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Ricciardo kritisiert Teamkollege Verstappen

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Die Enttäuschung bei Red Bull ist groß. Statt um die WM mitzukämpfen, mussten sich Daniel Ricciardo und Max Verstappen in den bisherigen vier Saisonrennen meist mit Plätzen in den Punkterängen begnügen, nur einmal gelang bisher der Sprung aufs Podium. Neben den sportlichen Problemen drohen Red Bull jetzt auch interne Schwierigkeiten.

Vor dem fünften WM-Lauf in Barcelona kritisierte Daniel Ricciardo in einem Interview mit motorsport.com Teamkollege Verstappen. „Ich würde sagen, eine Schwäche ist sein Alter. Aber nicht sein Alter im Sport. Er ist seit langer Zeit im Rennsport, das ist nicht der Punkt. Aber generell sein Lebensalter. Vielleicht sollte er einfach etwas von älteren Leuten annehmen.“

„Max sagt ‚Ich weiß was ich tue'“

Doch die Ratschläge der älteren Fahrerkollegen kämen beim 19-Jährigen nicht an: „Viele der älteren Fahrer würden sagen: ‚Schau, wir glauben nicht, dass das richtig ist‘, oder so etwas.

Und Max sagt dann so etwas wie ‚ich weiß, was ich tue‘.“ Daher sieht Ricciardo das Selbstbewusstsein, für welches Verstappen von den Fans gefeiert wird, zwiegespalten. „Es ist eine Stärke, dass er eigenständig ist, aber vielleicht auch eine Schwäche“, führt der Australier fort.

Dennoch hofft er, dass sein junger Teamkollege im Laufe seiner Karriere noch dazu lernt: „Das kommt aber mit der Zeit und dann wird er vielleicht auch Ratschläge von älteren Jungs annehmen.“

Vorjahressieg scheint nicht wiederholbar

Die Kritik dürfte Ricciardo nicht zufällig vor dem Spanien-Rennen geäußert haben. Im letzten Jahr gewann Max Verstappen im Alter von 18 Jahren und 228 Tagen das Rennen in Barcelona und wurde damit der jüngster Sieger eines Formel 1-Rennens. Dementsprechend reist der Niederländer mit einem positiven Gefühl nach Spanien. Eine Wiederholung seines Vorjahressiegers hält Verstappen aufgrund der Lücke zu Ferrari und Mercedes hingegen für ausgeschlossen: „Man sieht einige Unterschiede am Auto. Aber jeder wird ein paar Verbesserungen haben, das macht das Aufholen schwierig.“

Dennoch wird Verstappen alles probieren, um eine mögliche Chance aufs Podium zu nutzen. Daran dürfte auch die Kritik von Teamkollege Ricciardo nichts ändern.

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Urteilsverkündung: Zoff um Werbevertrag – Sascha Hehn muss nicht zahlen

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Sascha Hehn muss nicht zahlen. Der Schauspieler («Traumschiff») hat den Prozess um eine Provision für die angebliche Vermittlung eines Werbespots gewonnen.

Das Landgericht Traunstein wies am Donnerstag die Klage der Ex-Agentin des 62-Jährigen ab. Die Frau wollte 25 000 Euro von Hehn haben. Sie behauptete, im Herbst 2015 einen Werbevertrag über eine sechsstellige Summe mit einem Elektronikmarkt ausgehandelt zu haben. Der Schauspieler hielt dagegen, er selbst habe den Deal abgeschlossen. Das sah nun wohl auch das Gericht so.

Die Vorsitzende Richterin nannte bei der knappen Urteilsverkündung am Morgen keine Gründe für die Klageabweisung. Ein Gerichtssprecher begründete das anschließend damit, dass erst die Prozessbeteiligten erfahren sollten, warum das Gericht so entschieden hat.

Hehns Anwalt Stefan v. Moers sagte der Deutschen Presse-Agentur in seiner Münchner Kanzlei: «Mein Mandant freut sich sehr.» In einer ersten Bewertung nannte v. Moers das Urteil richtig. Er werde sich die Begründung genau anschauen.

