensburg-Handewitt – Rhein-Neckar Löwen 27:22 (12:9)
Tore: Lauge Schmidt (7/1), Glandorf (7), Svan (5), Mogensen (5), Mahé (2/2), Andersson (1) für Flensburg
Groetzki (6), Pekeler (4), Petersson (3), Schmid (3), Larsen (2), Baena Gonzales (2), Tollbring (1), Guardiola (1) für Rhein-Neckar

THW Kiel – SC Magdeburg 34:32 (17:20)
Tore: Ekberg (8/4), Weinhold (7), Wiencek (6), Dahmke (6), Bylik (4), Zarabec (2), Nilsson (1) für Kiel
Weber (10/4), Damgaard (7), Musche (6), Christiansen (3), Musa (3), O’Sullivan (1), Bezjak (1), Chrapkowski (1) für Magdeburg
Zuschauer: 10.285

TBV Lemgo – DHfK Leipzig 33:29 (15:16)
Tore: Bartok (6), Zieker (6), Hornke (5/2), Theuerkauf (4), van Olphen (4), Kogut (3), Guardiola (3), Suton (2) für Lemgo
Milosevic (5), Binder (5), Semper (5), Pieczkowski (4), Rojewski (3/1), Strosack (3), Weber (2), Roschek (1), Janke (1) für Leipzig. – Zuschauer: 2711
Zuschauer: 6300 

TV Hüttenberg – MT Melsungen 27:28 (14:14)
Tore: Lipovina (7), Wernig (6/3), Fernandes (3), Sklenak (2), Mappes (2), Hofmann (2), Hahn (1), Stefan (1), Johannsson (1), Zörb (1), Ritschel (1) für Hüttenberg
Kühn (6), Allendorf (5/4), Schneider (4), Müller (3), Reichmann (3), Danner (3), Maric (2), Mikkelsen (1), Boomhouwer (1) für Melsungen
Zuschauer: 1650

TVB Stuttgart – HC Erlangen 29:31 (12:17)
Tore: Schagen (7/2), Schimmelbauer (5), Kraus (5), Orlowski (4), Salger (4), Hafner (1), Späth (1), Rothlisberger (1), Baumgarten (1) für Stuttgart
Theilinger (6), Sellin (6/4), Steinert (5), Link (4), Haass (3), Stranovsky (3), Schröder (2), Bissel (1), Thümmler (1) für Erlangen
Zuschauer: 2251

VfL Gummersbach – FA Göppingen 28:27 (16:13)
Tore: Schukow (6), Baumgärtner (5), von Gruchalla (4/4), Preuss (4), Sommer (4/1), Pujol (2), Schröter (2), Matic (1) für Gummersbach
Schiller (6/5), Fontaine (5), Schöngarth (3), Pfahl (3), Kneule (2), Ritterbach (2), Kozina (2), Bagersted (2), Heymann (1), Halén (1) für Göppingen
Zuschauer: 2487

TSV Hannover-Burgdorf – HSG Wetzlar 30:27 (14:15)
Tore: Brozovic (7), Mortensen (6/3), Häfner (5), Karason (4/3), Patrail (3), Johannsen (3), Böhm (1), Pevnov (1) für Hannover
Herman (7), Cavor (6), Kohlbacher (5), Bjornsen (2/1), Kneer (2), Pöter (1), Ferraz (1), Mirkulovski (1), Holst (1), Kvist (1)  für Wetzlar
Zuschauer: 4203

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USA – Erstmals Gentherapie gegen Krebs zugelassen

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In die Entwicklung von Krebs-Medikamenten steckt die Pharmaforschung viel Geld. Nun ist ein neues Mittel gegen eine Form von Blutkrebs zugelassen. Von dem neuen Behandlungsansatz erwartet man sich viel.
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Bürgerbeteiligung: Lasst uns endlich mitreden!

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Politik im Netz, Bürgerbeteiligung per Mausklick – die Digitalisierung bringt neue Chancen für die Demokratie. Das hat jetzt auch das österreichische Parlament erkannt.
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hearts for heels im Test: Schaumstoff-Herz für mehr Komfort in Pumps

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Pumps werden oft auch als „Sitzschuhe“ bezeichnet, nicht ohne Grund, denn nach gewisser Zeit wird es in nahezu jedem Stöckelschuh unbequem und teilweise auch schmerzhaft. Blasenpflaster und Gelkissen sind daher fester Bestandteil des Inventars einer jeden Frauenhandtasche. Bald schon könnte dort auch ein kleines Schaumstoffherz Platz finden. Was es damit auf sich hat, erzählen wir euch im folgenden Test. Frauen aufgepasst! – aber auch für Männer interessant, als preiswerte Geschenkidee für die Freundin.

