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Patentstreit – HIV-Medikament darf weiter in Deutschland angeboten werden

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Im Patentstreit um ein HIV-Medikament ist eine seltene Entscheidung gefallen: Ein Pharmaunternehmen wird dazu gezwungen, dem Konkurrenten eine Lizenz einzuräumen. Die Patienten bräuchten das Medikament dringend.
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Lobbyismus: Geld für Google-genehme Forschung?

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Google fördert gezielt Studien, die in seinem Interesse liegen, behauptet ein US-Institut. Das Unternehmen kontert mit ähnlichen Gegenvorwürfen.
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SoundBrake bringt wichtige Geräusche trotz Kopfhörer ins Ohr

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Ob zu Fuß, auf dem Fahrrad, in der Bahn oder einfach zu Hause, Köpferhörer bieten einem den wohl entspanntesten Ausweg aus der ewig hektischen Umgebung, die aus akustischer Sicht, selten mehr als Fahrzeuggeräusche, quengelnde Kinder oder laute Mitmieter zu bieten hat. Der Ausweg ist dabei meist jedoch sehr einfach. Kopfhörer auf oder in die Ohren und schon kann man seinen Weg zur Arbeit, Uni oder Schule bestreiten und hat nur noch seine Musik, sich selbst und mit etwas Glück noch einen Sonnenaufgang zu genießen.

Was natürlich sehr schön wäre, wird jedoch durch den Fakt getrübt, dass Kopfhörer zwar sehr einfach dabei helfen der Realität zu entfliehen, aber wir mit Musik oder Podcast nicht nur laute und stressige, sondern auch wichtige Geräusche überdecken. Dass es aber tatsächlich möglich ist, seine Ohren in jeder gewünschten Lautstärke zu beschallen und trotzdem alle wichtigen Geräusche um sich herum wahrnehmen zu können, will die Kickstarter-Kampagne SoundBrake nun unter Beweis stellen.

Ablenkung und Aufmerksamkeit vereint

SoundBrake selbst ist dabei ein einfacher Adapter, den man zwischen den AUX-Anschluss des Kopfhörers und den des Smartphones, Tablets, Computers oder etwaigem anderem Abspielgerät, steckt. Einmal angebracht wird per Knopfdruck eine Aufnahmefunktion gestartet, bei der SoundBrake den Lautstärkepegel der derzeitigen Umgebung misst und entsprechend ein Profil erstellt, das irrelevante Geräusche von wichtigen unterscheidet und alarmierende Töne dann durch den Kopfhörer klingen lässt.

Wenn man beispielsweise zu Hause Musik hört, wo die Lautstärke eher gering ist, so erkennt SoundBrake ein Klingeln des Telefons, der Tür oder ein Haustier, das auf sich aufmerksam machen will, als Abweichung. Jede dieser Abweichungen leitet das Gerät dann direkt weiter, wodurch wir sie in unseren Kopfhörer hören und darauf reagieren können. Im Straßenverkehr, wo die durchschnittliche Lautstärke deutlich höher liegt, lässt uns SoundBrake wiederum Gespräche und gewöhnliche Verkehrsgeräusche ausblenden, wird aber aktiv, sobald sich Personen auf uns sich aufmerksam machen wollen oder wir Sirenen oder Hupen schnell erkennen müssen. Das Gerät funktioniert außerdem auch über eine kabellose Verbindung und lässt sich entsprechend auch mit Bluetoothgeräten benutzen.

SoundBrake auf Kickstarter vorbestellen

Das Projekt wird derzeit auf Kickstarter finanziert und hat sein Ziel von 3.000 US-Dollar bereits überschritten. In wenigen Tagen werden alle Early-Bird-Exemplare verkauft sein. Leider gibt es auf der Kampagnenseite derzeit noch keine Preisangaben, wieviel ein einzelnen SoundBrake dann kosten wird, aber es wird sich wohl im Bereich von 50 bis 70 US-Doller aufhalten. Alles Weitere findet ihr auf der Kampagnenseite vom SoundBrake. Im Folgenden haben wir euch nun das dazugehörige Kampagnen-Video eingebunden, das euch die Idee hinter dem SoundBrake etwas näher bringt.

