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Kryptowährung im Alltagstest: Was kann man als Normalo eigentlich mit Bitcoins machen?

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Und plötzlich reden alle über Bitcoin: Die Kryptowährung machte vor wenigen Wochen Schlagzeilen, als der Kurs immer weiter kletterte – und dann abstürzte. Meine Güte, haben da viele gedacht, das ist doch sowieso nur so ein virtuelles Ding. Was hinter Bitcoin steckt, wissen die wenigsten. Bisher schienen sich dafür ohnehin nur besonders internetaffine User interessiert zu haben. Doch immer mehr Menschen fragen sich mittlerweile: Lohnt sich eine Investition in die digitale Währung? Woher bekommt man Bitcoins? Und überhaupt: Was kann man als Normal-Verbraucher damit eigentlich anfangen? Diese Fragen hat sich auch IT-Experte Tobias Schrödel gestellt – und sich gewohnt alltagsnah mit seinen Bitcoins auf den Weg gemacht. Was er für das virtuelle Geld wirklich bekommen hat und was sich für jedermann vielleicht doch über Bitcoins zu wissen lohnt: Mittwochabend bei stern TV.

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Prozess um vernachlässigte Kinder in Düsseldorf – Wie das Jugendamt überforderte Eltern unterstützt

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In Düsseldorf muss ein Paar vor Gericht, weil es sich offenbar kaum um seine acht Kinder gekümmert hat. In solchen Fällen kommt immer wieder die Frage auf, ob das Jugendamt nicht mehr hätte tun können. Stephan Siebenkotten-Dalhoff, Abteilungsleiter der Sozialen Dienste im Jugendamt Düsseldorf, erklärt, wie das Jugendamt aktiv wird.
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Hörspiel „Dienstbare Geister“ von Paul Plamper

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Auswanderung aus Deutschland, Flucht aus Kamerun – zwei gegenläufige Migrationsbewegungen sind das Thema dieser beiden Geschichten, die sich immer wieder berühren. Dazwischen liegen 100 Jahre. Ein ausgezeichnetes Hörspiel von Paul Plamper.
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Warum Fahrverbote allein nicht ausreichen

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Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Fahrverbote für Dieselautos sind rechtlich zulässig. Wissenschaftler bezweifeln, dass Fahrverbote allein das Problem dreckiger Luft lösen.
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Erster Teil läuft heute: 54 Stunden Nervenkrieg: Packender ARD-Zweiteiler zum Gladbecker Geiseldrama

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Was später als das Gladbecker Geiseldrama in die deutsche Geschichte eingehen sollte, begann am 16. August 1988 mit einem gewöhnlichen Banküberfall: Dieter Degowski, 32, und Hans-Jürgen Rösner, 31, überfielen am frühen Morgen die Filiale der Deutschen Bank in der nordrhein-westfälischen Stadt Gladbeck. Die Männer nahmen zwei Bankangestellte als Geiseln und forderten 300.000 DM und ein Fluchtauto. Durch eine Verkettung von absurden Polizeifehlern sowie dem unberechenbaren Verhalten der beiden Verbrecher entwickelte sich dieser Bankraub vor den Augen der deutschen Öffentlichkeit zu einer 54-stündigen Nervenprobe für Geiseln und Angehörige, die für mehrere Menschen tödlich endete.

Die ARD hat das schreckliche Ereignis in einem packenden Zweiteiler aufgearbeitet, der den Ablauf dieses Verbrechens rekonstruiert und zeigt, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.

Zahlreiche Polizeifehler beim Fall Gladbeck

Die erste Fehleinschätzung unterlief dem Einsatzleiter der Polizei in NRW. Der entschied sich dagegen, der Geiselnahme durch Stürmung der Bank ein schnelles Ende zu bereiten und setzte stattdessen auf eine Zermürbung der Täter. Diese Taktik sollte sich als ein Fehler erweisen. Doch schon hier zeigt sich, dass der Zweiteiler (Buch: Holger Karsten Schmidt, Regie: Kilian Riedhof) keine vorschnellen Urteile fällen will, sondern sich um größtmögliche Objektivität bemüht und niemanden denunziert. Denn der von Ulrich Noethen gespielte Beamte wird in „Gladbeck“ als anständige Figur gezeichnet, der ruhig und besonnen reagiert. Viele seiner Entscheidungen erweisen sich eben erst im Rückblick als Fehler. Es gehört zu den Stärken dieses Films, dass er viele Fragen aufwirft, die Antworten aber letztlich dem Zuschauer überlässt.