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hearts for heels ausgepackt (Bild: Laura Rockmann | gadget-rausch.de)

Hearts for Heels (oder auch „Hearts4Heels“) wurde von Birgit Unger ins Leben gerufen. Sie trägt eine Zwischengröße, welche es für sie und natürlich sehr viele weitere Frauen schwierig macht, die passenden High Heels zu finden. Sind sie zu klein, sind Blasen und Druckstellen vorprogrammiert. Sind die Schuhe hingegen zu groß, rutschen die Zehen schmerzhaft in die Spitze des Schuhs, die Fersen schlappen hinten raus und dank der Reibung entstehen auch hier fiese Blasen.

hearts for heels: Schaumstoffherzchen für die Schuhspitze

Dieses Dilemma brachte Birgit Unger auf die Idee von Hearts for Heels. Das kleine Schaumstoffherz wird in die Spitze des Schuhs gelegt und bietet den Zehen einen weichen Widerstand an und verhindert das komplette Vorrutschen des Fußes bis an die Kante des Pumps. Gleichzeitig wird dadurch ein besserer Sitz gewährleistet und die Schuhe passen auch an der Ferse besser. Das Prinzip und die Einfachheit der Lösung dieses Problems hat uns sehr beeindruckt, ob dies nun auch im Test standhält?!

Geliefert bekamen wir die Herzchen in einer durchsichtigen Tüte, welche den ersten neugierigen Blick auf das Produkt sofort freigibt. Anschließend in der Hand gehalten, ist man sofort verleitet die Herzchen zu kneten, um die Elastizität derselben auszutesten. Sie fühlen sich sehr angenehm an, sind aber nicht zu weich, um sich komplett zusammenschieben zu lassen. Es scheint schon auf den ersten Blick sehr vielversprechend zu sein.

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hearts for heels liegen angenehm zwischen den Fingern (Bild: Laura Rockmann | gadget-rausch.de)

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Die Hearts4Heels Einlagen werden einfach vorne in die Spitzen der Pumps geschoben (Bild: Laura Rockmann | gadget-rausch.de)

Bequeme Schuhe im Handumdrehen – Test bestanden

Getestet wurden die Hearts4Heels sogleich an neuen Pumps. Diese, so dachten wir, würden vom Kauf an perfekt sitzen, also ohne das angedeutete „Zwischengrößen-Problem“. Die Herzchen sollten also nur zu Testzwecken eingelegt und getragen werden. Doch als diese dann ihrer Funktion nachkamen, taten sie dies auch eindeutig. Die Schuhe saßen noch besser und das weiche Anliegen der Herzchen an den Zehen macht das Tragen um einiges angenehmer.

Gewaschen werden die Schaumstoffherzen ganz einfach mit warmen Wasser und mildem Babyshampoo. Das Material verspricht eine hohe Langlebigkeit und passt flexibel in jeden Schuh. Dieses Projekt soll allerdings nicht das Letzte von der Firma padsta sein, welches Unger ins Leben gerufen hat. Zwei weitere Projekte zum Wohle der Füße sind anvisiert – wir bleiben natürlich dran. Für noch mehr Infos zu den Hearts4Heels schaut euch das untenstehende Video an oder schaltet am Dienstag, den 5.9.2017 ab 20:15 Uhr bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX ein. Auf der Hearts 4 Heels-Facebook-Seite könnt ihr das Produkt kaufen. Eine tolle und mit 9,95 Euro günstige Geschenkidee für Frauen, die oft mit hohen Schuhen laufen.


High Heel Kissen kaufen


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WEC Mexiko: Hattrick für Porsche

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Porsche macht einen großen Schritt in Richtung WM-Titel: Bei den 6 Stunden von Mexiko-Stadt dominierten die 919 Hybrid nach Belieben und ließen Toyota nicht den Hauch einer Chance.

Die TS050 Hybrid wurden schnell abgeschlagen und sogar überrundet. Auf Teamorder konnte das Porsche LMP Team diesmal verzichten, weil der Porsche #1 (Jani/Lotterer/Tandy) eine Durchfahrtsstrafe erhielt. So gewannen Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley zum dritten Mal in Folge.

