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Bayern trotzt Schwierigkeiten in Jena

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Der frühere deutsche Basketballmeister Bayern München hat seine Tabellenführung in der Bundesliga trotz einiger Schwierigkeiten mit dem achten Sieg in Serie gefestigt.

Bei Science City Jena gewann das Team von Trainer Sasa Djordjevic 85:78 (44:48) und führt mit 22:2 Punkten vor Alba Berlin (18:6) und den MHP Riesen Ludwigsburg (16:2).

Macvan sichert Sieg

In Jena musste Tabellenführer München, der Nationalspieler Danilo Barthel wegen einer Knieverletzung verlor, zur Aufrechterhaltung seiner Siegesserie Schwerstarbeit verrichten.

Erst 19 Sekunden vor dem Ende machte Milan Macvan mit dem Korb zum 85:78 den Erfolg perfekt. Braydon Hobbs war bester Werfer der Gäste (14).

„Sie haben auf höchstem Niveau gespielt. Man muss ihnen Respekt zollen“, sagte Hobbs bei Telekom Sport. Jenas Trainer Björn Harmsen meinte: „Wir sind mit viel Energie rausgekommen. Es war eine sehr gute Leistung von uns.“

Bamberg dreht am Ende auf

Meister Brose Bamberg gelang am Sonntagabend ein klarer 83:65 (34:26)-Erfolg über die Telekom Baskets Bonn, die Franken zeigten aber eine durchwachsene Vorstellung.

Bei der Neuauflage des Playoff-Viertelfinales der vergangenen Saison zog der Tabellenfünfte (14:8 Punkte) zu Beginn des Schlussviertels entscheidend davon.

Ludwigsburg setzt Serie fort

Ludwigsburg, das drei Spiele weniger als die Bayern absolviert hat, siegte am Sonntag 93:61 (45:25) gegen BG Göttingen.

Es war bereits der sechste Erfolg nacheinander. Berlin hatte bereits am Freitag mühelos gegen die Giessen 46ers gewonnen (88:66).

In Jena musste Tabellenführer München, der Nationalspieler Danilo Barthel wegen einer Knieverletzung verlor, zur Aufrechterhaltung seiner Siegesserie Schwerstarbeit verrichten.

Bayreuth festigt Platz

Am Samstag hatte medi Bayreuth das Derby gegen s.Oliver Würzburg 86:80 (35:39) gewonnen und seinen Platz in der Spitzengruppe gefestigt. James Robinson und Nate Linhart (je 13 Punkte) waren die besten Werfer bei den Gastgebern, die auf Rang vier liegen.

Topscorer der zehntplatzierten Würzburger war erneut Nationalmannschaftskapitän Robin Benzing (21).

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96-Boss Kind wehrt sich gegen Anzeigen

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Präsident Martin Kind von Hannover 96 hat sich gegen die Anzeigen wegen Untreue zur Wehr gesetzt.

Der 96-Boss stellte Strafantrag gegen Unbekannt, nachdem die Vorwürfe anonym erhoben wurden.

Der Vorwurf der Untreue sei „nicht haltbar“, sagte Fritz Willig, der Kind in den Ermittlungsverfahren als Rechtsanwalt vertritt.

Er habe deshalb die Einstellung des Verfahrens beantragt, erklärte Willig, „da eine Weiterführung auch den Tatbestand der Verfolgung von Unschuldigen beinhalten könnte. Außerdem habe ich Strafantrag gegen Unbekannt wegen falscher Verdächtigung, der Vortäuschung einer Straftat und Verleumdung gestellt.“

Zudem behalte man sich zivilrechtliche Schadensersatzansprüche vor. Kind will Hannover 96 komplett übernehmen und trifft dabei im Umfeld des Klubs auf großen Widerstand. 

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Beitrag vom 29.11.2017: Die Geschichte von Box-Weltmeister Manuell Charr: „Ich habe das Boxen auf der Straße gelernt“

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Sein Sieg bei den Box-Weltmeisterschaften ist eine wahre Sensation: Erst im April bekam Manuel Charr zwei neue Hüften – und kämpfte sich trotzdem in kurzer Zeit zum Titel. Sein Weg dorthin war lang und schwer.

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Murray macht sich über Trump lustig

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Der zweifache Tennis-Olympiasieger Andy Murray hat sich über US-Präsident Donald Trump lustig gemacht.