Zur Urteilsverkündung kamen weder Hehn noch seine Ex-Agentin, auch die Anwälte der Kontrahenten blieben dem Termin fern. Zur mündlichen Verhandlung vor gut zwei Wochen war der Schauspieler noch erschienen, hatte aber im Prozess geschwiegen und auch Kameras vor dem Sitzungssaal gemieden.

Dafür sagten damals sowohl Hehns Lebensgefährtin als auch die Vertreterin einer TV-Firma, die für den Elektronikmarkt arbeitet, dass der Schauspieler seine Ex-Agentin nicht ermächtigt habe, den Vertrag auszuhandeln. Hehn sei vielmehr fassungslos gewesen, als er erfahren habe, dass die Frau mit dem Fachmarkt verhandelte, obwohl sie dazu gar keinen Auftrag gehabt habe, gab Hehns Lebensgefährtin zu Protokoll.

Sascha Hehn ist spätestens seit der in den 1980er Jahren ausgestrahlten ZDF-Serie «Schwarzwaldklinik» einem breiten Publikum bekannt. Darin spielte der Frauenschwarm den Arzt Udo Brinkmann, Filmsohn von Chefarzt Klaus Brinkmann, verkörpert wiederum von Klausjürgen Wussow. 2014 trat Hehn die Nachfolge von Siegfried Rauch als Kapitän Victor Burger in der ZDF-Reihe «Das Traumschiff» an.

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Warum die „Eisheiligen“ nicht immer pünktlich sind

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Die Frostnächte der „Eisheiligen“ kamen dieses Jahr früher und liegen bereits hinter uns. Entgegen der Witterungsregel setzt sich bereits jetzt wärmere Luft durch.
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Bamberg und Ulm gleichen aus

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Titelverteidiger Brose Bamberg und Hauptrunden-Sieger ratiopharm Ulm haben sich in den Playoffs der Basketball-Bundesliga zurückgemeldet und in ihren Viertelfinal-Serien ausgeglichen.

Die Bamberger siegten am Mittwochabend in Bonn souverän 87:71 (55:35) und revanchierten sich damit eindrucksvoll für die 92:93-Heimniederlage in Spiel eins vier Tage zuvor.

Ulm hatte beim 82:76 (40:40) bei den MHP Riesen Ludwigsburg erneut einige Mühe, anders als beim 93:96 nach Verlängerung im ersten Duell hatten die Schwaben diesmal das bessere Ende für sich.  

Meister Bamberg spielte von Beginn an konzentriert und dominant, setzte sich konsequent ab. Die Nationalspieler Lucca Staiger und Daniel Theis waren mit jeweils 15 Punkten beste Werfer der Gäste, bei den Bonnern kam Ryan Thompson auf 13 Zähler.

In Ludwigsburg war Ulms Chris Babb mit 21 Punkten der beste Spieler, MVP Raymar Morgan steuerte 13 Zähler und neun Rebounds bei.

Am Samstag (18 Uhr im LIVETICKER) empfängt Ulm die Ludwigsburger zu Spiel drei, am Sonntag (15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) geht es in Bamberg für Brose gegen Bonn weiter.

Die Spiele im Stenogramm:

Telekom Baskets Bonn – Brose Bamberg 71:87 (35:55)
Beste Werfer: Thompson (13), Barovic (12), Gamble (11), Mayo (10) für Bonn – Staiger (15), Theis (15), Causeur (14) für Bamberg
Zuschauer: 5610
Playoff-Stand: 1:1

MHP Riesen Ludwigsburg – ratiopharm Ulm 76:82 (40:40)
Beste Werfer: Kennedy (14), Hammonds (14), Trice (13), Martin (10), Crawford (10) für Ludwigsburg – Babb (21), Morgan (13), Prather (13), Rubit (12), Braun (11) für Ulm
Zuschauer: 4500
Playoff-Stand: 1:1

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Ansage der Bosse: Bayern nimmt Ancelotti an die Leine

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Mit Anspruch und Wirklichkeit ist das manchmal so eine Sache beim FC Bayern München.

Nach Möglichkeit will der Rekordmeister in jeder Saison alle Titel gewinnen, die es zu gewinnen gibt. Diese Zielsetzung gehört praktisch zum Selbstverständnis dieses Klubs.

