Für muslimische Arbeitnehmer empfiehlt sich im Fastenmonat Ramadan ein Besuch beim jeweiligen Betriebs- oder Werksarzt. Darauf weist jetzt der Bund-Verlag hin und bezieht sich auf eine Broschüre der „Initiative Gesundheit und Arbeit“. Ärzte können Fastenden Anregungen für gesunde Ernährung im Ramadan geben, die keine Nebenwirkungen oder Ausfallerscheinen hervorruft.
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Dresden – Fasten im Ramadan mit Betriebsarzt besprechen
Neues Geld für eine neue Welt
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SolSource Sport: Solargrill für umweltbewusste BBQ-Fans
Jeder Tag, an dem die Sonne lacht, liefert uns neben der guten Laune auch eine ganze Menge an potentieller Energie, die jedoch meist ungenutzt bleibt. So wird auch an heißen Tagen kräftig der Kohlegrill geschürt, was einerseits ins Geld geht und andererseits eine ganze Menge an Rauch erzeugt. Der SolSource Sport ist eine innovative, ökologische und praktikable Alternative; er bündelt die Sonnenstrahlen und ermöglicht so ein feuerfreies Outdoor-Grillerlebnis – ähnlich wie der GoSun Grill.

Grillen gehört an einem schönen Sommertag am See, im Park, beim Campen, am Strand oder im heimischen Garten einfach dazu. Doch gerade wenn der Spaß außerhalb des eigenen Grundstücks stattfinden soll, ergeben sich schnell einige Probleme; einerseits ist ein Kohlegrill nicht immer einfach zu transportieren und andererseits ist das Grillen mit Feuer an vielen öffentlichen Plätzen nicht gestattet. Dank dem SolSource Sport von One Earth Designs gehören diese Probleme nun der Vergangenheit an.
Das Feuer wurde nicht neu entdeckt – nur weggelassen
Neben den bereits genannten Verboten ist die Rauchentwicklung eines transportablen Kohlegrills eines der größten Ärgernisse, denn über den Rauch freuen sich nicht nur die Menschen in der Umgebung, er wirkt sich auch negativ auf den Geschmack des Essens aus. Abgesehen davon bringt offenes Feuer immer ein gewisses Risiko mit sich. Der SolSource Sport hingegen kommt komplett ohne Feuer aus, denn er bündelt die Energie der Sonne und konzentriert sie auf die Kochfläche.
Die Spiegel selbst bleiben dabei kühl und können problemlos angefasst werden. Somit ist dieser mobile Solarkocher nicht nur im Punkto Sicherheit ein Vorreiter, sondern lässt sich auch problemlos in öffentlichen Plätzen einsetzen, die das Grillen mit Kohle nicht erlauben. Die Koch-/Grilltemperatur beträgt dabei an einem sonnigen Tag stolze 280°C und wird innerhalb von 5-10 Minuten erreicht. Doch auch an etwas wolkigeren und windigen Tagen ist das Gadget einsatzbereit – die Entwickler versprechen „Solange sie ihren Schatten sehen können, wird der SolSource Sport funktionieren!“.


Simples Grundprinzip, praktikabel und vielseitig anwendbar
Mit dem SolSource Sport kann man seinen Kaffee zubereiten, Essen kochen, grillen, ja sogar Dinge frittieren und das kinderleicht. Grundsätzlich kann man alle Arten an Töpfen, Pfannen und Teekannen verwenden, die Entwickler haben aber auch einen Artikel über die optimale Auswahl des Kochgeschirrs verfasst. Aufgebaut ist der SolSource Sport in unter 5 Minuten und die Demontage dauert gerade einmal 180 Sekunden. Mit 4,5 Kilogramm ist er ein echtes Leichtgewicht und passt zerlegt in eine 44×61 cm große Tragetasche. Somit gehört er definitiv zu den transportableren Solarkochern und ist ideal für Camper geeignet.
Abschließend lässt sich sagen, der SolSource Sport ist der ideale transportable Herd für die Freunde der Sonne und umweltbewussten BBQ-Liebhaber. Vorbestellen kann man ihn auf Kickstarter für 133 Euro auf August 2017. Das angestrebte Finanzierungsziel von 20.000 Dollar wurde bereits um stattliche 100.000 Dollar überboten.