Da die Polizei Rösner (Sascha Alexander Geršak) und Degowski (Alexander Scheer) gewähren ließ, bestiegen die beiden um 21.45 Uhr mit zwei Geiseln das Fluchtauto – und kurvten die nächsten 40 Stunden völlig ungehindert durch die Republik. Kein Polizist hindert sie daran. Eine Vorstellung, die aus heutiger Sicht kaum zu fassen sind. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass der Zuschauer entsetzt den Kopf schüttelt.

Ein Politiker trat zurück

Es ging von Gladbeck über Hagen nach Bremen, wo sich die Entführer in aller Seelenruhe in einer Boutique einkleideten. Die Polizei verpasste dabei gleich mehrere gute Gelegenheiten, die Geiseln zu befreien. Denn dem deutschen Föderalismus sei Dank war nun die Bremer Polizei zuständig – und mit der Situation noch mehr überfordert als die Beamten in NRW. Es gab nicht einmal funktionierenden Krisenstab, der mit den Geiselnehmern in Dialog treten konnte. So kaperten Rösner und Degowski am Abend des zweiten Tages mitten in Bremen einen vollbesetzen Bus und nahmen die Fahrgäste in ihre Gewalt. Der Pressefotograf Peter Meyer (Albrecht A. Schuch) vermittelte zwischen den Entführern und der abgetauchten Polizeiführung.

fs-gladbeck

Während der Bremer Innensenator Bernd Meyer (Stephan Kampwirth) später immerhin die Konsequenzen zog und wegen polizeilicher Fehler zurücktrat, blieb sein nordrhein-westfälische Kollege Herbert Schnoor (August Zirner) im Amt. Das Versagen der Behörden nahm im Fortgang des Geiseldramas immer absurdere Züge und kostete dem 15-jährigen Italiener Emanuele De Giorgi das Leben. Degowski schoss dem Jungen eine Kugel in den Kopf, letztlich verblutete er, weil kein Rettungswagen zugegen war.

Da war die Odyssee der Geiselnehmer aber noch lange nicht vorbei. Denn in der Nacht überquerte der Bus die Grenze zu den Niederlanden, wo die Entführer den Bus gegen einen neuen Fluchtwagen eintauschten. Mit zwei Geiseln an Bord ging es nun nach Köln, wo sich der vorletzte Akt des Dramas abspielte: Das Auto parkte mitten in der Kölner Innenstadt, umringt von Fotografen und TV-Teams, die mit den Verbrechern schamlos Interviews führten. Es gehört zu den Tiefpunkten der deutschen Mediengeschichte, wie Journalisten diese Verbrecher hofierte und sie wie Stars inszenierte.

Der Deutsche Presserat änderte seine Satzung

In besonderem Maße tat sich der Boulevardjournalist Udo Röbel (Arnd Klawitter) hervor. Der stellvertretende Chefredakteur des „Express“ nahm engen Kontakt zu den beiden Geiselnehmern auf und stieg sogar in den Wagen ein, um sie auf die Autobahn zu lotsen. Röbels Karriere schadete das nicht – er wurde später zum stellvertretenden Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ ernannt.

Die Bilder des von Journalisten umringten Fluchtwagens gehören zu den abstoßendsten Szenen des dreitägigen Geiseldramas. Und blieben nicht ohne Konsequenzen: Drei Wochen später stellte der Deutsche Presserat klar, dass Geiselnehmer während einer Geiselnahme nicht interviewt werden sollten und eigenmächtige Vermittlungsversuche nicht zu den Aufgaben von Journalisten gehörten. Auch in einem anderen Punkt äußerte sich der Presserat deutlich: „Interviews mit Tätern während des Tatgeschehens darf es nicht geben.“

Für den tragischen Schlussakt trug der nordrhein-westfälische Innenminister die Verantwortung: Der Politiker wollte die Geiselnahme unbedingt in den Grenzen seines Bundeslandes beenden. So kam es auf der Autobahn A3 zum Schusswechsel zwischen Polizei und Geiselnehmern. Im Kugelhagel kam eine der beiden Geiseln, die 18-jährige Silke Bischoff, ums Leben. Laut Polizeibericht starb sie durch einen Schuss aus der Waffe Rösners.

