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24. Dortmunder Jazztage: Courvoisier & Feldman live

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Im Spiel der Wahl-New-Yorkerin Sylvie Courvoisier vermischen sich europäische Improvisationstradition und die Experimentierfreude der Downtown-Szene. Dass sie sich in zahlreichen Projekten mit dem Geiger Mark Feldman zusammentut, der sich stilistisch vielfältig aus Jazz, Country-Musik und Rock bedient, scheint dann nur logisch. Auf der Bühne des domicils in Dortmund präsentierten die beiden ein Kondensat ihrer musikalischen Freundschaft.
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stern TV macht den Test: Welcher Sekt schmeckt und prickelt am besten?

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Vor allem in der Vorweihnachtszeit und zum Jahreswechsel lassen die Deutschen viele Korken knallen. Die Stiftung Warentest hat das zum Anlass genommen, 21 häufig verkaufte Sekt-Marken genauer unter die Lupe zu nehmen. Einige davon gibt es schon ab drei Euro pro Flasche. Doch: Ob halbtrocken, trocken oder lieber mit mehr Süße, mit viel Kohlensäure oder weniger – die Geschmäcker sind bei Sekt verschieden. Trotzdem haben die Tester fünf Sieger gekürt: Zu den fünf besten Tropfen zählt der Sekt Schlumberger aus Österreich (14 Euro/0,75 Liter), der Brut Dargent (6,75 Euro), der Engel-Sekt mit Biosiegel (11 Euro), der trockene Fürst von Metternich (9 Euro) sowie der Menger Krug (14 Euro).

Faber „knallt“ am besten

Unserem für gute Laune zuständigen stern TV-Reporter reichten die offiziellen Qualitätskriterien allerdings nicht ganz. Und so hat sich Thorsten Schorn leicht beschwipst auf den Weg zu den Menschen dort draußen gemacht und sie nach ihrer Meinung gefragt. Im Gepäck hat Schorn diese drei aus dem Test der Stiftung: Der Schlumberger soll geschmacklich der beste sein, der Faber-Sekt der schlechteste. Und den Auerbach von Aldi-Süd nennen die Tester einen „Preisknaller“. Aber welcher Sekt knallt am besten? Das Ergebnis: Der Korken des Faber-Sekts fliegt immerhin 20 Meter, wenn man will. Der Aldi-Sekt steht dem nichts nach, nur der teure Schlumberger macht eher schlapp.

EinkaufstippAlle getesteten Produkte „Qualitäts-Schaumweine“

Korkenweitflug war bei der Stiftung Warentest kein Kriterium. Vielmehr interessierte die Tester die Qualität, also Sensorik wie Geschmack, Geruch und Aussehen, sowie Deklaration und eine mögliche Schadstoffbelastung. „Wir haben keine Verstöße gefunden“, sagt Nicole Merbach von der Stiftung Warentest. „Das heißt, alle Marken nennen sich zu Recht ‚Qualitäts-Schaumwein‘. Sie erfüllen die offiziellen Anforderungen. Wir haben auch keine Schadstoffe nachweisen können.“ Deshalb sei am Ende die sensorische Note – also das Trinkgefühl in Nase und Mund – ausschlaggebend gewesen, bei den übrigen Kriterien fanden die Tester kaum Unterschiede. Dennoch sei bei weitem nicht jede Marke wirklich ein Genuss gewesen, sagt die Test-Expertin: „So haben wir beispielsweise bei der Verkostung des Faber Sekt und auch beim Kupferberg Gold leichte Muff-Töne entdeckt, die den Geschmack einfach verderben und dem Sekt nicht wirklich guttun.“

Der Aldi-Sekt: ein heißer Tipp

Für die einbestellten Wein-Kenner, die die Verkostung begleiteten, überraschend: Auch günstige Flaschen vom Discounter konnten gut mithalten. „Zu nennen ist da beispielsweise die Marke von Aldi Süd. Das ist ein richtig heißer Tipp“, so Merbach. Der sündhaft teure Krimsekt „Krimskoye“ hingegen sei eine Enttäuschung gewesen, „er hatte eine leicht unsaubere Note im Geruch und auch der Gesamteindruck, der Geschmack, war relativ flach.“

