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Niederländer übernimmt deutsche Frauen

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Henk Groener (57) wird ab 2018 Bundestrainer der deutschen Handball-Frauen. Der Niederländer tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Michael Biegler an und soll die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zunächst bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio betreuen. Dies teilte der DHB am Mittwoch mit.

„Mit Henk Groener haben wir einen herausragenden Bundestrainer für unsere Frauen-Nationalmannschaft verpflichtet. Damit stellen wir über die WM 2017 hinaus Kontinuität auf internationalem Top-Niveau sicher“, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Biegler wechselt in die Bundesliga

Biegler hört nach der WM im eigenen Land (1. bis 17. November) auf eigenen Wunsch auf und arbeitet ab dem 1. Januar 2018 für den Männer-Bundesligisten SC DHfK Leipzig.

Der frühere Nationalspieler Groener hatte von 2009 bis 2016 die niederländischen Handball-Frauen betreut und sie sukzessive in die Weltspitze geführt. Sowohl bei der Weltmeisterschaft 2015 als auch bei der Europameisterschaft 2016 schaffte das niederländische Team den Sprung ins Endspiel.

Die beiden Silbermedaillen waren die einzigen Podiumsplätze in der Geschichte des niederländischen Handballs. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erreichten die Niederlande den vierten Platz.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung, die Entwicklung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und damit die Arbeit von Michael Biegler und Wolfgang Sommerfeld ab dem 1. Januar 2018 fortsetzen zu dürfen“, sagte Groener, der selbst 208 Länderspiele für die Niederlande bestritt.

Groener verfügt auch über umfangreiche Erfahrungen im Männer-Handball, unter anderem als langjähriger Trainer des TV Emsdetten (2. Liga) und der niederländischen Nationalmannschaft.

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iPhone X: Geduldsspiele mit Apple

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Anzeige: STAEDTLER Noris digital als S-Pen in Bleistift-Optik

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Als S Pen Stylus ist der intelligente Stift damals mit dem Samsung Galaxy Note bekannt geworden. Mit ihm war es möglich präzise und mit verschiedenen Druckpunkten auf das Smartphone-Display aufzudrücken und kreativer Arbeit nachzukommen. Mit dem STAEDTLER Noris digital ist nun ein smarter Stift geschaffen, der die Haptik und den Charme eines Bleistiftes mit der Technologie des S Pen Stylus vereint.

smarter stift staedtler

Der STAEDTLER Noris digital ist ein auf den ersten Blick gewöhnlich aussehender Bleistift, wie man ihn vom Unternehmen STAEDTLER kennt. Lässt man seine Augen jedoch etwas länger über die Formen und Kanten des Stiftes laufen, so fällt der Schriftzug „Noris digital“ sowie die etwas andersartige Stiftspitze auf; diese verfügt nämlich über keine Bleistiftmine sondern ist aus Kunststoff. Hergestellt wurde der Induktivstift aus innovativem WOPEX Material, das kreatives Schreiben und Zeichnen auf dem Display ermöglichen soll. Dabei ist es egal, ob man auf dem Handy, dem Tablet oder dem Notebook Hand ansetzt.

Nostalgisches Design mit modernster Technik

Ganz typisch für die Bleistifte von STAEDTLER ist die im Jahr 1934 entstandene schwarz-gelbe Streifenoptik. Der Bleistift war wohl schon in den meisten Kinderzimmern von uns zu finden und wurde neben dem Grundschulunterricht auch später in der Schule oder im Studium eingesetzt. Dieses Jahr hat STAEDTLER nun in Kooperation mit Samsung einen digitalen Stift entwickelt, der auf den Namen Noris digital hört. Damit soll Nostalgie mit moderner Digitalisierung verbunden werden.

staedtler noris digital

STAEDLER Noris digital und der normale Noris Bleistift

Der STAEDTLER Noris digital arbeitet mit vielerlei Komponenten, die auf kleinstem Raum zusammengekommen sind. So ist das Herzstück die Mine von WACOM, die mit einer EMR-Technik arbeitet. EMR steht dabei für elektromagnetische Resonanz und erlaubt dem Stift ein elektromagnetisches Feld zu erkennen, das vom Tablet, Smartphone oder Notebook ausgesendet wird. Das Endgerät weiß somit immer wo sich die Stiftspitze des STAEDTLER Noris digital befindet, auch wenn die Spitze nur leicht über dem Display schwebt. Außerdem wird beim Schreiben nur der Touchpen erkannt und keine Eingaben vom aufliegenden Handballen aufgenommen – genannt; Palm Rejection.


