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Vettel ärgert sich über „Bremsklotz“ Bottas

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Nach dem idealen Start, bei dem Sebastian Vettel direkt die Führung übernahm, träumen die Ferrari-Fans vom Sieg des viermaligen Weltmeisters in Barcelona. Doch Lewis Hamilton und Mercedes hatten etwas dagegen.

Für Aufregung sorgte dabei die Entscheidung von Mercedes seinen Fahrer Valtteri Bottas einen extrem langen ersten Stint fahren zu lassen. Dadurch hielt der Finne für einige Runden Ferrari-Pilot Vettel auf, der bereits gestoppt hatte. 

Sieger Lewis Hamilton schwärmt dagegen vom Rennen und vom spannenden WM-Kampf mit Vettel, der für ihn „vielleicht sogar der beste“ in seiner Karriere ist.

SPORT1 fasst die Stimmen des Rennens zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes), Sieger: „Es war eng in der 1. Kurve, aber das ist im Rennsport, so soll es sein. Sebastian war unglaublich schnell, aber das Team hat die Strategie perfekt hinbekommen. Er ist so fantastisch gefahren. Es ist ein Privileg, gegen so einen Fahrer anzutreten. So muss Racing sein: Ich liebe es. Es gehört zu den besten Kämpfen, die ich (in meiner Karriere) hatte – vielleicht der beste. Es macht so viel mehr Spaß, gegen einen anderen Rennstall zu kämpfen als ein Duell mit deinem Stallgefährten zu haben. Ich spüre bei Mercedes keine Anspannung.“

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 2: „Hamilton hat unsere Strategie gespiegelt, also immer genau das Gegenteil gemacht.Wir sind früh reingekommen. Vielleicht hätten wir noch ein bisschen warten können. Im mittleren Stint habe ich mit der Aktion mit Valtteri Zeit verloren. Natürlich haben sie den ein bisschen als Bremsklotz draußen gelassen. Der Kampf mit ihm hat glaube ich drei, vier Sekunden gekostet. Es war eng, ein schönes Manöver, aber hat nichts gebracht außer Zeit gekostet. Auf der Geraden hatte ich keine Chance gegen Hamilton. Wir wollten ihn am Ende noch einmal unter Druck setzen, hatten aber selber Probleme mit dem Reifen.“

Daniel Ricciardo (Red Bull), Platz 3:  „Ich habe leider über meinen Spanien-GP keine so spannenden Stories zu bieten wie Vettel und Hamilton. Der Start war recht lebhaft, aber danach war ich die meiste Zeit über alleine unterwegs. Es war schön, wieder mal eine Schampusflasche in den Händen zu halten. Da gibt es diese Tribüne, die fast komplett von Max-Verstappen-Fans eingenommen wird. Aber als ich nach dem Rennen daran vorbeifuhr, winkten und brüllten sie mir zu, das fand ich schön.“

Nico Hülkenberg (Renault), Platz 6: Der Start war gar nicht so gut, aber die ersten zwei, drei Kurven und die erste Runde waren sehr erfolgreich. Die Kollegen haben sich selber zur Seite geräumt. Ich bin einfach nur durchgefahren und habe drei, vier, gefühlt sogar fünf Positionen gut gemacht. Das war natürlich super für mein Rennen.“

Pascal Wehrlein (Sauber), Platz 8: „Die 5-Sekunden-Strafe ärgert mich schon ein bisschen. Ansonsten wäre ich sogar Siebter geworden. Ich bin hinter der Pylone in die Box gefahren. Ich habe es einfach zu spät gehört, als das Virtuelle Safety-Car rauskam. Das Rennen war fantastisch. Ich hätte nicht damit gerechnet. Das war ein super Job vom Team.“

