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Gestraffte Gala: Spannende Oscars mit «Roma» und Donnersmarck

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Ein aufregendes, spannendes und vielfältiges Trophäenspektakel haben die Produzenten der Oscar-Gala für den kommenden Sonntag (24. Februar) versprochen.

Doch im Vorfeld der 91. Academy Awards gab es jetzt schon mehr ungewolltes Drama als geplant. Bis zuletzt häuften sich die Schlagzeilen, Stars liefen Sturm.

Prominente Filmschaffende wie Quentin Tarantino, Glenn Close und George Clooney protestierten lautstark gegen Pläne der Filmakademie, einige Trophäen in den Werbepausen der Gala zu verleihen, um die Show damit kürzer zu halten. Nach einem zähen Hin und Her lenkten die Oscar-Bosse ein – alles werde im «traditionellen Format» über die Bühne gehen, so das Versprechen.

Von wegen Tradition: Erstmals seit 30 Jahren fehlt ein Gastgeber, der mit witzigen Einfällen die Show lenkt. Der US-Komiker Kevin Hart war nach einer Kontroverse um frühere schwulenfeindliche Bemerkungen im Dezember abgesprungen. Bis zuletzt wurde über einen Nachfolger spekuliert. Der fand sich nicht, jetzt sollen Star-Präsentatoren – darunter Charlize Theron, Javier Bardem und Daniel Craig – die Lücke füllen.

Spannung ist am Sonntag garantiert, denn auch bei den Gewinnern ist vieles offen. Im vorigen Jahr dominierte das Fantasy-Märchen «Shape of Water – Das Flüstern des Wassers» mit 13 Nominierungen – am Ende gab es vier Oscars, auch in den Topsparten Bester Film und Regie. Diesmal scheint es auf ein enges Rennen mit vielen Überraschungen hinauszulaufen. Die Favoriten sind «Roma» und «The Favourite – Intrigen und Irrsinn» mit je zehn Gewinnchancen, beide räumten auch schon bei den britischen Baftas ab. Der Gegensatz zwischen den Werken könnte nicht krasser sein.

In dem in Schwarz-Weiß gedrehten Netflix-Drama «Roma» erzählt der Oscar-Preisträger Alfonso Cuarón die sehr persönliche Geschichte einer Familie im Mexiko der 70er Jahre. Alleine Cuarón könnte am Sonntag vier Trophäen stemmen – als bester Regisseur, für Kamera, Original-Drehbuch und als Produzent des besten Films. «Roma» würde Hollywood-Geschichte schreiben, falls es den Top-Preis als bester Film und zugleich den Auslands-Oscar holt. Das hat zuvor noch kein «nicht-englischsprachiger» Film geschafft.

Schrill und bunt geht es dagegen in der Historien-Groteske «The Favourite – Intrigen und Irrsinn» über Intrigen am Hof der britischen Queen Anne Stuart zu. Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos setzt auf schräge Charaktere und sein geniales Frauen-Trio Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone.

Insgesamt haben acht Werke Chancen auf den Top-Preis als Bester Film. Gute Karten hat etwa die Tragikömodie «Green Book – Eine besondere Freundschaft» mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali. Die Filmbiografie holte kürzlich den renommierten US-Produzenten-Preis, dessen Sieger gewinnen oft auch den Oscar.

Oder ist es das Jahr der schwarzen Superhelden? Mit dem Blockbuster «Black Panther» brachte es zum ersten Mal in der Oscar-Geschichte eine Comicbuch-Verfilmung zu einer Nominierung in der Spitzenkategorie Bester Film, wo auch «A Star Is Born», «Bohemian Rhapsody», «Vice: Der zweite Mann» und «BlacKkKlansman» mitmischen.

