Die LSD-getränkte Ideologie Kaliforniens sollte die Welt verbessern und gebar die Macht des Silicon Valley. Nun hat sich die Digitaldebatte erneut heftig gedreht.
Donald Trump: Der Cheerleader der deregulierten Wirtschaft
In seinem ersten Jahr hat Donald Trump viele seiner Ankündigungen umgesetzt. Für die IT-Branche und die Netzpolitik in den USA bedeutet das nicht unbedingt Gutes.
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Ultraflach: Die externe Laptop-Kühlung von Avantek
Der Laptop macht uns das Leben leichter; moderne Modelle, die an Rechenleistung inzwischen längst mit den größeren Geschwistern mithalten können, kombinieren die Vorzüge eines klassischen Rechners mit der hohen Mobilität. Dies stellt die Ingenieure allerdings stets vor die Herausforderung das Innenleben immer kompakter zu gestalten. Das Resultat dessen ist nicht selten, dass die kleinen Computer gelegentlich recht warm werden können, vor allem wenn ihnen aufwendigere Rechenoperationen abverlangt werden.

Für genau dieses oben genannte Problem wurden externe und portable Kühlungen entwickelt, auf die der Laptop abgestellt werden kann. Eine davon ist die Avantek Laptop-Kühlung. Wie so etwas aussieht stellen wir euch heute vor. Ende vergangenen Jahres haben wir euch bereits das KLIM Cool-Kühlsystem vorgestellt, das sogar für Konsolen genutzt werden kann. Avantek greift das Problem von einer anderen Richtung auf.
Das Grundprinzip der Avantek-Kühlmatte
Die Funktionsweise dieses Gadgets ist schnell erklärt. Zwei Ventilatoren mit einem Durchmesser von 16 cm fächern von unten Frischluft durch ein Metallgitter und kühlen somit den darauf befindlichen Laptop. Avantek benutzt hierbei besonders leise Lüfter, um eine zusätzliche Lärmbelästigung zu vermeiden. Dennoch drehen sie sich bei 1.000 RPM und sind somit sehr leistungsstark. Das Metallgitter ist essentiell, da nur so ein kontinuierlicher Luftfluss garantiert werden kann. Laptops bis zur Größe von 17 Zoll finden darauf Platz. Darüber hinaus lässt sich die Höhe in zwei Stufen anpassen, um das Notebook im gewünschten Winkel auf dem Gaming-Gadget aufstellen zu können.

Bedienung und Anwendung der Laptop-Kühlung
Die Avantek Kühlmatte ist ideal, wenn der Laptop etwas mehr als üblich gefordert wird. Wenn beispielsweise größere Videoprojekte verwirklicht oder anspruchsvolle Videospiele gespielt werden, geraten einige Modelle schnell an ihre Grenzen. Die Kühlmatte ist als Unterstützung zu betrachten und hilft, die Gesamttemperatur zu senken.
Das Notebook muss nur daraufgestellt werden. Eine externe Stromquelle ist nicht nötig und das Kühlpad wird via USB von dem Laptop mit Strom versorgt. Dabei bietet es sogar einen zusätzlichen USB-Port, sodass der belegte Anschluss nicht vermisst wird. Die Matte misst 40 x 29,2 x 3,8 cm und ist somit nicht besonders hoch. Das Gesamtgewicht beträgt knapp 800 Gramm. All jene, die in der Avantek Kühlmatte eine gute Ergänzung für das eigene Notebook sehen, können sich das Produkt jederzeit bei Amazon bestellen. Derzeit ist es reduziert für nur 24,99 Euro erhältlich.
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Unterversorgung in Deutschland: Das sind die dramatischen Auswirkungen des Hebammenmangels
Für viele werdende Mütter ist es ein Albtraum: Der errechnete Geburtstermin des Kindes rückt immer näher, und noch immer ist keine Hebamme gefunden, die die Nachsorge übernimmt. Schuld ist der Hebammenmangel in Deutschland – und er hat teilweise dramatische Folgen: Schwangere, die in den Wehen liegen und von Krankenhäusern aus Platzmangel abgewiesen und in ein andere Krankenhaus verlegt werden müssen. Frauen, die auch nach 50 Anfragen noch immer keine Hebamme gefunden haben. „Eine Frau war noch nicht mal schwanger und hat mich schon gefragt, ob ich die Betreuung übernehmen könnte, wenn sie schwanger wird“, sagt Hebamme Kathrin Weiser aus Groß-Gerau. Damit beschreibt sie ein Problem, das viele werdende Eltern betrifft: Die Notwendigkeit, sich immer früher um die Betreuung rund um die Geburt kümmern zu müssen.