Valtteri Bottas (Mercedes), ausgeschieden: „Ich habe versucht, meinen Part zu erfüllen. Ich wusste, dass ich zu jenem Zeitpunkt nicht genügend Pace hatte. Außerdem waren wir auf verschiedenen Strategien. Das Problem war, dass ich am Beginn des Stints nicht genügend Pace hatte. Wir haben dann die Strategie gewechselt. Ich denke, es hätte aufgehen können, aber Lewis und Sebastian bekamen fast freie Stopps mit dem virtuellen Safety-Car. Am Ende hatten wir einfach Pech mit dem Motorschaden.“

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef): „Wir hatten das Rennen eigentlich verloren. Lewis ist beim Start am schlechtesten weggekommen. Wir mussten solange wie möglich warten um bei VSC zu stoppen. Das ist eine Teamarbeit. Wir haben unseren Chefstrategen, James, der enormen Druck hat. Er hat eine kleine Mannschaft, die für ihn arbeitet. Wir haben eine ganze Truppe von Mathematikern in Brackley, die alle möglichen Szenarien errechnen. Am Ende muss einer entscheiden, so machen wir es.“

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef): „Lewis und das Team haben den Sieg verdient. Lewis hat gekämpft wie ein Löwe. Hätten wir ihn nicht, wären wir heute nicht die Sieger gewesen. Er hat einen tollen Job gemacht. Für Bottas tut es mir leid, dass sein Motor ein Problem hatte. Jetzt müssen wir das Problem identifizieren.“

Zur Berührung von Vettel und Hamilton: „Logisch war es gefährlich. Ich muss Vettel verteidigen, denn Lewis hätte dasselbe gemacht.“

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Krimi-Check: Zwei Tote, ein Verdächtiger – ein „Polizeiruf“ aus der Brandenburger Ödnis

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Worum geht’s?

Ein polnischer Tischler wird tot im Wahl nahe Szczecin gefunden. Weil seine deutsche Geliebte auch verschwunden ist, ermitteln Olga Lenski und Adam Raczek vom deutsch-polnischen Kommissariat in Swiecko vor allem in einem ostbrandenburgischen Dorf. Für deren Bewohner scheint der Täter sofort festzustehen: ein verhaltensauffälliger Jugendlicher namens Enrico. Doch das ist Lenski zu einfach. Sie versucht, über die Mutter des Verdächtigen mehr über die wahren Hintergründe zu erfahren.

Warum lohnt sich dieser „Polizeiruf 110“?

Matschige Wege statt geteerter Straßen. Baufällige Hütten statt prachtvoller Heime. Die Folge „Muttertag“ bildet den dörflichen Kosmos Brandenburgs gut ab und zeigt, wie stark die Unterschiede sind, zwischen der ostdeutschen Peripherie und den Schwabinger Villen, in denen einst Derrick Morde aufklärte. 

Was nervt?

Es ist ja löblich, dass ein Sonntagabend-Krimi ein gesellschaftliches Problem wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf thematisiert. Aber eine Kommissarin, die ihre Tochter nachts im Schlafanzug mit zur Befragung der Angehörigen eines Mordopfers bringt? Das wirkt dann doch ein wenig gekünstelt. Polizeiruf Muttertag

Und die Kommissare?

Die mögen sich zwar immer noch nicht richtig. Immerhin übernachten die beiden Ermittler in ihrem dritten gemeinsamen Fall zusammen in einem Bett. „Wenn das im Büro die Runde macht…“, sagt Adam Raczek (Lucas Gregorowicz). „Wird’s eh“, kommentiert Olga Lenski (Maria Simon), „also können wir es eigentlich auch gleich tun, oder?“ Was der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein könnte, mündet kurz darauf in einer Enttäuschung: Lenski findet heraus, dass sich Raczek über sie beschwert hat.

Einschalten oder ausschalten?

Das Privatleben der Ermittler ist bei diesem „Polizeiruf 110“ spannender als der Fall selbst. Der kommt gänzlich ohne Überraschungen aus. Ein Krimi mit nur einem Verdächtigen wird schnell langweilig. Sie können getrost abschalten.

Tatort Wissen für Angeber 19.30

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Etabliert sich die gendergerechte Sprache?