Die LMP1-Story ist schnell erzählt: Beide Porsche 919 Hybrid setzten sich von Beginn an der Spitze ab. Brendon Hartley fuhr einen kleinen Vorsprung auf Nick Tandy heraus. Die Entscheidung fiel nach zwei Stunden beim zweiten Boxenstopp (die LMP1-Boliden konnten im Autodromo Hermanos Rodriguez eine volle Stunde fahren):

Der Porsche #1 bekam eine Durchfahrtsstrafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse aufgebrummt. Damit war ein Abstand von etwa 20 Sekunden zementiert, die Porsche-Werksfahrer mussten nur noch das Ergebnis bis ins Ziel bringen.

Baseball sorgt für Unterbrechung

Toyota hatte nie auch nur den Hauch einer Chance. Der TS050 Hybrid #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) erwies sich wie schon in den Trainingssitzungen als das stärkere Auto, konnte aber nie das Tempo der Porsche mitgehen. Toyota fehlte schlicht der Speed – pro Runde waren die Porsche 919 Hybrid eine halbe bis ganze Sekunde schneller. Da halfen auch Dreifachstints auf einem Reifensatz nicht weiter.

Der angesagte Regen blieb Mexiko-Stadt während der Rennzeit zwischen 12 und 18 Uhr fern, obschon in der letzten Stunde schwere Regenschauer rund um die Strecke niedergingen. Zwei FCY-Phasen in der fünften Stunde änderten ebenfalls nicht viel.

Kurios war der Grund für die erste: Ein Baseball hatte sich auf die Strecke verirrt. Die zweite Full Course Yellow wurde für ein Trümmerteil auf der Fahrbahn eine gute Stunde vor Schluss ausgerufen.

Schlappe für LMP2-Tabellenführer

Für Jackie Chans DC Racing Team hielt das 6-Stunden-Rennen von Mexiko-Stadt ein Desaster parat. Nach 1:20 Stunden musste der DC-Oreca #38 (Tung/Jarvis/Laurent) mit einem Kupplungsdefekt an die Box zurückgeschoben werden. Die Reparatur kostete acht Runden und warf den Boliden aussichtslos zurück.

Da kein anderer LMP2 in größere Probleme geriet, blieb nur der neunte Platz. DC Racing kann sich diese Schlappe leisten, doch der Vorsprung ist stark geschrumpft, da die ärgsten Verfolger, der Rebellion-Oreca #31 (Canal/Prost/Senna), das Rennen gewinnen konnte.

Nach einem anfänglichen Kampf mit dem G-Drive-Oreca #26 (Russinow/Thiriet/Lynn) übernahm Rebellion die Führung und fuhr sich ein Polster von etwa 30 Sekunden heraus. Dieses Polster hielt die Schweizer Mannschaft für die nächsten Stunden.

Erst mit der ersten FCY änderte sich Bild: Jetzt war plötzlich der Manor-Oreca #24 (Graves/Hanley/Vergne) an der Spitze. Rebellion hatte aber richtig taktiert und konnte beim letzten Boxenstopp auf den Reifenwechsel verzichten.

Im letzten Stint hatte Bruno Senna dadurch einen Vorsprung von 15 Sekunden auf Ben Hanley, der den Abstand sukzessive abknabberte. Fünf Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung, als Hanley sich im Stadion drehte. Dadurch rückte der Alpine #36 (Lapierre/Menezes/Negrao) auf den zweiten Platz vor, Manor blieb Rang drei.

Dieser lieferte sich in der dritten Stunde ein knallhartes Duell mit dem G-Drive-Oreca #26, in dem Menezes mehrfach die Strecke verließ. Für G-Drive reichte es diesmal nur zum vierten Platz gefolgt vom Rebellion-Oreca #13 (Beche/Heinemeier Hansson/Piquet).

Zu schnelles Fahren unter Gelb kostet Ferrari GTE-Pro-Sieg

Zwei Fahrzeuge diktierten das Tempo in der GTE Pro: Der AF-Corse-Ferrari #71 (Rigon/Bird) und der Aston Martin #95 (Thiim/Sörensen) wechselten sich während des Rennens immer wieder an der Spitze ab. Der Abstand blieb meist innerhalb von zehn Sekunden.