Nun ist im Fußball zwar niemand vor zeitweiligen Rückschlägen oder Enttäuschungen gefeit. Doch die Sinne der Münchner Verantwortlichen sind immer dann besonders geschärft, wenn eine Spielzeit mal nicht nach Wunsch verläuft. Das hat in der Vergangenheit schon so mancher Trainer zu spüren bekommen. 

Strategie-Treffen mit Hoeneß und Rummenigge

Zum Ende der Premierensaison Carlo Ancelottis, in der die Bayern das Traumziel Triple so deutlich wie lange nicht mehr verpasst haben, entwickelt sich eine eigenartige Stimmungslage an der Säbener Straße. Öffentlich stehen die Bosse demonstrativ zu ihrem Coach. Doch hinter den Kulissen, da steigt der Druck auf Ancelotti.

Das Einzige, was der Italiener vorweisen kann, ist die Meisterschaft. Aber Präsident Uli Hoeneß sprach in der Münchner Abendzeitung zuletzt offen aus, dass die Münchener Ansprüche über dieses Ziel hinausgewachsen sind: „Auf die Dauer ist ein Titel schon ein bisschen wenig für uns.“

Nach SPORT1-Informationen steht in der kommenden Woche ein Strategie-Meeting mit Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an. Dabei geht es vor allem um die künftige Ausrichtung der Mannschaft und deren Umfeld.

Neuer Co-Trainer für Ancelotti

SPORT1 weiß: Die Klubführung würde Ancelotti gerne wieder einen externen Co-Trainer zur Seite stellen.

Zur Erinnerung: Paul Clement, über viele Jahre ein enger Vertrauter Ancelottis und ein Mann von exzellentem fachlichen Ruf, war während der Saison als Cheftrainer zu Swansea in die Premier League gewechselt. Die Nummer zwei im Stab, Hermann Gerland, übernimmt bald die Leitung des neuen Nachwuchsleistungszentrums. Zur neuen rechten Hand des Trainers ist Ancelottis Sohn Davide aufgestiegen.

Geht es nach den Entscheidern im Verein, dann sollen die Bayern nicht zu abhängig werden von der Philosophie des Familien-Clans. Besonders nicht, was die Struktur des Kaders angeht.

Die vergangene Saison hat Zweifel genährt, ob Ancelotti der richtige Mann ist, erfolgreich einen personellen Umbruch einzuleiten.

„Die Jungen bekommen keine Chance“

Ähnlich wie bei seinen vorherigen Klubs hat der Italiener in München bislang fast immer Routiniers den Vorzug gegeben. Talente wie Joshua Kimmich, Kingsley Coman oder Renato Sanches saßen überwiegend auf der Bank oder nur auf der Tribüne. Ihre Entwicklung stockte. Als sie in wichtigen Spielen gebraucht wurden, konnten sie der Mannschaft nicht weiterhelfen. 

Bei einem Business-Event in Lichtenstein klagte Hoeneß dieser Tage: „Das Problem für die Jungen ist ja, dass sie im Moment keine Chance bekommen.“

Er und Rummenigge wissen: Will Bayern auf Dauer wettbewerbsfähig sein, darf der Klub seine Zukunftshoffnungen nicht verprellen. Schon allein deshalb diktieren die Bosse Ancelotti den Kurs für die kommende Saison auf. 

„Es muss jetzt gelingen“, predigte Hoeneß, im Schatten von Stars wie Robben und Ribery „die Jungen heranwachsen zu lassen, die rechtzeitig die Chance kriegen und an dem Tag da sind, wenn die anderen aufhören.“ Eine Vorgabe, die Ancelotti besser erfüllen sollte, will er glücklich werden beim FC Bayern.

Hoeneß bezeichnete diese Aufgabe als „Kunst“. Er hätte sie auch zur Bedingung für Ancelottis (Weiter-)Beschäftigung erklären können. Der Präsident wird in den kommenden Monaten genau hinschauen, ob der Trainer aus dem neuen FC Bayern ein Gemälde macht.

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Britische Eliteschule für Kindermädchen: Super-Nannys kriegen Anti-Terror-Schulung

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Britische Super-Nannys werden künftig auch von Anti-Terror-Experten auf ihre Aufgaben bei der Kinderbetreuung vorbereitet.