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Gendergerechte Sprache – ein heißes Thema, das die Gemüter schnell erhitzt. Sie tut doch keinem weh. Oder doch? Die großen NRW-Parteien jedenfalls gendern fast alle.
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Bamberg erobert Matchbälle gegen Bonn

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Der Titelverteidiger nimmt Kurs auf das Halbfinale der Bundesliga: Brose Bamberg ist in der best-of-five-Serie gegen die Telekom Baskets Bonn erstmals in Führung gegangen. 

In Spiel drei setzte sich der Topfavorit auf den Titel in eigener Halle mit 76:63 (36:29) durch und liegt nun mit 2:1 in Front. 

Bester Werfer der Hausherren war Nikolaos Zisis mit 15 Punkten. Bei Bonn kamen Ryan Thompson und Julian Gamble ebenfalls auf jeweils 15 Punkte. 

Bamberg zeigte ein ganz schwaches drittes Viertel (12:23) und bekam vor allem seinen früheren Spieler Ryan Thompson (15 Punkte) nicht in den Griff. Thompson war 2015 mit Bamberg Meister geworden. 

Schlussspurt führt zum Sieg

Doch vor allem in der Schlussphase wurde der Gastgeber seiner Favoritenrolle gerecht. Im letzten Viertel ließ Bamberg nur noch elf Punkte zu. Gleichzeitig drehte die Offensive auf und verbuchte 28 Zähler.  

Der frühere Meister EWE Baskets Oldenburg hat in der Bundesliga derweil die erste Chance auf den Einzug ins Halbfinale liegen lassen. Die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic unterlag am Sonntag 94:98 (37:51) bei medi Bayreuth und führt in der best-of-five-Serie nur noch 2:1. 

Am Dienstag steht im Viertelfinale der vierte Spieltag auf dem Programm. Die drei Partien in Ludwigsburg, Bonn und Berlin beginnen um 20.30 Uhr.

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Debakel auf der Alm: Braunschweig zittert um Aufstieg

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Eintracht Braunschweig hat durch die 0:6-Klatsche bei Arminia Bielefeld einen wohl entscheidenden Rückschlag im Kampf um die direkten Aufstiegsplätze und die höchste Saisonniederlage kassiert.

Alle Spiele, alle Tore: Die Highlights des 33. Spieltags am Sonntag in einer extralangen Ausgabe von Hattrick – Die 2. Bundesliga ab 18.30 Uhr im TV auf SPORT1

Die Arminia dagegen kletterte durch den furiosen Erfolg hingegen vom vorletzten Rang auf Tabellenplatz 15 und hat den Verbleib in der 2. Bundesliga nun in der eigenen Hand. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

„Wir hatten sehr damit zu kämpfen, den nächsten Schritt Richtung Aufstieg zu machen“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach der Partie bei Sky. „Wir haben überhaupt nicht existiert heute“, gestand er ein. Ein Beleg für seine Aussage: Seine Mannschaft brachte keinen Ball auf das Tor von Arminia-Torwart Wolfgang Hesl.

Bielefeld-Matchwinner Reinhard Yabo war dagegen hochzufrieden. „Wir nehmen das mit, wir freuen uns, aber wir haben noch nichts erreicht“, warnte er.

Bielefeld wie entfesselt

Nach ausgeglichenem Beginn ging die Arminia in der 13. Minute durch ein Eigentor von Jan Hochscheidt in Führung. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Keanu Staude, wieder für Fabian Klos in der Startelf, hatte sich zuvor auf seinem Solo-Lauf gegen drei Braunschweiger durchgesetzt und den Ball in die Mitte gebracht. Hochscheidt hielt seinen Fuß rein, der Ball kullerte am verdutzten Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic ins Tor.

Julian Börner legte zehn Minuten später das 2:0 nach, als er den Ball kompromisslos vom Fünfmeterraum in die Maschen drosch. Von Braunschweig war bis zum Halbzeitpfiff nichts zu sehen, die Arminia war klar überlegen, auch wenn sie zu keinen gefährlichen Torchancen mehr kam.

