Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin steigt und steigt. Erklären lässt sich das letztlich mit der ungewöhnlichen Fangemeinde aus Idealisten, Verzweifelten und Investoren.
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Bitcoin: Ein Hype aus dem Nichts
Kreative 15-fach Mehrfachsteckdose von EGG Electronics
Mehrfachsteckdosen sind unabdingbar, aber nicht selten lästig. Oft passen verschieden geformte Stecker nicht direkt nebeneinander. Aber vor allem ein Punkt stört einen jeden Ästheten; sie sind einfach nicht schön anzuschauen. Niemand möchte eine Steckerleiste auf seinem Schreibtisch stehen haben. Ein Glück, dass es nun in Form der Mehrfachsteckdose von EGG Electronics eine praktische und sehr anschauliche Alternative gibt, um eine Vielzahl von Geräten gleichzeitig zu laden. Auch bei diesem Gadget treffen mal wieder Technik, Design und eine Portion Cleverness aufeinander. Die EGG Powerstation ist ebenso praktisch, wie er schön anzusehen ist.

Die EGG ist eine kleine, weiße Box mit Platz für 15 verschiedene Geräte und zwei zusätzliche USB Anschlüsse. Angeschlossen wird die PowerStation an ein 1,5 Meter Stromkabel. Die Oberfläche enthält 30 Löcher, in die ein Netzstecker mit seinen Kontakten gesteckt werden kann. Dabei wurde nach europäischen Steckdosen Maßen verfahren. Wie bei einer gewöhnlichen Steckdose beansprucht ein Netzkabel zwei Kontaktstecker. Bei der EGG Station ist es egal, ob der Stecker senkrecht oder waagerecht hineingesteckt wird.
Das Grundprinzip einer genialen Idee
Unter den Löchern befinden sich noch zwei USB-Anschlüsse, an denen beispielsweise das Smartphone oder das Tablet geladen werden kann. Alle Steckdosen sind sehr stabil gehalten und verhindern somit ein einfaches Herauslösen der Geräte. Auch ein Leistungsschalter ist integriert, der angeschlossene Geräte vor Fehlfunktionen oder Überstrom schützt. Anzuschließen sind sog. Low Power Geräte, also z.B. Telefone, Tablets, Laptops.

15-fach Mehrfachsteckdose mit Kreativität (Bild: Hersteller)
Sehr ansprechendes Design gepaart mit hoher Effizienz
Die EGG Ladestation hat zwei große Pluspunkte. Der erste wäre das Design, denn das Gerät macht einen sehr ansprechenden Eindruck und passt optisch in jedes Wohnzimmer, auf jeden Schreibtisch oder in jedes Büro. Es ist das Simple, das Symmetrische und das Minimalistische, was mich so besonders an der kleinen PowerStation anspricht. Es sieht aus, als wäre es von Apple designed worden, schlicht und stilecht!
Pluspunkt Nummer zwei ist der hohe praktische Nutzen. Maximal 15 Geräte und zwei Smartphones können gleichzeitig mit Strom versorgt oder geladen werden und das auf einer so kleinen Fläche. Es ist die hohe Anzahl an Möglichkeiten die Netzkabel zu setzen, dank der nun auch unhandliche und klobige Stecker problemlos angeschlossen werden können. Dieses Produkt kann so ziemlich bei allen Menschen Anwendung finden, die Wert auf Design legen und einiges an elektrischen Gerätschaften besitzen. Das gute Stück gibt es bereits für 39,00 Euro bei Amazon zu kaufen – sicher auch eine tolle Geschenkidee!
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Porsche will Sieg zum Saisonfinale – Jackie Chan kämpft um Titel
Beim Saisonfinale der FIA World Endurance Championship (WEC) in Bahrain steht der letzte große Auftritt des Porsche 919 Hybrid an (ab 13.45 Uhr LIVE im TV und STREAM bei SPORT1).
Auch wenn der deutsche Hersteller in der LMP1-Klasse bereits beide WM-Titel sicher hat, will er seine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte auf der Langstrecke mit einem Sieg gebührend beenden.
Porsche will sich gebührend verabschieden
Toyota lauert dagegen auf die letzte Chance, den Konkurrenten aus Weissach noch einmal zu schlagen.