Für die Nachsorge telefonieren sich viele Schwangere vergeblich die Finger wund. Ein Grund für diese Entwicklung sind die harten Bedingungen, unter denen Geburtshelfer arbeiten müssen: schlechte Bezahlung, steigende Versicherungskosten, fehlende Anerkennung. In Vollzeit festangestellte Hebammen verdienen in Deutschland durchschnittlich 1800 Euro netto. Besonders in Städten wie München, reicht das kaum zum Leben, zumal der Großteil der Hebammen nur Teilzeit arbeitet. Die Schichtdienste sind kräftezehrend, außerdem müssen viele Hebammen sich auch um ihre eigenen Familien kümmern.
Horrende Versicherungsprämien erschweren Hebammen den Beruf
Freiberufliche Hebammen verdienen zwar mehr, kämpfen aber gegen horrende und immer weiter steigende Versicherungsprämien. Zahlte eine Hebamme im Jahr 2000 für eine Haftpflichtversicherung noch 413 Euro im Jahr, waren es 2017 ganze 7639 Euro.
Immerhin eine Besserung: Seit 2015 gibt es den so genannten „Sicherstellungszuschlag“. Freiberuflichen Hebammen, die mindestens 4 Geburten im Jahr machen, werden bis zu 75 Prozent der Versicherungskosten erstattet. Allerdings bisher nur „unter Vorbehalt.“
Die hohen Versicherungskosten und die schlechten Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern sind Gründe, warum sich freiberufliche Hebammen zunehmend aus der Geburtshilfe zurückziehen.
So erging es auch Kathrin Weiser, die seit knapp zwei Jahren keine Geburten mehr begleitet: „Es ist schon großes Bedauern, ich vermisse es wirklich. Wenn man sich vorstellt, man wird Hebamme, dann ist es das Hauptarbeitsfeld, bei einer Geburt dabei sein zu dürfen. Das kann ich jetzt einfach nicht mehr, das ist für mich nicht machbar.“
Jetzt kann sie sich mehr Zeit für die einzelne Mutter nehmen. Trotzdem sagt die 34-Jährige, sie könne gar nicht allen Anfragen gerecht werden. Selbst Bestechungsangebote hat sie von verzweifelten Frauen schon erhalten: „Die sagen: ‚Du kriegst 500 Euro von mir, wenn du kommst‘.“ Bis zu elf Hausbesuche macht Kathrin Weiser täglich. Für einen Wochenbettbesuch zahlt ihr die Krankenkasse 37 Euro – angesetzt werden von den Kassen 20-30 Minuten pro Besuch. Tatsächlich muss Kathrin Weiser allerdings teilweise bis zu anderthalb Stunden bei den Frauen bleiben und sie unterstützen: „Das bedeutet, dass ich den Großteil meiner Arbeitszeit nicht bezahlt bekomme. Weil ich natürlich auch möchte, dass es der Frau und dem Kind gut geht, wenn ich nach einem Hausbesuch wieder gehe und dass sie ihre Fragen beantwortet kommen.“ Wenn besonders viel los ist, kommt Kathrin Weiser auf bis zu 60 Arbeitsstunden pro Woche – doch würde ihr Mann nicht so gut verdienen, könnte sie sich ihren Job gar nicht erst leisten. Nach allen Abzügen bleiben ihr nur rund 1000 Euro zum Leben.
Für Dr. Ina Rühl, Oberärztin der Frauenklinik im Rotkreuzklinikum München, sind diese Zustände untragbar. Daher setzt sie sich schon seit Jahren für bessere Bedingungen in der deutschen Geburtshilfe ein: „Es kann einfach nicht sein, dass wir Müttern die Chance auf eine liebevolle Betreuung ihrer Geburt nehmen.“ Für die Oberärztin geht es außerdem um das Ansehen des Hebammenberufes – und eine gerechte Entlohnung: „Es geht nicht darum, dass Sie reich werden: Wer reich werden will, wird nicht Hebamme. Aber ich will überleben können. Und das ist doch nicht zu viel verlangt.“
Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auch hier:
– Ausführliche und übersichtliche Informationen für Eltern und Hebammen sind auf der Internetseite des Deutschen Hebammen Verbandes zusammengestellt.
– Wer keine Hebamme findet, kann den persönlichen Hebammenmangel auf der Landkarte der Unterversorgung eintragen. Außerdem können Sie dort eine Briefvorlage herunterladen, um ihre Krankenkasse über die Unterversorgung zu informieren.