Braunschweig zerfällt in Einzelteile

Auch nach dem Halbzeitpfiff zeigte Braunschweig keine Reaktion, obwohl Trainer Torsten Lieberknecht zwei Wechsel vornahm. Weiterhin schien es, als sei Bielefeld der Aufstiegs- und Braunschweig der Abstiegskandidat.

Folgerichtig traf Reinhold Yabo nach einem stark ausgespielten Konter in der 65. Minute zum 3:0 und legte eine Minute später seinen nächsten Treffer nach.

In der 71. Minute traf Shootingstar Keanu Staude per Schlenzer zum 5:0 – Braunschweig zerfiel in seine Einzelteile. Fünf Minuten später machte Yabo mit seinem dritten Treffer das halbe Dutzend voll – und das gegen die bis dato beste Defensive der Zweiten Liga.

Relegationsrang sicher für Braunschweig

Braunschweig fiel durch seine Niederlage und den gleichzeitigen Erfolg von Hannover 96 im Parallelspiel gegen den VfB Stuttgart auf Rang 3 zurück und hat jetzt drei Punkte Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze. (Ergebnisse des 33. Spieltags im Überblick)

Damit nicht genug ließ die Eintracht sich ihr Torverhältnis zerschießen und hat nur noch Minimalchancen, direkt in die Bundesliga aufzusteigen. Trotzdem beschwichtigte Lieberknecht: „Das Vertrauen ist nicht abhanden gekommen.“

„Uns bleibt nichts übrig, als das jetzt abzuhaken“, forderte Lieberknecht. Immerhin können die Braunschweiger durch den Patzer von Union Berlin nicht mehr von Relegationsrang drei verdrängt werden, haben damit weiterhin die Chance auf Bundesligafußball in der kommenden Saison.

Die Eintracht muss also wahrscheinlich in der Relegation nachsitzen, zuvor steht aber am letzten Spieltag die Heimaufgabe gegen den Karlsruher SC an.

Die theoretische Restchance auf den Direktaufstieg besteht nur bei eigenem hohen Sieg gegen die Baden und gleichzeitigen Niederlagen von Hannover und Stuttgart.

Bielefeld reist zum Saisonfinale nach Dresden und kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft klarmachen. „Wir dürfen keine Angst haben“, sagte Arminia-Coach Jeff Saibene. „Ab Mittwoch gibt es nur noch Fokus auf Dresden.“

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Schulz-Zug definitiv abgefahren? Machtwechsel in Nordrhein-Westfalen – CDU vor SPD!

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Die Landtagswahl im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt als grosser Stimmungstest für die Bundestags-Wahl im September. Die CDU hat gemäss erster Prognose gewonnen.

Jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland lebt in Nordrhein-Westfalen. Dieses Bundesland hat heute ihr Parlament – den Landtag – neu gewählt. Ein grosser, letzter Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst.

Seit 18 Uhr sind die Urnen geschlossen. Die ersten Prognosen sprechen eine deutliche Sprache: Der Schulz-Zug ist abgefahren! Die SPD sackt massiv ab und erreicht gemäss 30,5 Prozent.

Überholt werden die Sozialdemokraten von der CDU. Sie erreichte mit 34,5 Prozent deutlich mehr Wähleranteile als die SPD. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zog die Konsequenzen aus dem Resultat und trat von ihren Ämtern zurück!

Auch die FDP dürfte deutlich zulegen. Erwartet wird zudem, dass die AfD den Einzug ins Landesparlament schafft.

«Das ist kein guter Tag für die Sozialdemokratie in Nordrhein-Westfalen», sagte Kraft. Sie räumte ein, dass die SPD «das Vertrauen der Wähler nicht mehr gewinnen» konnte. Sie wolle mit ihrem Rückzug der Landespartei «eine Chance auf einen Neuanfang» im bevölkerungsreichsten Bundesland einräumen.