„Mangel an richtigen Entscheidungen“

Gladbeck Mutter Silke Bischoff_12.00Bischoffs Mutter gibt dem damaligen Innenminister Herbert Schnoor die Schuld, der den Einsatz verantwortete. „Die Polizei hat ja nur zugeguckt, als die Gangster aus der Bank raus sind und aus Gladbeck weggefahren sind“, sagte sie dem stern. „Und später wurde auf der Autobahn ohne Rücksicht auf das Leben der Geiseln zugeschlagen. Die haben Krieg gespielt.“

Schnoor verteidigte sich später im parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landes NRW damit, es habe keine falschen Entscheidungen gegeben, sondern „nur einen Mangel an richtigen“. 

„Gladbeck“ ist Geschichtsfernsehen im besten Sinne: Es bereitet ein prägendes Ereignis akribisch auf und versetzt den Zuschauer in eine 30 Jahre zurückliegende Zeit. Die Fragen, die der Film aufwirft, sind dabei hochaktuell. Denn nicht zuletzt das multiple Behördenversagen im Falle des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri werfen die Frage auf, inwieweit der Föderalismus unsere Sicherheit gefährdet. Vielleicht stößt „Gladbeck“ eine neue Debatte an.

Die ARD zeigt den Zweiteiler „Gladbeck“ am Mittwoch, 7. März und Donnerstag, 8. März, jeweils um 20.15 Uhr.

NRA TV Dana Loesch 19.15

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Dorothee Bär: „Es geht viel, viel zu langsam“

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Dorothee Bär soll sich in der Bundesregierung um die Digitalisierung kümmern. Sie sieht großen Nachholbedarf. Deutschlands Datenschutz sei „wie im 18. Jahrhundert“.
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Hackerangriff gegen Regierung war Teil weltweiter Spähaktion

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Auch Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie Länder Südamerikas und im Baltikum sollen Ziele gewesen sein. In deutschen Netzen hatten die Hacker wohl Zugriff auf 17 Rechner.

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Hände frei: Flexible Handy-Halterung für den Nacken

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Du liegst abends entspannt mit deinem Handy auf dem Sofa und schaust dir – wie jeden Tag – die neusten Meldungen im Web und Social Media an. Darunter sicherlich auch ein paar Videos auf bekannten Plattformen wie YouTube, Vimeo etc. Da wäre es ganz praktisch das Smartphone auch mal aus der Hand legen zu können, denn auch ein 5 Zoll Handy wird früher oder später schwerer als gedacht. Die folgende Handy-Halterung ist speziell für den Nacken konzipiert worden und hält dein Smartphone stets an passender Stelle vor den Augen.

Zugegeben, es sieht nicht sonderlich schick aus, wenn nicht sogar gewöhnungsbedürftig, doch seinem Nutzen kommt dieses Smartphone-Gadget voll und ganz nach. Bestehend aus einem flexiblen Gestänge, das von einer Schaumstoff-Ummantelung umgeben ist, schmiegt sich die Handy-Halterung nicht nur an den Nacken des Trägers, sondern auch an einem Tisch an. So ist der Nutzer mit den zwei Schwanenhälsen sehr flexibel in der Aufstellung der Handy-Halterung. Das Smartphone selbst wird dabei einfach nur in die an der Front installierte Einheit gesteckt. Geräte von 4 bis 10 Zoll sollen laut Hersteller problemlos gehalten werden.

Diese Handy-Halterung wird um den Nacken getragen

Das Zubehör ist stark und komfortabel zugleich und auch die Qualität der genutzten Materialien soll überzeugen. So gibt der Hersteller zwei Jahre Gewährleistung auf sein Produkt. Die Halterung ist nur 360 Gramm schwer, was durch die luftgetragene Magnesiumlegierung zurückzuführen ist. Sicherlich sind die Anwendungsgebiete noch vielseitiger; so können wir uns die Halterung auch gut in einem Kfz vorstellen, um beispielsweise die hinteren Mitfahrer während der Fahrt mit Videogenuss zu beglücken. Mit 14,99 Euro ist die universelle Smartphone-Halterung für den Nacken auch ziemlich günstig.