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Vettel will Hamiltons Heimspiel crashen

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Das Bad in der begeisterten Fanmenge kam für Sebastian Vettel genau richtig. Nach Wochen voller Kritik genoss der WM-Spitzenreiter der Formel 1 in London die Euphorie, ließ sich bejubeln – und feierte schon vor dem Großen Preis von Großbritannien (das Qualifying am Samstag ab 14 Uhr im LIVETICKER) den nächsten Sieg über Dauerrivale Lewis Hamilton.

Während ausgerechnet der Brite als einziger Fahrer beim spektakulären Show-Event fehlte, gewann Vettel Sympathien zurück.

„Ich würde gerne noch ein paar Runden drehen, aber ich warte lieber auf das Wochenende“, sagte Vettel, nachdem er seinen Ferrari im Herzen der Millionen-Metropole durch die Straßen jagte und ordentlich Gummi auf dem Asphalt verbrannte.

Vettel will Hamiltons Heimspiel crashen

„Lewis hatte das Gefühl, dass er in dieser intensiven Meisterschaft eine kurze Pause braucht“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Hamilton entschuldigte sich und nahm eine zweitägige Auszeit, ehe er am Donnerstag nach dem Kurzurlaub nach Silverstone reiste. Dort könnte Hamilton am Sonntag (ab 14.00 Uhr im LIVETICKER) seinen vierten Heimsieg in Folge feiern.

Und das wäre für den dreimaligen Weltmeister sehr wichtig. Denn vor dem zehnten Saisonlauf hat er 20 Punkte Rückstand auf den viermaligen Champion Vettel. Als Dritter lauert zudem Stallrivale und Österreich-Sieger Valtteri Bottas (Finnland) mit nur 15 Zählern Rückstand. Der Zweikampf ist zu einem Dreikampf geworden.

Vettel geht trotz der starken Konkurrenz der Silberpfeile optimistisch in den traditionsreichen Grand Prix auf dem Hochgeschwindigkeitskurs. „Es ist eine großartige Saison und es ist schön, dass Ferrari zurück ist“, sagte Vettel: „Ich bin sehr froh darüber, wie die Saison verlaufen ist. Wir hatten viele gute Rennen und wir wollen mehr, hoffentlich auch in Silverstone.“

Vettel kann wieder scherzen

Vergessen scheinen die vielen Diskussionen um den unnötigen Rammstoß gegen Hamilton in Baku oder die Aufregung um den angeblichen Frühstart von Bottas in Spielberg. Vettel präsentierte sich wieder völlig entspannt und zu Scherzen aufgelegt, die Verbissenheit der vergangenen Wochen war verflogen.

Er betonte jedoch, dass bis zu seinem fünften WM-Titel „immer noch ein sehr langer Weg zu gehen“ ist. Der Start in die Saison sei „großartig“ gewesen, und „ich genieße es, dass das Auto schnell ist, das Team so gut arbeitet“. Allerdings sei Mercedes noch lange nicht geschlagen: „Wir haben einen harten Gegner, Lewis und Valtteri machen bisher einen sehr guten Job.“

Auch in Silverstone läuft alles auf das Duell zwischen Mercedes und Ferrari heraus. Dieses könnte äußerst spektakulär werden, denn der Kurs verspricht viel Spektakel.

Vettel sieht in den vielen schnellen Kurven einen Vorteil für sich, denn in diesem Bereich sei das eigene Auto besonders stark, betonte der 45-malige Grand-Prix-Sieger: „In den Kurven kann man wirklich fühlen, was die Autos leisten können. Da fühlen wir uns lebendig.“

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TV-Tipp: Verstehen Sie Spaß?

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Guido Cantz wird Opfer seiner eigenen Sendung, Jörg Wontorra lässt sich von seiner Tochter reinlegen, Pietro Lombardi spielt den Lockvogel, und Michael «Bully» Herbig stellt seinen Filmkollegen eine Falle.

Die Fernsehshow «Verstehen Sie Spaß?» setzt auf prominente Namen und auf Filmstreiche mit der versteckten Kamera. Cantz, der die ARD-Unterhaltungsshow im achten Jahr moderiert, erwischt es diesmal selbst. Die neue Ausgabe von «Verstehen Sie Spaß?» kommt diesen Samstag (20.15 Uhr) im Ersten.

