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Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Absage

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Unruhe in der DTM: Was passiert hinter den Kulissen von Neueinsteiger Aston Martin? Nach nur einem gemeinsamen Jahr könnte es zwischen Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport und Motorenhersteller und Einsatzteam HWA zur Trennung kommen, wie Vorstand Ulrich Fritz gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘ bestätigte.

Die wichtigste Nachricht ist aber: Das DTM-Engagement von R-Motorsport, das die britische Traditionsmarke vertritt, ist dadurch nicht in Gefahr. Schon am Nürburgring-Wochenende bestätigte Aston-Martin-Konzernchef Andy Palmer in einer Pressekonferenz, dass man sich auf die kommende DTM-Saison freue. Dabei gab es schon damals Risse in der Partnerschaft mit HWA.

Das DTM-Engagement gehe man „Jahr für Jahr an“, stellte Palmer im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ klar. „In Wahrheit würde ich aber sagen, dass man zumindest drei Jahre lang in einer Serie sein muss, um konkurrenzfähig zu sein. Ich würde mich freuen, wenn wir in diesen drei Jahren ein Podestkandidat werden.“

Aston-Martin-Boss Palmer bei Motorenpartner flexibel

Aber mit welchem Motorenhersteller? Das ist derzeit die große Frage. Mutterkonzern Aston Martin zeigt sich in Hinblick auf andere Marken jedenfalls flexibel. „Wir sind eine Firma, die die Schönheit des Autos zelebriert“, so Palmer im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. „Wären wir Ferrari, würden wir wahrscheinlich den Motor zelebrieren, aber bei uns geht es um die Ästhetik. Der Motor muss seinen Zweck erfüllen und gut klingen.“

Bereits vor der Kooperation mit HWA hatte Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko im Sommer 2018 die Idee, R-Motorsport mit Honda zusammenzubringen, doch die Japaner sagten ab.

Obwohl die Aston-Martin-Straßenautos mit Daimler-Motoren betrieben werden, hätte Palmer nichts gegen eine DTM-Partnerschaft mit Honda einzuwenden gehabt: „Das hätte uns nicht geschadet und wäre wahrscheinlich in Ordnung gewesen.“

Aston Martin, Honda & Red Bull – Traumhochzeit abgesagt

Da Honda kommende Saison in der Super-GT-Serie nicht mehr auf einen Mittelmotor, sondern wie vom Class-1-Reglement vorgesehen – und wie in der DTM – auf einen Frontmotor setzt, gelten die Japaner als heißer Kandidat für eine mögliche HWA-Nachfolge als Motorenpartner.

Wenn dann auch noch Red Bull als potenter Sponsor an Bord kommt und die leeren Flächen auf den Aston-Martin-Boliden füllt, wäre die Traumhochzeit der Formel-1-Partner in der DTM perfekt, glauben viele.

Was sie aber nicht wissen: Red-Bull-Motorsportkonsulent Marko war zwar Geburtshelfer des Aston-Martin-Projekts in der DTM, indem er Valkyrie-Partner R-Motorsport und DTM-Boss Gerhard Berger zusammenbrachte, will aber heute nichts mehr damit zu tun haben. Daran würde auch eine Trennung von HWA – einem engen Partner des Red-Bull-Erzrivalen Mercedes – nichts ändern.

Welche Optionen hat R-Motorsport?

Ein möglicher Bruch zwischen HWA und R-Motorsport stehe „in keinem Zusammenhang“ mit einem möglichen Red-Bull-Engagement, stellt Marko im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ klar. Und auch eine Partnerschaft mit Aston Martin und Honda, wie sie in der Formel 1 besteht, sei nicht von Interesse: „Die DTM ist für uns kein Thema.“

Man darf nun gespannt sein, wie sich Markos klare Absage auf die Chancen von R-Motorsport, Honda als Partner zu gewinnen, auswirken wird. Denn sonst halten sich die Optionen in Grenzen: Ein potenzieller Kandidat wäre BMW, doch bei den Münchnern wird derzeit ohnehin das gesamte DTM-Programm analysiert und geprüft.

