Wenn Produkte absichtlich so konstruiert sind, dass sie eine deutlich verringerte Lebensdauer haben, nennt man das „geplante Obsoleszenz“. Übers die Tricks der Hersteller haben wir mit Wirtschaftsjournalist Norman Laryea geredet.
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„Geplante Obsoleszenz“ – wenn der Neukauf billiger ist als die Reparatur
Hoeneß wünscht sich mehr Tradition
Bayern-Präsident Uli Hoeneß setzt sich dafür ein, dass Bundesliga-Basketball nicht nur in großen Städten stattfindet, sondern auch Traditionsvereine die Liga bereichern.
„Ich bin auch ein großer Freund der Tradition, aber die muss man immer neu erarbeiten. Wenn ich hier heute diese klasse Veranstaltung sehe, dann ist es durchaus möglich, Bundesliga-Basketball in dieser Stadt zu realisieren. Mein Traum wäre es, dass es Basketball in vier, fünf großen Städten gibt und dazu Traditionsvereine wie Heidelberg, Tübingen oder Ludwigsburg“, sagte Hoeneß beim Sponsoren-Event der MLP Academics im Olympiastützpunkt Heidelberg.
Der ansässige Verein, die MLP Academics, spielt momentan in der zweiten Liga, strebt aber zurück in die Bundesliga.
„Das soll der Startschuss für eine neue Ära sein. Wir wollen in drei Jahren in der Bundesliga spielen“, sagte Academics-Geschäftsführer Matthias Lautenschläger.
Die MLP Acedemics, die früher USC Heidelberg hießen, gewannen neun Mal die deutsche Meisterschaft. Zuletzt allerdings 1977. Es wird also wieder Zeit.
Wie das funktionieren soll, weiß Uli Hoeneß. Schließlich spielten seine Bayern auch in der zweiten Liga, als er das Ruder übernahm und den Verein zu einem Spitzenklub der BBL formte.
„Der erste Schritt ist der Aufstieg. Dann muss man erstmal ein, zwei Jahre die Liga halten und sich etablieren. Wenn du dir einen guten Namen erarbeitet hast, dann kriegst du auch gute Spieler. Schließlich können nicht alle in der NBA spielen. Dann brauchst du im Verein Gesichter, mit denen man etwas aufbauen kann. Wenn die wichtigsten Spieler jedes Jahr wechseln, kriegt der Fan nicht das Gefühl, dass hier etwas entsteht. Man braucht Kontinuität“, rät Hoeneß den Verantwortlichen der Academics.
Ein erster Schritt ist sogar schon gemacht. Künftig sollen die Academics in einer neuen und größeren Halle auf Korbjagd gehen.
Werner zurück im RB-Kader – Hecking überrascht
Timo Werner steht bei RB Leipzig (ab 19.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) erstmals seit seinem Ende März erlittenen Muskelfaserriss wieder im Kader. Yussuf Poulsen feiert gegen Mainz seine Startelf-Rückkehr.
Bei den Gastgebern bekommt Winter-Neuzugang Bojan Krkic mal wieder eine Chance von Beginn an.
Debüts in Gladbach
Trainer Dieter Hecking überrascht bei Borussia Mönchengladbach mit Laszlo Benes, der sein Startelf-Debüt feiert. Der 19-Jährige ersetzt in der Offensive Raffael.
Beim Gegner Hertha BSC gibt Jordan Torunarigha ebenfalls sein Startelf-Debüt.
Julian Brandt kehrt bei Bayer Leverkusen für das Duell beim Tabellenletzten Darmstadt 98 in die Startformation zurück.
Finnbogason gibt Comeback
Beim FC Augsburg feiert feiert Alfred Finnbogason sein Comeback nach überstandener Schambeinentzündung. Für den Isländer ist es der erste Ligaeinsatz seit Ende September. Auch Daniel Baier ist wieder fit.
Philipp fehlt verletzt
Der SC Freiburg muss vorerst auf Maximilian Philipp verzichten, der Offensivspieler erlitt im Training einen Muskelfaserriss.
In Abwesenheit von Diego Benaglio und Luiz Gustavo führt Mario Gomez den VfL Wolfsburg gegen Freiburg als Kapitän aufs Feld.
Philipp Wollscheid, der letztmals am 24. September für den VfL Wolfsburg auf dem Rasen stand, ersetzt gegen den SC Freiburg in der Innenverteidigung den gelbgesperrten Luiz Gustavo.
Bei den Gästen steht Karim Guede überraschend in der Startelf. Sein letzter Kurzeinsatz datiert vom Dezember. Auch Innenverteidiger Caglar Söyüncü steht nach über einem Monat mal wieder von Beginn an auf dem Platz.