Drei Le-Mans-Siege und jeweils drei WM-Titel in der Fahrer- und Herstellerwertung hat Porsche seit seinem Einstieg in die LMP1-Kategorie im Jahr 2014 mit dem Le Mans Prototyp 919 Hybrid eingefahren.
Beim anstehenden 6-Stunden-Rennen in Bahrain gilt es nun, sich mit einem Sieg gebührend zu verabschieden. Ein Kandidat dafür ist das frischgebackene Weltmeistertrio Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley, das sich zuletzt in Shanghai vorzeitig den Titel sicherte.
Form spricht für Toyota
Für Bernhard ist es bereits der zweite Triumph in der Langstrecken-WM nach 2015. Der anvisierte Abschiedssieg im Wüstenstaat wird für Porsche allerdings alles andere als einfach: Die Form spricht für Konkurrent Toyota, der die beiden vergangenen WEC-Rennen für sich entscheiden konnte und natürlich ebenfalls das letzte Prestigeduell gewinnen will.
Neben der Rennstrecke könnte es ebenfalls interessant werden, denn bei Toyota verdichteten sich zuletzt die Anzeichen auf ein zukünftiges Engagement von Formel-1-Pilot Fernando Alonso.
Jackie Chan kämpft um Titel
Während in der LMP1-Klasse bereits die WM-Entscheidungen gefallen sind, ist der Titelkampf in den drei anderen Kategorien noch offen. In der LMP2-Klasse kämpft unter anderem Schauspieler Jackie Chan mit seinem Team noch um den Gesamtsieg.
In der LMGTE-Pro-Klasse muss sich Spitzenreiter Ferrari gegen die Verfolger Porsche und Ford behaupten und in der LMGTE-Am-Kategorie hat Aston Martin mit zehn Punkten Vorsprung die besten Aussichten.
Buchtipp: 200 lebenserleichternde Life Hacks
Es sind diese banalen Situationen im Alltag, die einen immer wieder stören, für die man jedoch keine elegante Lösung weiß. Da lehnt man beim Hausputz den Besen an die Wand, der natürlich abrutscht und knallend auf den Boden fällt. Die Fernbedienung gibt den Geist auf, aber es sind nur zu kleine Batterien im Haus. Das Gurkenglas wurde offenbar von Supermann persönlich zugeschraubt, doch wie gelangt man nun an die lecker saure Füllung?
Simple Lösungen für solche und noch viele weitere Alltagsproblemchen hat stern.de-Autor Nicky Wong über viele Jahre hinweg zusammengetragen. Auf stern.de entstand daraus eine Videoserie mit 90 Folgen. Doch Nicky Wong hatte mittlerweile so viele gute „Life Hacks“ ausgegraben, dass es für ein Buch reichte: „Nicky Wongs – 200 Life Hacks“.
Nicky Wong Life HackDort erklärt er, wie man Plastiktüten mit Hilfe einer alten Plastikflasche dicht verschleißt, wie einem ein Cent-Stück hilft, nie wieder den Anfang vom Tesafilm suchen zu müssen oder wie Druckstellen im Teppich dank Eiswürfel verschwinden.
„Als Oma früher die Fenster mit Zeitungspapier putzte, war das für mich als Kind schräg. Heute weiß ich, was für ein cooler Life Hack das war! Der Spiritus im Zeitungspapier löst den Schmutz und die Zellulose saugt den Dreck auf“, erinnert sich Wong. Ich hatte mich so intensiv mit diesen Alltagstricks beschäftigt, dass mich heute sogar Freunde anrufen und um Rat bitten. So wurde aus Nicky Wong ein klein wenig „Oma Wong“.
USA: Neue Bluthochdruck-Richtlinien – Vorbild für uns?
Experten haben den Richtwert für Bluthochdruck in den USA herabgesetzt von 140 auf 130. Damit gilt dort jeder dritte Bewohner behandlungsbedürftig. Gilt das bald auch in Deutschland?
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Bamberg kassiert Dämpfer in Euroleague
Der deutsche Serienmeister Brose Bamberg hat weniger als 48 Stunden nach der grandiosen Aufholjagd gegen den FC Barcelona einen Dämpfer in der Euroleague kassiert.
Das Team von Trainer Andrea Trinchieri unterlag beim italienischen Rekordmeister Olimpia Milano 62:71 (35:27) (DATENCENTER: Die Tabelle).
