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Manga: Willst du mich heiraten, virtuelle Freundin?

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Der Japaner Akihiko Kondo führt seit zehn Jahren eine Beziehung mit der Mangafigur Hatsune Miku. Jetzt will er sie heiraten. Bilder einer ungewöhnlichen Partnerschaft
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Smart Home: Das intelligente Zuhause ist immer noch ziemlich dumm

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Smart Home Stefan Dimitrov

Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert: Ein Besuch in einer Musterwohnung zeigt, wie die Zukunft des Wohnens aussehen könnte.

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Unruhen in Chemnitz: Debatte um „Hetzjagden“: Das sagen Menschen, die selbst dabei waren

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Der tödliche Streit am Rande des Chemnitzer Stadtfestes vor zwei Wochen, bei dem zwei Ausländer einen 35-Jährigen niedergestochen haben sollen, hat Deutschland und vor allem Sachsen aufgerüttelt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Chemnitz haben sich rechtspopulistischen Kundgebungen und Märschen angeschlossen, um ihre Ängste auszudrücken, so sagten sie. Es gab offensichtliche Übergriffe und Hassparolen.

Aufmärsche in Chemnitz 6.25In der Nacht zum Sonntag kam es auch in Köthen in Sachsen-Anhalt zu einem folgenschweren Streit zwischen einem Deutschen und zwei Afghanen, an dessen Ende der 22-jährige Deutsche gestorben ist – an akutem Herzversagen, so die Aussage der Behörden. Die zwei Afghanen (18 und 20), die auf den jungen Mann eingeschlagen hatten, wurden wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft genommen. Und während in sozialen Netzwerken der empörte Teil der Bevölkerung von rechtsgesinnten, auch gewaltbereiten Gruppen und der AfD zu mehreren „Trauermärschen“ am Sonntag und Montag mobilisiert wurde, ruft die Politik erneut zur Besonnenheit auf. Doch der aufgeheizten Stimmung der vielen Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist mit Argumenten kaum beizukommen. Die Sozialarbeiterin Rola Saleh war am 26. August in Chemnitz unterwegs und hat hautnah mitbekommen, was sich auf der Straße abspielte. Auch sie hat eine Meinung zu der von Verfassungsschutz-Chef Maaßen angestoßenen Fake-Video-Debatte um Hetzjagden in Chemnitz. „Ich habe diese berühmte Szene aus dem Internet, wo die jungen Männer über die Straße gejagt werden, die habe ich mit eigenen Augen von der gegenüberliegenden Seite der Straße gesehen. Der Film ist kein Fake“, so die gebürtige Libanesin. „Wenn Menschen über die Straße gescheucht werden und vor Angst über die Straße rennen, dann kann man die Sache nur beim Namen nennen.“ Sie habe sich bei den Hassparolen auch eingemischt, „Rassisten“ habe sie geschipft, doch „dann  hat ein Polizist zu mir gesagt, dass wenn ich diese Menschen filme und beleidige, dass sie für meine Sicherheit nicht sorgen können.“

Unruhen Chemnitz_11.44stern TV hat mit weiteren Augenzeugen und Bürgern der Städte Chemnitz und Köthen gesprochen. Wie will Deutschland die Vorfälle aufarbeiten und der inneren Haltung von immer mehr Bürgern begegnen? Hat die Gesellschaft und Politik den auflebenden Radikalismus und Nationalismus zu lange ignoriert? Live in der Sendung wird Steffen Hallaschka am Mittwochabend mit Rola Saleh und mit Sachsens stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Henning Homann sprechen, der selbst beim Sammeln von Augenzeugenberichten aus Chemnitz mitwirkt, um die Fake-Debatte zu entkräften.

stern TV Studiotalk Hetzjagden

Das Video der Verfolgungsszene kursierte zunächst auf Twitter:

Zuschauerdiskussion:

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Serie „Hausmittel“: Neues aus der Gerücheküche