Die SPD schnitt bei der Landtagswahl Hochrechnungen zufolge mit 30,6 Prozent so schlecht ab wie niemals zuvor in Nordrhein-Westfalen – das bislang schlechteste Ergebnis waren 32,0 Prozent im Jahr 1947. (pma/SDA)

++ Update folgt ++

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Roman „Mary“ ausgezeichnet: Jeanette-Schocken-Preis für Aris Fioretos

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Der schwedische Schriftsteller griechischer Herkunft Aris Fioretos ist in Bremerhaven mit dem Jeanette-Schocken-Preis geehrt worden. Er erhielt die Auszeichnung für seinen 2015 erschienen Roman „Mary“. Darin erzählt Fioretos von einer jungen Frau unter der griechischen Militärdiktatur der siebziger Jahre.
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Auf der Flucht vor Donald Trump: Warum viele US-Bürger ihr Land verlassen

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„Ich habe am Abend der Wahl zu Carry gesagt: Wir müssen weg hier, wir verlassen dieses Land!“, erzählt Bryan Howell. Das Paar versteht nicht, dass fast 75 Prozent der Leute in ihrer Gegend für Donald Trump als neuen Präsidenten von Amerika gestimmt haben. Mayfield ist erzkonservativ. „Für die Leute hier in Westkentucky sind drei Dinge wichtig: Waffen, der Kampf gegen Abtreibung und eine extreme Religiösität“, sagt Bryan Howell. Die Howells sind liberal und stimmten für Hillary Clinton. Das mache sie zu Außenseitern, sagen sie, mittlerweile haben sie sogar Feinde. Vor allem ihre berufliche Existenz als freiberufliche Webdesigner sei deshalb bedroht: „Wir haben andere politische Ansichten als die Menschen hier vor Ort“, so Carry und Bryan Howell. „Wir haben schon Kunden verloren und haben Angst, dass die wachsenden Spannungen in den Staaten, insbesondere in Gegenden wie hier, dazu führt, dass wir aufgrund unserer politischen Überzeugung keine Aufträge mehr bekommen.“
In der Vergangenheit arbeiteten die beiden schon für viele namhafte Firmen in den USA. Carry und Bryan Howell kennen sich schon seit der Highschool. Sie heirateten mit Anfang 20. Beide sind in Kentucky aufgewachsen und dort mit ihren Familien verwurzelt. Trotzdem wollen sie ihr Idyll auf dem Land nun aufgeben, ein Haus, das sie erst vor drei Jahren gekauft und nach ihren Wünschen gestaltet haben: 280 Quadratmeter Wohnfläche, dazu fünf Hektar Land. „Das ist furchtbar traurig für uns, dass wir nun hier raus müssen. Aber wir halten die Zustände hier nicht mehr aus.“

„Trump stellt die Grundwerte unseres Landes in Frage“

In den 15 Wochen seiner Amtszeit sorgte Donald Trump weltweit fast täglich für Schlagzeilen. Angefangen von dem Mauerbau zu Mexiko, über das Einreiseverbot für Menschen aus vorwiegend muslimischen Ländern, die Maßnahmen im Syrien-Konflikt, den Streit mit Nordkorea – oder die Tatsache, dass er Umweltschutz für überflüssig hält… Für die Howells sind viele dieser Entscheidungen schier unerträglich: „Dieses Land ist gegründet worden von Menschen, die religiös verfolgt wurden. Wenn jetzt bestimmten Menschen die Einreise verweigert wird aufgrund ihrer Religion, dann stellt das doch die Grundwerte unseres Landes in Frage!“ sagt Carry Howell. Die USA sei nicht mehr ihr Land – nicht mit Trump als Präsident. Und weil er bleibt, gehen die Howells: In Deutschland wollen sie ein neues Leben beginnen. „Der Grund warum wir Deutschland so toll finden ist, dass alles dort so gut organisiert ist – das kommt mir entgegen – diese typisch deutsche Eigenschaft habe ich auch. Worauf ich mich am meisten freue, ist das fortschrittliche Denken für das Deutschland weltweit bekannt ist – in Sachen Energie, Recycling, regionale Produkte. Insbesondere in der Großstadt, da geht man jeden Tag einkaufen. Das hört sich an wie ein neues Paradies für uns.“

Playbuzz_11.40Tatsächlich sind Carry und Bryan Howell wohl keine typischen Amerikaner. Sie lieben es, Fahrrad zu fahren, Bryan ist begeisterter Bienenzüchter – ein naturverbundenes, nachhaltiges Leben wünschen sie sich auch in der Zukunft und hoffen, in Deutschland ähnlich denkende Menschen zu treffen.