Spitzenspiel in München steht an
Damit verpasste Bamberg (9.) in der 16 Teams umfassenden Liga den Sprung auf einen der acht Playoff-Plätze und konnte für das Bundesliga-Spitzenspiel kein Selbstvertrauen tanken: Am Sonntag ist Bamberg beim Tabellenführer Bayern München zu Gast.
Die Bamberger gewannen die ersten beiden Viertel (16:13, 19:14) vor 7700 Zuschauern in der lombardischen Metropole. Nach der Pause kamen die Mailänder mit einem 11:4-Lauf aus der Kabine und holten den Rückstand auf.
Exzellente Dreierquote bei Bamberg
Die Oberfranken überzeugten zwar mit einer exzellenten Dreierquote von knapp 50 Prozent, erzielten im Schlussviertel jedoch nur elf Punkte. Vier Minuten vor Spielende ging Mailand in Führung und gab diese nicht mehr her.
Angeführt wurden die Bamberger erneut vom ehemaligen NBA-Profi Dorrell Wright, der zwölf Punkte beisteuerte. Aufseiten von Mailand, das am Mittwoch in Valencia erst nach zweimaliger Verlängerung gewann, überzeugte Center Kaleb Tarczewski ebenfalls mit zwölf Zählern.
Das Spiel im Stenogramm:
Armani Mailand – Brose Bamberg 71:62 (27:35)
Beste Werfer: Tarczewski (12), Jerrells (12), Gudaitis (11), Kalnietis (10) für Mailand – Wright (12), Nikolic (11) für Bamberg
Zuschauer: 7770
Chinas U20 legt in Regionalliga los – und kriegt schon Gegenwind
Schon am verregneten Freitagnachmittag deutete ein gut gefülltes VIP-Zelt auf der Bezirkssportanlage Mainz-Mombach auf die exotischen Gäste hin.
Sechs Kamerateams und gut 20 Journalisten verfolgten die Pressekonferenz vor dem historischen Spiel der chinesischen U20-Nationalmannschaft am Samstag (14.00 Uhr) beim TSV Schott Mainz – in der Regionalliga Südwest ein Novum.
„Das mediale Interesse ist enorm groß“, sagte der Mainzer Geschäftsführer Till Pleuger und machte aus seinem Interesse an der von einigen Ultra-Gruppen kritisierten Partie kein Geheimnis: „Für uns als Aufsteiger und kleiner Verein war das Finanzielle natürlich auch ausschlaggebend. Wir sehen das unpolitisch und wollen ein guter Gastgeber sein.“
Auf Facebook fanden sich fast 13 000 Gegner des Projekts zusammen. Auch Flyer wurden verteilt: „You’ll never wok alone.“
Drei Teams machen nicht mit
15.000 Euro erhalten alle Regionalligaklubs für ihre Bereitschaft, sich an ihrem spielfreien Tag der Olympia-Auswahl aus Fernost als Sparringspartner zur Verfügung zu stellen. Eingefädelt hatte das der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Rahmen der auf Jahre ausgelegten Kooperation mit dem chinesischen Verband.
Bis auf die Stuttgarter Kickers, TuS Koblenz und Waldhof Mannheim – deren Fans teilweise sogar mit einem Boykott und der Rückgabe ihrer Dauerkarten drohten – ließen sich alle Teams überreden.
Bis zum Beginn der Winterpause (10. Dezember) kommen noch der FSV Frankfurt, Hoffenheim II und Wormatia Worms in den Genuss der Spiele.
Chinesen sollen lernen
Die Mainzer erwarten neben den 500 bis 700 üblichen Zuschauern (fast parallel spielt Bundesligist FSV Mainz 05) auch rund 50 chinesische Fans, die sich im Vorfeld für die Partie angekündigt hatten. Allerdings nicht aus Fernost, sondern aus Mainz und Umgebung.
Die Chinesen erhoffen sich von den Spielen Erkenntnisse für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Selbst wenn die Regionalliga nur die vierte Liga ist – die Mannschaften sind stark“, sagte Shao Jiayi, der Manager der Chinesen und früher Bundesliga-Profi.