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Wer seine Kosmetik selbst herstellt, kann auch bestimmen, welche Inhaltsstoffe drin sind. Ganz ohne Chemie geht es aber trotzdem nicht. Die Rezepte reichen von simpel bis hochkomplex.
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Gislason wirbt nach THW-Stolperstart um Geduld

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Alfred Gislason sah müde aus, richtig abgekämpft. Die Abreibung von Magdeburg hatte die 59 Jahre alte Trainerikone des THW Kiel mitgenommen. Schon wieder stolpert sein Team durch die Bundesliga, dabei sollte in Gislasons letzter Saison auf der Bank doch alles besser werden.  

„Wir waren nicht gut genug, das Spiel zu gewinnen“, sagte der Isländer nach der desillusionierenden 30:35-Pleite beim entfesselt auftrumpfenden SCM. Während sich das Team aus Sachsen-Anhalt immer mehr in der Spitze festsetzt, wirft der Start der Zebras viele Fragen auf.

Der THW, vor der Saison von etlichen Experten zum Titelkandidaten Nr.1 erkoren, ist weit entfernt von der Dominanz früherer Tage. (SERVICE: Tabelle)

Gislason wirbt um Geduld – Pekeler redet Klartext

Gislason warb erst einmal um Geduld. „Wir haben jetzt mit Flensburg und Magdeburg die vielleicht schwersten Auswärtsspiele der Saison hinter uns“, sagte er: „Wir werden weiter hart an uns arbeiten und nach und nach die Dinge korrigieren.“ Doch nach drei Jahren ohne Meistertitel und angesichts von hochkarätigen Verstärkungen waren die Erwartungen ganz andere. 

Der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Ziegenbein sah den THW vor dem Beginn der Spielzeit „wieder auf der Überholspur“ und auf dem Weg zurück in eine Führungsrolle. Und Geschäftsführer Thorsten Storm meinte: „Der THW steht auf Angriff.“

Die Bilanz nach vier Partien sieht ganz anders aus. 4:4 Punkte, Mittelmaß. Die verlustpunktfreien Teams aus Flensburg, Magdeburg und der Rhein-Neckar Löwen laufen den Kielern erst mal weg.

Neuzugang Hendrik Pekeler redete nach dem zweiten Rückschlag binnen einer Woche Klartext. „Die Art und Weise, wie wir verloren haben, tut richtig weh“, sagte der Europameister von 2016 den Kieler Nachrichten: „Hier und in Flensburg zu verlieren, ist kein Beinbruch. Aber in der zweiten Halbzeit war jeder von uns nur mit sich selbst beschäftigt.“

THW will Kehrtwende einleiten

Gislason muss nun beweisen, dass er gemeinsam mit seinem designierten Nachfolger Filip Jicha die richtigen Hebel findet, um den THW wieder auf ein Topniveau zu bringen. Gegen die SG BBM Bietigheim sind die Norddeutschen am Sonntag (HBL: Kiel – Bietigheim ab 16.00 Uhr im LIVETICKER) klarer Favorit. Gleiches gilt für Magdeburg zur selben Zeit beim VfL Gummersbach. (SERVICE: Spielplan)

SCM-Regisseur Marko Bezjak, mit acht Toren nach dem überragenden Matthias Musche (9) bester Werfer gegen Kiel, warnte sein Team trotz des Höhenflugs vor Übermut. „Unsere Fans können nun träumen, aber wir als Mannschaft bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden und konzentrieren uns einfach auf das nächste Spiel“, sagte der Slowene, der mit Magdeburg seit elf Monaten in der Liga zuhause unbesiegt ist.

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IG-Nobelpreis: Nierensteine in der Achterbahn

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Der IG-Nobelpreis ehrt die so ganz andere Wissenschaft: Forschungsarbeiten, die scheinbar abstruse Experimente durchführen und andere Fragen stellen als alle anderen. – AutorIn: Alexandra-Christina Rank
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Bläst Vettel beim Nacht-Spektakel zur Aufholjagd?

