Unter dem Motto „Architektur schafft Lebensqualität!“ soll der „Tag der Architektur 2017“ an diesem Wochenende wieder das größte Architekturfestival des Jahres werden. Besucher sind auch in private Wohnhäuser eingeladen, um neue – und erneuerte – Architektur vor Ort zu erleben. Zum Beispiel diese.
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Ungewöhnliche Einblicke in fremde Häuser
Gläubiger Poker-Champion: Wie Christoph Vogelsang mit Gottes Beistand Millionär wurde
Christoph Vogelsang ist ein gläubiger Pokerspieler. Er spielt Online-Poker und lebt davon. Und kürzlich hat er bei einem Pokerturnier in der realen Welt sechs Millionen Dollar abgesahnt. Es war am 1. Juni, als der 31-jährige Deutsche beim „Super High Roller Bowl“ in Las Vegas nach fünf Stunden schließlich die entscheidende Hand ausspielte. Dann der Jubel – und Christoph Vogelsang ist plötzlich Multi-Millionär. Er gewann das prestigeträchtigste Poker-Event des Jahres. „Ich habe seit vielen Jahren viel Poker gespielt und es hat mir immer viel Spaß gemacht. Ich habe da auch Geld mit gewonnen, aber nie ein großes Live-Turnier wirklich gewonnen. Und wenn man dann gewonnen hat, denkt man: Wow, es hätte nicht besser laufen können!“
Wie sind Glücksspiel und christlicher Glaube vereinbar?
stern TV traf den Poker-Champion vergangene Woche in seiner Wahlheimat London und hat ihn in die Kirche begleitet. Dort betet er mehrmals pro Woche, auch außerhalb der Messe. „Wenn ich alleine hier bin, ist das ein Ort der Ruhe und ein Ort, wo ich mit Gott sprechen kann – wo ich reflektieren kann und wo ich mich zu Hause fühle“, erklärt Christoph Vogelsang. Der Glaube an Gott, sagt er, habe ihm auch beim Pokern in Las Vegas geholfen. „Ich hab nicht direkt dafür gebetet, das Turnier zu gewinnen. Das wäre zu finanziell motiviert. Ich würde eher dafür beten, dass ich gute Dinge mit dem Geld mache, dass ich gut damit umgehe.“
Christoph Vogelsang verdient Millionen mit einem Glücksspiel. Ist das mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren? Auch er habe darauf noch keine endgültige Antwort gefunden, so der 31-Jährige. Aber seinen Gewinn aus Las Vegas wolle er größtenteils spenden: „Ich möchte mit dem Geld etwas Gutes machen, und es nicht für materielle Sachen ausgeben“, sagt der studierte Wirtschaftswissenschaftler. „Ich weiß nicht, ob das richtig ist, aber in meinem Kopf ist das immer die Rechtfertigung dafür, dass Poker vielleicht etwas Gutes ist.“ So könne er sich etwa vorstellen, Start-up-Unternehmen zu unterstützen, bei Freunden zu investieren und auch im karitativen Bereich etwas zu unternehmen.
Online-Poker als Übung für echte Millionengewinne
Während des Studiums in London hatte Christoph Vogelsang eher zufällig mit dem Pokern begonnen, erwies sich aber schnell als erfolgreich – und wurde Profispieler. Den Master in Wirtschaft machte er im Prinzip nebenbei. Insgesamt hat Christoph Vogelsang in den letzten acht Jahren knapp 14 Millionen Dollar beim Pokern erspielt. Damit ist der gebürtige Münsterländer hinter Fedor Holz der erfolgreichste deutsche Pokerspieler. Seine 75-Quadratmeter-Wohnung im Londoner Norden ist dafür recht bescheiden. In den letzten Jahren sei die teuerste Anschaffung eine Kaffeemaschine gewesen, so der Poker-Profi: „Ich lebe hier schon lange. Ich habe eine Kirche in der Nähe, meine Freunde wohnen hier. Ich habe nicht vor in eine größere Wohnung zu ziehen. Ich brauche kein Auto und ich fliege ganz normal weiter Economy. Mir geht’s gut!“
Seine Wohnung ist auch sein Arbeitsplatz, wo er sich auf die großen Turniere vorbereitet. Regeln, Bluffen, Mimik und Gestik – fast alle Kniffe holt er sich im Internet. Fünf bis zehn Stunden wöchentlich stecke er etwa in Theorie, 20-30 Stunden spiele er Online-Poker. Während Christoph Vogelsang anfangs noch um 50 Dollar spielte, geht es inzwischen auch um Beträge von bis zu 10.000 Dollar – pro Spiel! Zum Teil spielt er in drei Online-Pokerräumen gleichzeitig. Dieser Online-Background sei äußerst wichtig für die Live-Turniere. „Man lernt Pokern dadurch, dass man immer wieder seine Hände analysiert und indem man Software-Tools benutzt. Wenn man nur Live-Poker spielt, ist das sehr schwierig.“ Auch sein Ehrgeiz helfe ihm beim Spielen, der Drang, sich beweisen und mit anderen messen zu wollen.