Laut Informationen von ‚Motorsport-Total.com‘ schließt man in München eine Zusammenarbeit zumindest nicht kategorisch aus. Audi erhielt von R-Motorsport bereits eine Absage, nachdem die Schweizer zunächst bei den Ingolstädtern angefragt hatten, ob es eine Möglichkeit gäbe, für 2020 einen Motor zu bekommen.

HWA noch nicht aus dem Rennen

Aber auch ein Verbleib bei HWA ist nach wie vor möglich. R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger schließt nicht aus, dass der Hersteller aus Affalterbach die Kurve für die kommende Saison noch kriegen kann. „Ich bin zuversichtlich. Es ist ein sehr komplizierter Motor, und auch ein großer Hersteller wie BMW hatte seine Probleme.“

Alle hätten gewusst, „dass beim Motor in der ersten Saison mehr passieren würde als in den letzten fünf, sechs Jahren, dass es Motorschäden geben wird. Natürlich hatten wir ein paar zuviel. aber wir waren auch die letzten, die es ins Starterfeld geschafft haben. Und wir hatten eine kurze Entwicklungszeit – vielleicht zu kurz.“

Von einem Streit zwischen R-Motorsport und HWA will Kamelger nichts wissen, er gibt aber eine „Auseinandersetzung auf professioneller Ebene“ zu. Dass viele „Motoren in die Luft gehen“, sei ein „operatives Problem, das wir leider alle zu tragen haben. Natürlich sind wir nicht froh darüber, dass der Motor so oft in die Binsen gegangen ist. Das gilt auch für HWA. Aber dann kommen offenbar solche Gerüchte auf, dass die Zusammenarbeit nicht gut ist oder dass es kracht oder dass man sich sogar trennt. Die Gerüchte kommentiere ich gar nicht.“

HWA: Ziel, die Autos nach Saisonende zu verkaufen

Zumindest von den vier Aston-Martin-Boliden, die 2019 eingesetzt wurden, wird man sich allerdings trennen. Diese wurden laut Informationen von ‚Motorsport-Total.com‘ an einen chinesischen Käufer verkauft, was auch HWA nicht dementiert.

„Ich möchte mich nicht im Detail dazu äußern, an wen die Autos verkauft werden, aber Fakt ist, dass es das Ziel ist, die Autos am Ende der Saison, was ja jetzt der Fall ist, zu verkaufen“, sagt HWA-Vorstand Fritz. Das lässt aber keinerlei Rückschlüsse auf 2020 zu, da ohnehin neue Autos aufgebaut werden.

Auch über dem Einsatzteam für die kommende Saison steht noch ein Fragezeichen, sollte man sich tatsächlich komplett von HWA trennen. Laut Fahrerlagergerüchten soll R-Motorsport eine britische Truppe im Auge haben, auch Aston-Martin-Partner Multimatic wurde bereits genannt. Laut Informationen von ‚Motorsport-Total.com‘ weiß man dort aber nichts von der Angelegenheit und zeigte sich überrascht von den Spekulationen.

© Motorsport-Total.com

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El Camino: „Breaking Bad“-Film legt starken Start hin

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Der „Breaking-Bad“-Film „El Camino“ hat US-Medien zufolge einen starken Start hingelegt. Das Spin-Off zur Geschichte um die beiden Crystal-Meth-Köche Walter White (Bryan Cranston, 63) und Jesse Pinkman (Aaron Paul, 40) ist seit dem 11. Oktober beim Streaming-Dienst Netflix zu sehen. Allein am ersten Wochenende sollen im Schnitt etwa 6,54 Millionen Zuschauer den Film gesehen haben. Diese Zahlen sind allerdings mit etwas Vorsicht zu genießen.

Sie stammen nicht von Netflix selbst, sondern von den Marktforschern der Nielsen Company, die in den USA regelmäßig Quoten erhebt. Deren Erhebungen nach sollen allein am Veröffentlichungstag 2,65 Millionen Menschen „El Camino“ gesehen haben. Mehr als acht Millionen sahen zumindest wenige Minuten des Streifens.