In seinem Tweet schrieb Murray „Die BBC rief gerade an, um zu sagen, ich würde WAHRSCHEINLICH zum Sportler des Jahres erkoren, aber ich müsste zusagen für ein Interview und für ein größeres Fotoshooting. Ich sagte, wahrscheinlich ist nicht gut genug – und lehnte ab. Dennoch danke!“

Damit bezog sich Murray auf einen Tweet von Trump, in dem dieser behauptet hatte, vom Time Magazine wahrscheinlich als Person des Jahres ausgezeichnet zu werden.

Das Magazin wies allerdings darauf hin, dass die Behauptung von Trump überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen würde.

Danach nahmen tausende Twitterer Trump den Tweet aufs Korn und schrieben, welche Ehrung sie in den letzten Tagen angeblich dankend abgelehnt haben.

Murrays Tweet erfreut sich großer Beliebtheit

In gerade einmal 14 Stunden wurde Murrays Tweet 45.000 Mal retweetet. 190.000 Twitter-User hatten dem Tweet zudem mit „Gefällt mir“ versehen – das sind deutlich mehr Likes und Retweets als Trump bekam – obwohl dieser über 40 Millionen Follower mehr als Murray hat.

Selbst Hollywood-Stars wie Julia Louis-Dreyfus nahmen Bezug auf Trumps Fauxpas und erwähnten in ihrem Tweet auch Murray, dessen Tweet offenbar als Ideengeber fungiert hatte.

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Kiel rückt an Europapokalränge heran

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Rekordmeister THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga zu den Europapokalplätzen aufgeschlossen.

Die Zebras gewannen am 15. Spieltag gegen Aufsteiger TV Hüttenberg 33:24 (17:13) und verbesserten sich mit 19:11 Punkten zumindest vorläufig auf den siebten Tabellenplatz, Hüttenberg (5:25) bleibt Letzter (DATENCENTER: Die Tabelle)

Kiels Miha Zarabec war mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie.

Das Spiel im Stenogramm:

THW Kiel – TV Hüttenberg 33:24 (17:13)
Tore: Zarabec (9/3), Wiencek (6), Rahmel (6), Frend-Ofors (4), Duvnjak (3), Dissinger (2), Vujin (2), Nilsson (1) für Kiel – Wernig (5/3), Mappes (4), Lipovina (4), Sklenak (3), Zörb (2), Hofmann (2), Stefan (2), Rompf (1), Fernandes (1) für Hüttenberg
Zuschauer: 10.285

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Lebensmittel und Zusätze – Warum Phosphat in den Döner gehört

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Am Lebensmittelzusatz Phosphat hat sich eine Diskussion über Zusatzstoffe entzündet. Dabei wird oft verkannt, welche wichtigen Funktionen diese Stoffe übernehmen können – und dass sie manchmal lebenswichtig sind.
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Heute stürzen reihenweise iPhones ab

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Das Datum 2. Dezember 2017 schickt die Geräte in eine Neustart-Schleife. Apple reagiert mit einem Update, das auch alle anderen iPhone-Nutzer installieren sollten.

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Ecocut Pro: Scheibenwischer Nachschneider für klare Sicht

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Der Ecocut Pro ist ein Nachschneider für Scheibenwischer. Zunächst kann man zwar schon ein wenig mit dem Begriff anfangen, doch wie genau das Produkt am Ende aussehen könnte, weiß man erstmal nicht. Im Grunde handelt es sich um ein sehr handliches Gerät, das einfach über den Scheibenwischer gezogen wird, um diesen sozusagen wieder nach zu schärfen. Somit wird die Windschutzscheibe beim Wischen wieder zuverlässig sauber und sorgt für eine klare Sicht beim Autofahren.

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Ecocut Pro in seiner Originalverpackung | grüner und weißer Schwamm variieren (Bild: Hersteller | Youtube)

Das eigene Auto ist Luxus, besonders für Fahranfänger, die mit Erreichen der Volljährigkeit endlich allein ein Auto fahren dürfen. Doch auch junge Erwachsene sind vor den Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen eines Kraftfahrzeuges nicht sicher. So gehen neue Bremssättel samt Klötzen gerne mal ins Geld und auch so Kleinigkeiten wie das Austauschen eines porösen Schlauches oder ein neuer Scheibenwischer sind nicht gerade umsonst.

