Noch eine Fitnesskette? Migros lässt die Muskeln spielen

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Die Detailhändlerin Migros ist schon seit längerem im Fitnessmarkt tätig. Nun steigt auch Konkurrentin Coop ein (Archiv).

Schon heute ist der Grossverteiler die Nummer eins unter den Schweizer Fitnessanbietern. Jetzt will die Migros noch höher hinaus.

Der Detailhandelsmulti ist längst auch ein Fitnessimperium. Mit sieben Marken betreibt die Migros beinahe 100 Trainingsstätten in der Schweiz und Deutschland – im Heimatmarkt ist sie damit Nummer eins. Nun sucht die Regionalgenossenschaft Migros Aare per Inserat einen «Leiter Franchisemodell Fitness». Entsteht da bereits die nächste Kette von Muckibuden? Die Migros Aare gibt sich auf Anfrage zugeknöpft: «Wir prüfen im Fitnessbereich die Einführung eines neuen Geschäftsmodells, welches im Detail aber noch nicht spruchreif ist», teilt eine Sprecherin mit.

Ehrgeizige Pläne

Schaut man sich das Inserat genauer an, wird klar: «Prüfen» ist untertrieben. Die Pläne sind offenbar konkret – und vor allem ehrgeizig. Das neue Geschäftsmodell sei für die «schweizweite Expansion» gedacht. Interessant auch: Die Migros strebt ein Franchisemodell an. Das bedeutet, dass regionale Unternehmer unter einem von der Migros betriebenen Markendach selbständig ein Center, ein Studio oder etwas Ähnliches betreiben. 

Weil die Genossenschaft in ihrem Kerngeschäft, den Supermärkten, längst an Wachstumsgrenzen gestossen ist, investiert sie viel Geld und Energie in den Gesundheitsbereich. Das Tempo ist hoch: 2007 betrieb die Migros lediglich 16 Fitnesscenter, heute sind es 84 mehr. Vor anderthalb Jahren schwang sich der orangefarbene Riese zudem zum Big Player im Bereich Medizin auf und übernahm 70 Prozent der Santémed. Inzwischen betreibt die Migros in der Schweiz rund 36 Gesundheitszentren und Gemeinschaftspraxen.

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