Nur Christophs Freundin erkennt, wann er blufft
Wenn Christoph Vogelsang gerade mal nicht um Tausende Dollar spielt, verbringt er die Zeit mit seiner Freundin Elisabeth, mit der er seit acht Monaten zusammen ist. Das Paar hat sich in einer Gebetsgruppe kennen gelernt. Von Pokern habe sie zuvor gar keine Ahnung gehabt, erzählt Elisabeth: „Christoph hat mal versucht, es mit zu erklären. Aber da ich nicht mal weiß, wie viele Karten ein Spiel hat, lief das nicht so gut“, so die Britin. „Ich lerne langsam dazu – und vor allem weiß ich, wenn Christoph blufft. Ich weiß es einfach! Und das Geheimnis werde ich nie verraten.“
Elisabeth sollte das Geheimnis auf jeden Fall bis zu den Poker-Weltmeisterschaften im Juli für sich behalten. Denn da geht es wieder einmal ums Ganze für den gläubigen Glücksspiel-Profi.
Görges peilt Finale auf Mallorca an
Julia Görges greift nach ihrem ersten Finaleinzug im Jahr 2017.
Die Fed-Cup-Spielerin trifft im Halbfinale des WTA-Turniers auf Mallorca auf Catherine Cartan Bellis aus den USA (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).
Die 28-Jährige hatte sich am Freitag im deutschen Duell deutlich gegen Sabine Lisicki durchgesetzt. Lisicki musste sich bei ihrem ersten Turnier nach siebenmonatiger Verletzungspause nach 1:30 Stunden 2:6, 4:6 geschlagen geben.
Für Görges ist es das dritte WTA-Halbfinale in diesem Jahr. Bereits in Budapest und Auckland war sie in die Runde der letzten vier eingezogen, dort jedoch jeweils gescheitert.
SPORT1 begleitet das Turnier am Samstag ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und berichtet auf SPORT1.de und in der SPORT1 App.
EM-Auslosung: Losglück für deutsche Handballer
Die deutschen Handball-Europameister gehen bei ihrer Mission Titelverteidigung erst einmal den ganz großen Namen aus dem Weg.
Bei der Auslosung am Freitag in Zagreb bekam das Team von Bundestrainer Christian Prokop für die EM im kommenden Jahr (12. bis 28. Januar 2018) den WM-Dritten Slowenien sowie Mazedonien und Montenegro als Gegner in der Gruppe C zugelost. Austragungsort der deutschen Vorrundenspiele ist Zagreb. Die Partien finden voraussichtlich am 13., 15. und 17. Januar statt
„Wir sind in einer Gruppe mit Gegnern, die mit großem Nationalstolz und heißblütigen Fans die Spiele gegen uns zu Heimspielen machen werden. Deshalb hoffe ich, dass wir auch einen großen Fansupport in Zagreb stellen können“, sagte Prokop. DHB-Vizepräsident Bob Hanning erklärte:
„Das ist eine schwere Aufgabe, weil wir drei Auswärtsspiele vor uns haben. In Kroatien hätten wir uns sicher einige andere Gegner lieber gewünscht. Das wird eine richtige Herausforderung, lässt uns aber auch vom Halbfinale träumen.“
Da das DHB-Team zu den vier topgesetzten Gruppenköpfen gehörte, blieb den Deutschen ein Vorrundenduell gegen Gastgeber Kroatien, Weltmeister Frankreich und Vize-Europameister Spanien ohnehin erspart. Es hätten allerdings auch Olympiasieger Dänemark und Vize-Weltmeister Norwegen in die deutsche Gruppe gelost werden können.
In der Hauptrunde könnte es dann allerdings zu einer Neu-Auflage des EM-Finals von 2016 kommen. Damals hatte die DHB-Auswahl 24:17 gegen die Spanier gewonnen.
Jeweils die drei Erstplatzierten der vier Gruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Die Deutschen würden dann auf die drei besten Teams der Gruppe D treffen. Dort spielen neben Spanien noch Dänemark, Tschechien und Ungarn.