Durch die passive EMR-Technologie verbraucht der Stift keine Energie, also ist auch kein Akku oder ein ähnliches Speichermedium verbaut. Der STAEDTLER Noris digital ist somit immer einsatzbereit – man braucht sich demnach also keine Sorgen machen, ob der Akku vollgeladen ist und der Stift unterwegs auch wirklich genutzt werden kann.


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Durch die druckempfindliche Mine kann man den STAEDTLER Stift auch kreativ einsetzen, um mal dickere, mal dünnere Linien zu zeichnen. Durch die unterschiedliche Druckintensität erhält eine Handschrift erst ihren persönlichen Look – das wird durch den Noris digital gut umgesetzt. Auch einfaches Schraffieren ist mit dem Stift problemlos möglich. Eingeleitet wird der Modus durch das Neigen des STAEDTLER Stylus Stiftes. Verschiedene Zeichentechniken runden die flexiblen Zeichenmöglichkeiten ab. Durch die oben bereits angesprochene WOPEX Soft-Oberfläche liegt der Stift stets gut in der Hand.

STAEDTLER Noris digital im Überblick:

  • Noris-Optik für Nostalgie-Feeling (Sechskantform)
  • EMR-Technologie
  • Palm Rejection
  • Kein Aufladen nötig
  • Wiegt unter 8 Gramm
  • WOPEX Soft-Material
  • Made in Germany

Insgesamt wiegt der STAEDTLER Noris digital 7,8 Gramm, misst 17,5 Millimeter in der Länge und bietet mit seinem Durchmesser von 7,5 Millimeter eine Schreibspitze von 0,7 Millimetern. Ideal eignet sich der STAEDTLER Noris digital für alle Vielschreiber, die weg vom Papier hin zur Digitalisierung möchten und einen griffigen Stift mit Nostalgie-Faktor suchen. Der intelligente Stift kann für 39,99 Euro gekauft werden.


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Formel 1: Hamilton vor nächstem Weltmeister-Coup

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Das Formel 1-Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Der Große Preis von Mexiko am Sonntag (ab 20 Uhr im LIVETICKER) ist das 18. von 20 Saisonrennen und steht ganz im Zeichen von Lewis Hamilton.

Der Mercedes-Pilot hat bereits 66 Punkte Vorsprung auf Ferrari-Verfolger Sebastian Vettel und kann am Wochenende aus eigener Kraft nach 2008, 2014 und 2015 zum vierten Mal Weltmeister werden. Dafür muss Hamilton lediglich als Fünfter die Ziellinie überqueren.

Auf einen Patzer des favorisierten Briten kann Vettel dabei nicht hoffen: Hamilton ist der einzige Pilot, der bisher alle 999 Rennrunden der Saison gefahren ist. Immer schaffte es der 32-Jährige in die Punkte.

Die Mission Weltmeistertitel startete am Freitag mit dem 1. und 2. Freien Training. Die Bestzeit fuhr überraschend Daniel Ricciardo im Red Bull. Lewis Hamilton ließ es ruhiger angehen, landete aber dennoch auf Platz drei. Sebastian Vettel hatte erneut mit technischen Problemen an seinem Ferrari zu kämpfen: der Feuerlöscher in Vettels Cockpit ging während einer Trainingsfahrt los. Am Ende wurde er Fünfter.

Am Samstag stehen dann das 3. Freie Training und anschließend das Qualifying (ab 17 Uhr im LIVETICKER) auf dem Plan.