Wie das renommierte Norland College mitteilte, sollen seine Absolventinnen, um die sich Reiche und Berühmheiten in der ganzen Welt reissen, etwa gegen Versuche zur Entführung ihrer Schützlinge gewappnet werden.

Die Zusatzausbildung solle Nannys das Rüstzeug dafür geben, dass sie «vorausdenken und sich auf potenziell bedrohliche Veränderungen in ihrer Umgebung» vorbereiten könnten, sagte der frühere Chef der Antiterror-Behörde, Paul Gibson.

Die Kindermädchen befänden sich heute in einer Rolle, in der sie sowohl selbst Zielscheibe als auch «glaubhaftes Hindernis» für eine Entführung sein könnten.

Selbstverteidiungs-Kurse für Super Nannys 

In den vergangenen Jahren hatte das Norland College im südwestenglischen Bath die dreijährige Ausbildung bereits um Kurse wie Selbstverteidigung ausgeweitet. Nun stehen auch Fahrstunden in Gefahrensituationen und Cyber-Sicherheit auf dem Programm.

Eine der bekanntesten Abgängerinnen des Norland College ist die Spanierin Maria Teresa Turrion Borrallo. Sie hütet Prinz George, den Sohn von Prinz William und seiner Frau Kate. (SDA)

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Das älteste Kurzfilmfestival der Welt

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Kurz und gut und das schon ziemlich lange – am Donnerstag haben die 63. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen begonnen. Festivalleiter Lars Henrik Gass über die Besonderheit des Festivals und soziale Medien vor dem Internet.
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Vertauschte Eizelle: Warum diese junge Frau verzweifelt nach ihren leiblichen Eltern sucht

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Als die kleine Kristina am 2. April 1991 zur Welt kam, ging für ihre Eltern ein Traum in Erfüllung: Sie hatten ihr Wunschkind bekommen. Dass dieses Mädchen gar nicht ihr Kind ist, ja sogar keinerlei genetische Übereinstimmung mit ihren Eltern hat, wurde erst viele Jahre später klar.

stern TV traf die inzwischen 26-Jährige letzte Woche in einem Hotel im österreichischen Bregenz. Sie will die Wahrheit herausfinden. Mehr als zwei Jahrzehnte habe sie in einer Illusion gelebt, sagt Kristina V. Dass sie sich an die Öffentlichkeit wendet, soll keine Schuldzuweisung sein, sondern „mein größtes Ziel ist, meine Eltern zu finden.“

Verschiedene Blutgruppen ließen Zweifel wachsen

Kristinas Leben begann im Juli 1990 im IVF-Zentrum in Bregenz in der Klinik des renommierten Fortpflanzungsmediziners Prof. Herbert Zech. Dort sollte sich der bisher unerfüllte Kinderwunsch von Kristinas Eltern erfüllen: Ihre Mutter wurde nach einer künstlichen Befruchtung schwanger – und knapp neun Monate später erblicke ein kleines Mädchen das Licht der Welt. Das Familienglück wurde perfekt, als Kristina anderthalb Jahre später noch eine kleine Schwester bekam. Auch Marina ist das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung an der IVF-Klinik.

Dass Kristina keinerlei Ähnlichkeiten mit ihren Familienmitgliedern hatte, war im Laufe ihres Lebens immer wieder Thema im Freundes- oder Bekanntenkreis: „Die Leute haben immer gefragt: ‚Ihr seid Schwestern?‘ Das war wirklich total unglaubwürdig“, erinnert sich Kristina V. „Wir haben dann immer gesagt: ‚Ja natürlich, wieso nicht?‘ Aber ich habe mich auch nicht getraut, den Gedanken weiterzuverfolgen.“

Doch die Zweifel nahmen im Laufe der Jahre zu. So wurde bei Kristina nach der Geburt die Blutgruppe 0 positiv festgestellt; ihre Mutter jedoch hat die Blutgruppe A/B negativ. Bei Arztterminen, sogar bei Biologie- und Chemielehrern habe sie immer wieder nachgefragt, ob eine solche Blutgruppenkonstellation möglich sei, so die 26-Jährige: „Und alle haben gesagt: Nein, eigentlich ist das ausgeschlossen.“ Das ließ ihr keine Ruhe – bis sie 2010 als 19-Jährige beim IVF-Zentrum in Bregenz anrief. „Ich habe mit dem Sohn des Arztes gesprochen, der damals die Befruchtung vorgenommen hat. Der hat auf meine Frage nach der Blutgruppenkonstellation geantwortet, er müsse das in den Akten nachsehen. Das bei mir ein komisches Gefühl hinterlassen“, erzählt Kristina V. „Als dann der Rückruf kam, hat er mir erklärt, dass es sehr selten, aber durchaus möglich ist.“