Die Auslosung:
Gruppe A (Split): Kroatien, Schweden, Serbien, Island
Gruppe B (Porec): Frankreich, Weißrussland, Norwegen, Österreich
Gruppe C (Zagreb): Deutschland, Mazedonien, Montenegro, Slowenien
Gruppe D (Varazdin): Spanien, Dänemark, Tschechien, Ungarn
Schlafforschung – Warum wir in fremden Betten so schlecht schlafen
Viele Urlauber und Geschäftsreisende wissen das. Eine Nacht im fremden Bett ist oft wenig erholsam. Was raubt uns da den Schlaf und was können wir dagegen tun?
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Einig gegen Hass im Netz
Nach langen Verhandlungen haben die Fachpolitiker der Koalition einen Durchbruch erzielt. Das Gesetz, das Plattformen wie Facebook zur Löschung strafbarer Inhalte verpflichtet, kann jetzt bereits kommende Woche verabschiedet werden.
MOKEY Hand Spinner im Test: Aus Carbon und in Glanz-Optik
Hand- oder Fidget-Spinner – zwei unterschiedliche Namen für das gleiche Produkt. Eindeutig ist jedoch die Tatsache, dass sich die kleinen Nervositätsbekämpfer seit einiger Zeit in den Top-Charts der Bestseller herumtreiben und somit wahre Kassenschlager sind. Wir selbst wollten uns nun auch ein Bild von den Mini-Gadgets machen und widmen uns heute den Hand Spinnern vom Unternehmen MOKEY.

Anfangen möchten wir mit dem Hand Spinner in Glanz-Optik, der auch der günstigere von beiden heute vorgestellten Spinnern ist. Der Spinner ist schnell aus seiner Plastikverpackung genommen und direkt einsatzbereit. Der Hersteller wirbt auf seiner Website mit hoher Kreativität, die man bei diesem Hand Spinner auslassen kann – dazu kommen wir gleich. Zunächst noch etwas zur Optik. Unser Spinner kam mit goldenem Button, der in der Mitte spürbar perfekt ausbalanciert angebracht wurde. Das Kugellager ist extrem leise und beim Spinnen kaum zu hören. Besonders in der Öffentlichkeit stört der Spinner somit keinen und kann sorgenfrei genutzt werden.
Glanz-Optik und austauschbare Halte-Buttons
Die Hochglanz-Optik gefällt uns gut und fasst sich auch sehr gut an. Das angenehme Gewicht durch das genutzte Kunststoff-Material unterstützt das Erscheinungsbild und rundet die ganze Sache ab. Seitlich befinden sich jeweils zwei weitere Kugellager mit Metallkugeln, die zu einer verbesserten Laufleistung beitragen sollen. Beim mittleren Lager handelt es sich um ein Keramikkugellager, für optimale Laufruhe. Optisch macht der Hand Spinner auch einiges her.



Besonders gut gefällt uns das geringe Gewicht und die enorme Laufruhe beim Spinnen. Der Hand Spinner ist schnell angedreht und läuft seelenruhig vor sich hin. Außerdem lässt sich der kleine Spinner auch individualisieren oder „charakterisieren“, wenn man so will. Denn der mittig befestigte Button ist durch eine einfache Drehung abnehmbar und lässt sich einfach durch eine andere Farbe austauschen. Außerdem kann man den Halte-Button auch an ein seitliches Metall-Kugellager drehen und erhält somit einen Spinner mit einem ganz anderen Schwerpunkt, was gerngesehene Abwechslung bringt. Ebenso lässt sich auch jedes der drei Kugellager mit einem Button bestücken – auch in verschiedenen Farben.
Uns persönlich hat der Spinner gut gefallen und hat mittlerweile einen festen Platz auf dem Schlüsselschränkchen, um beim Verlassen des Hauses schnell in die Hosentasche gesteckt zu werden. Aber auch Zuhause beim Arbeiten oder Schauen eines Films, sorgt der Spinner für angenehme Entspannung. Wenn man erstmal den „Spin“ raus hat, merkt man schnell den Abbau des Stresslevels und steigerte sogar die Konzentration. Für 29,95 Euro kann der Hand Spinner von MOKEY in verschiedenen Farben gekauft werden.