Sollte Hamilton tatsächlich seinen vierten WM-Triumph schaffen, würde er zahlenmäßig mit Alain Prost und Vettel gleichziehen. Den Rekord hält noch immer Michael Schumacher mit sieben Titeln.

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TV-Tipp: Bella Block: Stille Wasser

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Hamburg (dpa) – Als «deutsche Miss Marple» hat sich Schauspielerin Hannelore Hoger (75) mit ihrer Kommissarin Bella Block im Fernsehen verewigt – zum Ende zieht sie selbst noch einmal den Vergleich zu der schrulligen Detektivin.

Deren britische Darstellerin Margaret Rutherford sei eine wunderbare Theaterschauspielerin gewesen, habe nur wenige «Miss Marple»-Filme gedreht und damit Weltruhm erlangt, sagte Hoger bei der Vorstellung ihrer beiden letzten «Bella Block»-Auftritte. Vier Mal gab Rutherford (1892-1972) in den 1960er Jahren die Jane Marple, Hoger schaffte es auf 38 Einsätze mit ihrer Bella Block. Doch bevor im nächsten Frühjahr in Hamburg «Tschüss» gesagt wird, zeigt das ZDF am Samstag (28. Oktober) um 20.15 Uhr den vorletzten Fall.

In «Stille Wasser» verschlägt es die Hamburgerin diesmal in die brandenburgische Provinz – unfreiwillig. Eine Autopanne zwingt sie zu einem Stopp in der Kleinstadt Grahlsee, wo sie in der Werkstatt von Jens Johannsen landet. Der Kfz-Mechaniker kann ihr helfen – und Bella ihm: Sein Zwillingsbruder Lars ist kurz zuvor nachts an einem Herzinfarkt gestorben, aber Jens hat Zweifel an der Todesursache.

Der dänische Schauspieler Henrik Birch übernahm die Doppelrolle der beiden Brüder, die wegen einer Frau von Dänemark nach Ostdeutschland gezogen waren. Schon steckt Bella mittendrin in den Ermittlungen, die sie bis auch ins Bordell der kleinen Stadt führen. Das «Cherie» ist dem Stadtoberhaupt ein Dorn im Auge: Lars‘ Witwe Sabrina ist die Bürgermeisterin (Katja Weitzenböck), die große Pläne verfolgt.

«Anders» soll die vorletzte Episode nach den Worten von Regisseur Jo Baier sein: «Nicht so dramatisch wie sonst, nicht so „dunkel“, eher heiter», beschreibt der Grimme-Preisträger («Der Laden», «Nicht alle waren Mörder») seine «Bella Block»-Premiere. So warten denn auch kein spektakulärer Fall und schwere Kost in der Provinz auf die pensionierte Polizistin, die sich mit Rückenproblemen plagt und eigentlich dringend ein neues Bett braucht.

Dass der Film weniger auf Spannung setzt, lässt Sympathieträgerin Hoger Platz für mehr Leichtigkeit – bevor es im finalen Fall wieder düster werden soll. Dass ihre Bella am Ende nicht in den Tod geschickt wird, begrüßt Hoger sehr: «Die Idee, dass eine Figur stirbt, die finde ich so langweilig, da falle ich gleich vom Stuhl.»

Wenn sich «Bella Block» 2018 mit dem Film «Am Abgrund» verabschiedet, endet eine 25-jährige Erfolgsgeschichte im ZDF. Als sie im Sommer 1993 mit den ersten Dreharbeiten begannen, gab es im deutschen Fernsehen kaum weibliche Ermittlerfiguren, wie sich ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler erinnert.

Außerdem verbinde die mit diversen Preisen bedachte Krimireihe hohen Unterhaltungsanspruch mit gesellschaftspolitischer Themensetzung. «Wichtige Missstände wurden aufgegriffen wie Altersarmut, Kinderhandel, Korruption», betonte Himmler. Für den Geschäftsführer der Produktionsfirma Ufa Fiction, Joachim Kosack, hat Hoger eine «weibliche Ermittlerin für die Ewigkeit» geschaffen, mit ihrer «oft sperrigen – und vielleicht auch gerade deshalb so beliebten – Figur».