Zwar bekämpften sich die beiden Fahrzeuge nur selten direkt, waren aber das ganze Rennen über fast unzertrennlich. Die Entscheidung fiel 45 Minuten vor Schluss: Der Ferrari erhielt eine Zehn-Sekunden-Strafe für zu schnelles Fahren in der zweiten Full Course Yellow. Zwar sah Davide Rigon die Zielflagge als Erster, der Sieg ging aber an Aston Martin Racing.

Im Kampf um die dritte Position lag mehr Würze: Zu Beginn hielten sich die beiden Ford GT auf den Plätzen drei und vier auf. Diese Phalanx wurde nach zwei Stunden aufgebrochen, als sich der AF-Corse-Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi) am Ganassi-Ford #67 (Priaulx/Tincknell) vorbeischob. James Calado machte nun Jagd auf Olivier Pla im Ganassi-Ford #66 (Mücke/Pla).

Nach zweieinhalb Stunden kam es zum Aufeinandertreffen: Pla überrundete gerade ein GTE-Am-Fahrzeug, Calado schnappte sich den Boliden auf der anderen Seite. In Häkkinen/Schumacher-Manier versuchte der Brite, auch gleich noch den Ford mit zu überholen.

Pla lenkte aber ins Stadion ein, weil er nicht damit rechnete. Er wurde neben die Strecke geschickt und knallte Calado beim Zurückfahren auf die Piste heftig in die Seite. Beim Ford GT brach die Aufhängung vorne rechts, der Ferrari fiel auf Rang sechs zurück.

James Calado war außer sich: „Das war völlig absurd. Ich war innen und er lenkt in mich ein und will mich dann von der Strecke schieben. Unglaublich!“ Pla wurde von den Rennkommissaren schuldig gesprochen und erhielt eine doppelte Durchfahrtsstrafe. Diese spielten aber keine Rolle mehr, da der Reparaturstopp den Boliden schon hoffnungslos zurückgeworfen hatte.

Porsche-Sieg in der GTE Am

Dankend in die Bresche sprang der Porsche #91 (Lietz/Makowiecki), der sich den letzten Podiumsplatz in der GT-Klasse für Werksteams holte. In der Meisterschaft macht er trotzdem nur drei Punkte gut, weil Andy Priaulx und Harry Tincknell im Ganassi-Ford #67 auf die vierte Position fuhren.

Der Porsche #92 (Christensen/Estre) kam auf Rang fünf, nachdem Michael Christensen schon nach einer halben Stunde mit dem Clearwater-Ferrari #61 (Mok/Sawa/Griffin) von Weng Sun Mok zusammengestoßen war und sich rausdrehte. Ein kapitaler Fehler des Amateurs, der eine Tür offen ließ und dann reinzog.

In der GTE Am diktierten der Proton-Porsche #77 (Ried/Cairoli/Dienst) und der Aston Martin #98 (Dalla Lana/Lamy/Lauda) das Geschehen. Der Porsche schien die Oberhand schon gewonnen zu haben, da setzte es gegen den Aston Martin eine Durchfahrtsstrafe. Das war die endgültige Entscheidung. Für den Aston Martin reichte es zu Platz zwei vor dem Spirit-of-Race-Ferrari #54 (Flohr/Castellacci/Molina).

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017 wird am 16. September mit den 6 Stunden von Austin auf dem Circuit of the Americas fortgesetzt.

© Motorsport-Total.com

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TV-Tipp: Kreuz ohne Haken

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Es war ein verstörendes Bild, das sich im Dezember 2016 in der Dortmunder Innenstadt bot. Mitglieder der Partei «Die Rechte» hatten den Turm der Reinoldi-Kirche besetzt und ein Banner mit der Aufschrift «Islamisierung stoppen» gehisst.

Die Szene steht beispielhaft für das Problem der Kirchen mit rechten Gruppierungen, mit dem sich an diesem Montag (23.45 Uhr) die ARD-Dokumentation «Kreuz ohne Haken – Die Kirche und die Rechten» beschäftigt.

Der 45-minütige Film begleitet mehrere Pfarrer, die aufgrund ihres Engagements zu Opfern rechter Gewalt geworden sind. Beispielsweise Charles Cervigne aus der Nähe von Aachen. Der evangelische Pfarrer wurde im vergangenen Jahr an der Tür seines Wohnhauses von Unbekannten niedergeschlagen. Cervigne hatte zuvor Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt und sich für eine offene Gesellschaft stark gemacht.