Das Fazit von Nicole Merbach: Für einen sensorisch guten Sekt müsse man nicht viel Geld ausgeben, es gäbe bereits empfehlenswerte für drei oder vier Euro pro Flasche. „Wenn man aber einen sehr guten haben möchte, muss man doch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Unser Testsieger, der Schlumberger, kostet 14 Euro pro Flasche. Und unser Preisleistungs-Sieger, auch ein sensorisch sehr guter Sekt, ist der Brut Dargent für knapp sieben Euro.“

So gut haben diese beliebten Sekt-Sorten abgeschnitten

Die Stiftung Warentest hat 21 viel verkaufte Sekt-Sorten getestet. Diese fünf kennt vermutlich jeder Sekt-Trinker – und so haben sie im Test abgeschnitten. Das detaillierte Gesamtergebnis finden Sie in der aktuellen Ausgabe 12/2017 des Magazins „Test“ und unter: www.test.de/sekt

FS Sekt-Test Ergebnisse

Herstellungsarten Sekt

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„Größenwahnsinnig“: Ex-Trainer ätzt gegen Becker

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Ein Lehrmeister und sein Lehrling – eine Beziehung, die nie einfach war.

So schwer jedoch, wie sie sich zwischen Richard Schönborn und Boris Becker erweist, ist sie nur selten. Grund dafür ist, dass Schönborn heftig gegen Becker ausgeteilt hat – und das in einem offenen Brief.

Auf dem Gipfel seines Zorns bezichtigt er ihn gar des Größenwahnsinns.

„Selbstkontrolle verloren“

„Die Millionen, der dauernde Kontakt mit den Größen dieser Welt, das High-Society-Leben, die Huldigungen, das allgemeine Überbewerten Deiner Person und vieles mehr hat Dich dazu gemacht, was Du heute bist“, schrieb der einstige Trainer, der Becker mit zehn Jahren zum DTB holte, in der Welt. „Du hast Dich nie richtig eingeschätzt, Du bist abgehoben, bist größenwahnsinnig geworden, hast die Selbstkontrolle und realistische Selbsteinschätzung verloren.“

Besonders empört und aufgebracht ist Schönborn über Beckers Art, mit seinen Wurzeln umzugehen: „Und nun erlaubst Du Dir, öffentlich zu behaupten, dass Du in Deiner Jugendzeit keine Unterstützung, kein Training hattest? Wodurch bist Du dann mit 17 Jahren Wimbledonsieger geworden? Hat der liebe Gott Dich von heute auf morgen gesegnet?“

Ex-Trainer nicht besucht

Als Ausweis für einen schlechten Charakter sieht Schönborn auch den Umstand, dass Becker seinen damaligen Trainer Boris Breskvar während dessen Leidenszeit in seiner Heimat nicht aufgesucht habe.

„Hast Du ein einziges Mal Deinen hervorragenden Trainer und Menschen Boris Breskvar während seiner schweren Erkrankung in seiner Heimat besucht?“, fragte der 84-Jährige ein weiteres Mal rhetorisch. „Hast Du ihm finanziell geholfen, als es ihm sowohl gesundheitlich als auch finanziell dreckig ging? Warst Du bei seiner Bestattung?“

„Eine Frechheit“

Hintergrund seiner Aussagen ist indes nicht die ARD-Dokumentation „Boris Becker – Der Spieler“. Diese habe er nicht einmal gesehen.