Populär und mit guten Einschaltquoten trennt sich Hoger von ihrer Bella. Erst vor kurzem hatte die Wiederholung eines Films aus der Reihe dem ZDF an einem Donnerstagabend dazu verholfen, sich mit 3,74 Millionen Zuschauern (12,1 Prozent) gegen eine Fußball-Übertragung zu behaupten.

Doch schon seit drei Jahren habe sie sich mit dem Gedanken getragen aufzuhören, erzählte Hoger. «Man hatte versucht, mich umzustimmen.» Für die letzten drei Einsätze der Ermittlerin habe der Sender sie noch überreden können, aber nun sei Schluss. «Weil ich eine alte Tante bin und keine Lust mehr habe», sagte sie. Beim ZDF hofft man derweil auf weitere, andere Produktionen mit ihr – «denn Hannelore Hoger war und ist viel mehr als „Bella Block“», erklärte Pit Rampelt von der ZDF-Redaktion Fernsehfilm.

Sie wolle auch noch ein bisschen Zeit für andere Dinge, die sie ebenfalls interessierten, sagte Hoger. «Diesen ständigen Dauerdruck möchte ich nicht mehr haben.» Hält sie eine Rückkehr als «Bella Block» für ausgeschlossen? «Die Zukunft war vorgestern», sagte Hoger. «Da denke ich doch nicht drüber nach.» Aber denkbar sei alles. «Wenn die mir ein affengeiles Drehbuch schicken, wo ich sage, hier kann ich jetzt noch mal alles reinbringen, was ich schon immer mal wollte…»

Erst einmal freut sie sich auf mehr Freiraum. «Ich möchte auch mal nach Sylt fahren, nicht nur wenn ich darf, sondern wenn ich will», sagte sie und schwärmte von weiteren Reisezielen: «Mein Gott, war ich lange nicht mehr in Paris! Da muss ich unbedingt hin.»

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Zeitumstellung: Bekommen wir eine Stunde geschenkt?

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In der Nacht zu Sonntag werden die Uhren umgestellt. Die Winterzeit beginnt mit einem 25-Stunden-Tag. Nutzen wir unsere Zeit immer sinnvoll? Was ein Zeitforscher dazu sagt.
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Wright führt Bamberg bei Debüt zum nächsten Sieg

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Der deutsche Meister Brose Bamberg hat angeführt von Neuzugang Dorell Wright in der EuroLeague den zweiten Sieg in drei Tagen gefeiert.

Das Team von Trainer Andrea Trinchieri bezwang das weiter sieglose Schlusslicht Baskonia Vitoria Gasteiz aus Spanien mit 78:72 (35:32). Der erst am Vormittag verpflichtete frühere NBA-Champion Wright war mit 13 Punkten bester Brose-Werfer.

Am Sonntag gegen ALBA Berlin

Zwei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Tabellenführer Alba Berlin (So, ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und zwei Tage nach dem Erfolg beim spanischen EuroCup-Gewinner Unicaja Malaga (80:76) überzeugte Bamberg inmitten seiner Terminhatz besonders defensiv.

Mit jetzt zwei Siegen und zwei Niederlagen kletterte das Team in der Königsklasse ins Mittelfeld der Tabelle (DATENCENTER: Die Tabelle).

Wright startet mit Vier-Punkte-Spiel

Für Aufsehen sorgte vor allem Wright. Dem US-Forward, 2006 in seiner Heimat Titelgewinner mit Miami Heat, gelang nach 50 Sekunden auf dem Feld ein Vier-Punkte-Spiel, als er einen Dreier inklusive anschließendem Freiwurf verwandelte. Insgesamt kam der vom bosnischen Erstligisten BC Igokea geholte Wright auf einen Zähler mehr als der deutsche Nationalspieler Lucca Staiger und Leon Radosevic (je zwölf). Bei den Gästen kam Jayson Granger auf 16, Nationalspieler Johannes Voigtmann auf vier Punkte.