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Einen Grund zum Feiern hätte Sebastian Vettel schon vor dem Großen Preis von Singapur (im Formel 1-Liveticker).

Am 14. September 2008, also genau vor zehn Jahren, versetzte der heutige Ferrari-Pilot die Formel-1-Welt in Aufruhr, als er in Monza im eigentlich unterlegenen Torro Rosso seinen ersten Sieg in der Königsklasse landete.

Sonderlich interessieren wird Vettel sein Jubiläum allerdings nicht.

Formel 1: Vettel in Singapur zum Siegen verdammt

Schließlich ist er beim Nacht-Spektakel auf dem Stadt-Kurs mehr denn je im WM-Kampf mit Rivale Lewis Hamilton gefordert. (Formel 1: Freies Training aus Singapur ab 10.30 Uhr im LIVETICKER)

Nachdem der Mercedes-Pilot der hochfavorisierten Scuderia mit dem Triumph bei deren Heimspiel in Monza einen weiteren schweren Nackenschlag verpasste, beträgt der Vorsprung des Briten in der Fahrerwertung inzwischen satte 30 Punkte (SERVICE: Die Fahrerwertung der Formel 1).

Da Mercedes selbst auf den Strecken die Nase vorn hat, auf welchen Ferrari aufgrund der eigentlich überlegenen Motoren favorisiert scheint, schwinden die Chancen des Deutschen auf seinen fünften Titel immer weiter.

Auch Singapur gilt angesichts der Charakteristik des Kurses eigentlich als Ferrari-Strecke.

Wiederholt sich Ferrari-Worst-Case von 2017?

Diese Ausgangslage stellte sich in dieser Saison allerdings schon des öfteren dar, bestätigen konnten Vettel und das Team ihre Lorbeeren aber nicht und warfen mögliche Siege durch taktische Fehlentscheidungen oder Fahrfehler weg.

Will Vettel im Titelkampf überhaupt noch eine Chance haben, gilt es vor allem, den Worst Case aus dem Vorjahr nicht zu wiederholen. Damals räumten sich Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen bereits kurz nach dem Start gegenseitig ab und ebneten mit der Punkte-Nullrunde Hamilton, der das Rennen am Ende gewann, den Weg zum Titel.

Die Formel 1 2018 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen nur beim Free-TV-Sender RTL. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Exklusivübertragung aus der Formel 1 zurückgezogen. 

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von allen Rennen. 

Der Zeitplan des F1-Grand-Prix von Singapur im Überblick:

Freitag:
10.30 Uhr: 1. Freies Training im Stream bei ntv.de und im LIVETICKER auf SPORT1.de
14.30 Uhr: 2. Freies Training im TV bei ntv und im LIVETICKER auf SPORT1.de

Samstag:
12 Uhr: 3. Freies Training im LIVETICKER auf SPORT1.de
15 Uhr: Qualifying im TV bei RTL und im LIVETICKER auf SPORT1.de

Sonntag:
15.10 Uhr: Rennen im TV bei RTL und im LIVETICKER auf SPORT1.de

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M. Beisenherz: Sorry, ich bin privat hier: Gesichtsbehaarung – Wie brauenhaft!

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Julian Nagelsmann ist ein Mensch mit einer beeindruckenden Karriere: Mit nur 29 ist er Trainer eines Bundesligavereins, demnächst wird er Coach beim ambitionierten Klub der Brausesekte aus Leipzig, und wie bei Höchstleistern dieser Branche üblich, wurde er wahrscheinlich schon bei der Geburt den Bayern von Uli Hoeneß versprochen.