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Ausbreitung bis in die Stadt: Welche Gefahr geht wirklich von Wölfen in Deutschland aus?

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Ein Foto aus Winsen in Niedersachsen brachte vor wenigen Wochen ganz Deutschland in Aufruhr: Ein Wolf spaziert mitten in der Stadt am Zaun einer Kita entlang – am helllichten Tag. Glücklicherweise war es ein Sonntag, kein Kind war dort. Doch die Szene, die ein Winsener Bürger zufällig fotografierte, ist kein Einzelfall. Seit Wochen gibt es in der Stadt immer wieder Nahbegegnungen mit Wölfen, die sich Grundstücken nähern oder im Ort durch die Straßen laufen. Die Tiere scheinen ihre natürliche Scheu vor dem Menschen zu verlieren. Was für Schäfer und Landwirte schon länger Grund zur Sorge ist, beunruhigt zunehmend auch die Bürger. Sie haben Angst um ihre Kinder, um ihre Hunde – manche Winsener trauen sich nur noch tagsüber am Stadtrand zu joggen.

Laut der Landesjägerschaft gab es in den Jahren 2011/2012 in Niedersachsen 15 bestätigte Wolfsmeldungen, bei denen etwa nachgewiesen war, dass Menschen einen Wolf gesehen hatten oder ein Wolf ein Tier gerissen hatte. Fünf Jahre später gab es 948 bestätigte Wolfsmeldungen. Im März 2017 wurden in ganz Deutschland 60 Wolfsrudel gezählt, zu denen jeweils fünf bis 10 Tiere zählen. Hinzu kommen 14 Wolfspaare und drei Einzeltiere. Jetzt, ein Jahr später, gehen die Experten schon von deutlich mehr Wölfen aus, die sich insbesondere in den nord-östlichen Bundesländern und in Niedersachsen wieder heimisch geworden sind. In ganz Deutschland geht man jetzt von mindestens 500 Wölfen aus.

karte wolfsmonitoring

Wolf knurrte Kinder an

In der Umgebung von Winsen an der Aller lässt die anfängliche Freude über die Rückkehr des Wolfes allmählich nach, da die Tiere zunehmend nicht nur im Wald, sondern auch in Wohngebieten anzutreffen sind. Dirk Oelmann ist Bürgermeister von Winsen und er hat eine klare Meinung zu dem Thema: „Wölfe gehören in den Wald, nicht in die Stadt.“ Der SPD-Politiker sieht die Begegnung von Mensch und Wolf kritisch. Die Eltern seien zu Recht beunruhigt: „Für mich stellt sich die Frage: Was sieht ein Wolf, wenn er ein Kleinkind im Sandkasten krabbeln sieht? Ist das für ihn dann ein Mensch oder vielleicht auch Beute?“

Das sollten Sie über Wölfe wis… Fragen und Antworten kompakt (2179438)stern TV traf in Winsen auch Anne Friesenborg, die mehrfach an ihrem Gartentor einen Wolf beobachtet hat. Die 62-Jährige beschäftigt sich seit drei Jahren privat mit der Thematik und versorgt die Bürger regelmäßig mit Informationen über die Wölfe. Sie selbst habe keine Angst vor den Tieren, dafür gäbe es erst einmal auch keinen Grund. Ein Vorfall Ende Januar sei ihr jedoch im Gedächtnis geblieben – als nämlich ein Wolf auf spielende Kinder getroffen sei:  „Der Wolf lief über die Straße und die Kinder kamen ihm entgegen. Da hat er sie angeknurrt. Das ist nicht unbedingt schlimm, aber wenn der sich in die Enge gedrängt fühlt, wissen wir nicht was passiert.“ Anne Friesenborg ist im Dorf inzwischen Ansprechpartnerin für alles rund ums Thema Wolf und dokumentiert, wann und wo die Tiere auftauchen. Für sie und das gesamte Dorf sei wichtig, dass der Wolf seine natürliche Scheu wiedererlange. „Der Wolf hat seine Berechtigung hier zu leben. Das will keiner anzweifeln. Aber wir müssen das Zusammenleben so einrichten, dass die Landbevölkerung dem Wolf nicht letztlich den ganzen Lebensraum zur Verfügung stellt.“

Mittlerweile wird auch im Bundestag wird das Thema Wölfe diskutiert. Union und SPD wollen die Verbreitung der Wölfe künftig stärker kontrollieren und auch Nutztiere besser vor Angriffen durch Wölfe schützen. „Wir müssen die Ausbreitung des Wolfes managen, auffällige Wölfe müssen konsequent kontrolliert, zügig vergrämt und nötigenfalls erschossen werden, um eine Gewöhnung der Wölfe an den Menschen zu unterbinden“, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) zu den Vereinbarungen in den Koalitionsverhandlungen.  