Die Erhebung bezieht sich allerdings nur auf die USA – weltweit dürften den Film damit also bereits wesentlich mehr Menschen gesehen haben. Zusätzlich bemängelt Netflix laut „Hollywood Reporter“, dass Nielsen nur Fernsehzuschauer zählt – in diesem Fall also Menschen, die den Film an einem TV-Gerät gesehen haben. Andere Abspielkanäle, etwa Smartphones, Tablets oder Notebooks, fließen nicht mit in die Nielsen-Zahlen mit ein. Der Streaming-Riese hat seinerseits noch keine Zahlen zu „El Camino“ veröffentlicht.

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Medien: Sancho fliegt vor Gladbach-Spiel aus BVB-Kader

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Hammer beim BVB!

Laut übereinstimmenden Medienberichten verzichtet Borussia Dortmund im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach freiwillig auf Jadon Sancho (Bundesliga: Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach ab 18.30 Uhr im LIVETICKER).

Der Offensivspieler ist demnach aus dem Kader der Borussia geflogen. Grund für die Maßnahme soll eine zu späte Rückreise von der Nationalmannschaft sein.

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Zudem soll der 19-jährige Brite eine Geldstrafe erhalten haben, die Höhe ist nicht bekannt.

Im Spiel gegen Gladbach dürfte Sancho seinem Team in jedem Fall fehlen. Beim kriselnden BVB ist der frühere ManCity-Spieler Leistungsträger. In den bisherigen sieben Bundesligaspielen erzielte er drei Tore und legte sechs weitere Treffer auf. 

Sancho ist damit Topscorer der Schwarz-Gelben.

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„Joker“: 16 Anspielungen auf Batman und darüber hinaus

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© Warner Bros.

Angeblich soll der Joker kaum Easter-Eggs haben. Das stimmt so nicht. Der wohl ungewöhnlichste Superheldenfilmen der letzten Jahre versteckt diverse Anspielungen auf das Batman-Universum und die Filmgeschichte. Im Gegensatz zu anderen Comic-Verfilmungen von Marvel und Co. haben viele Easter-Eggs eine tiefere psychologische Bedeutung. Wir haben die interessantesten darunter aufgelistet. Achtung, Spoiler zur Handlung voraus.

Batman ist von Zorro inspiriert

© 20th Century Fox

Der Joker interpretiert einen der ikonischsten Momente der Comic-Geschichte neu. Thomas und Martha Wayne werden nach einem Kinobesuch von einem maskierten Randalierer erschossen. Es ist der Moment, in dem Bruce Wayne zu Batman wird. Wenn ihr genau aufpasst, dann entdeckt ihr, dass sie zuvor die Klamauk-Komödie Zorro: The Gay Blade angeschaut haben. Das ist kein Zufall. In einer Ursprungsgeschichte aus den Comics besuchen die Waynes zuvor ebenfalls einen Zorro-Film. Bruce lässt sich deshalb bei der Kreation seines Alter Egos von Zorrors schwarzem Anzug inspirieren.

Alfred Pennyworth

Michael Caine spielt Alfred in der The Dark Knight-Trilogie © Warner

Als Arthur Fleck das Anwesen der Waynes aufsucht, verwickelt er seinen vermeintlichen Halbbruder Bruce in ein bizarres Spiel. Ein Bediensteter (Douglas Hodge) entdeckt den Eindringling und scheucht ihn schroff weg. Im Abspann erfahren wir den Namen des unhöflichen Wächters. Es handelt sich um Alfred Pennyworth, der nach dem Tod der Waynes zu einer Art Ziehvater für Bruce wird. Alfred wird normalerweise als guter Mensch dargestellt. Der Joker interpretiert die beliebte Figur analog zu seinem Vorgesetzten Thomas Wayne zu einem herzlosen und arroganten Schnösel um.

Superraten und Superkatzen: Ein Verweis auf zwei Bösewichte aus dem Batman-Universum?