Hand Spinner in Glanz-Optik kaufen

Als zweiten Kandidaten haben wir uns noch das Premium-Modell von MOKEY angesehen. Dieser trägt den Beinamen Carbon Pro und überzeugt mit seiner extrem hochwertigen Verarbeitung und – wie der Name schon verrät – durch das verwendete Material: Carbon. Das Design wirkt sehr technisch und passt perfekt zu uns Gadget-Fans. Im Inneren läuft ein Keramikkugellager, das für eine schöne Laufruhe sorgt, jedoch ein wenig geräuschvoller als der oben vorgestellte Kunststoff-Spinner; auch dem höheren Gewicht geschuldet, jedoch kein Kritikpunkt. Auch beim MOKEY Carbon Pro Spinner lässt sich der Button, durch einen anderen ersetzen.
Ja oder Nein?! – Dieser Spinner sagt es dir!
Gut gefällt uns das mitgelieferte Schutz-Sleeve aus Leder, das hohe Qualität vermittelt und den Fidget Spinner passgenau entgegen nimmt. Das MOKEY-Logo wurde mit einem Laser eingraviert. Zwei Druckknöpfe an der Seite verwahren den Spinner sicher im Inneren. Der Hersteller hat jedoch noch weiter gedacht und spendiert seinem Carbon-Spinner eine kleine Entscheidungshilfe, indem – ganz simpel – ein „YES“ und ein „NO“ auf die Seiten des Hand Spinners aufgedruckt wurden. In seinem Produktvideo wird sich genau diesem Produktfeature gewidmet und stellt dem Protagonisten im Video die Frage „Drink or Drive?“. Wie genau die Entscheidungshilfe dann genau funktioniert entnehmt ihr dem folgenden Video. Für 59,98 Euro erhaltet ihr das Premium Modell von MOKEY.
Hand Spinner Carbon Pro kaufen


MOKEY hat mit seinen zwei Hand Spinnern zwei Zielgruppen abgedeckt: Die Hand Spinner Nutzer, die viel Wert auf geringes Gewicht, Individualität und einen günstigen Preis legen und zum anderen die Anwender, die sich auf Premium-Modelle fokussieren. Denn beim Carbon-Spinner erhält man neben dem hochwertigen Carbon Fidget Pro auch noch ein praktisches Transport-Case, um den Spinner beim Mitführen nicht unnötig zu verkratzen. Abschließend lässt sich sagen, dass wir in unsere Test mit beiden Hand Spinner zufrieden waren und die Features des jeweiligen Modells zu schätzen wussten. In stressigen Situationen haben uns die Spinner beschäftigt und tatsächlich auch beruhigt.
Was wir in unserer Testzeit leider noch nicht hinbekommen haben waren Tricks. Hier müssen wahrscheinlich noch ein paar Tage oder Wochen mehr vergehen, bis wir ein weiteres Stück sicherer im Umgang mit den Spinnern werden. Nach wenigen Minuten war ein einhändiges Andrehen, Spinnen und Balancieren auf einem Finger jedoch kein Problem. Eine wirkliche „Übungszeit“ in dem Sinne benötigt man bei der Einfachheit des Gadgets nicht. Das Herumwerfen und wieder Auffangen bedarf jedoch etwas mehr Training.


Baku-Qualifying: Vettel, Hamilton oder Red Bull?
Die Formel-1-WM ist im Jahr 2017 bislang ein Zweikampf zwischen Spitzenreiter Sebastian Vettel und Lewis Hamilton.
Doch beim Großen Preis von Aserbaidschan könnte am Ende ein lachender Dritter profitieren – Red Bull. Die „Bullen“ dominierten beim Großen Preis von Aserbaidschan in Baku die Freien Trainings: Max Verstappen drehte am Freitag die schnellste Runde, Teamkollege Daniel Ricciardo wurde Dritter.
Vettel erlebte einen gebrauchten Tag und wurde nach insgesamt sechs Verbremsern Fünfter. Hamilton landete sogar nur auf Platz zehn, über eine Sekunde hinter Verstappen. Der Engländer verzichtete allerdings auf den Einsatz der weichsten Reifenmischung, die Topzeiten begünstigt. Vor dem achten WM-Lauf liegt Hamilton zwölf Punkte hinter Vettel zurück.
Diesen Rückstand will Hamilton verkürzen, im Idealfall sogar aufholen. Dazu bedarf es beim Qualifying am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) jedoch eine Topleistung.
„Die Reifen auf Temperatur zu bekommen, ist sehr schwierig – selbst wenn die Strecke 50 Grad Celsius warm ist. Es ist total merkwürdig“, zeigte sich Hamilton verwundert.