Vielerorts scheint die Bedrohung durch rechte Gruppierungen groß zu sein. Aufnahmen von Nazi-Aufmärschen und ein Ausflug in den sogenannten «Nazi-Kiez» von Dortmund untermauern diesen Eindruck. Konkrete Zahlen darüber, wie sich die Anfeindungen gegen Kirchenmitglieder und Geistliche entwickelt haben, fehlen in der Reportage jedoch.

Dass Pfarrer aufgrund ihrer herausgehobenen Stellung ein leichtes Ziel für Gewalttäter sind, scheint indes logisch. Ihre Telefonnummer ist öffentlich einsehbar und viele von ihnen wohnen im Pfarrhaus der Gemeinde. Außerdem sei die Kirche eine Art natürliche Zielscheibe für Nazis, erklärt der katholische Politikwissenschaftler Andreas Püttmann: «Neo-Nazis betrachten die Christen sozusagen als Geschwister der Juden.»

Aber nicht nur gewaltbereite Rechte machen den Kirchen zu schaffen. Abseits von Demos und Gewalttaten wirft die Reportage auch einen spannenden Blick auf rechte Strömungen innerhalb der Gemeinden. So klagt etwa eine christliche AfD-Anhängerin, die Kirche sei zu einem «Arm der linken politischen Parteien» geworden. Auch ein ehemaliger Pfarrer und jetziger AfD-Politiker kommt zu Wort. Er fühlt sich von seiner Kirche ausgegrenzt und missverstanden.

Angesichts dessen stellt sich verstärkt die Frage: Wie politisch kann und muss Kirche heutzutage sein? Politikwissenschaftler Püttmann hat darauf eine klare Antwort: «Es ist Aufgabe der Kirche, nicht nur ihre Eigeninteressen im Auge zu haben, sondern auch die Grundrechte der menschlichen Person». Wenn Parteien diese Rechte in Fragen stellten, müsse sich die Kirche auch politisch einmischen.

So sehr dies Pfarrer in ihrer Arbeit vor Ort auch tun, so schwer scheint es der großen Institution Kirche noch immer zu fallen – das zeigt dieser Film. Zwar haben sich Bischöfe und Kardinäle auch in der Vergangenheit immer deutlich von der AfD distanziert. Zu klaren Empfehlungen, was das Kreuz auf dem Stimmzettel angeht, lassen sie sich aber nicht hinreißen.

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Rätselhafte Mimik – was Gesichter verraten

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Im Film, beim TV Duell, im Alltag: Neben dem gesprochenen Wort nehmen wir auch die nonverbalen Signale eines Menschen auf. Aber was verrät die Mimik?
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Mega-Einbruch! DBB-Team schenkt dritten EM-Sieg her

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Die deutschen Basketballer haben im Hexenkessel von Tel Aviv die Nerven verloren und müssen plötzlich wieder um den Einzug in die K.o.-Phase der EM bangen.

Das Team um NBA-Star Dennis Schröder unterlag am Sonntagabend trotz einer 16-Punkte-Führung im Schlussabschnitt Gastgeber Israel mit 80:82 (43:43) und verpasste leichtfertig den wohl entscheidenden Schritt Richtung Achtelfinale. 

„In so einem Hexenkessel zu verlieren, ist keine Schande“, sagte Präsident Ingo Weiss vom Deutschen Basketball Bund (DBB): „Es ist schade, es tut auch weh. Aber am Ende haben wir noch zwei Spiele vor uns.“

Schröder forderte, „weiter mit Selbstvertrauen zu spielen. Dann haben haben wir die größten Chancen, als Team weiterzukommen und nach Istanbul zu fliegen.“ Dort wird die Finalrunde ausgespielt.

Kapitän Robin Benzing sprach von einer „sehr ärgerlichen“ Niederlage: „Wir haben uns ein Loch gegraben und sind da nicht mehr rausgekommen. Aber es geht weiter, wir sind noch gut im Soll.“ 

NBA-Stars können Pleite nicht verhindern

Schröder mit 20 Punkten und Daniel Theis mit 15 Punkten und 15 Rebounds konnten letztlich nicht verhindern, dass der Weg in die Runde der letzten 16 wieder deutlich steiniger wird. Denn die beiden vermeintlich stärksten Gruppengegner warten noch auf die Auswahl von Bundestrainer Chris Fleming (Highlights am 4. September ab 18 Uhr im TV auf SPORT1)

„Im vierten Viertel haben wir phasenweise die Köpfe hängenlassen und dafür bezahlt“, sagte Fleming: „Leider mussten wir diese Erfahrung machen, wir müssen nun daraus lernen.“ Immerhin konnte der Coach Entwarnung bei Schröder geben, dessen Handblessur sich nicht als schwerere Verletzung herausstellte.