Noch vor drei Jahren stand mit dem Twitter-Hashtag #OscarsSoWhite die mangelnde Vielfalt der Nominierten am Pranger, jetzt gibt es keine Empörung über «weiße» Oscars. Das schwarze Multitalent Spike Lee (61, «Jungle Fever», «Malcom X») holte mit dem Rassismus-Drama «BlacKkKlansman» seine erste Oscar-Nominierung als Regisseur. Diese Sparte ist aber auch in diesem Jahr, wie so oft, reine Männersache. Mit Lee sind unter anderem Cuarón, der Grieche Lanthimos und der Pole Pawel Pawlikowski («Cold War») im Rennen.

Auch deutsche Filmfans können der Oscar-Gala entgegenfiebern. Mit dem Künstlerporträt «Werk ohne Autor» könnte Florian Henckel von Donnersmarck (45) den zweiten Auslands-Oscar nach Deutschland holen – zwölf Jahre nach seinem Triumph mit dem Stasi-Drama «Das Leben der Anderen». Der Film mit Tom Schilling, Sebastian Koch und Paula Beer hat neben der Sparte «nicht-englischsprachiger Film» eine weitere Gewinnchance. Überraschend wurde auch der US-Kameramann Caleb Deschanel (74, «Der Stoff, aus dem die Helden sind») für seine Arbeit an «Werk ohne Autor» nominiert.

In der Sparte beste Dokumentation ist «Of Fathers And Sons – Die Kinder des Kalifats» des aus Syrien stammenden und in Berlin lebenden Regisseurs Talal Derki unter den fünf Anwärtern.

Die Hollywoodlegende Glenn Close (71) sollte auf alle Fälle eine Dankesrede parat haben. Mit ihrer bewegenden Hauptrolle in «Die Frau des Nobelpreisträgers» gilt sie als klare Favoritin – es wäre ihr erster, längst überfälliger Oscar-Triumph. Der scheint auch Rami Malek (37) fast sicher, nachdem der US-Schauspieler mit seiner verblüffenden Verwandlung in den Queen-Sänger Freddie Mercury in «Bohemian Rhapsody» bereits bei den Golden Globes und Bafta-Preisen abgeräumt hat.

Kurz, knackig und von Herzen gesprochen sollen die Dankesreden sein, dies legte die Akademie den Anwärtern nahe. Wenn ihr Name fällt, haben sie gerade mal 90 Sekunden Zeit, vom Gang auf die Bühne bis zum letzten «Thank you». Fast vier Stunden zog sich die Show im vergangenen März hin, eine der längsten der letzten Jahrzehnte. Diesmal soll es straffer zugehen, die TV-Ausstrahlung werde auf drei Stunden begrenzt, tönten die Veranstalter vorab.

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Bayern ohne Ribery und Boateng nach Liverpool

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Bayern München ist am Montag ohne Jerome Boateng und Franck Ribery zum Champions-League-Kracher beim FC Liverpool aufgebrochen.

Die beiden Topstars fehlten im Kader der Mannschaft von Trainer Niko Kovac für das Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag an der berühmten Anfield Road. (Champions League: FC Liverpool – FC Bayern, Dienstag ab 21:00 Uhr im LIVETICKER)

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Nach Auskunft des FC Bayern leide Boateng an einem Magen-Darm-Infekt und sei daher in München geblieben. Ribery sei in der Nacht zum fünften Mal Vater geworden, der Franzose soll am Montagnachmittag nachreisen, wie Trainer Niko Kovac ausrichten ließ.

„Ich glaube, ohne die beiden sind wir ein bisschen wenige Spieler“, meinte Joshua Kimmich dazu im Gespräch mit SPORT1.

Müller fehlt gesperrt

„Es ist wichtig, dass wir so viele Spieler wie möglich dabeihaben, Kingsley (Coman, Anm.d. Red.) ist ja auch angeschlagen“, gab Kimmich zu bedenken. „Mal schauen, wie es dann ist, ob Franck direkt einsatzfähig ist. Ich hoffe es natürlich. Bei Jerome genauso. Beide sind superwichtig, und für uns als Team ist es wichtig, wenn wir gegen Liverpool aus dem Vollen schöpfen können.“

Der FC Bayern muss in Liverpool bereits auf den rotgesperrten Thomas Müller verzichten.