– Die Hebammensuche ist eine Suchmaschine, die Adressen freiberuflicher Hebammen in ganz Deutschland enthält. Auch Zusatzangebote, wie Säuglingspflegekurse und Massagen während der Schwangerschaft werden hier aufgeführt.
– Der gemeinnützige Verein Mother Hood informiert auf seiner Website über sichere Geburtshilfe. Der Bereich „Aktivitäten“ bietet Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, etwa in Regional- oder Fachgruppen.
– Der Bund freiberuflicher Hebammen stellt auf seiner Internetseite Informationen für freiberuflich tätige Hebammen bereit. Im Bereich „Eltern“ findet sich Wissenswertes zu Hebammenleistungen, Schwangerschaft und Geburt. Auch eine Hebammensuche steht zur Verfügung.
– In dieser Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden sich ausführliche Tipps und Informationen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt.
– Sie sind schwanger und arbeitslos? Die Interessengemeinschaft Sozialrecht hat in einem Ratgeber nützliche Informationen zum Thema zusammengestellt.
Blaue Haut und ein schneller Tod – Vor 100 Jahren forderte die Spanische Grippe Millionen Tote
Keine andere Pandemie der Moderne traf die Menschheit so schnell und hart wie die Spanische Grippe ab 1918. Wie konnte das passieren? Und sind wir heute auf solche Seuchen besser vorbereitet?
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EM: Kroatien setzt Zeichen – auch Frankreich marschiert
Weltmeister Frankreich marschiert bei der Handball-EM in Kroatien mit großen Schritten in Richtung Halbfinale, auf dem Weg dorthin befindet sich auch Gastgeber Kroatien.
Turnierfavorit Frankreich besiegte Rekord-Europameister Schweden in einer Abwehrschlacht mit 23:17 (10:8) und setzte sich mit 6:0 Punkten an die Spitze der Hauptrundengruppe 1. Frankreich ist das einzige noch verlustpunktfreie Team bei der EM.
Kroatien in Form, Norwegen vor Aus
Auf Platz zwei folgen mit 6:2 Zählern die Kroaten, die ohne ihren weiter an der Wade verletzten Kieler Spielmacher und Kapitän Dumagoj Duvnjak Vizeweltmeister Norwegen mit 32:28 (17:15) bezwangen.
Manuel Strlek (6 Tore) und Luka Cindric (5) waren in Zagreb die erfolgreichsten Schützen beim Sieger. Bester Werfer der Partie aber wurde der Norweger Sander Sagosen mit acht Treffern.
Den Skandinaviern droht nach der zweiten Niederlage das Aus in der Hauptrunde.
Gerard überragt für Frankreich
Bester Torschütze in der Mannschaft des französischen Trainergespanns Didier Dinart und Guillaume Gille war Cedric Sorhaindo mit fünf Treffern. Superstar Nikola Karabatic traf zweimal.
Herausragend beim Sieger war Torhüter Vincent Gerard, der 19 der 36 Würfe auf sein Gehäuse parierte und damit auf eine Quote von 53 Prozent kam. Bei den Schweden, die mit 4:2 Zählern weiterhin Chancen auf die Medaillenspiele haben, war Simon Jeppson viermal erfolgreich.
Warum wir Gerüche nicht gut beschreiben können
Für uns ist es schwer, den Geruch von Blumen, Menschen oder Gewürzen präzise zu benennen. Anders für ein Volk von Jägern und Sammlern im malaysischen Regenwald: Sie können Gerüche problemlos in Worte fassen.
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Ogier kein Formel-E-Fan: „Nur für den grünen Anstrich“
Die Formel E polarisiert auch in ihrer vierten Saison. Aus der Formel 1, der DTM oder der Langstrecke verschlägt es immer wieder zahlreiche Piloten in die aufstrebende Elektroserie – nur Rallyepilot hat sich noch keiner gewagt. Auch Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier ist kritisch. Der Franzose kann mit dem E-Trend nichts anfangen und erklärt, warum er selbst lieber ein anderes (E-)Abenteuer ausprobieren würde.
Er verfolge die Formel E „nicht wirklich“, erklärt Ogier darauf angesprochen. „Ich sehe nur, dass jeder Hersteller derzeit versucht, einen grünen Anstrich dadurch zu bekommen. Daher nehmen auch alle teil. Von einem rein sportlichen Standpunkt aus gesehen, sieht es nicht wahnsinnig aufregend aus, auch die Autos an sich nicht“, erklärt er unverblümt seine Meinung.