Der Ratcatcher in den Comics. © DC

Im Laufe des Films hören wir in den Nachrichten, dass Superraten die Straßen unsicher machen und von Superkatzen dezimiert werden sollen. Das ist eine Anspielung auf zwei Bösewichte aus dem Batman-Universum. Der sogenannte Ratcatcher alias Otis Flannegan ist ein ehemaliger Kammerjäger, der die ungewöhnliche Gabe besitzt, Ratten zu kontrollieren. Zusammen mit seinen tierischen Freunden richtet er viel Schaden in Gotham City an.

In Tim Burtons Klassiker Batmans Rückkehr wird Michelle Pfeiffer auf mysteriöse Weise durch streunende Katzen in Catwoman verwandelt. Vielleicht haben die Superkatzen im Joker eine ähnliche Funktion.

Anspielung auf Batman-Schöpfer Bob Kane

© Warner

Die Sozialarbeiterin gehört zu Beginn zu Arthurs einzigen Vertrauten, auch wenn sie keine große Hilfe ist. Wenn man genau hinschaut, kann man Debra Kane auf ihrem Namensschild lesen, ein Verweis auf den Batman Co-Schöpfer Bob Kane.

Jokers Lachen hat einen tragischen Hintergrund

© Warner

Der Ursprung von Jokers Lachen gehört zu den großen Mysterien, die die Figur umwehen. In Tim Burtons Batman, wie auch in vielen Comics, wird Jack Nicholsons groteske Fratze durch den Sturz in einen Chemiebottich verursacht.

In Christopher Nolans The Dark Knight verunstalten zwei Narben Heath Ledgers Mundwinkel. Der Joker erzählt dort recht widersprüchliche Anekdoten über ihren Ursprung. Doch was haben eigentlich Arthur Flecks diverse Lachen zu bedeuten?

Der früheste filmische Vorläufer der Joker-Figur stammt aus dem Horror-Melodram Der Mann, der lacht von 1928. Die Hauptfigur namens Gwynplaine ist der Sohn eines Edelmannes, der von einem Rivalen ermordet wird. Als Strafe operieren sie Gwynplaines Gesicht zu einer lächelnden Fratze um, wodurch er dazu verurteilt wird, nie mehr seine wahren Gefühle zeigen zu können und ewig über seinen törichten Vater zu lachen.

Arthur Flecks Lachen hat einen ähnlich tragischen Hintergrund. Bei Aufregung verfällt er in ein zwanghaftes Lachen, das ihn öfter in Schwierigkeiten bringt. Der Tick rührt daher, dass Arthur von seiner Mutter dazu genötigt wurde, immer ein „glückliches Gesicht“ aufzusetzen, selbst wenn er schwer misshandelt wird.

Wenn Arthur Fleck mit seinen Fingern die Mundwinkel hochzieht, ist es ein verzweifelter Versuch, seine Trauer zu verdrängen. Laut einem Interview mit Regisseur Todd Phillips ist Arthurs trockenes Lachen in den letzten Szenen das erste authentische Lachen im ganzen Film. Er hat die unsichere Persönlichkeit Arthurs nun endgültig abgelegt und seine dunkle Seite akzeptiert.

Es braucht nur einen schlechten Tag

© DC

Alan Moores bahnbrechender Comic The Killing Joke zählt zu den großen Inspirationsquellen des Films. Der Joker ist auch hier ein gescheiterter Stand-up-Comedian, der sich an der Gesellschaft rächen will. Als grausamer Psychopath begeht er dort die scheußlichsten Verbrechen.

Als Arthur das letzte Mal auf Sophie trifft, sagt er ihr, dass er einen schlechten Tag gehabt habe. Der Joker in The Killing Joke hat einen ähnlichen Spruch: Es braucht nur einen schlechten Tag, um den gesündesten Mann zu einem Verrückten zu machen. Eine Aussage, die Arthur sofort unterschreiben würde.