Ecocut Pro – wenn der Scheibenwischer schmiert

Für den Scheibenwischer hat sich ein Hersteller nun ein praktisches Gadget einfallen lassen; und zwar den Ecocut Pro. Bei diesem Gerät handelt es sich um nichts anderes als um einen Nachschneider, der sich um den stumpfen Scheibenwischer-Gummi kümmert. Zur Verwendung wird der Ecocut Pro einfach einmal über die alte Wischerlippe gezogen und die oberste Schicht wird abgeschnitten. Jetzt erhält man einen nachgeschärften Scheibenwischer, der nun wieder zuverlässig arbeiten kann.


Praktisch: Zur Nutzung bzw. Instandsetzung des alten Scheibenwischers muss derselbe nicht einmal abmontiert werden. Es genügt die Scheibenwischer von der Windschutzscheibe aufzustellen und schon kann der Ecocut Pro über die Wischerlippe gezogen werden.


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Den Ecocut Pro einfach von oben nach unten über die Wischerlippe ziehen (Bild: Hersteller | Youtube)

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Ecocut Pro trennt die oberste Gummischicht der Wischerlippe ab (Bild: Hersteller | Youtube)

Besonders gut gefällt uns die Idee, da sie so simpel und dennoch genial ist. Ein so kleines Gadget, das überall hin mitgenommen werden könnte, aber wohl in den meisten Fällen in der Garage oder im Auto verstaut wird. In Sekundenschnelle ist der alte Scheibenwischer wieder so gut wie neu und arbeitet schlierenfrei. Wir sehen das Produkt auch als ideales Geschenk für Fahranfänger zur bestandenen Fahrprüfung oder auch allgemein für Fahrer eines Kraftfahrzeuges.

Der Ecocut Pro ist der optimale Begleiter im langen Leben eines Autofahrers, der auf eine klare Sicht beim Fahren nicht verzichten möchte. Attraktiv wird Ecocut Pro auch durch seinen günstigen Preis. Für nur 15,95 Euro kann das Auto-Gadget bestellt werden. Wir haben den Link im Folgenden für euch eingebunden.


Ecocut Pro kaufen


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2018 (noch) kein IndyCar-Rennen in Mexiko

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Als die IndyCar-Bosse Mitte Oktober den Rennkalender für die Saison 2018 herausgaben, war dieser noch nicht endgültig final. Neben den 17 festgezurrten Rennen bestand die Option, dass man auch das Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt ansteuert und den Kalender somit auf 18 Rennen wachsen lässt.

Nun aber steht fest, dass es zumindest für 2018 mit einem Mexiko-Comeback nichts wird. „IndyCar weiß die umfangreiche Rennsportvergangenheit in Mexiko zu schätzen und wir würden gerne wieder ein Teil davon sein“, so IndyCar-Chef Mark Miles, um anzufügen: „Wir werden weiter daran arbeiten, ein IndyCar-Rennen in Mexiko-Stadt in Zukunft Realität werden zu lassen.“ In der Pressemitteilung der Rennserie ist dabei von „2019 als frühestem Zeitpunkt“ die Rede.

Als Grund für die offizielle Verlautbarung, dass es 2018 definitiv noch nicht soweit sein wird, nennt Miles: „Wir sind nicht an dem Punkt, an dem wir einen Vertrag für die IndyCar-Saison 2018 abschließen könnten und wir spürten, dass wir die Entscheidung im Sinne der Fairness gegenüber unseren Teams, Herstellern und anderen Akteuren nicht länger hinauszögern konnten. Schließlich brauchen sie für ein Event dieser Tragweite die entsprechende Vorbereitungszeit.“

In den Jahren 1980 und 1981 sowie in den Jahren 2002 bis 2007 war die IndyCar-Serie unter dem Banner von CART beziehungsweise ChampCar bereits im Autodromo Hermanos Rodriguez zu Gast. Nun will man es also für 2019 wieder versuchen.

Die Formel 1 ist auf der vor einigen Jahren renovierten Strecke seit 2015 wieder zu Gast, nachdem man von 1993 bis 2014 ferngeblieben war.