„Boris hat schon oft gesagt, dass er nicht genügend gefördert wurde“, sagte Schönborn. „Das ist eine Frechheit! Damit muss Schluss sein! Das ist eine Beleidigung für ein ganzes Trainer- und Betreuerteam, das ihn gefördert hat. Boris ist doch nicht mit einem Fallschirm ins Wimbledon-Finale geflogen.“

Als Schlusspunkt setzte Schönborn die Behauptung, dass Becker nicht der Erfinder der Becker-Hecht-Rolle sei: „Das Springen nach dem Ball und das schließende Abrollen war eine Koordinations-Übung, die wir mit allen Jugendlichen gemacht haben. Es passt zu Boris, dass er auch das nicht zugeben mag. Für Boris ist Becker immer der Größte!“

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Füchse erreichen locker die Gruppenphase

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Die Füchse Berlin haben im EHF-Pokal leicht und locker die Gruppenphase erreicht.

Der Tabellenzweite der Handball-Bundesliga setzte sich im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen den FC Porto mit 33:25 (17:12) durch. Schon das Hinspiel in Portugal hatten die Berliner mit 30:27 für sich entschieden.

Beste Füchse-Werfer vor 6009 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle waren Steffen Fäth und Mattias Zachrisson mit jeweils sechs Toren. Die Gruppenphase startet am 10. Februar 2018.

In den vergangenen drei Jahren kam der Sieger des „kleinen“ Europacups wie in 13 der letzten 14 Spielzeiten stets aus der Bundesliga. Titelverteidiger ist Frisch Auf Göppingen. 

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Krebsrisiko Acrylamid – Tschüß knusprige Pommes!

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Tierversuche deuten auf eine Krebsgefahr durch Acrylamid hin. Nun hat die EU neue Vorschriften beschlossen, um den Stoff im Essen zurückzudrängen. Pommes sollen zum Beispiel vor dem Frittieren bald eingeweicht werden.
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Onlinebanking: Forscher entdecken Sicherheitslücken in 31 Banking-Apps

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Einem Bericht zufolge sind die Apps von zahlreichen Banken unsicher. Betroffen sind unter anderem auch die Stadtsparkassen.
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Fixate: Gelpads, um alles überall befestigen zu können

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Oft passiert es, dass man das Handy oder einen anderen Gegenstand gerne auf einer nicht ganz waagrechten Fläche ablegen würde. Sobald diese aber zu glatt ist, sollte man zum Schutz des Handys lieber davon absehen, da die akute Gefahr besteht, dass das Gerät keinen Halt findet und deshalb herunterfällt. Um dies in Zukunft zu verhindern, gibt es jetzt die Fixate-Gelpads, die den Gegenstand dort fixieren, wo er bleiben soll. Dabei ist der Einsatzbereich nur durch die Kreativität des Nutzers eingeschränkt, sogar kopfüber sollen die Klebepads einen Gegenstand halten können.

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Die Gelpads werden einfach an der gewünschten Oberfläche befestigt und halten dort den darauf angebrachten Gegenstand an Ort und Stelle. So kann zum Beispiel das Handy einfach auf dem Armaturenbrett im Auto abgelegt werden oder ein Handtuchhaken wird mit Fixate an der Wand befestigt.

Grenzenloser Einsatzbereich für die Fixate-Gelpads

Mit den Fixate-Gelpads scheint es tatsächlich möglich zu sein, so ziemlich alles an jeder beliebigen Stelle zu befestigen. Dabei können die Gelpads sogar wiederholt verwendet werden. Nach Benutzung werden sie kurz abgewaschen und sind dann sofort wieder einsatzbereit. Sogar in einer heißen Umgebung, wie zum Beispiel im parkenden Auto im Sommer, funktionieren sie laut Hersteller noch einwandfrei.

Dem Benutzer sind mit den Fixate-Gelpads also keine Grenzen gesetzt. Egal ob das iPad während des Kochens einfach an der Küchenwand befestigt wird, die Handtuchhaken im Bad an der Wand fixiert werden, oder einfach die Trinkflasche am Tisch fixiert werden soll; die Gelpads erledigen laut Hersteller alle diese Aufgaben und noch viele mehr. Dabei sehen sie durch ihr minimalistisches Design sogar auch noch elegant aus.