Comans Einsatz ungewiss 

Weiterhin offen ist der Einsatz von Flügelstürmer Coman, der gegen Ende des 3:2 beim FC Augsburg eine Blessur am linken Sprunggelenk erlitten hatte. „Es sieht positiv aus, es ist ein bisschen besser“, sagte Salihamidzic dazu, wollte aber keine Garantie geben: „Man muss sehen, wir haben noch 36 Stunden. Endgültig kann ich nichts sagen.“

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Pokal-Krimi: Bamberg zwingt ALBA in die Knie

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Von der Bierdusche durchnässt applaudierte Federico Perego den Fans auf den Rängen voller Dankbarkeit, längst bebte die Frankenhölle: Gut vier Wochen nach dem Amtsantritt des Trainers hat Brose Bamberg mit dem eigenen Publikum im Rücken zum sechsten Mal den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) gewonnen und in einer ganz schwierigen Saison für ein Highlight gesorgt.

Im Finale des reformierten Wettbewerbs nutzte die frühere deutsche Nummer eins ihren Heimvorteil beim 83:82 (44:37) gegen Vizemeister Alba Berlin, der zum zweiten Mal nacheinander im Pokalendspiel den Kürzeren zog und es verpasste, zu Rekordsieger Bayer Giants Leverkusen (10) aufzuschließen.

Pokalsieg als Frustlöser

„Wir haben so viel Frust in dieser Saison erlebt, da ist dieser sportliche Erfolg eine wirkliche Entschädigung“, sagte Bambergs Aufsichtsratsboss Michael Stoschek bei Margenta Sport. Der erst 34 Jahre alte Perego lobte seine Spieler, während der Verein Freibier für die Fans ausschüttete: „Ich habe eine Gruppe von Spielern, die heute einen unglaublichen Job gemacht haben.“

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Bamberg holte den ersten Titel seit der Meisterschaft 2017 und auch den ersten unter Perego, der Italiener hatte erst vor gut vier Wochen den entlassenen Ainars Bagatskis abgelöst. Dass Bamberg zu Hause antreten durfte, war Losglück. Die Vergabepraxis ist nicht unumstritten.

Durch die Niederlage warten die Berliner, die im Viertelfinale Titelverteidiger Bayern München ausgeschaltet hatten, weiter auf ihre erste Trophäe unter dem spanischen Starcoach Aito Garcia Reneses. Alba kassierte die dritte Finalniederlage in Serie, im Vorjahr hatte es in Pokal und Meisterschaft gegen die Münchner nicht gereicht.

„Freak City“ bebt

Die 6150 Zuschauer in der ausverkauften Arena, darunter 700 Berliner, sahen ein hart geführtes Duell. Bamberg wurde von der lautstarken Unterstützung getragen und dominierte, ALBA ließ den Rückstand aber nicht größer als acht Punkte werden. Berlin kam zwar immer besser ins Spiel, verkürzte und holte sich sogar kurzzeitig die Führung (35:34/19. Minute), ließ Bamberg aber bis zur Pause wieder davonziehen.

Die Gastgeber kamen gut aus der Kabine, Berlin lief weiter hinterher. Augustine Rubit sorgte für die erste zweistellige Führung der Bamberger (65:54/32.), Berlin kämpfte sich zurück und glich aus (78:78, 39.). Rokas Giedraitis brachte Berlin in der spannenden Schlussphase nach vorn (82:80). 2,4 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Nikolaos Zisis die Fans aus „Freak City“ mit einem erfolgreichen Dreier aufatmen ließ.

Bamberg, das im Herbst erst Geschäftsführer Rolf Beyer gekündigt und danach von Insolvenzgefahr berichtet hatte, hat damit unter Beyers Nachfolger Arne Dierks schnell den ersten Erfolg gefeiert. Der neue Geschäftsführer ist seit dem 1. Januar im Amt.