«Mir war bewusst, dass ich irgendwann wieder dran sein werde. Aber konkret geahnt habe ich nichts», sagt Cantz in Baden-Baden im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der blonde Rheinländer präsentiert «Verstehen Sie Spaß?», die älteste Unterhaltungsshow im deutschen Fernsehen, seit April 2010. Seither legt er als Lockvogel mit der versteckten Kamera Ahnungslose herein. Im November 2014 wurde er erstmals selbst Opfer der seit 1980 laufenden Streiche-Show. Der Comedian Mario Barth und der Fernsehkoch Steffen Henssler legten Cantz damals bei Proben zur RTL-Sendung «Willkommen bei Mario Barth» rein.

«Nun hat sich das Team meiner Sendung heimlich etwas Neues überlegt. Sie haben mich zum Schwitzen gebracht. Aber es war im Nachhinein betrachtet ein Riesenspaß», sagt Cantz. Bei der Aufzeichnung des Show-Klassikers Anfang April in den Bavaria Studios München schickte der 45-Jährige die Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld los mit dem Auftrag, andere reinzulegen. Was er nicht wusste: Catterfeld hatte es auf Cantz abgesehen. Sie konfrontierte den Moderator live vor Publikum mit unerklärlichen Ton- und Bildstörungen.

«Es war nicht einfach, weil Guido ja sämtliche Tricks solcher Verladen kennt», sagt Catterfeld. Doch es klappte: Cantz musste mit dem Chaos klarkommen – und blieb dabei recht cool. «Yvonne Catterfeld hat das gut gemacht», sagt er später. Für den Streich werde er sich amüsant revanchieren: «Sie steht auf meiner Liste jetzt ganz oben.»

Weitere Gäste der Show sind der Schauspieler Michael «Bully» Herbig und seine Filmpartner Rick Kavanian und Christian Tramitz. Herbig, der am 17. August seinen neuen «Bully»-Film in die deutschen Kinos bringt, agierte für die ARD-Show als Lockvogel. Reingelegt wurde zudem der Sportreporter Jörg Wontorra. Dessen Tochter Laura und der frühere Fußballprofi Mario Basler spielten ihm einen Streich. Auch sie sind am Samstag in der Show. Als Lockvögel ebenfalls zu sehen sind die Youtube- und TV-Darsteller Joyce Ilg und Pietro Lombardi. Dieser stellte sich einem Ahnungslosen als gefürchteter Schwiegersohn vor.

Am hart umkämpften Samstagabend stehe «Verstehen Sie Spaß?» für klassische Familienunterhaltung, sagt Andreas Freitag, der Redaktionsleiter Fernsehunterhaltung beim für die Show verantwortlichen Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden: «Enkel und Oma können bei uns vor dem Fernseher sitzen und gemeinsam über die Filme lachen.» Das Konzept gehe auf: Pro Ausgabe erreiche die Cantz-Show im Schnitt vier bis fünf Millionen Zuschauer und 16 bis 18 Prozent Marktanteil. Damit bewege sich die Sendung in der Spitzengruppe.

«Die Idee der versteckten Kamera ist unverändert aktuell», sagt Freitag. Dies zeige der Boom der Pranks, also Videos mit Streichen und Scherzen, die sich im Internet verbreiten. Hier treffe die ARD-Show den Zeitgeist und den Humor vor allem junger Leute. Nicht nur im Fernsehen: Der YouTube-Kanal der Sendung zählt laut SWR rund 380 Millionen Videoabrufe und mehr als 470 000 Abonnenten.

Nach der mehr als drei Stunden dauernden Show Samstag gehen für Cantz die Dreharbeiten weiter. Am 9. September zeigt er im Ersten das jährliche Best-of. Produziert wird es in diesem Jahr am Bodensee.

An diesem Samstagabend tritt die Show gegen überschaubare Konkurrenz an: Das ZDF sendet als Wiederholung eine zwei Jahre alte Folge der Krimireihe «Kommissarin Heller», und RTL bringt die Quiz-Gameshow «The Wall».