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Fixate Gelpad an einem Holzbalken (Bild: Screenshot | Herstellervideo; YouTube)

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Interessantes Gadget zum kleinen Preis

Die Pads haben einen Durchmesser von knapp 9 Zentimetern, wodurch sie genug Fläche bieten, um entweder größere Gegenstände fest zu fixieren, oder mehrere kleine Gegenstände, wie Schlüssel, in Position zu halten. Um die Funktion zu optimieren, empfiehlt der Hersteller jedoch, darauf zu achten, dass die Fixate-Gelpads möglichst schmutz- und staubfrei sind – das sollte durch die einfache Reinigung mit Wasser aber keine Probleme bereiten.

Wer neugierig geworden ist, kann die Fixate-Gelpads schon für gut 4 Euro erwerben und selbst testen, ob die großen Versprechungen des Herstellers eingehalten werden. Für den Anfang empfehlen wir Gegenstände zu nutzen, die nicht beschädigt werden, sollten sie doch einmal herunterfallen. Zu Ende des Artikels haben wir euch das Herstellervideo eingebunden, das die Funktion der Gelpads eindrucksvoll darstellt.


Fixate-Gelpads kaufen


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WM-Kampf 2018 beginnt in Abu Dhabi

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Platz zwei in der Fahrerwertung absichern? Das interessiert Sebastian Vettel nur am Rande. Für den viermaligen Formel-1-Weltmeister hat die Jagd auf den Titel 2018 längst begonnen. Der „schwarze Herbst“ für Ferrari und die unnötig verlorene Weltmeisterschaft haben beim Heppenheimer neue Motivation für das Saisonfinale geweckt.

„Wir haben einen unglaublichen Schritt gemacht und wissen, was wir weiter zu tun haben“, sagte Vettel am Medientag vor dem Großen Preis von Abu Dhabi (ab 14 Uhr im LIVETICKER) und fügte halb im Scherz, halb drohend hinzu: „Wenn wir nochmal so einen Schritt machen, wird es ein Spaziergang.“

Schon nach seinem Sieg in Brasilien Mitte des Monats hatte er vollmundig angekündigt: „Wir kommen nächstes Jahr zurück, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ferrari muss dominieren. Das ist unser Ziel.“

Die notwendigen drei Punkte auf dem Yas Marina Circuit zu holen, um Mercedes-Pilot Valtteri Bottas im Rennen um die Vizeweltmeisterschaft aus eigener Kraft hinter sich zu lassen, sind für Vettel da nur eine Selbstverständlichkeit: „Ich bin hier, um zu gewinnen.“

Zunächst gilt es für Vettel und Co., sich für das Wochenende einzufahren. Die beiden Trainings am Freitag steigen um 10 und 14 Uhr (jeweils im LIVETICKER). Am Samstag beginnt die letzte Probe um 11 Uhr (LIVETICKER), ehe der Kampf um die besten Startplätze ausgetragen wird (Qualiyfing um 14 Uhr im LIVETICKER).

Mit Sieg über den Winter Druck auf Hamilton ausüben

Dass Nachlassen nicht Vettels Sache ist, hat sich in der zu Ende gehenden Saison auch unter widrigsten Umständen gezeigt. Selbst als ihm im Herbst binnen vier Wochen die Titelchance zwischen den Fingern zerrann, blieb der 30-Jährige kämpferisch. „Natürlich war mir klar, wie es in Sachen Zahlen aussieht“, sagte Vettel dem Focus mit Blick auf den Startunfall in Singapur sowie die unerklärlichen Technik-Probleme in Malaysia und Japan. Aber: „Ich bin in einem Umfeld groß geworden, das sehr lösungsorientiert ist und immer nach vorne schaut.“

Aus diesem Grund wäre ein sechster Saisonsieg – mehr errang für die Scuderia zuletzt 2006 ein gewisser Michael Schumacher  – nicht bloß Seelenbalsam. Vettel könnte damit auch seinen Dauerrivalen Lewis Hamilton über den Winter zum Grübeln bringen.