Neues Pokalformat

Das Pokalformat war nach jahrelangen Protesten der kleineren Klubs geändert worden. Statt wie bislang nur sieben Teams waren diesmal 16 dabei, das seit 1993 ausgetragene Top-Four-Turnier wurde gestrichen. Bamberg war per Los als Finalort ermittelt worden, nachdem die Endspielteilnehmer feststanden.

Nach dem Pokalfinale haben beide Mannschaften nur noch eine Zweifachbelastung und Zeit, etwas Luft zu holen. Im Europapokal geht es erst im März weiter, in der Liga am kommenden Wochenende. Alba (4.) und Bamberg (5.) sind klar auf Play-off-Kurs.

Das Spiel im Überblick

Brose Bamberg – Alba Berlin 83:82 (44:37)
Beste Werfer: Rice (20), Zisis (19), Harris (15) für Bamberg – Giedraitis (23), Thiemann (17), Nnoko (13), Siva (12) für Berlin
Zuschauer: 6150 Zuschauer (ausverkauft)

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Navratilova geht gegen Testosteron-Regel vor

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Martina Navratilova (62) unterstützt die zweimalige 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya (28) bei ihrem Vorgehen gegen die neue „Testosteron-Regel“ in der Leichtathletik.

„Kann es richtig sein, Athleten dazu zu zwingen, Medikamente zu nehmen? Was wäre, wenn sich die Langzeitfolgen als schädlich erweisen?“, schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin in ihrer Kolumne in der britischen Sunday Times.

Südafrika verhinderte Inkrafttreten

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF will seine neue Regel zum Umgang mit hyperandrogenen Sportlerinnen wie der Südafrikanerin Semenya im März umsetzen. Dagegen hatte der südafrikanische Verband bereits im vergangenen Oktober Klage vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS eingereicht und ein früheres Inkrafttreten verhindert. Die Verhandlung startet nun am Montag in Lausanne.

Die neue Regel betrifft die Disziplinen von 400 m (einschließlich der Hürdenrennen) bis hin zu einer Meile sowie die kombinierten Events wie Staffeln. „Das Auslassen von Sprints und längeren Distanzen scheint mir ein klarer Fall von Diskriminierung zu sein, indem man Semenya anvisiert. Ich hoffe, dass sie gewinnt“, schrieb Navratilova.

Testosteron-Spiegel auf Richtwert halten

Leichtathletinnen, die künftig bei internationalen Wettkämpfen antreten oder einen Weltrekord erzielen wollen, müssen vom Gericht als weiblich oder intersexuell (oder äquivalent) anerkannt sein sowie ihren Blut-Testosteron-Spiegel über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf unter fünf nmol/L senken (etwa durch Verwendung von hormonellen Kontrazeptiva) und diesen danach kontinuierlich unter dem Richtwert halten.

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Die IAAF begründet ihren geplanten Schritt damit, dass hyperandrogene Athletinnen wie Semenya in bestimmten Disziplinen einen deutlichen Leistungsvorteil hätten. Im Juli 2017 hatte die IAAF eine Studie veröffentlicht, die dies belegen soll.

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Hochschulfinanzierung: Facebook macht Moral zum netten Accessoire

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100 Jahre Volksentscheid

Ausgerechnet der US-Datensammler möchte an der TU München ein bisschen Taschengeld in Ethik investieren. Dahinter steckt strategisches Marketing.

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Nutzerdaten: Facebook droht Milliardenbußgeld

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Laut einem Bericht verhandelt Facebook mit US-Behörden über eine Geldstrafe in Milliardenhöhe. Grund sind Datenschutzverletzungen wie im Skandal um Cambridge Analytica.
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stern TV bei Alkoholkontrollen: Wie viele Kraftfahrer sind wirklich angetrunken auf Deutschlands Autobahnen unterwegs?

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Viele werden sich noch an den schweren Unfall auf der A5 vor genau einem Jahr erinnern: Ein Lkw mit Aufleger prallte ungebremst in ein Stauende und schob zwei Autos vor sich mit voller Wucht unter einen Tanklaster. Die PKW-Insassen starben, darunter eine Familie – Vater, Mutter, Tochter. Allein die zweite Tochter, eine 15-Jährige, überlebte den Crash. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Die Ursache für den Unfall, so vermutet die Polizei: ein Aufmerksamkeitsdefizit beim Lkw -Fahrer.