© Motorsport-Total.com

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Kinostart von „Aus dem Nichts“: Oscar-Anwärterin Diane Kruger: „Ich lebe meinen Traum!“

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Die Tränen, sagt sie, kamen von allein. Sie brauchte weiß Gott keine Augentropfen, um Rotz und Wasser zu heulen, sich die Seele aus dem Leib zu greinen, die dünne Haut um die Augen verquollen wie nach Schlägen, die Nase rot und roh. Sie wimmert und windet sich für fast eine Viertelstunde – was lang ist in so einem Film und unerwartet brutal für den Zuschauer. Die Heftigkeit, mit der Diane Kruger da ihr unermessliches Weh auf die Leinwand kotzt, wringt einem schon mit besonders starken Händen das Herz. „Ja, wie spielt man so was?“, überlegt die 41-Jährige und zieht sich den dicken Bademantel fester um die Schultern. Es ist ein kühler Herbsttag in Los Angeles, vom Meer zieht feuchte Luft. Unterm Frottee trägt sie den sexy schwarzen Einteiler, in dem sie sich gerade hat fotografieren lassen. Die Haut um die Augen ist wieder glatt und makellos, die Nase gepudert und fein.13: Diane Kruger hat neue Beziehung zur Mutter aufgebaut – bff72414499e876e

Wir sitzen in der Villa Aurora, dem ehemaligen Heim des vor den Nazis geflüchteten Schriftstellers Lion Feuchtwanger, der sich hier in den 1940er Jahren mit Bertolt Brecht, Thomas Mann und anderen Exilanten gegen den braunen Sumpf in der fernen deutschen Heimat verband. Das Haus der Feuchtwangers beherbergt heute junge Künstler-Stipendiaten – und ist jedes Jahr Party-Location für eine Abordnung von deutschen Kinomachern und Honoratioren, die sich beglückt die Sonne auf die winterblasse Stirn scheinen lassen, wenn im Februar die Oscars verliehen werden und mal wieder was Deutsches nominiert ist. Im Januar gibt die Academy die Kandidaten bekannt: Die Chancen stehen gut, dass Diane Kruger samt ihrem Regisseur, dem Hamburger Fatih Akin, dann wieder in der Villa antanzt und auf den Preis für den besten ausländischen Film hofft. Mindestens das. Vielleicht, so hoffen Kruger-Fans, ist sogar mehr drin.

Diane Kruger gewann die Auszeichnung als beste Schauspielerin in Cannes

In „Aus dem Nichts“ sind es Hitlers stumpfe Enkel, deutsche Neonazis, die das Leben der Heldin aus der Bahn werfen. Sie verliert durch einen Bombenanschlag ihren Mann, ihr Kind, ihren Frieden, ihren Lebensmut. Es ist ein Gewaltakt auf allen Ebenen: nämlich Akins drastischer, beinahe angewiderter Blick auf das deutsche Rechtssystem ebenso wie die Tour de Force seiner Hauptdarstellerin, die, wie sie selbst sagt, „gar nicht das Empfinden hatte zu spielen, sondern nur zu reagieren auf herzzerreißende Situationen“. Als etwa ein Polizist ihr mitteilt, die Mordopfer, ihr Mann und Sohn, seien nicht mehr identifizierbar, da nur noch in Teilen vorhanden.

„Ich war am Schluss völlig fertig“, sagt Kruger. Sie kauert mit angezogenen Beinen auf dem Sofa vor Feuchtwangers Bücherregal – gerade noch, vor der Kamera, eine glamouröse blonde Sphinx, jetzt wieder entzaubert durch die Erinnerung an die harschen Dreharbeiten vor einem Jahr in Hamburg. „Als die letzte Klappe fiel, musste ich mir den Film buchstäblich vom Leib halten. Endlich wieder zunehmen, ich war so dünn geworden, musste wieder aufhören zu rauchen. Weihnachten stand vor der Tür, meine Mutter brauchte mich: Mein Stiefvater war während der Dreharbeiten gestorben, dann ihre Mutter, meine Oma. Ich kam also von der Arbeit nach Hause, und da saß meine Mutter und war so entsetzlich traurig. Diese ganzen überwältigenden Gefühle waren vielleicht gut für den Film, aber für uns, für meine Mutter und mich, war es wirklich schlimm.“h17202365_1024408186003

Als sie im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes „Aus dem Nichts“ zum ersten Mal mit Publikum sah, wusste sie, dass sich die Tortur gelohnt hat. Sie war irre stolz. Sie gewann die Auszeichnung als beste Schauspielerin. „Es hat mir sehr viel bedeutet“, sagt sie, „meinen ersten internationalen Preis für einen deutschen Film bekommen zu haben.“ Denn eines wollen wir mal nicht vergessen: Die Frau, die in Hollywood als „Da-jän Kruger“ berühmt ist und als „Diann“ im französischen Cinéma eine flotte Pariserin nach der anderen verkörpert, hatte in ihrem Heimatland bis dahin nicht einen einzigen Film gedreht.