Das Arkham Asylum alias Arkham State Hospital

© Warner

Arthur sucht im Laufe des Films das Arkham State Hospital auf, ein eindeutiger Verweis auf das berüchtigte Arkham Asylum, in dem die größten Verbrecher Gothams untergebracht werden. Um den Ort etwas realistischer zu gestalten, wird die Anstalt in ein ein zeitgemäßes Krankenhaus umgewandelt.

In den Comics gehört der Joker zu den ersten Insassen der Anstalt, bevor Two-Face alias Harvey Dent ebenfalls inhaftiert wird. Der Film lässt am Ende offen, ob Arthur Fleck tatsächlich in Arkham landet. Wenn dem so ist, wird der Joker dort mit Sicherheit auf Gleichgesinnte treffen.

Batman: The Animated Series

© Warner

Die Schriftart von Murrays Show erinnert an die Schriftart der Batman-Zeichentrickserie aus den 1990er Jahren, die unter Fans Kultstatus genießt und ebenfalls ein düsteres und dreckiges Gotham zeigt.

Verweis auf Heath Ledgers Joker

© Warner

Todd Phillips hat sich bewusst dazu entschieden, seinem Joker nicht den ikonischen lila-grünen Anzug zu verpassen, so wie wir es von Heath Ledger und der Comic-Vorlage kennen. Einen Verweis auf seinen berühmten Vorgänger konnte sich der Joker dennoch nicht verkneifen.

Als Arthur gegen Ende in einem Streifenauto abgeführt wird, schaut er sich glücklich das Chaos auf den Straßen an. In Batman: The Dark Knight gibt es eine ganz ähnliche Szene. Nachdem der Joker aus dem Gefängnis ausbricht, lehnt er sich triumphierend aus dem Rückfenster eines Polizeiautos.

Amusement Mile

© Warner

Wenn ihr genau aufpasst, könnt ihr im Büro von Arthurs Boss ein Schild mit der Aufschrift Amusement Mile finden. In den Comics handelt es sich um die Basis des Jokers, ein verlotterter Vergnügungspark, der im riesigen Verbrecherbezirk Arkham City liegt.

The Bat-Pole

Als Arthur vor den Toren des Wayne-Anwesens auftaucht, rutscht der kleine Bruce neugierig auf einer Stange von seinem Klettergerüst herunter. Dabei handelt es sich um eine Anspielung auf die kultige Batman-Serie aus den 1960er Jahren.

Detective Burke kommt auch in den Comics vor

© Warner

Der Polizist, der Arthur im Laufe des Films befragt, trägt den Namen Burke. Das ist ein Verweis auf eine Figur namens Thomas Burke, der ab den 2000er Jahren in den Comics eingeführt wird. Burke ist so etwas wie der Klassenclown der Einheit und ein guter Freund von Commissioner James Gordon.

Pogo der Clown

© Warner

Der Stand-up-Club, in dem Arthur auftritt, trägt den Namen Pogo. Das ist eine Anspielung auf den Serienmörder John Wayne Gacy alias Pogo der Clown, der mehrere Kinder und Jugendliche ermordete und 1980 zum Tode verurteilt wurde. Auch das Make-up des Jokers erinnert ein wenig an Gacys Aufmachung.

Die Tanzbewegungen sind von Musical-Star Ray Bolger inspiriert

© Warner

Phoenix legt als Joker viele markante Tanzeinlagen auf das Parkett beziehungsweise den Asphalt. In einem Interview mit Associated Press gab Phoenix an, dass er sich von dem klassischen Musical-Schauspieler Ray Bolger (die Vogelscheuche in Der Zauberer von Oz) inspirieren ließ. Genauer gesagt von seiner Nummer The Old Soft Shoe,  in der er laut Phoenix eine seltsame Arroganz in seinen Bewegungen an den Tag lege. Der Stil passt sehr gut zu Arthur, denn auch er fühlt sich besonders selbstbewusst, wenn er tanzt.