In 40 Jahren werde die Formel E „definitiv nicht“ die einzig verbliebene Motorsportserie sein. „Natürlich könnten alle Serien in 40 Jahren elektrisch betrieben werden. Das ist schwierig zu sagen. Aber es wird definitiv nicht die einzige Serie sein.“ Ogier zweifelt ganz grundsätzlich und lautstark an der Idee des Elektroantriebs: „Ich bin nicht sicher, ob Elektro wirklich die Zukunft ist. Im Moment sind sie in Mode, aber ich bin mir nicht sicher, ob es der richtige Weg für unseren Planeten ist.“
Dennoch beschäftige er sich sehr wohl mit neuer Technologie. Ogier fährt sogar selbst ein Hybrid-Fahrzeug in seiner Freizeit. Für kurze Distanzen und in Städten sei das „fantastisch“. Außerdem zeigt der 34-Jährige Interesse an einem VW-Projekt, das ebenfalls im E-Trend liegt: Dem Elektrofahrzeug in Pikes Peak. „Ich habe mich zwar dazu entschieden, in der WRC zu bleiben, als ich allerdings noch nicht sicher war, sprach ich mit VW auch über Pikes Peak. Ich dachte, vielleicht könnte ich in diesem Projekt involviert sein, da es total neu und futuristisch ist.“
VW plant mit einem elektrisch betriebenen Fahrzeug beim legendären US-Bergrennen in Colorado einen neuen Rekord aufzustellen. Damit möchte der deutsche Autobauer auch Werbung für seine Elektro-Kompetenz machen. Ogier bleibt vorerst allerdings der WRC treu: „Ich habe derzeit keine Pläne bezüglich E-Sports. Ich würde aber niemals nie sagen. Ihr werdet mich zwar nicht bei der Dakar sehen, aber vielleicht am Pikes Peak“, lässt er sich ein Hintertürchen offen.
© Motorsport-Total.com
Dschungelcamp, Tag 2: Letztes Jahr war mehr Lametta
Nicht nur, weil am Abend im Volksparkstadion, beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln, das Wort Elend mal wieder neu buchstabiert wurde, auch sonst fühlt man sich nach 48 Stunden Dschungelcamp an die Perle des Nordens erinnert. Die Mannschaftsaufstellung der diesjährigen Lageristen etwa wirkt wie von der Scout-Abteilung des HSV zusammengestellt: Könnte was sein. Könnte was zeigen. Könnte was werden. Wird aber nicht.
Ansgar Brinkmann zum Beispiel erinnert an einen ganz konkreten Fall aus der Hansestadt. Vor Jahren zogen die Hamburger einen Südamerikaner an Land, dem Vernehmen nach sollte es sich um einen klassischen Zehner handeln. Das Honorar hoch, die Hoffnungen ebenso, der Mann jedoch kein Spielmacher, sondern kaum mehr als ein angemüdeter Sechser. Jemand hatte da wohl nachlässig alte Spielberichte übersetzt, dem Manager wurde eine falsche VHS-Kassette zugespielt, so ganz wurde das nie geklärt. Schneller als Lotto King Karl den Schellenkranz in die Hand nehmen kann, war der gute Mann schon wieder verschwunden.
Am Dschungelcamp-Feuer: Gesichtsverlust ohne Erhitzen
Brinkmanns Ansgar scheint auch so ein Fall zu sein. Wurde geholt als Ailton ohne Sprachprobleme, als Gag-Gewitter zwischen Fips Asmussen und Mario Basler, entpuppt sich aber schon am zweiten Spieltag als schweigsam wie Ulf Kirsten. Der Mann, dessen Gesicht mehr T-Shirts ziert als das von Che Guevara – ein klassischer Fehleinkauf. Kommt mit dem Longboard ins Camp – das muss man sich mal vorstellen. Wenn ich du wäre, wäre ich lieber zu.
Dschungelcamp 2018 AbstimmungAm Lagerfeuer – sonst erst gen Ende der ersten Woche im Fokus als schwarzäugige Beichte vor der Nachtsicht-Kamera – schon jetzt der übliche Gesichtsverlust durch Erhitzen: Sydney konnte seiner Liebsten nicht Tschüss sagen, singt aber seine beiden Hits so chronisch an, als würde die Gema dafür in Bitcoins bezahlen. Kattia, von der wirklich niemand weiß, wer sie ist, rezitiert alte Interviews von Arantxa Sanchez, und Daniele Negroni, schon optisch mit jener Ratlosigkeit versehen, die es braucht, um im Camp aufgenommen zu werden, schlumpft sich blauhaarig von Kippe zu Kippe.