Er ist irgendwas zwischen Elon Musk und Lars Windhorst – wobei zuletzt nur noch der Horst übrig geblieben ist. Zu ebendiesem hat der gerade noch so überfliegende Jungstar sich gemacht. Offenbar inspiriert von der großen 80er-Jahre-Pop-Nacht bei Sat 1 Gold (oder wo auch immer) muss er ins Kosmetikstudio seines Vertrauens gerannt sein und das Personal angefleht haben, ihm umgehend die Augenbrauen zu zupfen und sie dunkel zu färben. Dazu hat er sich noch ’nen frechen blonden Undercut verpassen lassen. So dass am nächsten Spieltag nicht wenige im Stadion darauf warteten, dass der 1899-Trainer anfängt, „How much is the fish“ zu brüllenvon der Eiche zum Androgynen

Von der Eiche zum Elfen

Wirklich erstaunlich, was allein die Augenbraue ausmacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit meinem Bruder bei meiner Omma im Wohnzimmer saß. Frisch getrennt lebend hatte der 1,96-Meter-Hüne offenbar den Drang zur Typveränderung gespürt. Das Bedürfnis, sich von einer deutschen Eiche langsam ins Androgyne, Elfenhafte zu zupfen.

kurzbio beisenherzAls er so mit mir redete, war mir erst gar nicht klar, was da in seinem Gesicht nicht stimmte. Hilfesuchend blickte ich zu meiner Großmutter. Die schaute mich nur an, als wolle sie „Was weiß ich, was der da wieder treibt?“ sagen. Und dann wurde es mir klar: Logo! Die Augenbrauen! Irgendwie passten sie nicht mehr zum Rest der Erscheinung. Es gab eine eindeutige Diskrepanz zwischen der „Da hab ich dem auf der Baustelle erst mal den Marsch geblasen“- Betonmischerdeftigkeit meines Bruders und diesem neuen Look, der vermuten ließ, dass er gleich aufspringen würde, um den Mephisto im Urfaust zu geben. Es war wirklich grauenvoll, glauben Sie mir! Ach, Äußerlichkeiten sind doch herrlich, oder? Es braucht so wenig.

Würde sich heute noch jemand an Theo Waigel, diesen honorigen Ex-Finanzminister, erinnern, hätte er sich nicht zwei tote Waschbären über die Augen getackert?

Ich habe zweimal mit dem Mann zusammengesessen – jedes Mal hatte ich nackte Angst, dass die Gesichtstentakeln nach mir greifen. Er hielt das wohl für eine natürliche Aversion gegen alles Christsoziale, aber es waren nur die Ranken, deren unkontrollierter Wuchs mich so nervös werden ließ. Dabei ist Waigel wirklich ausgesprochen umgänglich.

Behaarung wie Bert aus der Sesamstraße

Ob das für Martin Walser auch zutrifft, ist mir nicht bekannt. Wohl aber beobachte ich auch bei ihm eine Tendenz zur ungehemmten Follikelbildung im oberen Gesichtsdrittel. Wie die Fühler einer Schnecke oder eines Bockkäfers drohten sie bei einem Arte-Gespräch zu der Interviewerin herüberzulangen.

Gerade Frauen können ja übrigens kaum an sich halten, wenn es um außer der Reihe tanzende Gesichtsbehaarung geht. Da wird auch schon mal beim Essen unvermittelt über den Suppenteller nach einer Augenbraue gelangt.

Und sicher, vielleicht haben die Frauen recht, und Sie drohen ohne korrekte Wartung als Bert aus der Sesamstraße zu enden. Aber manches ist auch eine Chance. Man muss nur neue Wege beschreiten.

Seien Sie clever, und kämmen Sie bei fortschreitender Glatzenbildung nicht über, sondern hoch!ING_Cookiemonster 19.40h

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Kölns Macher erklären den schnellen Erfolg

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Aller Anfang ist schwer? Dieses Wortspiel ist nicht nur zu einfach, es passt auch nicht.

Drei Siege, ein Unentschieden in den ersten vier Spielen der Zweiten Liga, dazu ein souveränes Weiterkommen im DFB-Pokal. Keine Frage, Markus Anfang, der neue Coach der 1. FC Köln ist angekommen – vom ersten Tag an.