Viele Tests, keine Übereinstimmungen – und auch die Schwester muss an ihrer Abstammung zweifeln

Die Ungewissheit nagte weiter an Kristina. Doch erst 2014 entschied sie sich schließlich zu einem DNA-Test, um Gewissheit zu bekommen. Das Ergebnis teilte ihre Schwester ihr unterwegs telefonisch mit – ein Schock für die Studentin: Kristina gehört genetisch nicht zu ihrer Familie. „Das war, als öffnete sich eine Falltür unter mir“, erzählt sie.
Der Test war eindeutig. Sie ist weder mit ihrer Mutter, noch mit ihrer Schwester verwandt. Und immer wieder fragte sich Kristina: Wer sind denn dann ihre genetischen Eltern? Was ist bei ihrer Zeugung damals schief gelaufen? Ganz offenbar muss ihrer Mutter doch eine völlig fremde befruchtete Eizelle eingesetzt worden sein. Kristina entschied sich, ihre wahren Eltern zu suchen. Gemeinsam mit einem Anwalt wandte sie sich erneut an die IVF Klinik in Bregenz. Dort zeigte man sich kooperativ und nannte ihr drei mögliche Paare, die als Eltern infrage kommen könnten. Die entsprechenden DNA-Tests waren jedoch ohne Ergebnis. Deshalb wandte sich Kristina V. 2016 erstmals mit ihrer Suche auch an Zeitungen. Es meldeten sich vier weitere Paare, die sich zu DNA-Tests bereit erklärten. „Die haben mir auch sehr gewünscht, dass ich die Eltern finde. Sie waren auch sehr betroffen und einige haben sogar auf ein positives Ergebnis gehofft“, erzählt Kristina. Aber auch diese Übereinstimmungstests brachten kein positives Ergebnis.

Stattdessen erfuhr Kristinas Familie vor wenigen Wochen einen weiteren Schlag, als sich durch einen neuen DNA-Test herausstellte: Auch Marina stammt nicht von ihrem Vater ab. „Und die Befruchtung, die zu ihrer Geburt geführt hat, ist ja am gleichen Ort durchgeführt worden. Davon gibt es auch Aufzeichnungen und Dokumentationen, die haben wir auch“, sagt Kristina V. „Und jetzt möchte ich als große Schwester auch für sie wissen, was die Wahrheit ist.“

INFO Kristina und die Suche

„Ich kenne niemanden, der mit mir verwandt ist“

stern TV hat die IVF-Klinik in Bregenz mit dem, was Kristinas Familie widerfahren ist, konfrontiert. Dort ist man über den Gang der 26-Jährigen an die Öffentlichkeit verärgert und zweifelt Kristinas Darstellung der Geschehnisse inzwischen offen an, wie der Rechtsanwalt des IVF-Zentrums Bregenz Michael Konzett mitteilte: „Man muss sich doch fragen, ob es statistisch und von der Wahrscheinlichkeit her nachvollziehbar ist, dass zwei Mal in der gleichen Familie in einem engen zeitlichen Kontext ein Fehler passiert. Das hat uns zu denken gegeben.“
Die DNA-Gutachten zweifelt die Klinik nicht an: Das IVF-Zentrum hatte bereits 2014 eingeräumt, dass der Klinik bei der Behandlung von Kristinas Mutter ein Fehler unterlaufen war, wie einem Schreiben zu entnehmen ist: Die IVF Zentren Prof. Zech – Bregenz GmbH (…) bedauert, dass es im Jahr 1990 aufgrund eines Fehlers dazu gekommen ist, dass Frau Miluska V. nicht ihre eigene, sondern eine fremde Eizelle eingesetzt worden ist.
Das IVF-Zentrum bot Kristina nach Bekanntwerden der Eizellen-Verwechslung zunächst 300.000 Euro, später sogar 500.000 Euro an. Doch die junge Frau lehnte ab. Sie habe kein Geld gewollt – sie will ihre Eltern finden, so die 26-Jährige. Deshalb habe sie eigenständig den Weg in die Öffentlichkeit gesucht.