Die Dschungelprüfung? Unterhaltsam wie Ilja-Richter-Sketche
Dschungelcamp kompakt 2018_10.20Tina York, am Vortag nur durch einen Erbauungsmonolog Marke Ochsenknecht vor dem Tod durch Ertrinken gerettet, sieht chronisch so grob-pixelig aus, als müsse sich der Übertragungsstream erst zurecht ruckeln, liefert dafür aber eine so wunderbare Definition von Bachelor und Bachelorette – für einen kurzen Moment möchte man sich vor Vergnügen einen Känguruh-Penis umschnallen und damit auf Klingelstreich-Tour gehen.
Andernorts gibt es nicht so viel Grund zur Freude. Die Dschungelprüfung zum Beispiel, in die Matthias, der am zweiten Tag bereits aussieht wie ein zerrupftes Lichtdouble der Ehrlich Brothers, und Jenny geschickt werden: ein zäher, nie enden wollender Trip, bei dem es erst zehn Sterne, dann gar nichts gibt. Unterhaltsam wie Ilja-Richter-Sketche, überraschend wie ein nächtlicher Klogang von Costa Cordalis. All we can do – is shit and wait.
Zwischendurch gibt es ein hartherziges Ochsenknecht-Coaching für Jenny Frankenhauser, kompakt wie vom Pressesprecher eines Abstiegskandidaten. Das Thema: Wie behandle ich die Presse? Die Antwort überschaubar: „Kein Kommentar. Kein Kommentar. Kein Kommentar.“ Als die Kamera schließlich einen Frosch zeigt, der eine Art Kakerlake verfolgt, wird endgültig klar: Letztes Jahr war mehr Lametta. Ansgar Brinkmann, die besten Sprüche_6.15
HSV feuert Gisdol
Der Hamburger SV hat sich von seinem Trainer Markus Gisdol getrennt.
Einen Tag nach der empfindlichen 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln reagierte der Bundesligist auf die sportliche Talfahrt und beurlaubte den Coach. Hamburg lieferte gegen die Geißböcke vor heimischem Publikum eine phasenweise desolate Leistung ab und liegt mit 15 Punkten auf dem 17. Platz der Tabelle. Seit vier Spielen haben die Hanseaten in der Liga keinen Punkt mehr geholt.
Entscheidung am Sonntagmorgen
Noch am Samstag hatte sich die HSV-Führung zu einer Krisensitzung getroffen, um über Gisdols Zukunft zu beraten. Am frühen Sonntag kamen dann der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen, Sportdirektor Jens Todt und Gisdol zusammen. Dabei wurde dem Trainer mitgeteilt, dass er freigestellt ist. Das Training am Sonntag wurde bereits nicht mehr von Gisdol geleitet.
„Ich hätte gerne weitergemacht“, sagte Gisdol,, als er das Vereinsgelände gegen 10.30 Uhr wieder verließ.
Alles zur Situation im Tabellenkeller auch am Sonntag im CHECK24 Doppelpass mit Kölns Geschäftsführer Armin Veh – ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1
Wen die Hanseaten als Nachfolger präsentieren werden, ist noch offen. Nach SPORT1-Informationen hat der HSV bereits Kontakt zu Thomas Doll aufgenommen. Auch Felix Magath und Bernd Hollerbach werden als ernsthafte Kandidaten gehandelt, Bruno Labbadia und Markus Weinzierl als chancenreiche Außenseiter.
Letzterer wird allerdings seit seiner Beurlaubung auf Schalke für das Nichtstun fürstlich entlohnt und hat grundsätzlich wenig Anlass, dies für das Himmelfahrtskommando HSV zu ändern.
Todt deutete die Tendenz an
Schon am Samstag hatte Todt angedeutet, dass es mit Gisdol in Hamburg nicht weitergehen würde. „Ich kann das nicht ausschließen“, hatte er bei SPORT1 auf die Frage geantwortet, ob die Partie gegen Köln Gisdols letztes Spiel auf der Trainerbank der Hamburger gewesen sei. Es gebe jedoch „keinen Zweifel, dass der Trainer die Mannschaft erreicht“.
Später sprach Todt in einer Presserunde von „einem schlimmen Abend für uns“, den man erst einmal sacken lassen wolle. Am Sonntagfrüh machte der HSV dann Nägel mit Köpfen.