Die deutschen Korbjäger stehen in den Duellen mit Italien am Dienstag (17.30) und Litauen am Mittwoch (13.45 Uhr) weiter in der Pflicht. Vier von sechs Teams kommen in die Finalrunde, die ab Samstag in der Türkei ausgetragen wird. 2013 und 2015 war Deutschland bereits in der Gruppenphase gescheitert.

DBB-Team vergeigt Schlussphase

Gegen Israel konnte die DBB-Auswahl lange an die überzeugenden Auftritte gegen die Ukraine (75:63) und Georgien (67:57) anknüpfen und kassierte nur aufgrund einer völlig verkorksten Schlussphase als letzte Mannschaft der Gruppe B eine Niederlage. Vor allem in der Offensive verloren Schröder und Co. völlig den Rhythmus.

Nach dem Coup gegen stark eingeschätzte Georgier am Samstag hatte Schröder noch vor Selbstbewusstsein gestrotzt. „Wir brauchen vor niemandem Angst zu haben“, sagte der NBA-Profi, der auf 32 Punkten beim Auftaktsieg 23 Punkte folgen ließ. Doch gegen Georgien beeindruckte am meisten die Tiefe der deutschen Mannschaft. Elf Spieler schickte Fleming auf das Parkett, jeder trug seinen Teil zum Erfolg bei. 

Israel dreht Mega-Rückstand

Gegen Israel erwartete Fleming allerdings wieder ein „komplett anderes Rätsel“. Der Turnier-Gastgeber stand nach zwei Niederlagen schon mit dem Rücken zur Wand und stellte Deutschland in der ersten Halbzeit vor Probleme. Schröder, dessen Klub-Coach Mike Budenholzer von den Atlanta Hawks auf der Tribüne saß, kassierte kurz vor der ersten Viertelpause ein unsportliches Foul und starrte die Referees entgeistert an (10.).

In der 13. Spielminute lag Flemings Team mit zehn Punkten hinten, kämpfte sich aber mit viel Moral wieder heran und ging per Dreier von Isaiah Hartenstein zum 39:38 erstmals in Führung (18.). Nach dem Seitenwechsel legte die deutsche Mannschaft einen Blitzstart hin, vor allem der athletische Theis drückte in dieser Phase dem Spiel seinen Stempel auf.

Im letzte Spielabschnitt strotzte die DBB-Auswahl zunächst nur so vor Selbstbewusstsein, doch trotz einer komfortablen Führung machten Schröder und Co. am Ende lange Gesichter.

Das Spiel im Stenogramm: 

Israel – Deutschland 82:80 (43:43)
Beste Werfer: Howell (23), Casspi (20), Pnini (15), Mekel (12) für Israel – Schröder (20), Theis (15), Voigtmann (13), Barthel (10) für Deutschland
Zuschauer: 8843

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Trainer-Zoff bei Oranje: Legende erzürnt Advocaat

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Nach dem wichtigen Sieg der niederländischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien hat Assistenztrainer Ruud Gullit als „Kabinen-Reporter“ für Unmut gesorgt. Der Europameister von 1988 drehte nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg der Elftal am Sonntag ein Video in der Umkleide und schickte es via Twitter und Instagram um die Welt.

„Das finde ich sehr seltsam, und das werde ich ihm auch sagen“, sagte Bondscoach Dick Advocaat im NOS-TV-Interview, als er davon erfuhr: „Ob ich mit ihm ein hartes Wort spreche? Das scheint vernünftig zu sein.“

Gullit hatte seinen Beitrag mit den Worten „Ein fantastisches Spiel“ kommentiert. Trotz des Sieges haben die Niederlande nur noch geringe Chancen auf die Teilnahme an der WM 2018 in Russland. Zwei Spiele vor Schluss belegt Oranje in Gruppe A mit 13 Zählern den dritten Platz hinter Frankreich (17) und Schweden (16) (SERVICE: Die Tabelle).

Im Oktober empfängt die Niederlande Schweden im vielleicht entscheidenden letzten Gruppenspiel.

Nur die neun europäischen Gruppensieger erreichen direkt die Endrunde, die acht besten Gruppenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Plätze aus.

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