Syrien: Schweiz verspricht Syrien 74 Mio. Franken

Brüssel/New York – Die Schweiz hat an der Syrien-Konferenz am Mittwoch in Brüssel knapp 74 Millionen Franken in diesem Jahr für die Unterstützung von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland zugesagt. An der Konferenz nahmen mehr als 70 Staaten und internationalen Organisationen teil.
Die Konferenz wurde jedoch vom jüngsten mutmasslichen Giftgasangriff auf Zivilpersonen in Syrien überschattet. Eine kurzfristig einberufene Sitzung des UNO-Sicherheitsrates über eine von den USA, Grossbritannien und Frankreich eingebrachten Resolution endete am Mittwoch ergebnislos. Zuvor hatte Russland erklärt, den Entwurf nicht zu unterstützen. Es kam daher gar nicht erst zu einer Abstimmung.
Bundesrat Didier Burkhalter gab an der Konferenz bekannt, dass sich die Schweiz mit 66 Millionen Franken für die Verbesserung der humanitären Lage der Menschen beteiligen will. Ausserdem will sie 7,5 Millionen Franken zur Friedensförderung einsetzen. Deutschland seinerseits versprach 1,2 Milliarden Euro.
Die Aussenminister lobten ausserdem die Bemühungen Jordaniens, des Libanons und der Türkei bei der Aufnahme der Flüchtlingen. Deutschland habe «grossen Respekt und grosse Dankbarkeit» gegenüber diesen Ländern, obwohl sie selbst wirtschaftlich weit schwächer seien als Europa, sagte der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel.
Der libanesische Regierungschefs Saad Hariri verwies bei der Konferenz auf die schwierige Lage durch rund eine Million Flüchtlinge in seinem Land. «Die aktuelle Situation im Libanon ist eine tickende Zeitbombe», sagte er an der Konferenz. Hariri, mit dem sich Burkhalter traf, forderte die Teilnehmerstaaten auf, «in den Frieden zu investieren».
Auch Burkhalter betonte, wie wichtig die Unterstützung der syrischen Nachbarstaaten sei. Deshalb habe die Schweiz unter anderem bereits 140 Schulen im Libanon und in Jordanien saniert. davon profitierten sowohl einheimische wie auch Flüchtlingskinder. «Wir haben zudem unser Engagement für den Zugang zu Trinkwasser verstärkt», sagte Burkhalter. Auch unterstütze die Schweiz Start-Up Unternehmen, damit neuer Arbeitsplätze geschaffen werden.
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte zur Syrien-Konferenz in Brüssel deutlich mehr Engagement der internationalen Gemeinschaft für die vor dem Bürgerkrieg geflohenen Menschen gefordert. Nach Angaben einer Sprecherin sind 2017 erst sechs Prozent der dringend benötigten rund 4,6 Milliarden Dollar von den Gebern ausgezahlt worden. Im Libanon lebten bereits jetzt sieben von zehn Flüchtlingen unterhalb der Armutsgrenze, sagte die Sprecherin.
Bei der letzten Syrien-Konferenz in London hatte die internationale Gemeinschaft über zwölf Milliarden Dollar bis zum Jahr 2020 zugesagt. Sechs Milliarden Dollar davon waren für das vergangene Jahr vorgesehen.
Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini bekräftigte, dass die EU ebenfalls bereit sei, den Wiederaufbau in Syrien zu unterstützen. Dieses Angebot könne «eine Friedensdividende» sein, um den Konfliktparteien bei den UNO-geführten Verhandlungen zur Lösung des Konfliktes einen Anreiz zur Einigung zu geben.
Mogherini bekräftigte erneut, dass die Wiederaufbauhilfe erst in Frage komme, wenn in Syrien ein politischer Übergang eingeleitet worden sei.
Um nun aber Frieden in Syrien zu erreichen, müssen laut Burkhalter die Konfliktparteien endlich aufhören, weiterhin Maximalforderungen zu stellen.
Grossbritannien und Frankreich können sich einen Frieden nur ohne den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vorstellen. «Ich sehe einfach nicht, wie Assad federführend bleiben kann, nach dem, was er bereits getan hat», sagte der britische Aussenminister Boris Johnson.
«Von den 400'000 Menschen, die schätzungsweise in Syrien getötet wurden, ist er für den grössten Teil der Schlächter-Rechnung verantwortlich», sagte Johnson weiter. Man müsse in der Geschichte sehr weit zurückgehen, um einen Tyrannen zu finden, der unter solchen Umständen habe im Amt bleiben können.