„Die Mannschaft soll sich verbessern, und die jungen Spieler sollen die deutsche Fußball-Kultur kennenlernen.“
DFB weist Kritik von sich
Der zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann betonte, dass die Kritik an den Spielen nicht berechtigt sei. „Wir haben definitiv nichts zu verstecken. Es gibt keine Geheimnisse“, sagte Zimmermann.
Zuvor hatte es Irritationen um ein von Fangruppen gefordertes Gespräch mit dem DFB gegeben. Dass spekuliert wurde, ein Wirtschaftsunternehmen hätte bei der Auswahl der Südwest-Liga als China-Partner Einfluss genommen, sei „eine Verschwörungstheorie“.
Dem Weltmeister-Verband liegt viel an der Kooperation. In diesem Sommer fand in Frankfurt/Main der erste deutsche-chinesische Fußball-Gipfel statt, innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die deutsche A-Nationalmannschaft zu einer Länderspiel-Reise nach Fernost aufbrechen.
Gegner der chinesischen U20 im Überblick:
18. November, 14 Uhr: TSV Schott Mainz
25. November, 14 Uhr: FSV Frankfurt
1. Dezember, 18 Uhr: TSG Hoffenheim II
9. Dezember, 14 Uhr: Wormatia Worms
10. Februar, 14 Uhr: TSV Steinbach
17. Februar, 14 Uhr: FC-Astoria Walldorf
24. Februar, 14 Uhr: SSV Ulm 1846
10. März, 14 Uhr: KSV Hessen Kassel
17. März, 14 Uhr: Eintracht Stadtallendorf
24. März, 14 Uhr: SV Elversberg
31. März, 14 Uhr: SV Röchling Völklingen
7. April, 14 Uhr: 1. FC Saarbrücken
14. April, 14 Uhr: SC Freiburg II
21. April, 14 Uhr:VfB Stuttgart II
5. Mai, 14 Uhr – Kickers Offenbach
12. Mai, 14 Uhr – 1. FSV Mainz 05 II
Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård
Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård schreibt radikal über sich selbst. Sein autobiografisches Romanprojekt „Min Kamp“ katapultierte ihn weltweit in die erste Reihe der Gegenwartsliteratur.
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Romance-Scamming: Wie Liebesbetrüger aus Westafrika deutsche Frauen abzocken
Wie jeder Mensch wollte auch Petra F. die große Liebe finden. Und sie fand sie – so glaubte sie zumindest. Doch am Ende brach man ihr nicht nur das Herz, sie verlor auch noch Tausende Euro an ihre vermeintlich große Liebe. „Dieses Gefühl, so dermaßen verletzt worden zu sein – das ist das, was am allermeisten weh tut“, so die 51-Jährige. Petra F. wurde Opfer eines so genannten „Romance Scammers“, übersetzt meint das „Romantik-Betrüger“. Sie lernte über das Dating-Portal „Lovoo“ einen im Irak stationierten US-Soldaten namens „Daniel“ kennen. Das gab er jedenfalls vor. Petra F. war empfänglich für die Romanze, sie hatte sich nach 27 Jahren Ehe vor einem Jahr von ihrem Mann getrennt und fühlte sich einsam. Der Flirt ging über Wochen, sie schrieben sich täglich nette Dinge, erkundigten sich nach dem Befinden und wie es bei der Arbeit läuft, wie es der Familie geht – alles auf Englisch. „Es waren so ganz normale Unterhaltungen, als wenn man zum Partner nach Hause kommt. Nach dem Motto: Liebling, wie war dein Tag?“, erzählt Petra F. Trotz der Entfernung entwickelte sich allmählich eine Art Liebesbeziehung. „Vertieft hat sich das Ganze nach drei oder vier Wochen, als er meinte, er würde mich sehr gerne kennenlernen. Ich wäre die Frau, die er sich vorstellen könnte. Von den ganzen Kontakten her hat sich das für mich auch richtig angefühlt. Und wir haben dann ausgemacht: Er kommt nach Deutschland, wir lernen uns kennen – und sehen, was sich daraus entwickelt.“ Petra F. erhielt immer romantischere Nachrichten von „ihrem Soldaten“, sie verliebte sich tatsächlich, habe Schmetterlinge im Bauch gehabt, wie in jungen Jahren. „Wenn dann das Gefühl von Liebe hinzukommt, dann schaltet das Gehirn irgendwann aus“, sagt sie heute.
