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Talk bei „Maischberger“: Haben ARD und ZDF eine Zukunft? Thomas Gottschalk liefert die beste Antwort

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Mit Debatten ist das so eine Sache. Sie verselbständigen sich gerne oder verlieren sich in Randaspekten oder definieren ein vorgegebenes Thema auch schon mal um. Letzteres schaffte Sandra Maischberger am Mittwochabend zu später Stunde sogar mit ihrer Einstiegsfrage. Aus „Wozu brauchen wir noch ARD und ZDF?“ machte sie flugs ein noch grundsätzlicheres „Brauchen wir noch ARD und ZDF?“

Ex-Showmaster Thomas Gottschalk gelang eine Antwort, die diesen „Maischberger“-Talk schon nach wenigen Minuten hätte beenden können: „Allein schon die Tatsache, dass wir im öffentlich-rechtlichen System über eine mögliche Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems diskutieren können, zeigt uns, dass wir es brauchen.“ Touché! Dass in einem Privatsender über die Abschaffung des Privatrundfunks diskutiert würde – schwer vorstellbar. Ganz abgesehen davon, dass es den Privaten bis heute nicht gelungen ist, ein Format zu etablieren, in dem solche gesellschaftlich relevanten Debatten geführt werden. Es liegt allem Anschein nach gar nicht in ihrem (wirtschaftlichen) Interesse.

Worum ging es?

GEZ Beitrag Einsparungen 15.45Tatsächlich traf Maischberger mit ihrem Einstieg aber den Punkt. Aktueller Anlass ist der Volksentscheid über die Abschaffung der Rundfunkgebühr in der Schweiz, deren Ergebnis am Wochenende feststehen soll. Sollte die Gebühr fallen, wäre dies wohl gleichbedeutend mit dem Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in unserem Nachbarland. Überall in Europa wird das gebührenfinanzierte Fernsehen infrage gestellt, was in einem „Weltspiegel extra“ ausführlich beleuchtet wurde. In Polen habe die aktuelle Regierung bereits massiv in die Medienlandschaft eingegriffen; in Österreich habe die neue, konservativ-rechtspopulistische Regierung fest vor, den ORF grundlegend zu verändern, hieß es darin. In Deutschland ist die AfD als erklärte Gegnerin des durch „Zwangsgebühren“ finanzierten „Regierungsfernsehens“ bekannt.

Wer hat diskutiert?

Neben Gastgeberin Sandra Maischberger und Entertainer Thomas Gottschalk gehörten WDR-Intendant Tom Buhrow, der frühere Pro-Sieben-Chef Georg Kofler, „Tagesthemen“-Moderatorin Pinar Atalay und die stellvertretende AfD-Fraktionschefin Beatrix von Storch zur Runde. Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger war zu Beginn zugeschaltet und machte Werbung für ein Nein zur Abschaffung der Rundfunkgebühr.

Schweiz GEZ abschaffen_9.40Wie lief die Diskussion?

Engagiert und überraschend sachlich. Es war ja nicht abwegig zu erwarten, AfD-Frau von Storch werde wüste Attacken gegen das verhasste „Merkel-Fernsehen“ fahren, doch das passierte nicht. Stattdessen vertrat sie sachlich ihre Standpunkte – und darunter war zumindest an diesem Abend nicht die direkte Forderung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Wenngleich sie ARD und ZDF als Relikte aus der Zeit vor dem Internet einordnete und betonte, auch die Pferdekutsche sei irgendwann durch das Auto abgelöst worden. Dass der Wegfall von TV-Gebühren zwangsläufig das Ende der Öffentlich-Rechtlichen zur Folge hätte, wurde von der Runde bestenfalls indirekt thematisiert. „Ich glaube Ihnen nicht“, wollte Tom Buhrow von Storch denn auch aus der Reserve locken, „Sie wollen uns kleiner, schwächer oder weg haben.“ Doch da war die Sendung auch schon vorbei; die AfD-Fraktions-Vize konnte nicht mehr antworten.

Welche Erkenntnisse lieferte die Runde?

Deutsches Gericht erklärt GEZ-Beitrag für illegal 10.15• ARD und ZDF werden weiter gebraucht – und zwar mindestens für die Inhalte und Formate, die private Sender mangels wirtschaftlicher Attraktivität nicht leisten wollen oder können: umfassende Information, mehr als nur Best-of-Kultur, Programme für Minderheiten, die Darstellung der gesellschaftlichen Vielfalt jenseits von ökomomisch nicht interessanten Zielgruppen. Wollen wir das, müssen wir dafür zahlen.

  • Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender sollten sich aus dem Quotenrennen raushalten – finden viele Zuschauer ebenso wie Medienmacher. „Das ist die Sache der Privaten“, meinte Georg Kofler, sonst werde Wettbewerb verhindert. „Da sollten ARD und ZDF arroganter sein“, wünschte sich Thomas Gottschalk. Ob das praktikabel ist, blieb fraglich. „Hier äußert sich jeder so, wie er es braucht“, entgegnete Tom Buhrow.
  • Ein Milliarden-Etat, 22 TV-Sender, 60 Radio-Programme – die Öffentlich-Rechtlichen müssen abspecken, darin war sich die Runde weitgehend einig. Das gelte nicht nur fürs Programm, sondern auch für die Altersversorgung der Angestellten, die Unsummen an Steuergeldern verschlinge. WDR-Intendant Buhrow beteuerte, es werde längst auf allen Ebenen gespart. Es seien nicht nur viele Planstellen weggefallen, es würde auch nicht mehr jede Summe für Sportrechte bezahlt – beispielsweise bei der Champions League, die ab kommendem Jahr nicht mehr im ZDF läuft.
  • Für die großen Zweifel vieler an der Objektivität der Berichterstattung in ARD und ZDF hatten die Macher keine rechte Erklärung. „Ich weiß nicht, wo das herkommt“, sagte „Tagesthemen“-Moderatorin Pinar Atalay. Sie versicherte, dass ihre tägliche Arbeit weder durch Chefredakteure noch durch die Politik beeinflusst werde. Zu hinterfragen, was man tue, gehöre zur Arbeitsauffassung. Beatrix von Storch bemängelte, dass Begriffe wie „Eurohasser“ oder „Rechtspopulisten“ bereits eine Denkrichtung vorgäben. Auf den Einwand von Tom Buhrow, von der AfD benutzte Begriffe wie „Zwangsgebühren“ seien ebenfalls nicht wertfrei, entgegnete von Storch: „Ja, aber ich mache Politik, Sie müssen neutral sein!“
  • Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nun am Ende? Privat-TV-Mann Kofler wünscht sich weniger Platzhirsch-Gebahren von ARD und ZDF und dadurch mehr Wettbewerbsmöglichkeiten. PayTV-Inhalte seien in Summe zwar meist teurer als die 17,50 Euro monatliche Fernsehgebühr, entscheidend sei aber, dass man für Fußball oder Netflix freiwillig zahle. Das unterstreicht auch AfD-Frau von Storch. Wer für ARD und ZDF zahlen wolle, solle das tun. Ansonsten setzt ihre Partei auf den freien Markt. Es gebe Zeitungen, private Sender, „ein bunter Markt“, so von Storch. Video 

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Mit der uFunbrush sind Kinderzähne sekundenschnell geputzt

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Das Thema Zähneputzen ist bei kleinen Kindern nicht gerade sehr beliebt und endet oft mit Tränen und Gegenwehr. Um das tägliche Ritual so angenehm wie möglich zu machen und mit Spaß zu verbinden, haben sich Eltern und Erfinder schon so einiges einfallen lassen. Nach der Playbrush stellen wir euch heute ein Gadget vor, welches das Zähneputzen in Rekordzeit erledigen will.

Die amerikanischen Erfinder der uFunbrush haben ein – wie der Name schon sagt – U-förmiges Putzinstrument entwickelt, um die Kinderzähne in nur zehn Sekunden zuverlässig zu putzen, denn die Kleinen haben noch nicht die nötige Motorik, um dies effektiv und gründlich zu tun. Die vielen kleinen Borsten sind in bestimmten Winkeln in der eben genannten Form angeordnet und gehen in ein kleines Handstück, welches den Motor verbirgt, über.

Mit uFunbrush macht Kindern das Zähneputzen Spaß

Die uFunbrush ist aus unbedenklichen und geruchs- und geschmacksneutralen Materialien gefertigt. Die Borsten sind aus Silikon und sollen die Kinderzähne mit schnellen Vibrationsbewegungen putzen. Dazu wird lediglich eine handelsübliche AAA-Batterie in das Handstück eingelegt und mit nur einem Knopfdruck kann der Putzvorgang bereits kinderleicht gestartet werden.

Die zuvor in das Mundstück aufgetragene Zahnpasta verteilt sich schnell und unterstützt das Putzen. Nach bereits zehn Sekunden meldet sich der integrierte Timer und beendet das Ritual auch schon wieder. Dank der verwendeten Materialien und IPX6 Standard muss die neuartige Zahnbürste nur unter laufendem Wasser abgespült werden und ist bereit für den nächsten Einsatz.