Scorsese als großes Vorbild

© Sony Pictures Home Entertainment

Zwei Filme sind für den Joker von besonderer Bedeutung: Martin Scorseses Taxi Driver (1976) und The King of Comedy (1982). Die Parallelen zwischen Arthurs Geschichte und den Hauptfiguren der Filme jeweils gespielt von Robert De Niro  sind groß. Umgekehrt spielt Robert De Niro im Joker den Talk-Show-Host Murray Franklin, während Martin Scorsese zu Beginn als Produzent für den „Joker“ im Gespräch war.

In Taxi Driver geht es um einen psychisch labilen Vietnamkriegsveteranen, der von der Gesellschaft ausgeschlossen wird und das Gesetz in die eigenen Hände nimmt. In The King of Comedy ist ein Möchtegern-Comedian besessen davon, in der berühmten Fernsehshow seines geliebten Idols aufzutreten. Kommt euch das bekannt vor?

Wer sein Filmwissen vergrößern will, kann The King of Comedy bei Amazon in der Flatrate sehen und Taxi Driver kaufen oder leihen.

Moderne Zeiten erfordern moderne Lösungen

© STUDIOCANAL

In einer zentralen Szene des Films besucht Arthur Fleck eine Vorstellung von Charlie Chaplins ikonischer Stummfilm-Komödie Modern Times. Charlie Chaplins Figur des Tramps hat sehr viel mit Arthur Fleck gemeinsam. Beide leben am Rande der Gesellschaft und werden von dieser verlacht und ungerecht behandelt. Beide geraten wie durch Zufall in abstruse Situationen, die in einem Schmetterlingseffekt Großes bewirken.

In Modern Times geht es um einen armen Arbeiter, der nicht mehr mit der effizienzgetriebenen Industriegesellschaft mithalten kann. Er lässt sich deshalb selbst ins Gefängnis einweisen, weil er sich dort sicherer fühlt als in der Welt da draußen.

Ganz ähnlich ergeht es Arthur Fleck. Auch er ist nicht mit der Zeit gegangen. Er mag alte Schnulzen, Schwarz-Weiß-Filme und pflegt zumindest zu Beginn antiquierte Tugenden, die ihn im modernen Gotham zum Verhängnis werden. An einer zentralen Stelle im Film sagt der Mitarbeiter des Arkham State Hospitals zu Arthur, dass manche Menschen in der Anstalt einfach besser aufgehoben sind. Die Welt wird also am Ende nicht nur vor dem Joker geschützt, sondern Arthur Fleck auch vor der grausamen Welt.

Eine ausführliche Interpretation zum Joker-Ende findet ihr in der verlinkten Galerie.

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„Hier, um zu lernen“ – ALBA nach Pleite in Barcelona demütig

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Basketball-Vizemeister Alba Berlin muss auf internationalem Parkett weiter auf das nächste Erfolgserlebnis warten.

Der Hauptstadtklub unterlag am 3. Spieltag der Euroleague beim zweimaligen Titelträger FC Barcelona, der von Berlins Ex-Trainer Svetislav Pesic trainiert wird, mit 84:103 (44:46) und richtet sich mit einem Sieg und zwei Niederlagen vorerst in der unteren Tabellenhälfte ein. Die Albatrosse sind erstmals seit 2015 wieder in der Königsklasse vertreten.

ALBA zu Beginn stark

Nach dem Auftakterfolg gegen Zenit St. Petersburg und einer unglücklichen Niederlage beim Vorjahresfinalisten Anadolu Istanbul verkaufte sich Alba auch in Barcelona zunächst sehr gut. Das erste Viertel ging an das in der Bundesliga noch ungeschlagene Team von Trainer Aito Garcia Reneses (25:19), auch bis zur Halbzeit ließen sich die Berliner nicht abschütteln. In der zweiten Spielhälfte zog Barcelona allerdings davon.

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Der Litauer Rokas Giedraitis war mit 17 Punkten erneut Albas Topscorer, bester Werfer auf dem Platz war Barcelonas Cory Higgins mit 22 Zählern.

Für ALBA-Trainer Aito Garcia Reneses war das Spiel in Barcelona trotz der Niederlage beeindruckend. „Für mich und uns ist es eine Ehre, in der EuroLeague zu spielen, denn das Potenzial vieler Teams in diesem Wettbewerb ist sehr groß“, sagte er nach der Partie. 