Für den Mann, der Anfang zu den Geißböcken geholt hat, kommt dies nicht überraschend. „Wir haben uns lange vor seiner Verpflichtung intensiv mit Markus beschäftigt, haben viele Gespräche mit ihm geführt und wussten, was uns erwartet“, sagt Kölns Geschäftsführer Armin Veh zu SPORT1.

Das Resultat: Vor dem kommenden Heimspiel gegen Paderborn (2. Bundesliga, 1. FC Köln – SC Paderborn: Sonntag 13.30 Uhr im LIVETICKER) belegen die Domstädter Platz 1.

Doch was hat Anfang gemacht, dass sich der Erfolg so schnell einstellte? Es gehe dabei gar nicht „um irgendwelche Kniffe“, meint Veh ganz nüchtern, „sondern um ein Gesamtkonzept und Menschenführung, mit dem wir langfristig Erfolg haben wollen“.

Veh wurde nicht nervös

Im Sommer konnten mit Torwart Timo Horn, Nationalspieler Jonas Hector und Vincent Koziello wichtige Spieler gehalten werden. Leistungsträger wie Yuya Osako (zu Werder Bremen), Leonardo Bittencourt (TSG Hoffenheim) und Dominique Heintz (SC Freiburg) verließen allerdings den FC.

Doch Veh wurde nicht nervös in der schwierigen Phase der Kaderplanung: „Wichtig war, dass wir Ruhe im Klub hatten und uns über den Weg alle einig waren und sind“, so der 57-Jährige. Der Kader wurde punktuell gut verstärkt und Spieler wie die zweitligaerfahrenen Lasse Sobiech (kam vom FC St. Pauli) und Rafael Czichos (Holstein Kiel) funktionierten sofort. Nicht zu vergessen: Topstürmer Simon Terodde, der mit fünf Treffern die Torschützenliste anführt.

Alles passt am Geißbockheim. Anfang und Eingewöhnungsprobleme? Fehlanzeige!

„Zu Beginn der Vorbereitung war der Mannschaft natürlich anzumerken, dass sie aus einer schweren Saison kommt“, erinnert sich der neue Coach bei SPORT1: „Wir sind mit der Mannschaft von Anfang an unseren Weg gegangen. Zum einen, indem wir Woche für Woche daran arbeiten, uns spielerisch weiterzuentwickeln. Zum anderen, indem wir uns mit jedem Erfolgserlebnis mehr Selbstvertrauen holen.“

„Sehr lernwillige“ Mannschaft

Die Mannschaft sei „sehr lernwillig, will sich in jedem Training verbessern und setzt unsere Idee von Fußball immer besser um“, sagt Anfang zufrieden.

„In den Spielen war ebenfalls eine Entwicklung zu sehen. Auch wenn noch nicht alles zu 100 Prozent klappt, haben sich die Jungs immer reingebissen, und so zuletzt das Spiel bei St. Pauli gedreht.“

Auf dem Kiez zeigten die Kölner, dass sie den Titel Topfavorit zu Recht trägt. Nach einem 0:2-Rückstand drehten die Kölner das Spiel, führten nach 60 Minuten 4:2 und gewannen am Ende souverän im Stile eines Topteams mit 5:3. Kein Wunder, dass die Stimmung bestens ist.

Ein gutes Zeichen, dass das Team auch auf schwierige Situationen reagieren kann: Der Erwartungsdruck und seine Folgen werden ein Team, für das das alleinige Ziel Wiederaufstieg heißt, weiter durch die Saison begleiten.  

Anfang bleibt gelassen: „Der Druck ist für mich nicht größer als in Kiel oder bei Kapellen, denn unser Anspruch ist immer derselbe: Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“

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Schröder-Gala! DBB-Team demontiert Estland

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Angeführt von Dennis Schröder haben die deutschen Basketballer ihre Pflichtaufgabe in Estland souverän gelöst und sind nur noch einen Schritt vom WM-Ticket entfernt.