Dokumente, Fotos und weitere Personen stützen Glaubhaftigkeit
Die Masche des „Romance-Scamming“ hat System. Denn auch Brigitte S. wurde Opfer der Liebesbetrüger: Sie fiel auf den angeblichen Soldaten „Philip“ aus Kanada herein, der vorgab, in Afghanistan stationiert zu sein. Er nannte sie „Honey“ und gab sich redlich Mühe, ihr Herz zu erobern: Morgens, mittags, abends wurde auch sie mit blumigen Nachrichten und Liebesbekundungen umgarnt. „Irgendwann hat bei mir das rationale Denken ausgesetzt und dann habe ich ihm auch zurückgeschrieben: Yes, I love you“, erzählt die heute 61-Jährige.
Was Brigitte S. zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Die Falle des Romance-Scammers hatte damit zugeschnappt. Nachdem Sie sich verliebt hatte, erzählte ihr der tolle Soldat von seinen gefährlichen Einsätzen. Bei einem dieser Einsätze habe er im Haus eines Politikers einen Koffer voll Bargeld gefunden, das er ins Ausland – zu Brigitte S. nach Deutschland – schaffen wolle. In den weiteren Chats drehte es sich fortan nur noch um Geld. „Philip“ stellte ihr einen angeblichen UN-Diplomaten vor, der sich um den Geldtransport kümmern sollte. Er schickte Kopien von Ausweispapieren und Transport-Dokumenten, die seine Geschichte glaubhaft machen sollten. Die damit verbundenen Kosten von 4.000 Euro sollte vorerst Brigitte S. übernehmen – danach würde er zu ihr kommen, bekundete ihr Philip. Nach langem Hin und Her habe sie sich überreden lassen: „Nachdem ich das zweite Mal Geld geschickt hatte, war wieder etwas mit der Polizei, die ihn nicht ausreisen lassen wollte. Ich sollte dann 7.000 oder noch mehr Euro schicken.“ Nach weiteren Ausflüchten und Geldforderungen habe sie einen Schlussstrich gezogen und den Kontakt abgebrochen, so Brigitte S. Sie hatte bis dahin 6.000 Euro verloren. Sie recherchierte im Internet und fand heraus, dass alle Dokumente gefälscht waren, die Fotos, die „Philip“ von sich geschickt hatte, waren von einem anderen Mann gestohlen. „Ich war am Boden zerstört.“ Sie habe einfach nicht glauben können, dass alles nicht wahr war, habe nicht mehr essen können, unter Albträumen gelitten. „Ich habe diesen Mann geliebt!“
FAQ Romance-ScammingSystematische Abzocke aus Westafrika
In Wirklichkeit hatte Brigitte S. es mit einem in Westafrika arbeitenden Mann zu tun. Die Liebesbetrüger sind meist in Ghana oder Nigeria angesiedelt. Dort arbeitet eine regelrechte Liebesmafia, die ihre Opfer über beliebte Dating-Portale, Singlebörsen oder einfach über Facebook kontaktiert – und eine Liebesbeziehung aufbaut, um Frauen in Europa systematisch um ihr Geld zu bringen. Allein in Nordrhein-Westfalen seien in den letzten anderthalb Jahren mehr als 100 solcher Fälle zur Anzeige gebracht worden, sagt Wolfgang Hermanns vom Landeskriminalamt NRW. Das sei jedoch „nur die Spitze des Eisbergs, da sich viele aus Scham oder weil sie nur kleine Beträge verloren haben, nicht zur Polizei gehen.“ Die Dunkelziffer der Opfer der so genannten Westafrika-Connection sei deshalb deutlich höher. Die Schadenssumme der angezeigten Fälle aus dem letzten Jahr betrug laut Hermanns zum Teil sechsstellige Summen; bei einem Fall waren es 200.000 Euro. Das Geld sehen die Opfer niemals wieder, da die Betrüger alles tun, um ihre Spuren zu verwischen und die wahren Identitäten zu verschleiern. Selbst wenn Geld beispielsweise über Western Union überwiesen wird, gehen die Betrüger mit gefälschten Ausweisen oder Mittelsmännern dort hin und holen das Geld ab. Die Verfolgung gestaltet sich von Deutschland aus in Zusammenarbeit mit den Behörden in Ghana und Nigeria schwierig und sei kaum möglich, sagt Wolfgang Hermanns. Die Betrüger wissen das und nutzen diese Schwachstelle gezielt aus.