Nur zehn kinderfreundliche Sekunden Putzzeit

Am Ende des Mundstücks kann ein witziger Sticker angebracht werden, um den Kindern das alltägliche Ritual noch mehr zu versüßen. Dabei kann aus vielen mitgelieferten Motiven ausgewählt werden. Die Batterielaufzeit beläuft sich auf bemerkenswerte 600 Putzvorgänge mit nur einer Batterie; das macht bei zweimaligem Zähneputzen am Tag eine beachtliche Laufzeit von zehn Monaten. Zudem ist die Zahnbürste vergleichbar flexibel wie eine Handzahnbürste. Es muss kein Ladekabel oder Ähnliches mit auf Reisen genommen werden.

Um alle Altersklassen der Kinder abzudecken, gibt es vier Größen der uFunbrush – hier ist für jeden von 3 Jahren bis hin zum Jugendlichen etwas dabei. Auch bei der Farbauswahl von Weiß, Grün, Pink oder Blau sollte jedes Kind fündig werden. Für rund 48 Euro kann die Kampagne bei Indiegogo weiterhin unterstützt werden. Für die Erwachsenen hat ein deutscher Erfinder die Amabrush auf den Markt gebracht, welche nach dem gleichen Prinzip funktioniert.

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Hilfe aus Deutschland: Grausame Krankheit Noma: So konnte Massaoudou mit der Hilfe aus Deutschland ein neues Leben beginnen

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Massaoudou kann schon lange wieder lachen. Er hat die grauenhafte Krankheit seiner Kindheit überlebt. Und er bekam ein neues Gesicht. Eine bakterielle Infektion namens Noma hatte ihm einst sein Gesicht zerstört. Als stern TV vor 23 Jahren erstmals über die in Entwicklungsländern verbreitete Krankheit berichtete, waren unsere Zuschauer tief berührt. Denn die betroffenen Kinder, deren Körper zu schwach ist die Bakterien abzuwehren, sind schrecklich entstellt. Ihre Gesichter werden von Noma regelrecht zerfressen – was in den meisten Fällen nach kurzer Zeit zum Tod führt. Und das, obwohl Noma durch Antibiotika geheilt werden kann.

KASTEN Hilfsaktion Noma e.V.Der Junge ohne Gesicht

Auch die 51-jährige Lehrerin Ute Winkler-Stumpf hatte den stern TV-Beitrag damals gesehen – und wollte sofort helfen. Und das tat sie. Die Regensburgerin gründete kurzerhand den Verein „Hilfsaktion Noma“ und reiste nach Niger, um dort Kinderhäuser und Kliniken aufzubauen. „Als ich das erste Mal nach Niger kam, war Noma ein Tabu“, erzählt die Regensburgerin. „Niemand hat darüber gesprochen und niemand wusste, dass es eine Krankheit ist. Das war der ‚Fluch Gottes‘ und einfach Schicksal.“ In den kleinen Dörfern des Landes musste sie nach den erkrankten Kindern suchen: Wegen ihrer entstellten Gesichter wurden sie oft versteckt oder waren ausgestoßen.
In dem Dorf Guidan Kago traf Ute Winkler-Stumpf auf den 14-jährigen Massoudou. Ein Junge ohne Gesicht, der durch Noma völlig entstellt war. „Manchmal, wenn ich rausgegangen bin und andere Kinder mich gesehen haben, haben sie gesagt: ‚Er hat keine Nase und keinen Oberkiefer!‘ Da habe ich mich schrecklich gefühlt“, weiß Massaoudou noch heute. Damals konnte der Junge nicht einmal mehr sprechen.
„Massaoudou war der schlimmste Patient, den wir hatten. Aber nur vom Aussehen her“, erzählt Ute Winkler-Stumpf. „Es war ein riesen Loch im Gesicht, man hat ganz tief reinschauen können.“ Die Regensburgerin holte den Jungen nach Deutschland und nahm sich seiner an. In vielen langwierigen Operationen bekam Massaoudou von Wiener Ärzten eine neue Nase und – nach kräftezehrenden und lebensbedrohlichen Rückschlägen – schließlich wieder ein Gesicht. Der Teenager kämpfte sich aus Koma und Schmerzen zurück ins Leben. Und dann konnte Massaoudou auf einmal wieder durch eine Nase atmen, konnte wieder riechen. Und wieder lächeln.