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Paddon crasht, Tänak übernimmt Spitze
Hayden Paddon muss auf seinen zweiten WRC-Sieg weiter warten. Der Neuseeländer verspielte bei der Rallye Sardienien 2017 auf der 13. Wertungsprüfung die Führung. Bei der zweiten Durchfahrt von „Coiluna-Loelle“, die mit 14,95 Kilometern von der Papierform her eigentlich die leichteste Prüfung des Tages war, fädelte der Hyundai-Pilot ein und beschädigte sich eine Antriebswelle. Er konnte die Rallye nicht mehr fortsetzen. Dafür riecht es nun nach einer Premiere: Ott Tänak (M-Sport-Ford) hat am Ende des zweiten Tages 24,3 Sekunden Vorsprung auf Jari-Matti Latvala (Toyota).
Am zweiten Tag des italienischen WRC-Laufs wurde einiges auf den Kopf gestellt: Thierry Neuville (Hyundai) verlor eine Minute im Kampf um den Sieg wegen defekter Bremsen. Andreas Mikkelsen (Citroen), Sebastien Ogier (M-Sport-Ford) und Mads Östberg (Adapta-Ford) hatten auf derselben Prüfung Reifenschäden. Den Hammer des Tages lieferte jedoch Paddon ab, der sich selbst ohrfeigen könnte. „Verdammter Amateurfehler!“, schrie er sich im Ziel der 13. Prüfung den Frust von der Seele. „Ein absolut blöder Fehler. Ich habe zu früh eingelenkt und mir eine Antriebswelle beschädigt. So dämlich!“
Große Veränderungen am Vormittag
Schon am Vormittag wurde kräftig an der Reihenfolge gerüttelt: Während Paddon seine Führung verteidigte, ging es dahinter drunter und drüber – speziell auf der dritten Prüfung des Tages, der 28,11 Kilometer langen WP12 „Monte Lerno“, die den berühmten Micky’s Jump beinhaltete. Zunächst verlor Neuville, der den Tag auf Position zwei in Angriff genommen hatte und eigentlich seinen Teamkollegen attackieren wollte, die Bremsen. Er musste sich ohne Bremswirkung durch WP12 schleppen. Das kostete eine Minute und warf den Belgier auf Platz vier zurück.
Durch das Pech von Neuville rückte Tänak auf die zweite Position nach vorn, doch auch der Ford-Pilot kämpfte mit Bremsproblemen – wenn sie auch weit weniger problematisch ausfielen als bei seinem Rivalen. „Tut mir Leid für Neuville. Das ist Sardinien, da passieren solche Dinge immer wieder“, sagt er. Er wusste noch nicht, dass er bald noch mehr Glück haben sollte.
Auf den Verfolgerplätzen wurde die Reihenfolge auf WP12 mächtig durcheinandergewürfelt. Östberg, Ogier und Mikkelsen wurden allesamt zu Reifenwechseln in der Prüfung gezwungen. Ogier verlor die gerade zurückeroberten Plätze fünf und sechs wieder an die Toyota-Piloten Juho Hänninen und Esapekka Lappi, während Östberg im Ziel der Prüfung von einem vor Wut schnaubenden Jari-Matti Latvala besucht wurde. „Wenn ich dafür keine Zeitgutschrift bekomme, dann schmeiße ich diesen Sport hin!“, fluchte der Finne, der in Östbergs Staubfahnen fahren musste.
Tänak auf dem Weg zum ersten WRC-Sieg
Auf der Nachmittagsschleife wurden dann nur noch harte Reifen verwendet, nachdem die Wechselorgie auf WP12 den meisten Fahrern wohl doch Muffensausen bereitet hatte. Paddon half das auch nicht mehr; der Hyundai-Pilot verbaute sich durch den Fehler alles. Nun übernahm Tänak die Führung, indem er drei Prüfungen hintereinander gewann. Latvala konnte nur noch zusehen: „Ott fährt sehr, sehr schnell. Er will diesen Sieg unbedingt, aber warten wir ab – zunächst einmal muss er die Rallye beenden.“
Neuville kann nur noch Rang drei nach Hause bringen, da ihn der Bremsdefekt zu viel gekostet hatte. „Zu schade, wir hätten jetzt geführt“, hadert er am Ende des Tages. Dahinter sind Lappi und Hänninen drauf und dran, Toyotas bestes Mannschaftsergebnis seit der WRC-Rückkehr aufzustellen. Hänninen musste seinen Landsmann aber durchwinken, weil er sich auf der letzten Prüfung des Tages drehte und leichten Flurschaden davontrug. „Ich habe mich am Start gedreht und am Ende die Servolenkung verloren“, erstattet er Rapport.