Echte Liebe für eine Fälschung Fake-Profile im Internet (2074947)50.000 Euro und ein gebrochenes Herz
Petra F. verlor insgesamt fast 50.000 Euro. In ihrem Fall sei es um den Sohn ihrer vermeintlich großen Liebe gegangen, der alleine in den USA lebe und dringend Geld brauche, so Petra F. Das weckte das Mitleid der 51-Jährigen, die selbst Kinder hat. „Die ersten Geldforderungen kamen, weil der Aufpasser seines Sohnes das monatliche Budget quasi in Alkohol umgesetzt hatte, und er vom Irak aus kein Geld an seinen Sohn schicken konnte. Ob ich einspringen könne?“, erzählt sie. Auch ihr „Daniel“ schmiedete große Pläne: Er wolle zu Petra F. nach Deutschland ziehen. Und nebenbei wurden die benötigten Summen immer größer. Ihre Liebesbeziehung in der Ferne kam sie teuer zu stehen. „Es tut weh, es tut einfach weh! Nicht nur wegen des Geldes – natürlich tut das doppelt weh. Aber dieses Gefühl, so dermaßen verletzt worden zu sein…“
Brigitte S. hat ein Jahr gebraucht, um über ihre Erfahrung mit dem Romance-Scammer hinweg zu kommen. „Man zweifelt einfach an sich selbst und auch an allem anderen. Man denkt: Wie kann ich so bescheuert sein? Warum habe ich das nicht früher bemerkt? Warum hab ich das nicht früher überprüft? Dieses Warum lässt einen nicht los.“
Wie viele Frauen das jährlich erleben, was Petra F. und Brigitte S. passiert ist, lässt sich nur schätzen. Das Geschäft mit dem Romance-Scamming scheint grenzenlos zu sein. Und: Es trifft nicht nur Frauen, auch Männer werden Opfer von vermeintlich attraktiven, sozial engagierten tollen Frauen. „Es wird nie von Sex, es wird bewusst immer nur von Liebe gesprochen“, weiß Brigitte S. jetzt. „Es werden Gedichte verschickt, und das Leben wird in den schönsten Farben ausgemalt. Darauf kann jeder reinfallen, jeder!“ Alle, die ihre große Liebe also noch finden möchten, sollten eines beherzigen: Die echte, große Liebe muss man eben doch bald nach dem Kennenlernen persönlich treffen. Auf jeden Fall, bevor es um Geld geht!
FAQ Romance-Scamming
Dritter Sieg: Federer wahrt weiße Weste
Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer hat beim ATP-Finale auch sein abschließendes drittes Gruppenspiel gewonnen.
Der bereits zuvor als Halbfinalist feststehende Schweizer zog durch das 6:7 (5:7), 6:4, 6:1 in 1:55 Stunden gegen Marin Cilic aus Kroatien (Nr. 5) unbezwungen in die Vorschlussrunde von London ein.
Am Donnerstagabend spielten die beiden Turnierdebütanten Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 3) und Jack Sock aus den USA (Nr. 8) im direkten Duell (ab 21 Uhr im LIVETICKER) den zweiten Halbfinalisten der Boris-Becker-Gruppe aus. Der frühere US-Open-Champion Cilic hatte bereits vor dem Match gegen den amtierenden Australian-Open- und Wimbledonsieger Federer keine Chance auf ein Weiterkommen mehr.
Der 36-jährige Federer hat das diesmal mit acht Millionen Dollar dotierte Saisonabschlussturnier bereits sechs Mal gewonnen – zuletzt 2011.
In der Parallelgruppe steht bereits der Bulgare Grigor Dimitrow als Halbfinalist und Staffelsieger fest. Am Freitag spielen noch der Österreicher Dominic Thiem (Nr. 4) und David Goffin aus Belgien (Nr. 7) um den letzten freien Platz im Semifinale.
Cincinnati-Gewinner Dimitrow trifft auf Pablo Carreno Busta, der nach dem verletzungsbedingten Rückzug seines spanischen Landsmanns Rafael Nadal (Nr. 1) als Ersatzmann eingesprungen war.