Bambergs nächste Aufgabe in der EuroLeague ist das Auswärtsspiel beim serbischen Topklub Roter Stern Belgrad am 2. November.

Das Spiel im Stenogramm:

Brose Bamberg – Baskonia Vitoria 78:72 (35:32)
Beste Werfer: Wright (13), Staiger (12), Radosevic (12), Lo (11) für Bamberg – Granger (17), Beaubois (14), Huertas (12) für Vitoria
Zuschauer: 6150 

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Darmstadt 98 hofft auf Wende gegen Kiel

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In den Samstags-Spielen der zweiten Liga kann Überraschungs-Aufsteiger Holstein Kiel mit Tabellenführer Fortuna Düsseldorf aufschließen. Dafür brauchen die „Störche“ am 12. Spieltag allerdings einen Sieg beim SV Darmstadt 98 (Samstag 13:00 Uhr im LIVETICKER). Das Team von Coach Torsten Frings verlor zuletzt etwas den Faden, und wartet seit fünf Liga-Spielen auf einen Sieg. 

Umso größer ist der Respekt vor den Kielern, die sich am Dienstag im DFB-Pokal Mainz mit 2:3 geschlagen geben mussten. „Keiner weiß so gut wie wir in Darmstadt, wie es ist, als Aufsteiger mit einer solchen Euphorie in der zweiten Liga zu spielen“, sagt Frings mit Blick auf die Partie. Trotzdem wolle seine Mannschaft am Samstag die Wende schaffen. „Wir spielen nicht schlecht. Aber die Ergebnisse haben zuletzt nicht so gestimmt“, betonte der Coach, der mit seiner Mannschaft derzeit nur den zehnten Platz belegt.

Kiel-Coach Markus Anfang zeigt sich trotz des Ausscheidens im DFB-Pokal optimistisch. „Wir haben hier in unserem Kurz-Trainingslager in Leimen perfekte Bedingungen, um zu regenerieren und uns auf das Spiel in Darmstadt optimal vorzubereiten. Darmstadt hat eine starke Offensive und schießt zu Hause viele Tore. Die Moral der Mannschaft ist gut, sie machen am Ende oft noch die nötigen Tore für ein Unentschieden oder einen Sieg.“ Die Kieler bangen nach dem Pokal-Drama gegen Mainz um die angeschlagenen Dominick Drexler, David Kinsombi und Steven Lewerenz. 

Fürth immer stärker unter Druck

Bei der SpVgg Greuther Fürth wächst der Druck auf den neuen Trainer Damir Buric. Nach nur drei Punkten aus den letzten fünf Liga-Spielen rangieren die „Kleeblätter“ mit sieben Zählern auf dem vorletzten Platz. Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen (ab 13:00 Uhr im LIVETICKER) fallen nun auch noch die beiden Keeper Balazs Megyeri (Schulter-OP) und Sascha Burchert (Magen-Darm-Virus) aus. In fünf der letzten sechs Spiele kassierte Fürth mindestens jeweils drei Treffer. Ganz anders Sandhausen:  Die Gäste, die aus ihren vergangenen drei Auswärtsspielen nur einen einzigen Zähler holten, stellen derzeit mit nur acht Gegentoren in elf Partien die stärkste Defensive der Liga.

Abstiegsduell in Regensburg

Aufsteiger Jahn Regensburg hat fünf seiner jüngsten sechs Spiele ohne einen eigenen Treffer verloren (ein Sieg). Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern kassierte beim jüngsten 0:1 gegen Duisburg die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Jeff Strasser. Mit gerade einmal sieben Toren stellt der FCK die schwächste Offensive der Liga. Die Regensburger könnten sich mit einem Sieg (ab 13:00 Uhr im LIVETICKER) ein Polster von sechs Punkten Vorsprung auf den FCK erarbeiten. 