Dank gilt auch den stern TV-Zuschauern

Massaoudou ging es nach einer langen Genesungszeit immer besser. Er lebte bei Ute Winkler-Stumpf in Regensburg, ging dort zur Schule und fand bald Freunde. Und er lernte Lesen und Schreiben. „Es war alles besser, ich fühlte mich normal“, erzählt er heute. Der Junge aus Niger verbrachte noch drei Jahre in Deutschland – und kam sogar zu stern TV, um sich bei den Zuschauern für die Spenden im Kampf gegen Noma zu bedanken. Ute Winkler-Stumpf sagte damals: „Dass der Massaoudou tatsächlich Nase und Zähne bekommen hat, das war ein ganz besonderes Erlebnis. Das ist ein Gefühl von unendlicher Dankbarkeit und Freude!“

Massaoudou kehrte Ende 1999 zurück nach Niger. Kurz darauf erkrankte Ute Winkler-Stumpf an Krebs: ein Tumor in der Brust. Die Regensburgerin machte eine schwere Zeit durch. Doch trotz der Erkrankung hielt sie an ihrer Noma-Hilfe fest. „Ich denke, die Hilfsaktion war für mich die beste Therapie, mehr als Chemo und Bestrahlung.“ Schon kurz nach der Behandlung flog sie wieder nach Niger und engagierte sich weiter für den Verein, mit dem sie das ganze Land von der grauenhaften Krankheit Noma befreien wollte. Über Jahre weitete Ute Winkler-Stumpf die Hilfe auf andere Länder Afrikas aus, holte viele Kinder für Operationen nach Deutschland und half dadurch bis heute insgesamt über 130.000 Kindern.

Mit 56 Operationen zu einem glücklichen Leben

Massaoudou ist mittlerweile Familienvater und in seiner Heimat glücklich geworden. „Sie behandeln mich hier wie einen König“, erzählt der 37-Jährige. Alle kämen zu ihm und würden ihn um Rat fragen. Zu seiner Heirat 2006 war Ute Winkler-Stumpf extra wieder nach Niger gekommen, um diesen glücklichen Tag ihres Ziehsohnes mitzuerleben. Massaoudou und seine Frau Rachida haben sich ihr gemeinsames Leben in der Stadt Taouha aufgebaut. Der 37-Jährige hat einen Job im Kinderhaus der Hilfsaktion Noma, wo er als einstiger Patient nun betroffenen Kindern mit seinen Erfahrungen zur Seite steht.

stern TV hat Ute Winkler-Stumpf vor wenigen Wochen noch einmal nach Niger begleitet. Der Kontakt zwischen ihr und Massaoudou ist nie abgerissen. Doch dieses Mal ist das Wiedersehen besonders emotional: Bei der 74-Jährigen wurde vor zwei Jahren festgestellt, dass der Krebs zurückgekommen ist und Metastasen bildet. Ihre Schmerzen wolle sie nun aber zurückstellen, denn zum ersten Mal trifft sie nun ihre „Enkelkinder“. „Ich freue mich wahnsinnig“, sagt sie. „Massaoudous Frau kenne ich ja, aber die Kinder kenne ich noch nicht. Das ist schon eine emotionale Freude und Spannung jetzt!“ Ute Winkler-Stumpf ist wahnsinnig stolz auf ihren Pflegesohn und seine Familie. Das erste Kind ohne Gesicht, dem sie helfen konnte. Massaoudou hatte in insgesamt 56 Operationen eine neue Nase und einen Oberkiefer bekommen – und damit ein ganz neues Leben: „Ich bin froh, dass meine Mutter Ute mir geholfen hat. Ich habe eine Chance gehabt, die andere Menschen nicht haben. Darüber bin ich sehr glücklich. Und ich werde das niemals in meinem Leben vergessen. Das ist ein Teil von meiner Lebensgeschichte.“

KASTEN Krankheit Noma

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Ministerpräsident ist krank – Grippewelle erfasst NRW – Laschet sagt Termine ab

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Die Anzahl der Grippe-Patienten ist sprunghaft angestiegen. Vor allem in NRW und in Rheinland-Pfalz liegen die Menschen flach. Das zeigt der aktuelle Bericht des Robert-Koch-Instituts. Es hat auch NRW-Ministerpräsident Laschet erwischt.
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Die Böhms – 100 Jahre Architektur

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Der Name Böhm steht nicht nur im Rheinland für eine Familiendynastie von Architekten. Am Stuttgarter Weißenhof hat nun eine Ausstellung über „Die Böhms“ eröffnet. Heike Mund hat sie sich angesehen.
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Tropen: Regenwäldern droht rasante Zerstückelung