Mitten aus Niedersachsen?

Konfusion erfüllt die einheimischen Medien schon bei der Ansprache ihrer global gefeierten und national nie so recht beanspruchten Landsfrau: Als „Da-jän“ begrüßte sie kürzlich auch der Moderator der NDR-Talkshow und erkundigte sich, ob sie beim Dreh in Hamburg etwa gefremdelt habe. Knappe Antwort: „Ich komm‘ aus der Nähe.“ Das war nicht schnippisch gemeint: So klingt man halt im Norden.

Im Dorf Algermissen bei Hildesheim („Provinz im liebsten Sinn des Wortes“, sagt sie barmherzig) ist Diane Heidkrüger geboren; der Vater arbeitet in der Computerbranche, die Mutter bei der Bank. Als sie 13 ist, lassen sich die Eltern scheiden, mit 16 zwitschert die hübsche Tochter ab nach Paris: als Gewinnerin eines Model-Wettbewerbs, der ihr früh finanzielle Unabhängigkeit bringen wird. Harald Schmidt hat den Teenager damals in seiner Show zu Gast. Sie guckt scheu von unten, die blonden Haare in Wolken um den Kopf gebauscht. Ihre Mutter lasse sie nur nach Paris ziehen, wenn sie nicht auf Partys gehe, verrät sie. Und, forscht Schmidt, bist du brav? Grinsen, Augenaufschlag, jaaaaa, sagt sie. Denn nach Hause, so viel ist klar, will sie nicht.

In Interviews beschreibt Kruger ihre Kindheit oft als frustrierend. Ihr Vater hat Alkoholprobleme, Diane findet Ablenkung und Trost im Tanz: Jedes Jahr im Sommer darf sie nach London, um dort an der Ballettschule zu lernen. Eine Knieverletzung beendet den Traum, da kommt das Modeln gerade recht. Sie genießt die Reisen, trifft berühmte Models („gegen Claudia Schiffer bin ich ein Zwerg“), freundet sich mit Mode-Größen wie Karl Lagerfeld an. Doch schon bald findet sie das Dasein als „Anziehpuppe“ langweilig.h17202386_947129308002

In Paris lernt sie nämlich Schauspieler kennen, geht viel ins Kino. Ihr Freund und späterer Ehemann Guillaume Canet hat die Schauspielschule Cours Florent besucht, wo auch Isabelle Adjani und Sophie Marceau gelernt haben. Dort schreibt sich Diane ein von dem Geld, das sie mit Modeln verdient hat. In Canets Regiedebüt „Bad, Bad Things“ spielt sie die weibliche Hauptrolle, und prompt werden die französischen Kritiker auf sie aufmerksam. Es ist jedoch ein Deutscher in Hollywood, der Diane Kruger zum Weltstar pushen möchte: Für sein Epos „Troja“ gibt Wolfgang Petersen der damals 26-Jährigen den Part der Helena, um deren Liebe bekanntlich ein Krieg entbrennt. Doch in der „New York Times“ heißt es schnöde, Petersens Entdeckung sei „zu schön, um je eine ausschlaggebende Rolle zu spielen“.

Was Diane Kruger bis heute für eine saublöde Bemerkung hält. Sie hat ihre Lehre daraus gezogen. Fortan meidet sie Rollen, die nurmehr Dekoration sind, „die Freundin vom Helden“. Und: Sie liest keine Kritiken mehr.

Pariser Diva, aber amüsant

Die Scheidung von Canet im Jahr 2006 nimmt sie zum Anlass für Inventur. Sie ist 30 Jahre alt, bildschön, spricht drei Sprachen fließend, hat die Welt und deren Luxushotels gesehen. „Ich habe mir echt eingebildet, ich hätte was erreicht im Leben“, bemerkt sie. „Aber dann habe ich gemerkt: Ich habe keine Ahnung von nichts.“

Sie macht Therapie, lernt, dass sie raus muss aus dieser „Blase“ von Bekanntschaften und Begebenheiten, die ihr nichts bedeuten. Sie hat den kanadischen Schauspieler Joshua Jackson kennengelernt, der ihr zeigt, dass Rucksackwanderungen in Neuseeland lustiger sind als Spa-Urlaube in Fünfsternehotels. Zehn Jahre sind die beiden ein Paar, im vergangenen Sommer haben sie sich getrennt. „It’s my party, and I cry if I want to“, schreibt sie melancholisch an ihrem 40. Geburtstag im Juli auf ihrem Instagram-Account. Während sie Jackson mit auf jeden roten Teppich nahm und gern über ihn sprach, ist sie mit dem Neuen zurückhaltender. Den „Walking Dead“-Helden Norman Reedus hat sie bei Dreharbeiten in Kalifornien kennengelernt. Sie gibt sich schweigsam.16-Deutscher Beitrag für die Oscars: „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin-5649023298001