Auf ihr „Traumland“ sind die Howells unter anderem durch einen „Auswanderer-Selbsttest“ gestoßen. Seit ihr Entschluss steht, lernen die beiden mit einem Sprachlernprogramm deutsche Sätze. „Wir möchten beide die Erfahrung machen, die Sprache zu sprechen. Wir werden natürlich nie perfekt sein. Aber wir würden mit Deutschen gern eine deutsche Unterhaltung führen und dazugehören.“

Die Wahl von Donald Trump als finaler Auslöser

Der Auswanderungsplan der Howells ist kein Einzelfall, weiß Tia Hardy Robinson, die mit ihrem Unternehmen Expath Amerikanern bei ihrem Neuanfang in Deutschland hilft. „Die Wahl von Trump war wirklich ein Auslöser für die Leute wegzugehen“, sagt sie. Seitdem Donald Trump Präsident ist, bekommt Tia Robinson viele Anfragen, wie auch von Carry und Bryan Howell. Ein älteres Paar beispielsweise schrieb:

Es ist sehr hart für uns, unser einst so glückliches Zuhause zu verlassen. (…) aber Trump ist unerträglich für uns. Dass unser Land einmal so tief sinkt, hätten wir nie gedacht.

Eine junge Frau suchte ebenfalls Hilfe:

Mein Freund lebt in Deutschland, wir wollen heiraten. Bisher konnten wir uns nicht entschließen, in welchem Land wir leben wollen. Aber mit Trumps Einwanderungsgesetz und mit seiner Abschottungspolitik ist klar – ich ziehe nach Deutschland.

Die Amerikanerin Adrianne ist gleich im Januar ausgewandert. Sie unterstützte bereits den Wahlkampf von Barack Obama und war zuletzt im Team von Hillary Clinton. „Alle versammelten sich am Tag der Wahl. Wir dachten es wäre ein großartiger Moment der Geschichte: zum ersten Mal eine Frau als Präsidentin! Aber stattdessen Das – wir waren fassungslos“, erzählt sie. Adrianne und ihr Mann zögerten nicht lange und reisten kurz nach der Wahl nach Deutschland. Sie verdient ihr Geld als Nachhilfelehrerin; in den USA sehe sie ihre Zukunft nicht mehr: „Trump steht meiner Meinung nach für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und die weiße Vorherrschaft“, so die Amerikanerin. „Er repräsentiert das Schlimmste der Menschheit und der Internetgemeinde, und ist jetzt der mächtigste Mann der Welt.“

Der amerikanische Traum ist mit Trump für viele Amerikaner zum Albtraum geworden. Die Folge: Hochqualifizierte Leute wie die Howells verlassen das Land. Selbst prominente Stars wie Whoopi Goldberg, Cher, Sienna Miller oder Samuel L. Jackson hatten angekündigt, den USA in der Konsequenz den Rücken kehren zu wollen.
Bryan Howell hat sich bei einem großen deutschen Automobilkonzern beworben und gute Aussichten auf den Job. Im Juni könnte es für das Paar schon heißen: Goodby Kentucky, hallo Berlin!

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Zverev verpasst Halbfinale von Madrid

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München-Gewinner Alexander Zverev ist beim Turnier in Madrid ausgeschieden und hat sein erstes Halbfinale bei einem Masters-Event verpasst.