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Raben – noch schlauer als gedacht

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Raben sind noch intelligenter als bisher angenommen: Sie können nicht nur Werkzeuge benutzen, sondern auch für die Zukunft planen. Und sie sind Meister der Selbstbeherrschung.
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Perfekt: Bamberg holt Hickman

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Der deutsche Basketballmeister Brose Bamberg verstärkt sich für die kommende Spielzeit mit Richard Marciano „Ricky“ Hickman jr.

Der 31-Jährige wechselt vom Euroleague-Konkurrenten EA7 Emporio Armani Milano nach Oberfranken und unterschrieb beim neunmaligen deutschen Meister einen Zwei-Jahres-Vertrag.

„Das wird eine großartige Saison. Ich freue mich auf Coach Trinchieri und meine neuen Mitspieler“, sagte der Guard, der 2014 mit Maccabi Tel Aviv die Euroleague gewann: „Ich bin ein Gewinner-Typ, will immer ganz vorne sein. Das gebe ich auch der Mannschaft mit.“

Gleichzeitig verkündeten die Bamberger den Abschied von Flügelspieler Arnoldas Kulboka. Der 19-jährige Litauer wird für eine Saison an den italienischen Erstligisten Betaland Capo d´Orlando ausgeliehen.

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Freiburg verstärkt sich mit Kapustka

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SC Freiburg hat den polnischen Nationalspieler Bartosz Kapustka vom ehemaligen englischen Meister Leicester City verpflichtet.

Der 20 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler kommt zunächst für ein Jahr auf Leihbasis, im Anschluss besitzt der SC eine Kaufoption. Dies teilte der Klub am Freitag mit.

Kapustka war im Vorfeld der vergangenen Saison von Cracovia Krakau aus der polnischen Ekstraklasa nach Leicester gewechselt und kam dort hauptsächlich im U23-Team und im FA Cup zum Einsatz.

Bei der EM 2016 in Frankreich stand er in allen vier Partien für Polen auf dem Platz.

„Bartosz ist technisch sehr versiert und hat ein für sein Alter sehr ausgeprägtes Gefühl für das Spiel“, sagt Sportvorstand Jochen Saier: „Jetzt geht es für ihn vor allem darum, diese Talente wieder auf den Platz zu bekommen, daran wollen wir gemeinsam arbeiten.“

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Krieg, Kunst, Freiheit. Surrealismus aus Ägypten in Düsseldorf

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Endlich richtet die Kunsthalle NRW ihren Blick auf Afrika: „Art et liberté“ präsentiert ab heute das nahezu vergessene und dabei hoch spannende Kapitel des Surrealismus in Ägypten. Eine echte Neuentdeckung.
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Waffen, Drogen, Frauenhandel : Ein Aussteiger der Osmanen Germania spricht über die Aktivitäten des berüchtigten Boxclubs

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Nach den bundesweiten Razzien gegen den Osmanen Germania Boxclub in der vergangenen Woche hat sich ein Aussteiger bei stern TV gemeldet und über die Machenschaften der Gruppierung gesprochen. „Frauen verkaufen, Drogen und Waffen-Geschäfte“ seien dort an der Tagesordnung gewesen, sagt der Mann, der sich Cebo nennt. Als er sich dazu entschloss, den Club zu verlassen, hätte das dramatische Auswirkungen gehabt: „Ich sollte umgebracht werden“, sagt er, dafür habe es gleich mehrere Mordaufträge gegeben. 

Er zeigte stern TV Waffenverstecke und Orte, an denen die Geldwäschegeschäfte abgelaufen seien. „In etwa 30.000 bis 40.000 Euro pro Monat“, so Cebo. Zwei dieser Geschäfte sollen die Osmanen allein in Wuppertal geführt haben, offiziell angemeldet durch Freundinnen der Mitglieder. Das illegale Geld sei als Kiosk-Umsatz beim Finanzamt gemeldet worden. Der Club betreibe auch Teestuben, Shisa-Bars und Bordelle, sagt Cebo, deutschlandweit etwa 70 bis 80 solcher Läden. „Drogen kamen aus Holland, da hatte der Präsi Connections. Und aus Belgien kamen die Waffen. Der hat Kontaktleute, und von da kamen die.“ Überprüfen kann stern TV all diese Behauptungen freilich nicht.