Der Mercedes-Star strotzt nach seinem vierten Titelgewinn zwar vor Selbstvertrauen, doch Hamilton offenbarte vor zwei Wochen im Qualifying von Brasilien mit seinem Unfall schon einmal unerwartete Schwächen, nachdem die WM-Mission erfüllt war.

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Peter Maffay an der Chart-Spitze: „Die Leute wollen ein Rennpferd, keinen lahmen Gaul!“

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Herr Maffay, nach der Tabaluga-Tour kommt jetzt ein Unplugged-Album von Ihnen. Sie haben dafür viele alte Hits gespielt, teilweise mit Gastmusikern. Wie war das für Sie?

Das Unplugged-Album ist eine besondere Scheibe, wie wir sie noch nie hatten. Wir hatten tolle Gäste, einige davon kannte ich zuvor schon, wie Ilse de Lange oder Katie Melua, andere noch gar nicht wie Philipp Poisel oder Jennifer Weisz. Und es war ein super angenehmer Spielort, in einer charmanten, mittelgroßen ostdeutschen Stadt: Halle.

Ist das Ihre neue Heimat?
Neue Heimat wäre zu viel gesagt, aber meine Freundin Hendrikje kommt von da. Über sie hab ich die Stadt und ihre Umgebung kennengelernt. Ich bin 300 Tage im Jahr unterwegs – die Autobahn ist mein Lebensmittelpunkt. Zuhause fühle ich mich in Süddeutschland, aber da wächst mit Halle jetzt ein neues Gebiet hinzu.

Herbert Grönemeyer hat kürzlich kritisiert, dass in der deutschen Musikszene zu wenig politische Haltung auftaucht. Teilen Sie diese Meinung?

Konzert 2Das ist nicht meine Wahrnehmung. Es stimmt, dass in Teilen der Musikszene für gewisse Themen kein offenes Ohr da ist. In der Radioszene gibt es Sender, die auf zeitkritische Musik verzichten, weil das mögliche Sponsoren abschreckt oder Werbebuchungen schmälert. Das kann natürlich auf Künstler eine Auswirkung haben. Manche Plattenfirmen wollen die Künstler deshalb von heiklen Themen fernhalten. Das war aber schon immer so. Trotzdem gibt es Leute, die über Musik Inhalte transportieren. Mein Kumpel Udo Lindenberg macht das, wir machen es gerade jetzt wieder, wenn wir zum Beispiel mit Johannes Oerding „Eiszeit“ spielen – auch wenn es ein alter Song ist.

Vor allem bei Jüngeren ist momentan Hip Hop eher angesagt, als Rockmusik. Glauben Sie, das liegt daran, weil dort eher heikle Themen verhandelt werden?

Ich bin skeptisch, was den Hip-Hop-Hype angeht. Es gibt immer Wellenbewegungen. Mal war das eine en vogue, mal das andere. Es gab Zeiten, da hieß es, ich solle auf Englisch singen – Deutsch höre keiner mehr. Dann kamen Bands wie Revolverheld und plötzlich waren deutsche Texte wieder angesagt. Ich hab auch schon gehört, dass ich die Gitarre aufgeben soll. Das halte ich für wenig relevant. Hip Hop ist momentan bei den Jungen dominanter, vielleicht weil es auch stärker an neue Technologien, an die Digitalisierung gekoppelt ist. Rock hat noch den Handmade-Stempel. Aber ganz so eindeutig ist es nicht, dafür gibt’s es zu viele Rockkonzerte. Die Stones füllen immer noch Hallen mit Jung und Alt.

Sie werden in zwei Jahren 70, stehen seit über 40 Jahren auf der Bühne – denken Sie manchmal ans Aufhören?