Vettel klangt dabei schon ein bisschen zuversichtlicher. „Ein durchwachsener Tag. Es ist unheimlich schwer, sich hier zu orientieren. Im Training zieht man den Joker und fährt geradeaus. Es ist keine einfache Strecke, aber das Auto fühlt sich eigentlich ganz gut an für morgen.“
Auf dem schwierigen Stadtkurs wird auch in der Qualifikation höchste Konzentration gefragt sein. Im vergangenen Jahr gewann Weltmeister Nico Rosberg nach der Quali auch das Rennen – eine Extra-Motivation für Vettel, es seinem Landsmann nachzumachen.
TV-Tipp: Der alte Mann und der Storch
Störche gibt es in Mitteleuropa mittlerweile wieder vermehrt, und meistens sitzen sie hoch oben auf den Dächern. Es geht aber auch anders, wie die Reportage «Der alte Mann und der Storch» erzählt, die an diesem Samstag um 19.25 Uhr auf Arte zu sehen ist.
Es ist Anfang März in Kroatien, in einer Flusslandschaft namens Lonjsko Polje, durch die die Save fließt. Hier, im Dorf Cigoc, lebt Stjepan Vokic. Der pensionierte Hausmeister einer Schule hat eine ganz spezielle Freundin: Es ist die Storchendame Malena.
Seit fast einem Vierteljahrhundert schon kümmert er sich hingebungsvoll um sie, denn sie kann nicht mehr fliegen, nachdem sie angeschossen worden war. Einen Partner hat sie trotzdem, den Storch Klepetan. Wenn er im Herbst nach Afrika fliegt, wohnt Malena bei Stjepan im Hause.
Der Mann hat der Störchin nicht nur einen Horst auf dem Dach seines Hauses gebaut, sondern auch eine Rampe, die dort hinaufführt – samt Regendach über dem großen Nest. Laut klappernd stolziert sie erstaunlich grazil nach oben. Und ihr Freund steigt ihr nach, um sie zu füttern, denn die paar Heuschrecken, die sie vom Erdboden aufpicken kann, reichen nicht.
Stjepan fischt aus dem Strom, was an der Angel hängen bleibt, und reicht ihr die Häppchen. Fisch liebt sie besonders. Malena hat sich total an den Witwer gewöhnt, lässt sich füttern und streicheln, auch ins Haus hinein folgt sie ihm – zum Fernsehen. Autofahren scheint sie besonders zu genießen, denn dabei streckt sie gerne ihren Kopf aus dem Fenster. Mit dem Schnabel im Fahrtwind ist das Fahren ja fast so schön wie das Fliegen.
Malena und Klepetan bekommen auch Nachwuchs, der teilweise mitgefüttert wird (sie benötigen bis zu fünf Kilo Fisch am Tag). Stjepan kann die drei Jungstörche sogar anfassen, was ein Fremder niemals dürfte.
Im Dorf hat jedes Haus mindestens ein Nest, manche auch zwei – insgesamt sind es 47. Dass der Weißstorch die Kinder bringen soll, ist natürlich eine Mär – und in dieser Gegend von Kroatien würde sie ohnehin kaum zutreffen, da es dort nur noch wenige junge Menschen gibt. Viele ziehen in die größeren Städte.
Die Autorinnen Mirjana Momirovic und Caroline Haertel erzählen die anrührende Geschichte der besonderen Mensch-Tier-Freundschaft stimmungsvoll, einschließlich anschaulicher Aufnahmen direkt aus dem Storchennest, wo die Jungtiere beringt werden und erste Flugübungen machen.
Nebenbei erfährt der Zuschauer viel über die Menschen, die in den Dörfern leben. Manche wohnen in bis zu 250 Jahre alten Holzhäusern. Die Landschaft mit ihrem vielfältigen Artenreichtum ist überaus faszinierend, Fluss und Flut bestimmen das Leben der Menschen und Tiere. Doch Ackerbau und Viehzucht lohnen sich nicht mehr. Teilweise wird auch ökologische Landwirtschaft betrieben, aber sie findet wenige Nachahmer.
Führt die Dokumentation zu Nachahmern, die einem hilflosen Tier aufopferungsvoll helfen? Es kann daraus eine einzigartige Freundschaft entstehen, mit vielen Entbehrungen: Urlaub ist nicht drin, die Hausfassade dient schon mal als Toilette. Aber es gibt auch viele entschädigende Momente voller Dankbarkeit, Lebensfreude und schier grenzenlosem Vertrauen – soweit das zwischen Mensch und wildem Tier möglich ist.
Chronisch kranke Kinder oft nicht gut versorgt
Obwohl es immer mehr chronisch kranke Kinder gibt, fehlen Spezialisten, um sie zu behandeln. Denn in den Kliniken werden zu wenige Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten.
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