Bisher kann Kristina V. nur sagen: „Ich kenne keinen Menschen in meinem Umfeld oder meiner Familie, mit dem ich verwand bin. Ich kenne ganz und gar keinen, der mit mir verwandt ist.“ Deshalb wird sie die Suche nach ihren genetischen Eltern fortsetzen, sie glaube daran, dass diese Menschen irgendwo seien und zu finden sind. Die Wahrheit herauszufinden, das sei sie auch ihrem Vater schuldig. Er starb 2009 an einem Hirntumor – in dem Glauben daran, dass er zwei Töchter gezeugt hatte. „Für ihn ist es vielleicht auch schön, dass er das nicht erfahren hat. Denn für ihn sind wir immer noch seine ‚Prinzessinnen‘. Er hat uns sehr geliebt.“

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Zverev weiter bärenstark, deutsches Trio scheitert

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Von Müdigkeit keine Spur: Alexander Zverev hat sein erstes Match nach seinem Sieg beim ATP-Turnier in München am Sonntag erneut souverän gewonnen.

Der 20-Jährige besiegte beim ATP-Masters-Turnier in Madrid den Weltranglisten-35. Fernando Verdasco (Spanien) mit 7:5, 6:3.

Zverev verwandelte nach 1:24 Stunden seinen zweiten Matchball und zog in die zweite Runde der mit 6,4 Millionen Euro dotierten Sandplatzveranstaltung ein. Dort trifft er auf den ehemaligen US-Open-Sieger Marin Cilic (Kroatien/Nr. 7).

Haas, Zverev und Mayer scheiden aus

Am Nachmittag war ein Trio um Tommy Haas (Los Angeles), Mischa Zverev (Hamburg) und Florian Mayer (Bayreuth) ausgeschieden.

Haas und Zverev scheiterten in Madrid bereits an ihren Auftakthürden. Der 39-jährige Haas verlor gegen den Weltranglisten-26. Gilles Müller aus Luxemburg mit 4:6, 6:7 (7:9). Alexanders älterer Bruder Mischa Zverev unterlag dem Kroaten Borna Coric mit 3:6, 6:7 (5:7).

Der 33-jährige Mayer musste sich dem Belgier David Goffin in der zweiten Runde mit 6:7 (3:7), 0:6 geschlagen geben. Erst am Vortag hatte er gegen Marcel Granollers (Spanien) seinen ersten Sieg im Jahr 2017 gefeiert. Am Montag war bereits Philipp Kohlschreiber (Augsburg) ausgeschieden.

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Großes Lob für deutsche EM-Bewerbung

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Der Deutsche Handballbund hat positive Resonanz für seine Bewerbungen um die Europameisterschaften 2022 und 2024 erhalten.

„Wir begrüßen die Bewerbung des DHB ausdrücklich und bewerten sie als sehr positiv“, sagte Michael Wiederer, Präsident der europäischen Handballföderation EHF, der Handballwoche.

Deutschland bewirbt sich zusammen mit Dänemark sowie der Schweiz für die EM 2022 und ist alternativ an einer alleinigen Ausrichtung 2024 interessiert.

„Grandiose Hallen-Situation“

„Deutschland verfügt über eine grandiose Hallen-Situation und hat eine starke Infrastruktur. Deutschland ist herzlich willkommen, eine EM auszurichten – auch 2024 allein“, sagte Wiederer weiter.

Der DHB hatte sich mit einem „Letter of Intent“ bei der EHF beworben, die detaillierten Unterlagen müssen bis zum 1. November eingereicht werden.

Sollte der DHB den Zuschlag erhalten, wäre es die erste Ausrichtung einer Männer-EM in Deutschland.

In diesem Jahr findet hierzulande die Frauen-WM (1. bis 17. Dezember) statt, in zwei Jahren wird Deutschland gemeinsam mit Dänemark die Männer-WM ausrichten. 2018 findet die EM in Kroatien statt, zwei Jahre später erstmals in drei Ländern (Norwegen, Schweden, Österreich).

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