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153 Euro für einen Vollzeit-Job: Wie Auszubildende im Friseurhandwerk ausgebeutet werden

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Keine tarifliche Ausbildungsvergütung in ganz Deutschland ist so gering, wie jene für Friseur-Azubis in Sachsen-Anhalt. Genau deswegen fühlt sich Christine Schierenberg ausgenutzt: In ihrem ersten Lehrjahr bekam sie nur 153 Euro im Monat, im zweiten Lehrjahr sind es jetzt knapp 179 Euro, noch dazu schiebt die 20-Jährige Überstunden und leistet Schichtdienste. „Ich verdiene umgerechnet weniger als einen Euro pro Stunde. Ich erfülle meine Arbeit pflichtbewusst und bekomme trotzdem so wenig Geld“, sagt die Auszubildende. Um überhaupt über die Runden zu kommen, wohnt die junge Frau bei ihren Großeltern und ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die 20-Jährige bekommt monatlich eine sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe von 395 Euro. „Das Gefühl, in so jungen Jahren schon von der Ausbildungsbeihilfe von Staat abhängig zu sein, frustriert mich schon.“

Wie Christine Schierenberg geht es vielen Auszubildenden im Friseurhandwerk, insbesondere in den neuen Bundesländern. „Die schlechte Bezahlung von Friseur-Azubis, vor allem in Sachsen-Anhalt, ist skandalös. Besonders, weil es deutschlandweit enorme Unterschiede gibt“,  sagt Marvin Reschinsky von der Gewerkschaft Verdi.

1,62 Euro pro Stunde für Haarschnitte, Färben, Make-up

In Brandenburg verdient die 18-jährige Jasmin im 2. Lehrjahr geringfügig mehr, als Christine. Ihr Monatsgehalt: 260 Euro brutto. Ohne die Unterstützung ihres Freundes wäre Jasmin gar nicht in der Lage, ihre Friseur-Ausbildung zu machen. Ihr Freund bezahlt die gesamte Miete für die gemeinsame Wohnung in Frankfurt/Oder, und übernimmt alle Kosten für Strom, Wasser, Telefon und Internet. Jasmin schafft es mit ihrem Lohn gerade einmal, zwischendurch den Kühlschrank für die beiden zu füllen. Im 2. Lehrjahr gibt es zwar noch viel zu lernen, Jasmin ist mit Schere und Kamm aber mittlerweile so geschickt, dass ihr Chef ihr einfachere Aufgaben schon ganz überlässt: „Ich mach Kinder-Haarschnitte alleine, ich färbe schon Haare, übernehme Wimpern- und Augenbrauenfärben, Haare föhnen, Make-up und Styling“, so die 18-Jährige. „Und für die Arbeit, die ich leiste, meine ich, würde mir eine bessere Bezahlung zustehen.“ Neben ihrer 40-Stundenwoche im Friseursalon nimmt Jasmin regelmäßig Nebenjobs an, um sich überhaupt mal einen Kinobesuch oder etwas Neues zum Anziehen leisten zu können.

Alle vier Wochen fährt sie anderthalb Stunden mit Zug, Bus und Straßenbahn für zwei Wochen zur Berufsschule nach Fürstenwalde. Dort, unter ihren Azubi-Kollegen gibt es eigentlich nur ein Thema: das liebe Geld und die miesen Arbeitsbedingungen. Laut einer aktuellen Umfrage unter 7000 Friseur-Azubis arbeiten bundesweit 4 von 5 Auszubildenden mehr als 40 Stunden in der Woche, 3 von 5 müssen regelmäßig unbezahlte Überstunden leisten und 2 von 5 klagen darüber, dass sie fachfremde Tätigkeiten ausüben müssen. Das hat Folgen: Ein Viertel aller angehenden Friseure in Deutschland bricht die Ausbildung vorzeitig ab. In Jasmins Klasse ist es sogar mehr als die Hälfte, von ehemals 19 Schülern sind nur noch acht dabei. Die 18-Jährige hält selbst nur durch, weil sie davon träumt als Maskenbildnerin beim Film zu arbeiten, wofür eine abgeschlossene Friseurausbildung Voraussetzung ist.