Bei Sebastien Ogier (M-Sport-Ford) war die Stimmung schon einmal besser. Nachdem Reifenwechsel liegt er hoffnungslos abgeschlagen auf Rang sechs. „Das war ein hartes Wochenende bisher“, stöhnt er. Der Franzose hat – ganz untypisch für ihn – noch keine einzige Prüfung auf der Rallye, die ihm traditionell entgegenkommt, gewonnen. Mal war es die Traktion, mal Untersteuern. Ogier ist auf Kurs zu seinem schlechtesten Resultat der Saison – Platz sechs.
Debatte um Startintervalle am Morgen
Östberg und Mikkelsen hatten noch weitere Probleme. Beim Citroen-Neuzugang brach auf der letzten Prüfung das vordere Differenzial und der Norweger musste sich mit Heckantrieb durchschlagen. Östberg beklagte derweil Aufhängungsprobleme: „Das Auto zieht beim Bremsen immer in eine Richtung. Deshalb musste ich langsamer fahren.“ Östberg und Mikkelsen sind die letzten noch in der Rallye befindlichen WRC-Piloten, die nicht unter Rally2 oder mit hoffnungslosem Rückstand fahren.
Der Tag begann mit einer Kontroverse um die Startintervalle. Nachdem es am Eröffnungstag noch Startintervalle von drei Minuten gegeben hatte, schraubte der Veranstalter für den zweiten Tag auf Zwei-Minuten-Intervalle zurück. Zahlreiche Fahrer waren ob der staubigen Sichtverhältnisse so erbost, dass die Intervalle für den Rest des Tages aus Sicherheitsgründen wieder auf drei Minuten festgesetzt wurden, später sogar auf vier.
Am Sonntag stehen nur noch etwas mehr als 40 Wertungskilometer auf dem Programm: Nach zwei Durchfahrten von „Cala Flumini“ und der nur 6,96 Kilometer langen „Sassari-Argentiera“ ist Schluss auf Sardinien. Letztere Prüfung ist bei der zweiten Durchfahrt die Powerstage.
© Motorsport-Total.com
Tod mit 88: «Batman»-Schauspieler Adam West gestorben
Der «Batman»-Schauspieler Adam West ist tot. West sei am Freitag im Alter von 88 Jahren in Los Angeles gestorben, teilte seine Familie bei Facebook mit. Er habe an Leukämie gelitten.
«Es gibt keine Worte, die beschreiben könnten, wie sehr wir ihn vermissen werden. Wir wissen, dass ihr ihn auch vermissen werdet, und wollten euch wissen lassen, wie viel eure Liebe und eure Unterstützung ihm über die Jahre bedeutet haben», hieß es in der Mitteilung.
«Es macht mich traurig, vom Tod von Adam West zu hören», schrieb der Schauspieler Elijah Wood beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Er war eine Legende als Batman.» Die Schauspielerin Alyssa Milano twitterte: «Ruhe in Frieden, Adam West.»
Der 1928 im US-Bundesstaat Washington als William West Anderson geborene Schauspieler war in den 60er Jahren als Superheld Batman in der gleichnamigen Serie bekannt geworden. Die Serie feierte weltweit Erfolge und gilt bis heute als Kult.
Danach fand West nur noch kleinere Rollen und arbeitete auch als Synchronsprecher, unter anderem für die Serie «Family Guy».
So schaffen Sie Lebensraum für Insekten
Gärten sind ein wichtiger Lebensraum für Insekten, gerade in Zeiten des Insektensterbens. Mit diesen Tipps machen Sie aus Ihrem Garten ein Insektenparadies.
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Bayern verlängern mit Leistungsträger
Vladimir Lucic (27) bleibt den Basketballern des FC Bayern München treu. Der frühere serbische Nationalspieler hat seinen Vertrag beim Playoff-Halbfinalisten um zwei Jahre bis Sommer 2019 verlängert.