„Ich sollte umgebracht werden, weil ich aussteige“

Noch immer lässt es Cebo nicht los, bei welcher Gruppierung er bis vor kurzem mitgemischt hat. „Wir sind Psychopathen. Es gibt keinen Befehl, bei dem man ‚Nein‘ sagt.“ Das hätte auch Mord sein können, doch er sei froh, dass das nicht passiert ist. Cebo will nun in einem Prozess gegen seinen ehemaligen Präsidenten aussagen: über eine Messerstecherei, bei der es einen Schwerverletzten gab. „Dass ein 29-Jähriger von meinem Präsi gestochen wurde, der stand nicht mehr auf.“ Das Opfer habe dann gegen seinen Präsidenten aussagen wollen, sagt Cebo. „Bevor das passiert, wollte er zum Krankenhaus fahren und ihn richtig erledigen.“

Rockerclubs in Deutschland Hells Angels, Bandidos, Satuda… (2086591)“90 Prozent von denen wissen nicht einmal, wie man boxt“

osmanen3Bei den Osmanen Germania sind die meisten der Mitglieder türkischstämmig. In den sozialen Netzwerken präsentieren sie sich in Musikvideos martialisch – und behaupten, ein ganz normaler Boxclub zu sein, der sich um das Wohlergehen von Jugendlichen kümmere. „90 Prozent von denen wissen nicht einmal, wie man boxt“, sagt Cebo. Auch die Behörden gehen davon aus, dass die Osmanen keineswegs Wohltäter sind, sondern eine rockerähnliche Gruppierung. Cebo war nach eigener Aussage anderthalb Jahre Mitglied in der Organisation. In Wuppertal sei er Sergeant at Arms gewesen, der Waffenmeister, der für die Sicherheit des Clubs zuständig ist. Über allen steht der Präsident, in Wuppertal sei das Hamit P., dem jeder gehorchen musste. Es gilt als Todsünde, gegen den Präsidenten auszusagen, ebenso wie mit der Presse zu sprechen…

Am 13. Juni sei er gegen zwei Uhr nachts in einen Park in Wuppertal zitiert worden. Es seien zahlreiche Osmanen dort gewesen. „Ich sollte umgebracht werden. Weil ich aussteige“, sagt Cebo. „Irgendwie sind dann Polizisten gekommen. Die haben den kompletten Park umzingelt. Ich bin über den Zaun drüber.“

Laut Polizeibericht waren 33 Personen und Fahrzeuge sogar aus Köln, Duisburg und Gelsenkirchen vor Ort. Es wurden Schlagstöcke, Hantelstangen und Messer sichergestellt. Cebo und ein anderes ehemaliges Mitglied seien nun Gejagte der Osmanen, was er selbst mit internen Aufträgen – teilweise auf Türkisch – die er als Sprachnachricht auf seinem Smartphone gespeichert hat, nachweisen will: Morgen Abend, dann greift ihr Cebo! Macht Cebo und (XY) kalt! Schnappt die Schwuchteln! Macht die Hurensöhne kalt!

„Ich war der beste Mann bei denen“

Cebo will ab jetzt alles dafür tun, dass die Osmanen Germania nicht mehr lange in Deutschland existieren. Aber warum taucht er nicht unter? „Dann haben die gewonnen. Wenn ich durch meine Aussage einen Menschen rette, dann ist das schon was, dann habe ich gewonnen.“ Weitere Vergeltungsaktionen gegen ihn werden kommen, sagt Cebo, aber das sei ihm egal: „Ich habe keine Angst. Ich habe eineinhalb Jahre mit denen durchgemacht. Die haben mir alles beigebracht, haben mich in die Türkei geschickt, wo ich trainiert habe. Vor was soll ich Angst haben? Ich war der beste Mann von denen!“ Er habe in Antalya eine Waffen-Ausbildung für die Osmanen absolviert. Jetzt will der Ex-Osmane mit den Behörden kooperieren – auch, wenn er dadurch selbst ins Gefängnis gehen müsste. „Das glaube ich zwar nicht. Aber selbst wenn, dann habe ich es verdient.“

INFO Wer sind… Osmanen Germania

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