Wenn die Wölfe näher kommen Geschützte Wildtiere in Deutsc… (2178799)Wann wird ein Wolf zum „Problemwolf“?

400 Kilometer von Winsen entfernt, wurde in Sachsen Anfang Februar ein auffälliger Wolf zum Abschuss freigegeben und – mit einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung – getötet. Er soll Ende Dezember zwei Hunde getötet und sich mehrfach Grundstücken genähert haben. Dies sei bundesweit erst der zweite Wolf der wegen auffälligen Verhaltens getötet worden sei, sagte das Bundesamt für Naturschutz. Die Biologin Ilka Reinhardt, Leiterin des Lupus Instituts in Sachsen, hat die Wiederbesiedelung der Wölfe in Deutschland von Anfang an begleitet und berät inzwischen Bund und Länder in Wolfangelegenheiten. Reinhardt meint, dass die Angst vor Wölfen daher rührt, dass die Menschen  es einfach nicht mehr gewohnt sind, mit diesen Tieren zusammenzuleben.  Im Lupus Institut ist man überzeugt, dass die Tiere sich weiter ausbreiten werden. Laut Ilka Reinhardt haben sie deutschlandweit keinem Menschen Schaden zugefügt. Falls sie sich aber doch auf kurze Distanz nähern, könnte das als problematisches Verhalten eingestuft werden – und nötigenfalls ein Abschuss erfolgen. Wenn Wölfe Nutztiere reißen, könne man hingegen keinesfalls von „problematischem Verhalten“ sprechen: „Wölfe sind große Fleischfresser. Die wissen nicht, dass sie zwar Rehe töten dürfen, aber keine Schafe. Wenn man das nicht möchte, muss man eben die Schafe schützen“, so die Wolfs-Expertin.

Dass das gar nicht einfach ist, weiß man unter anderem in Faßberg in der Lüneburger Heide, wo sich Schäfer Hans-Erich Stolz um rund 700 Heidschnucken kümmert. Der 63-Jährige bringt seine Schäfchen jeden Tag auf die Felder, ab April bleiben die Tiere auch nachts wieder draußen, was der Herde – trotz des vom Wolfsbüro empfohlenen 1,40-Meter hohen Zauns – im vergangenen Jahr zum Verhängnis wurde: Drei Wolfsrisse binnen vier Wochen. Im August starben an den Folgen eines Wolfsangriffs sogar 20 Schafe. Zwar gab es dafür von den Behörden eine angemessene Entschädigung, dennoch zerbrach es dem erfahrenen und leidenschaftlichen Schäfer das Herz, sagt er: „Es war so schmerzhaft. Bei mir ist das so, als wenn ich ein Kind verloren hätte. Ich hänge wirklich mit Herzblut an meinen Tieren. Und man fühlt sich so machtlos.“ In diesem Jahr sollen Hof und Herde durch doppelte Elektrozäune vor Wolfsangriffen geschützt werden.

Im 40 Kilometer entfernten Winsen ist Bürgermeister Dirk Oelmann auch der Meinung, dass man dem Wolf klare Grenzen aufzeigen muss. Er fordert, die Population auf einem deutlich niedrigerem Maß zu halten. Der Wolf gehöre in den Wald – und habe in der Stadt, wie in Winsen, nichts zu suchen: „Für mich ist ein Problemwolf ein Wolf, der die Scheu vor den Menschen verloren hat. Denn dann kann ich die Risiken für alle anderen, die in diesem Lebensraum ebenfalls unterwegs sind, nicht mehr abschätzen.“

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2017 deutlich mehr Erkrankungen – Die Krätze ist in NRW weiter auf dem Vormarsch

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Rötungen auf der Haut, Bläschen und ein heftiger Juckreiz: Die Krätze ist weiter auf dem Vormarsch. Seit Jahren wird die Zahl der bekannten Fälle größer. Auch in NRW.
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