„Wir sind sehr froh, dass Vladimir bei uns bleibt und wir uns so schnell einig geworden sind“, sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic nach dem Vertragsabschluss am Freitag. Der Small Forward war vor einem Jahr aus Valencia an die Isar gewechselt.
Reus am Knie operiert
Nationalspieler Marco Reus von Borussia Dortmund hat sich bereits am Mittwoch das lädierte hintere Kreuzband im rechten Knie operieren lassen.
„OP gut verlaufen“, twitterte der Flügelstürmer am Samstagabend aus dem Krankenbett.
Bei Facebook schrieb er: „Ich bin schon auf dem Wege der Besserung. Nun wird eine relativ lange Reha-Phase folgen, die ich – mit allem, was ich habe – angehen werde! Ich werde alles tun, um bald wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin immer stark zurückgekommen, und das wird auch dieses Mal so sein.“
Reus (28) hatte im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) vor zwei Wochen einen Kreuzband-Teilriss erlitten. Er wird voraussichtlich mindestens sechs Monate lang ausfallen.
Skulptur Projekte Münster 2017
1977 brauchten die Aasee-Kugeln von Claes Oldenburg noch Polizeischutz. Heute ist die Skulptur Projekte Münster, die nur alle zehn Jahre stattfindet, ein kultureller Höhepunkt. Wir haben Künstler und Kuratoren im Vorfeld besucht. Und zeigen, was diesmal besonders ist. In Wort, Bild, Ton – und 360-Grad-Panoramen.
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Bergsteigen unter Extrem-Bedingungen: Wie Andy Holzer als erster Blinder den Mount Everest über die Nordroute bestieg
Der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer wollte das schier Unmögliche schaffen: Er wollte unbedingt den höchsten Berg der Welt besteigen, den Mount Everest. Dabei gelten für diesen Extrem-bergsteiger ganz eigene Bedingungen. Er kann den Fels nur fühlen. Selbst ein Wanderweg auf einen Berg, der für Sehende ein Spaziergang ist, fordert von einem Blinden höchste Konzentration, erklärt Andy Holzer. „Beim Gehen orientiere ich mich hauptsächlich nach den Geräuschen meines Vordermannes. Ich muss analysieren, ob er auf einen Stein steigt oder auf ein Moospolster oder eine glitschige Stelle.“ An der Felswand fahre er „wie eine Reinigungskraft“ mit der Hand herum, um zuvor befestigte Haken zu finden. Und wenn es steil bergauf geht, setzt er die Füße direkt dorthin, wo vorher seine Hände hingegriffen haben. In flachen Bereichen muss Holzer auf allen Vieren kriechen.
Aber kann auf diese Weise eine Besteigung eines Achttausenders gelingen? Es kann. Andy Holzer hat schon immer seine Träume gelebt und über die Jahre die höchsten Berge aller Kontinente bestiegen: Den Kilimandscharo in Afrika, den Elbrus im russischen Kaukasus und den Aconcagua in Südamerika. Holzer bezwang auch den Mount McKinley in Alaska, mit seinen extremen Temperaturbedingungen. Er kletterte mit einem Freund aus der Heimat auf die Carstensz-Pyramide in Papua-Neuguinea. Und im vergangenen Jahr erreichte Andreas Holzer den Gipfel des Mount Vinson in der Antarktis. Das Gipfelpanorama hat er auf keinem einzigen dieser Berge gesehen. Doch auch er habe einen jeweils ganz eigenen Eindruck bekommen, der ihm den optischen ersetze, sagt der 50-Jährige. „Jeder für sich war der Wahnsinn, jeder hat anders gerochen, eine andere Ausstrahlung gehabt, ein anderes Wesen.“
Seit der Kindheit nicht aufzuhalten
Andreas Holzer ist von Geburt an blind, er leidet an Retinitis Pigmentosa. Doch seine Eltern ließen ihren Jungen wie alle anderen Kinder im Dorf aufwachsen. Er lernte Schlittschuhlaufen, Skifahren und sogar Radfahren. Immer orientierte er sich an Geräuschen. Mit seiner Familie wanderte er regelmäßig, als 23-Jähriger wagte er die erste Klettertour mit einem Freund. „Das ist nicht so einfach mit einem Blinden und alle haben gesagt, das ist verrückt, wenn da etwas passiert, der weiß ja nicht einmal, wo er ist“, sagt Andy Holzer selbst. „Aber ich wusste damals, das ist der Start meiner alpinen Laufbahn.“
„Andy, jetzt bist du mitten in der Alpin-Historie unterwegs!“
Der Mount Everest war der letzte Berg der „Seven Summits“, der sieben höchsten Berge der Welt, den er noch nicht bezwungen hatte. Zwei Mal war das Projekt umständehalber bereits gescheitert. Im April 2017 wagten Andy Holzer und zwei Bergsteiger-Freunde einen dritten Anlauf. Holzer wäre der erste blinde Bergsteiger, der den technisch anspruchsvolleren Nordhang hoch zum Mount Everest beging. Vom Basiscamp auf 6.400 Metern Höhe sollte es über drei Camps auf den Gipfel des höchsten Berges der Welt gehen.