Der 20-Jährige aus Hamburg musste sich trotz eines starken Beginns dem ebenfalls ungesetzten Pablo Cuevas (Uruguay) in 1:30 Stunden mit 6:3, 0:6, 4:6 geschlagen geben.

Damit ging für den Weltranglisten-19. Zverev, der mit einem Vorschlussrunden-Einzug erstmals unter die Top 15 hätte springen können, eine beeindruckende Serie von sieben Erfolgen zu Ende. Am vergangenen Wochenende hatte er in München seinen insgesamt dritten Titel auf der ATP-Tour gewonnen.

Zverev startet stark

Im entscheidenden Durchgang musste Zverev (11 Asse) unter den Augen des französischen Fußball-Nationalspielers Antoine Griezmann (Atlético Madrid) seinen Aufschlag zum Matchverlust abgeben. Es war das insgesamt vierte Break gegen ihn.

Zverev war stark in die Partie gestartet und lag nach einem frühen Break schnell mit 3:1 in Führung. Einen Tag nach seinem glatten Erfolg gegen den ehemaligen Wimbledonfinalisten Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 11) konnte sich der Hamburger zunächst auf seinen Aufschlag verlassen.

Zverev verliert Sicherheit

Symptomatisch: Im ersten Satz gewann der 1,98 Meter große Zverev in 94 Prozent der Fälle den Punkt, wenn das erste Service kam. Auch den Gewinn des Auftaktdurchgangs nach 25 nur Minuten bereitete der Davis-Cup-Spieler mit einem starken Aufschlag vor und vollendete mit einem Vorhand-Winner.

Zverev hatte zuvor erst einmal im einem Masters-Viertelfinale gestanden, dort in Miami/Florida aber im März in Miami gegen Nick Kyrgios aus Australien verloren.

Im zweiten Satz aber kam Zverev die Sicherheit plötzlich völlig abhanden. Routinier Cuevas (31) wurde sicherer und nahm Zverev gleich dreimal den Aufschlag ab.

Erst nach sieben Spielverlusten in Serie holte der 20-Jährige auf dem überdachten Arantxa-Sanchez-Vicario-Court ein Spiel zum 1:1 im dritten Durchgang. Danach blieb die Partie offen, doch Cuevas war letztlich der sicherer Spieler.

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Neuer Turniermodus bei Heim-WM 2019

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Der Handball-Weltverband IHF verändert zur WM 2019 in Deutschland und Dänemark den Turniermodus.

An die Vorrunde mit vier Sechsergruppen schließt sich künftig eine Hauptrunde an. Darin spielen dann die drei besten Teams jeder Vorrundengruppe in zwei weiteren Sechserstaffeln, aus denen es die ersten beiden Mannschaften ins Halbfinale schaffen.

DHB begrüßt neuen Modus

Achtelfinals und Viertelfinals gehören damit bei Weltmeisterschaften der Vergangenheit an. Deutschland war bei der WM im Januar in Frankreich in der Runde der letzten 16 in einem K.o.-Duell an Katar gescheitert.

„Der Deutsche Handballbund begrüßt das Hauptrundensystem, da dieses eine größere Planungssicherheit garantiert und auch sportlich gerechter ist“, sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober.

WM in Deutschland und Dänemark

„Die Information zum neuen Modus haben wir im laufenden Auswahlverfahren der Spielorte erhalten. Wir haben den Prozess nun angepasst und befinden uns mit den Bewerbern im engen Austausch.“

An der WM 2019 werden 24 Mannschaften teilnehmen, die Top-Teams werden zehn Spiele bestreiten. In Deutschland werden zwei Vor- und eine Hauptrundengruppe, ein Teil des President’s Cup sowie beide Halbfinals stattfinden. Schauplatz der übrigen Partien inklusive der Platzierungsspiele 5 bis 8 sowie der Spiele um Bronze und das Finale wird Dänemark sein.

Im November hat der DHB 13 Arenen mit einer Kapazität von mindestens 9000 Zuschauern angeschrieben. Die Entscheidung über die deutschen WM-Standorte wird voraussichtlich im Frühsommer fallen.

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