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Unsere Regenwälder sind in den letzten Jahrzehnten geschrumpft – wegen Plantagen für die Palmöl- und Zuckerproduktion, wertvollem Holz und neuen Siedlungen. Nun zeigt sich noch ein neues Problem: die Zerstückelung in viele Einzelteile.
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„Südstadt“ im ZDF: Sex und Lügen – ein Film seziert das Leben der Ü-40-Generation

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Die Grundidee ist weder neu noch besonders aufregend: Ein Film über Beziehungen. Geschlechterrollen, Ideale, neue Beziehungsmodelle – das sind die Dinge, die die Protagonisten mittleren Alters des Films bewegen. Im Verlauf von 90 Minuten stellen Anke Engelke, Matthias Matschke und ihre Kollegen die Liebe auf den Prüfstand – doch leider gelingt es ihnen nicht, damit den Zuschauer von „Südstadt“ wirklich zu fesseln.

Anne (Anke Engelke) und Martin (Matthias Matschke) sind seit 20 Jahren verheiratet und wohnen in der Kölner Südstadt. Sie betrügt ihn, er belügt sie und ist schon seit Monaten arbeitslos. Kai (Alexander Hörbe) und Saskia (Bettina Lamprecht), beide berufstätig, müssen dagegen die richtige Work-Life-Balance finden. Dabei will keiner der beiden Abstriche bei der eigenen Karriere akzeptieren.

Anke Engelke und Matthias Matschke waren schon bei „Ladykracher“ ein Ehepaar

Insgesamt wohnen drei befreundete Paare in der Südstadt in einem Haus. Was anfangs als große Freundesfamilie beginnt, fragmentiert sich schnell in die einzelnen Paare und deren Probleme. Und doch verleiht das Haus dem Film eine besondere Komponente, ist es doch jener Ort, an dem die Protagonisten immer wieder aufeinander treffen und das Gespräch miteinander suchen.

pastewka-interview_9.10In „Südstadt“ nimmt das Thema Arbeit eine prominente Rolle ein. Die unterschiedlichen Bewertungen zur richtigen Einteilung von Job und Beziehung ist immer wieder Auslöser für Streitigkeiten. Oder wie Martins Vater Eberhard (Manfred Zapatka) es zusammenfasst: „Man verliert ja nicht nur die Arbeit, sondern alles, was Arbeit bedeutet: Status, Identität, Selbstwertgefühl.“ Am Beispiel von Martin und Anne wird deutlich, welche Folgen berufliche Rückschläge haben können.

Apropos Martin und Anne: Wie schwer es für deutsche Comedians ist, als ernsthafte Schauspieler wahrgenommen zu werden, zeigt sich an Engelke und Matschke: Bereits in der Comedyserie „Ladykracher“ waren sie als Ehepaar zu sehen. Vielleicht liegt es genau daran, dass die Erwartungen an flache Witze den Film überdauern, obwohl sich beide offensichtlich sehr um viel Gefühl bemühen. Matschke war es nach eigener Aussage selbst, der Engelke bei Geschonneck als seine Filmfrau vorgeschlagen hatte. Andere Länder wie Frankreich („Gott des Gemetzels“) haben dieses Problem schon besser gelöst.

„Südstadt“ schließt nicht einem Happy End ab

Zugute halten muss man „Südstadt“, dass der Film nicht wie der typische Hollywood-Streifen mit einem Happy End abschließt. Stattdessen lässt Geschonneck den Film realistisch und unspektakulär enden – so wie oft im Leben. Auch der Film bleibt im Verlauf unaufgeregt. Oder wie Eberhard sagt: „Nach 20 Jahren braucht man keine Gründe, sich zu trennen, die hat man sowieso. Nach 20 Jahren braucht man Gründe zusammenzubleiben.“

Diese Ruhe im Film ist wohl auch der Grund, warum die drei Lebensgeschichten keinen Zuschauer überraschen werden. Regisseur Matti Geschnoneck bezeichnet „Südstadt“ als „Gegenwartsfilm“: „Wie komme ich mit meinem Leben klar? Was wird aus meinen Träumen? Alle Protagonisten erleben existenzielle Veränderungen“, sagte er in einem Interview. Gerade wegen dieser Allgegenwärtigkeit würden Beziehungsprobleme Stoff für immer neue, spannende Geschichten bilden – spannend ist „Südstadt“ allerdings nicht durchgehend.

„Südstadt“ läuft am Montag, 26. Februar, um 20.15 Uhr im ZDF.

„Klassenclowns enden bei der S… Matthias Matschke (2095065)

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