Umfrage Friseurpreis separatKnallharte Umsatzanforderungen für ausgelernte Friseure

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat auf Anfrage mitgeteilt, dass die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr bundesweit mittelfristig auf mindestens 400 Euro angehoben werden sollte. Größtes Hindernis dabei seien allerdings die Landesinnungen, die sich gegen Lohnerhöhungen sperren. sagt Marvin Reschinsky von Verdi.  

Auch nach der Ausbildung ist die finanzielle Situation von Friseuren nicht gerade rosig. Zwar werden seit der flächendeckenden Einführung des Mindestlohns Friseuren zumindest 8,83 pro Stunde bezahlt. Allerdings haben viele der Angestellten knallhart formulierte Umsatzvorgaben. Wenn sie diese nicht einhalten, bekommen sie nur den Mindestlohn. Bei einer 40-Stunden-Woche macht das 1412 Euro brutto. Bleiben sie wiederholt unter dem vorgegebenen Mindestumsatz, droht ihnen sogar die Kündigung.

Regina Bär hat ihre Lehrjahre schon lange hinter sich. Die 38-Jährige arbeitet seit 20 Jahren als Friseurin in Magdeburg. Doch auch sie sagt: „Der größte Stress in meinem Job kommt durch den finanziellen Druck auf“, so die alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. Um etwas mehr als den Mindeststundenlohn zu bekommen, muss sie für ihren Chef mehr das Vierfache ihres Bruttolohns an Umsatz erbringen. „Und das jeden Monat. Deswegen arbeitet man die Kunden hintereinander weg, um so viel an Umsatz zu schaffen, wie möglich. Fair wäre eine solide Grundsicherung. Aber dieser ständige Druck, das macht auf Dauer krank.“ Regina Bär bekommt für ihre 30-Stundenwoche durchschnittlich 1312 Euro brutto im Monat. Durch die ständigen Geldsorgen und den permanenten Stress erlitt sie vor kurzem plötzliche Panikattacke bei der Arbeit.

Arbeitgeber könnten und müssten mehr zahlen, indem sie die Preise erhöhen

Die Aussichten von Friseur-Azubi Christine Schierenberg sind ebenso schlecht, da auch sie in Sachsen-Anhalt lebt und arbeitet, wo die tarifliche Vergütung im Friseurhandwerk bundesweit am geringsten ist. Wenn es nach ihr ginge, müssten die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt ihren Friseur-Azubis für das, was sie täglich leisten, mindestens das Doppelte bezahlen. „Sie wollen es nur nicht, weil sie die Azubis als billige Arbeitskräfte sehen. Aber ein Auszubildender macht manchmal die gleiche Arbeit wie eine Fachangestellte.“ Dieser Meinung ist auch Marvin Reschinsky: „Das Argument der Arbeitgeber, wonach höhere Löhne für Azubis aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sind, ist unserer Meinung nach nur vorgeschoben. Zwar müssten die höheren Kosten auf die Preise für Haarschnitte umgelagert werden, aber wenn alle Arbeitgeber ihren Azubis mehr bezahlen müssten und dementsprechend alle die Preise erhöhen, hätte dies keine Auswirkungen. Das hat man bei der Einführung des Mindestlohns gesehen, der zuvor mit dem gleichen Argument abgelehnt wurde – und jetzt funktioniert.“

Wenn Christine Schierenberg 2018 ins 3. Lehrjahr kommt, wird sie – gemäß der derzeitigen Tarifverträge – exakt 204,52 Euro verdienen. Für eine Vollzeitstelle mit 40 Stunden pro Woche und Überstunden. Sie wird ihre Großeltern also noch eine Weile um Unterstützung bitten müssen. Ebenso, wie unzählige andere Friseur-Azubis in Deutschland, die sich irgendwie finanziell organisieren müssen, um ihre Ausbildung überhaupt zu Ende machen zu können.

stern TV-Umfrage:

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