Jeder einzelne Schritt musste vorher besprochen werden. Als akustische Hilfe klopften seine Begleiter zusätzlich gegen Felswände, die er passieren musste. Die Wetterbedingungen und die Sauerstoffgeräte gegen die dünner werdende Luft machten das Unterfangen nicht einfacher. Nach mühevollen Stunden erreichten sie das zweite Camp. „Da war in der Nach ein Sturm par excellence“, berichtet Andy Holzer. „Wir haben 12 Stunden in dem Zelt gelegen und uns nicht unterhalten können, obwohl wir auf wenigen Zentimetern eng zusammenlagen. Das war ganz, ganz grausig. Du weißt dann, dass Schlafen nicht möglich ist, und denkst: die Gliedmaßen einfach ruhig liegen lassen, muss schon was bringen.“
Am nächsten Morgen begann in 8.000 Metern Höhe eine pfeilgerade, steile Firnflanke: die letzten 300 Höhenmeter bis zum Lager Drei. Dort stellte sich ein weiteres Problem: Andy Holzer hatte kein Wasser mehr. Und um auf 8.300 Metern einen Liter Schnee zu schmelzen, braucht es etwa zwei Stunden. Und dennoch.
„Leute, steht auf, es ist fast alles möglich“
Am 20. Mai um 23 Uhr in der Nacht brachen Andy Holzer und seine Begleiter mit einem dreiviertel Liter Wasser im Gepäck zum Gipfel auf. mehrere Stunden Aufstieg lagen noch vor ihnen. Sein Freund Klemens dirigierte den blinden Andy Holzer per Zuruf vorbei an Fix-Seilen, die ihn hätten stolpern lassen können. Jede Kleinigkeit konnte zur Gefahr werden. Die Leiter in 8.610 Metern Höhe stammt noch von der Erstbesteigung der Nordroute 1975. Andreas Holzer war davon elektrisiert: „Wenn du da wirklich mit deinen Händen diese historische Leiter anfassen kannst und da diese 25 Meter hochsteigst – das war für mich so: Andy, jetzt bist du mitten in der Alpin-Historie unterwegs, wo so viele Geschichten geschrieben worden sind! Das war wirklich noch mal ein Push.“ In dem Augenblick habe für ihn festgestanden: Er würde es schaffen. Von dem irrsinnigen Panorama der Himalaya-Gipfel konnte er zwar nichts sehen. Aber er erlebte den Berg auf seine eigene, blinde und ganz besondere Art, erzählt Andy Holzer: „Dieser Sonnenaufgang war für mich umhauend. Als blinder Mensch spüre ich an der linken Hälfte die frische Morgensonne, das hat so gebrizzelt, und an der rechten Körperhälfte, im Westen, spüre ich die Nacht eiskalt – das war so unglaublich. Mir sind die Tränen gekommen. Fundamentale Natur!“
Am 21. Mai um 7:10 Uhr erreichte Andy Holzer auf 8.848 Metern den Gipfel des Mount Everest. Den höchsten Punkt der Erde. Als erster blinder Bergsteiger über die anspruchsvolle Nordroute.
Für diesen Erfolg fand Andreas Holzer anschließend bewegende Worte: „Wir haben ein Symbol gesetzt, dass man mit Muskelkraft und intellektueller Kommunikation wahnsinnig viel erreichen kann. Und liebe Leute, steht auf, verfolgt eure Träume, hört nicht was die anderen sagen [..] Es ist wirklich fast alles möglich. Der Everest und wir drei, haben es glaub ich bewiesen.“