Beim nie gefährdeten 86:43 (49:24) in Tallinn feierte das Team um den NBA-Profi von Oklahoma City Thunder seinen siebten Sieg im siebten Qualifikationsspiel. Schon mit einem weiteren Erfolg am Sonntag in Leipzig gegen Israel wäre der Sprung zur Weltmeisterschaft 2019 in China perfekt.

„Es ist nie einfach, auswärts zu gewinnen. Ich muss meinem Team gratulieren, es war sehr fokussiert. Ich bin stolz auf unsere Leistung“, sagte Bundestrainer Henrik Rödl: „Der Job ist zur Hälfte gemacht. Wir werden sehen, was am Sonntag passiert.“

Schröder glänzt als bester Werfer

Beim erfolgreichen Start in die zweite Gruppenphase war Spielmacher Schröder mit 18 Punkten bester Werfer der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die unter Bundestrainer Henrik Rödl in Pflichtspielen weiter ungeschlagen ist und die Tabelle der Gruppe L vor Griechenland (beide 14), Serbien (11), Georgien, Israel (beide 10) und Estland (9) anführt.

Drei von sechs Mannschaften fahren zur WM. 

Nach den enttäuschenden Ergebnissen beim Supercup in Hamburg, wo die deutsche Mannschaft am vergangenen Wochenende nach Niederlagen gegen die Türkei und Italien als Gastgeber Letzter geworden war, sah Rödl in Estland von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung.

Aggressiv in der Abwehr, geduldig im Angriff, die deutsche Mannschaft fand schnell ihren Rhythmus und der bewegliche Schröder freie Mitspieler. Die Dreier fielen in den ersten Minuten exzellent, die Gäste setzten sich früh mit zehn Punkten ab (15:5/6. Minute).

DBB-Team mit hoher Trefferquote

Abgesehen von Kapitän Robin Benzing, der wegen Verpflichtungen bei seinem neuen Klub Besiktas Istanbul wie zuletzt fehlte, sowie den Rekonvaleszenten Daniel Theis (Boston Celtics) und Paul Zipser (vereinslos) konnte Rödl aus dem Vollen schöpfen. Nach der Generalprobe in der Hansestadt waren auch die Spanien-Legionäre Johannes Voigtmann und Andreas Obst zur Mannschaft gestoßen.

Das DBB-Team hielt die Esten vom eigenen Korb fern und nutzte in der Offense mit schnellem Passspiel konsequent seine Vorteile. Die Trefferquote war im ersten Viertel mit 60 Prozent hoch, auch viele Wechsel von Rödl taten der Überlegenheit keinen Abbruch – im Gegenteil: Der Vorsprung wuchs (35:15/14.).

Die Balten hatten dem EM-Viertelfinalisten nichts entgegenzusetzen. Der für den Außenseiter zu flinke Schröder führte umsichtig Regie, glänzte vor allem als Passgeber (10 Assists) und leistete sich nur einen einzigen Ballverlust. Immer wieder gelangen dem Braunschweiger spektakuläre Zuspiele.

Deutschland vor WM-Comeback

Insgesamt zeigten die Gäste eine geschlossen starke Mannschaftsleistung, Ende des dritten Viertels war längst klar, dass der achte Sieg im zehnten Duell mit Estland nicht mehr in Gefahr geraten und der siebte Streich in der Qualifikation gelingen würde.

Zuletzt hat eine DBB-Auswahl 2010 in der Türkei bei einer WM gespielt. Damals kam die Mannschaft ohne ihren Superstar Dirk Nowitzki, der seine Teilnahme abgesagt hatte, nicht über die Vorrunde hinaus. Nun spricht alles für ein Comeback auf der großen Bühne.

Die Partie im Stenogramm:

Estland – Deutschland 43:86 (24:49)

Beste Werfer: Veideman (14) für Estland – Schröder (18), Barthel (12), Zirbes (12) und Kleber (11) für Deutschland

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