Es sind Unfälle wie diese, die der Polizei große Sorgen bereiten. Allein 2017 starben 794 Menschen bei Lkw-Unfällen – Tendenz steigend. Vor allem auf den Autobahnen A6 und A5 rund um das Walldorfer Kreuz, wo die Staugefahr hoch ist und der Schwerlasttransport tagtäglich fast ein Viertel des Verkehrs ausmacht.

Immer wieder hat es die Polizei mit nach Beamtenjargon „Todsünden“ im Lkw-Führerhaus zu tun, wenn sie derartige Unfälle aufnehmen muss. Viele Trucker überbrücken vor allem sonntags das Fahrverbot mit regelrechten Saufgelagen. Die Polizei hat in den letzten Wochen immer wieder Dutzende betrunkene Fahrer auf Rasthöfen kontrolliert. „Unsere Kontrollen bestätigen, dass ungefähr jeder zehnte Kraftfahrer kurz vor dem Ende des Sonntagsfahrverbots einen zu hohen Blutalkoholwert hat. Das ist eine erschreckende Zahl und deswegen behalten wir von diesen Fahrern bis zum nächsten Morgen ihre Frachtpapiere ein, damit sie bis dahin ausnüchtern können“, so Polizeioberrat Alexander Ulmer. Auch für LKW-Fahrer gilt eine Promillegrenze von 0,0. Bei Gefahrguttransporten gilt strikte Alkoholverbot: 0,0 Promille.

Jeder dritte Fahrer alkoholisiert

Dass die Präventionsmaßnahmen der Polizei notwendig sind, zeigt sich auch in der stern TV-Reportage: Unsere Reporter waren eine Nacht lang mit den Beamten auf Autobahnraststätten rund um das Walldorfer Kreuz unterwegs. Die Lkw-Fahrer wollten am Sonntagabend gerade wieder aus ihrer verpflichtenden Ruhezeit starten, als sie von den Beamten überprüft wurden. Der Griff zur Flasche ist für viele Fahrer aus Osteuropa eine Ablenkung vom wochenlangen Leben in Isolation, Kälte und ohne Familie. Einen 40-Tonner unter Alkoholeinfluss zu bewegen, kann aber viel schlimmere Folgen haben: „Die sind nicht mehr Herr ihrer Dinge. Die haben das Fahrzeug nicht mehr länger im Griff. Und wir haben immer wieder die schlimmsten Unfälle“, sagt Polizist Manuel Pollner.

Sechs von 18 überprüften Lkw-Fahrern hatten Alkohol im Blut – jeder Dritte. Das ist die erschreckende Bilanz allein einer Nacht. Drei von ihnen wurden wegen Fahruntüchtigkeit gleich aus dem Verkehr gezogen.

Initiative Hellwach

„Mehrere Hundert Lkw-Fahrer – pro Tag – sind volltrunken unterwegs“

Live in der Sendung sprach Steffen Hallaschka mit dem Leiter der Polizeidirektion Mannheim Dieter Schäfer, der von der die Problematik sprach, dass ein Großteil der Kraftfahrer auf unseren Straßen alkoholgewöhnte Osteuropäer sind. „Die fahren noch unter solch hohen Werten.“

stern TV Studiotalk Alkoholkontrollen

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WHO schlägt Alarm: Masern breiten sich weltweit massiv aus

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Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation breiten sich die hochansteckenden und potenziell lebensgefährlichen Masern wieder stark aus. In den vergangenen zwei Jahren hat sich weltweit die Zahl der erfassten Fälle verdoppelt.
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Breloer über Brecht: „Man konnte ihn nicht fassen“

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Bertolt Brecht, der Gründer des epischen Theaters, hat Filmemacher Heinrich Breloer ein Leben lang geprägt. Nun hat er ihm ein Doku-Drama gewidmet. Welcher Brecht lebte hinter der Fassade? Dem nähert sich Breloer im Film – und im Gespräch in Scala.
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Löwen machen weiter Druck auf Kiel

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 Der deutsche Vizemeister Rhein-Neckar Löwen hat in der Bundesliga durch einen Sieg weiterhin die Champions-League-Plätze in Reichweite.