19: Peter Maffay ist unschlagbar – d79dee7d968ec329Nein, noch laufen wir ja ohne Gehhilfen über die Bühne. Irgendwann wird die Natur dem Ganzen einen Riegel vorschieben. Aber so fühl ich mich noch nicht. Ich treibe viel Sport, fahre Mountainbike und mache Gymnastik. Ich wüsste auch gar nicht, was ich in Rente machen sollte. Ich bin umgeben von Leuten, die mit mir an einem Strang ziehen und einer Plattenfirma, die in mich investiert. Die wollen ein Rennpferd und keinen lahmen Gaul. Also muss ich mich an die Spielregeln halten. Die Musik ist Teil meines Lebens. Und die Stiftung gehört natürlich auch dazu, die wird immer wichtiger.

Die Stiftung ist in diesem Jahr stark in die Kritik geraten, der „Spiegel“ hat von schlechten Zuständen auf der Finca auf Mallorca und von Streitereien in Rumänien berichtet.

Darauf haben wir juristisch reagiert, das war falsch und nachlässig recherchiert. Die Stiftung auf Mallorca wird uneingeschränkt weitergeführt, die Kinder besuchen uns dort nach wie vor. Ich war gerade erst selbst vor einigen tagen dort. Und genauso geht es in Rumänien und in Deutschland weiter. Wir behalten uns vor, auch gegen den Artikel über die Stiftung in Rumänien vorzugehen. Wir haben Hinweise, dass dort Geld für Aussagen gegen mich geflossen sein soll. Es geht ja nicht nur um mich, das ganze Team wurde stigmatisiert. Da wurde willkürlich Schaden angerichtet, der irgendwann auch quantifizierbar ist und das lassen wir uns nicht gefallen.

In Rumänien ging es vor allem um das Verhalten ihrer Mitarbeiter vor Ort – arbeiten sie dort noch mit demselben Team weiter?

Peter Maffay und die Frauen 17.15Wir arbeiten nach wie vor mit den selben Leuten, da gibt es keinen Anlass, etwas zu ändern. Wenn es Verfehlungen gegeben hätte, würden wir reagieren. Ich bin dankbar, dass mein Team in dieser schwierigen Umgebung für uns arbeitet. Das ist keine leichte Situation, denn die Stimmung ist ethnisch aufgeladen. Die dort lebenden Volksgruppen sind einander nicht unbedingt freundlich gesinnt. Man kann das mit Verhältnissen in einem liberalen, seit mehr als 50 Jahren freiheitlich-demokratischen Land wie Deutschland überhaupt nicht vergleichen. Dort dieselben Bewertungsmaßstäbe anzusetzen, ergibt automatisch ein schiefes Bild. Gleichwohl ist es  legitim, dass wir als Stiftung von Behörden und der Presse durchleuchtet werden, aber es muss korrekt zugehen.

In der Klatschpresse war kürzlich von einer Verlobung zu lesen – steht die fünfte Hochzeit bei Ihnen an?

Das ist dummes Zeug. Wenn sich an meinem Familienstand etwas ändern sollte, werden es die Personen erfahren, die es betrifft und mein persönliches Umfeld rechtzeitig erfahren.

Als sie sich vor zwei Jahren von ihrer Frau trennten, weil sie ihre jetzige Freundin auf einem Konzert von Ihnen kennenlernten, haben Sie ausführlich über Ihre neue Beziehung gesprochen. Haben Sie das bereut im Nachhinein?

Ich habe es nicht bereut. Mir ist damals sehr klar geworden, dass jeder Mensch das Recht hat, seine Entscheidungen so zu treffen, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, Konventionen spielen dabei keine Rolle. Ich bin sehr glücklich, dass sich die Aufregung mittlerweile gelegt hat, weil wir uns jetzt wieder ganz in Ruhe um unser Leben und unsere Arbeit kümmern können.

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Masthähnchen: Müssen die Elterntiere hungern?

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