60. Geburtstag: Aki Kaurismäki
Der Finne Aki Kaurismäki ist ein vielfach ausgezeichneter Regisseur, nicht zuletzt, weil er seinen Filmfiguren immer etwas ganz Besonderes mit auf den Weg gibt. Er gilt als großer Melancholiker des Weltkinos. Heute wird er 60 Jahre alt.
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Giftgasangriff in Syrien: „Es muss wieder eine Grundlage der Humanität geschaffen werden“
Es macht fassungslos und hilflos zugleich. Die Nachricht von dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff am gestrigen Dienstag in Syrien ist erschütternd. Nach bisherigen Angaben soll es mindestens 72 Todesopfer gegeben haben, darunter auch 20 Kinder. Dazu Dutzende Verletzte. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte vor Ort berichtet, dass die Überlebenden typische Symptome zeigten wie Atemnot, Ohnmachtsanfälle, Übelkeit und Schaum vor dem Mund. Und während die Ärzte in Chan Scheichun noch um das Leben einiger Opfer kämpften, wurde ihre Klinik mit einer Rakete beschossen. Auch die örtliche Zentrale der „Weißhelme“ wurde getroffen.
Immer wieder werden im Syrien-Krieg Zivilisten und auch Helfer Ziele schwerer Angriffe. „Das geht zu weit“, sagt der Mainzer Sozialmediziner und Menschenrechtsaktivist Prof. Gerhard Trabert. Trabert setzt sich seit Langem für die Versorgung der Menschen im Kriegsgebiet ein. Er war selbst noch bis vor wenigen Tagen in Syrien und unterstützt Ärzte und Krankenhäuser in der betroffenen Region. „Es muss wieder eine Grundlage der Humanität geschaffen werden“, fordert er. Es müsse doch möglich sein, sich in diesem Krieg zumindest darauf zu verständigen, dass Ärzte, Krankenhäuser, Hilfskonvois und die Zivilbevölkerung nicht attackiert werden.
Live bei stern TV wird Gerhard Trabert von der aktuellen Lage berichten und darüber sprechen, was getan werden muss, um die Menschen zu schützen und zu versorgen.
04-Zahlreiche Tote nach Angriff mit chemischen Waffen in Syrien-5384600144001
Hilfsorganisationen Syrien
Frühes Aus für Maria
Tatjana Maria ist beim WTA-Turnier im mexikanischen Monterrey an ihrer Auftakthürde gescheitert. Die 29 Jahre alte Mutter unterlag in der ersten Runde der an Nummer zwei gesetzten Anastassija Sergejewna Pawljutschenkowa aus Russland mit 1:6 und 3:6.
Ebenfalls in der ersten Runde ausgeschieden ist die Kanadierin Genie Bouchard. Die 23-Jährige verlor gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo mit 6:7 und 3:6.
Kerber letzte Deutsche
Aus deutscher Sicht ist Angelique Kerber die große Hoffnung bei dem Turnier. Die Nummer eins der Welt aus Kiel trifft zum Auftakt auf Francesco Schiavone (ITA). Die Frech-Open-Siegerin von 2010, mittlerweile nur noch Nummer 152 der Welt, startet dank einer Wildcard.
Zeitz fehlt Kiel wochenlang
Handball-Rekordmeister THW Kiel muss voraussichtlich vier bis fünf Wochen auf Linkshänder Christian Zeitz (36) verzichten. Der Weltmeister von 2007 zog sich beim 25:24-Erfolg der Kieler gegen den TVB 1898 Stuttgart einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu und fällt damit auch für das Final Four am kommenden Wochenende in Hamburg aus. Dies teilte der THW nach einer Untersuchung von Zeitz am Montag mit.
Zudem wird Zeitz dem Bundesliga-Zweiten wohl auch bei den nächsten drei Liga-Spielen gegen den TBV Lemgo, Frisch Auf Göppingen und GWD Minden sowie in den Viertelfinal-Partien der Champions League gegen den spanischen Top-Favoriten FC Barcelona fehlen.
Erwitte im Kreis Soest – 16-Jährige stirbt nach Infektion mit Ehec-Darmkeimen
An den Folgen einer Infektion mit Ehec-Darmkeimen ist in Erwitte im Kreis Soest eine 16 Jahre alte Jugendliche gestorben. Es ist unklar, wo die Jugendliche sich infiziert hat. Weitere Fälle im Kreisgebiet sind nicht bekannt.
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„Persona 5“: Wehret den Erwachsenen
So cool war lange kein japanisches Rollenspiel mehr: In „Persona 5“ meistern die Spieler den Teenager-Alltag und kämpfen in Traumwelten gegen die korrupte Obrigkeit.
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