Heidi, Heidi, Heidi: «Germany’s Next Topmodel» geht in die 14. Staffel

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Heidi Klum fährt mit dem Cabrio durch Berlin, um ihre Gastjurorin abzuholen. Sie schreibt persönlich Tischkärtchen für ein Kandidatinnen-Dinner. Und entscheidet bereits nach einer Stunde, für wen der Traum von einer Modelkarriere schon wieder vorbei ist. Die 14. «Germany’s Next Topmodel»-Staffel, die an diesem Donnerstag (20.15 Uhr) auf ProSieben startet, wird vollends zur Klum-Show.

In den neuen Folgen ist die 45-Jährige erstmals allein in der Jury und setzt auf wechselnde Gäste, darunter Kolleginnen wie Gisele Bündchen, Winnie Harlow und Toni Garrn. Aber auch der Moderator und Ex-ZDF-Showmaster Thomas Gottschalk sowie die ehemaligen «GNTM»-Juroren Wolfgang Joop, Michael Michalsky und Thomas Hayo helfen bei der Modelsuche.

Gleich zu Beginn der neuen Staffel holt Klum ihre erste Gewinnerin von 2006, Lena Gercke, am Set der Musikshow «The Voice of Germany» ab, bei der das Model Ko-Moderatorin ist. Auf der Autofahrt zum Set witzeln die beiden über Gerckes kleine Ohren und erinnern sich an ihren damaligen Sieg.

Die 30-Jährige zeigt den heutigen Kandidatinnen in der ersten Episode den perfekten Laufsteg-Walk in einer Berliner U-Bahn-Station. Die jungen Frauen tragen dabei Kleider von Designer Michalsky und werden musikalisch von Songwriter Nico Santos (26, «Rooftop») unterstützt. Klum bewertet sie derweil mit bekannt bissigen Kommentaren («Die läuft wie ein Bauer»). 

Die Alleinunterhalterin setzt bei den 50 Mädchen, die es in die Show geschafft haben, erneut auf einen bunten Mix. Eine religiöse Inderin, die zweite Transgender-Kandidatin und die ein oder andere Zicke sorgen für Background-Geschichten, ohne die kaum noch eine Castingshow auskommt.

«Das Bild in der Modeszene hat sich total verändert. Personality wird immer wichtiger», erklärte Klum am Montagabend während eines Events ihres Senders in Berlin. Dort meldete sich die Show-Gastgeberin per Live-Schalte aus Los Angeles. Neben einer ausgefallenen Persönlichkeit achte sie verstärkt auf Diversität, also auf möglichst unterschiedliche Model-Typen.

Die Modelshow muss seit Jahren Kritik am vermittelten Rollenbild und Schönheitsideal von Frauen einstecken. Im vergangenen Jahr erlebte der Protest, auch durch die #MeToo-Debatte, eine neue Qualität. Schülerinnen aus Hamburg sammelten mit einem Protest-Song massenhaft Klicks im Netz. Darin heißt es übersetzt: «Ich bin nicht Heidis Mädchen. Ich bin mehr als mein Aussehen.»

Auf die Quoten hatte das kaum Auswirkungen. Das Finale der 13. Staffel, das die dunkelhäutige Stuttgarterin Toni Dreher-Adenuga gewann, schauten 2,64 Millionen Zuschauer – mehr als im Jahr davor.

In diesem Jahr soll die Klum’sche Dauerpräsenz die Quoten positiv beeinflussen. Die Moderatorin aus Bergisch Gladbach ist nach ihrer Verlobung mit Tokio-Hotel-Gitarrist Tom Kaulitz ohnehin in aller Munde. Da passt es gut, dass die Band mit «Melancholic Paradise» den neuen GNTM-Titelsong beisteuert. Es wäre überraschend, wenn Klum bei der Musikauswahl nicht ein Wort mitzureden hatte.

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