Die Löwen gewannen bei GWD Minden 31:26 (17:15) und verkürzten mit 35:7 Punkten den Rückstand zum Tabellenzweiten THW Kiel (36:4) (DATENCENTER: Die Tabelle). 

Die Löwen hatten in Minden zunächst Anlaufschwierigkeiten und gingen nach genau 14 Minuten das erste Mal in Führung (7:6). Die Hausherren hatten nach dem 19:18 durch Christoffer Rambo noch einmal Hoffnung, in den letzten 20 Minuten aber keine Kraft mehr, um den Löwen Paroli zu bieten. Bester Werfer der Gäste war Jerry Tollbring mit neun Treffern.

Göppingen setzt Aufholjagd fort

Frisch Auf Göppingen unterstrich seine gute Form durch ein 34:27 (21:13) gegen Abstiegskandidat DHfK Leipzig. Es war der achte Sieg aus den vergangenen zehn Partien für die Gastgeber, Leipzig (12:30) liegt weiterhin auf Rang 15.

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Im Mittelfeldduell zwischen dem TVB Stuttgart und dem TBV Lemgo Lippe setzten sich die Gastgeber 25:23 (14:11) durch. Dadurch verdrängte der TVB (17:25) den HC Erlangen (16:24) vorerst von Platz elf. Die TSV Hannover-Burgdorf bejubelte beim 27:25 (15:15)-Erfolg bei Tabellenschlusslicht Eulen Ludwigshafen den zweiten Sieg in Folge und ist mit 16:26 Punkten 13.

Die Spiele im Stenogramm:

Die Eulen Ludwigshafen – TSV Hannover-Burgdorf 25:27 (15:15)
Tore: Müller (5), Salger (5), Scholz (4), Durak (3/1), Stüber (2), Falk (2), Dippe (2), Haider (1), Dietrich (1) für Ludwigshafen – Häfner (9), Kastening (8/4), Cehte (4), Brozovic (3), , Büchner (2), Pevnov (1) für Hannover-Burgdorf
Zuschauer: 2041

TVB Stuttgart – TBV Lemgo Lippe 25:23 (14:11)
Tore: Schmidt (6), Schweikardt (4/3), Pfattheicher (4), Späth (2), Schmimmelbauer (2), Häfner (2), Weiss (2), Baumgarten (2), Kraus (1) für Stuttgart – Zieker (6/2), Suton (6), Hornke (5/3), Carlsbogard (2), Guardiola (2), Bartok (1), Baijens (1) für Lemgo
Zuschauer: 2183

FA Göppingen – DHfK Leipzig 34:27 (21:13
Tore: Schiller (8/3), Schöngarth (7), Rentschler (4), Sliskovic (3), Bagersted (3), Kozina (2), Kneule (2), Sörensen (2), Zelenovic (2), Peric (1) für Göppingen – Weber (7/1), Gebala (3), Binder (3), Milosevic (3), Jahnke (3), Semper (2), Rojewski (2) Wiesmach (2), Esche (1), Jurdzs (1) für Leipzig
Zuschauer: 4000

TSV GWD Minden – Rhein-Neckar Löwen 26:31 (15:17)
Tore: Rambo (7), Zvizej (5/1), Michalczik (4), Padschywalau (3), Cederholm (3), Savvas (1), Gullerud (1), Staar (1), Pusica (1) für Minden – Tollbring (9/3), Kohlbacher (8), Schmid (5), Guardiola Villaplana (3), Larsen (3), Petersson (2), Groetzki (1) für Rhein-Neckar
Zuschauer: 3194

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