Dabei ist sie gerade in US-Talkshows ein gern gesehener Gast – weil unteutonisch „easy going“ und nicht auf den Mund gefallen. Kürzlich saß Da-jän auf dem Sofa von Stephen Colbert und erzählte, dass an französischen Filmsets in der Mittagspause Wein ausgeschenkt werde, worauf er ihr und sich umgehend einen Rosé eingoss und ihr herzhaft zuprostete. Denn weit attraktiver als ihre deutsche Herkunft finden Amerikaner ihre französische Lebensart. Wenn sie im Flugzeug ein Upgrade in die erste Klasse erschleichen wolle, fragte Colbert neckisch, mit welchem ihrer vielen Akzente charmiere sie am Schalter? Mais bien sûr mit dem französischen, gab Diann drollig zurück. „Uuuuh, s’il vous plaît, isch ‚abe schon ganz geschwollene Füß, wollen Sie sehen?“, und voilà, zückte sie verführerisch die tadellosen Ballerina-Stelzen.

Überhaupt ist sie amüsanter, als man von einer Pariser Diva so erwartet. Und nicht zimperlich. Sie würzt ihre Erzählungen gern mit Ausdrücken, die im US-Fernsehen überpiept werden müssen. „Gibt es Leute in der Branche, die mich eine bitch nennen, weil ich den Mund aufmache, wenn mir etwas nicht passt? Absolut. Ich kann sehr direkt sein. So what?!“

Mit sich selbst ist sie auch nicht delikat. Für ihre Rolle in „Aus dem Nichts“ hat sie sich geradezu deglamourisiert. „Ich musste mich erst dran gewöhnen“, sagt sie und lacht, „dass ich schlimmer aussah, wenn ich aus der Maske kam, als wie ich rein bin. Während des Drehs war mir das nicht wichtig. Nur einmal, da hatte ich einen Riesenpickel. Und Fatih so: Das ist aber geil! Da habe ich gestreikt. Du bist nicht auf der Riesenleinwand zu sehen, habe ich gesagt – der Pickel wird abgedeckt!“

„Je älter ich werde, desto klarer wird mir, was Glück ist.“

Die beiden planen nun eine Serie über Marlene Dietrich, den vielleicht letzten deutschen Weltstar. Marlene habe sie schon immer fasziniert, sagt Kruger, sie sei so missverstanden worden.Hells Angels Faith A_16.10

Wie Kruger selbst?

Sie zögert. Manchmal habe sie das Gefühl, man nehme es ihr übel, dass sie ins Ausland gegangen ist. Sie zuckt die Achseln. „Ich lebe meinen Traum! Das hat nichts mit Orten zu tun – glücklich bin ich nicht, weil ich ein Haus in Paris habe. Glücklich bin ich, weil ich mit der Schauspielerei etwas gefunden habe, das mich ausfüllt. Es war nicht immer einfach, aber ich durfte und darf machen, was ich mir wünsche. Und je älter ich werde, desto klarer wird mir, was für ein Glück das ist.“

Dennoch bleibt sie Außenseiterin, sagt sie, in Deutschland wie in Frankreich: „Nicht, dass ich mich unwohl fühle: Aber ich passe nirgends rein.“

Wirklich nicht? Dabei ist Deutschland gerade ganz verliebt in seinen Re-Import. Der Beweis: Bislang hat noch kein Mensch gemosert, dass die Landestochter auf dem Weg nach oben einfach den guten deutschen Nachnamen halbiert und die Umlautpünktchen weggestrichen hat.

Die Franzosen? Ach, die haben sich Diann doch so genüsslich einverleibt, dass sie sie sogar in einem Krimi die Tochter von Catherine Deneuve, ihrem Nationalheiligtum, spielen lassen. So geschehen im vergangenen Jahr; Diane gibt zu, dass sie sich kaum traute, die Göttliche anzufassen.

Und Hollywood? Ach, wenn ihr sie liebt: Gebt ihr doch einfach den Oscar.AUS DEM NICHTS – Trailer

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