Garcia und Sikma beeindruckt

Garcia Reneses gab nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel der Königsklasse zu: „Wir sind hauptsächlich hier, um zu lernen, und wir versuchen, jedes Mal etwas besser zu sein.“ Auch Luke Sikma war beeindruckt. „Manchmal ist es gut, sich vor Augen zu führen, gegen wen man gespielt hat“, sagte der Power Forward aus den USA: „Das macht demütig, es war eine gute Erfahrung.“

Für die Berliner steht am Sonntag mit dem Duell bei S.Oliver Würzburg die nächste BBL-Partie auf dem Programm. Gerade deshalb will der Hauptstadtklub die Niederlage abhaken und sich schnell wieder auf die Liga konzentrieren. 

„Wir brauchen ein kurzes Gedächtnis“, forderte Sikma. Nach drei Spielen in der Bundesliga sind die Berliner noch ohne Punktverlust – nach drei Spielen in der EuroLeague immerhin um wertvolle Erfahrungen reicher.

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Nach Eklat: Görges ringt Olympiasiegerin nieder

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Julia Görges zeigt sich nach dem Seximus-Eklat nervenstark und kämpft weiter aussichtsreich um den erneuten Turniersieg beim WTA-Turnier in Luxemburg.

Die an Nummer zwei gesetzte Titelverteidigerin gewann am Freitag ihr Viertelfinale gegen Rio-Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico mit 1:6, 6:2, 6:3 und steht in der Runde der letzten Vier.

Dort trifft die Deutsche nun auf die an Position drei gesetzte Kasachin Jelena Rybakina.

Siegemund und Lottner ausgeschieden

Laura Siegemund und Antonia Lottner verpassten hingegen das Halbfinale des mit 250.000 Dollar dotierten Hartplatzturniers dagegen. Siegemund (Metzingen) unterlag Rybakina mit 0:6, 4:6. 

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Lottner musste sich der früheren French-Open-Gewinnerin Jelena Ostapenko (Lettland) im Schnelldurchgang 1:6, 1:6 geschlagen geben.

Tatjana Maria war wie auch Andrea Petkovic, die im Duell mit Lottner hatte aufgeben müssen, im Achtelfinale ausgeschieden. Die frühere Weltranglistenerste Angelique Kerber hatte ihre Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt und ihre Saison daraufhin vorzeitig beendet.

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5G-Netz: Seid nicht naiv!

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Huawei sollte das deutsche 5G-Netz nicht bauen dürfen. Die Bundesregierung muss begreifen, dass China die Schwächen liberaler Demokratien ausnutzt.
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Fredrick Brennan: „Ich bereue es, 8chan gegründet zu haben“

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Wo sich Attentäter austauschen: Auf dem Imageboard 8chan wächst Hass und Nazi-Ideologie. Er habe nie gedacht, dass Leute sich so radikalisieren könnten, sagt der Gründer.
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Faktencheck zu Erkältungsmythen: „Zieh‘ dich warm an, sonst wirst du krank“ – was ist da dran?

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Es geht wieder los: Die Erkältungssaison hat begonnen. Vielerorts wird geniest und gehustet. Jeder will sich die Krankheit möglichst ersparen. Dafür gibt es unzählige Tipps – die aber nicht alle helfen. Ein Faktencheck.
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Heinevetters Dilemma? Er ist nicht Manuel Neuer

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Silvio Heinevetter wird nicht für die Handball-Nationalmannschaft nominiert.

Diese Nachricht schlug am Montag in Handball-Kreisen, aber auch darüber hinaus, hohe Wellen. Gemeinsam mit Andreas Wolff bildete Heinevetter in den vergangenen Jahren das Torhüter-Duo und schien auch für die anstehende Europameisterschaft im Januar gesetzt. 

Doch in den kommenden Länderspielen gegen Kroatien (23. und 26. Oktober) setzt Bundestrainer Christian Prokop auf Dario Quenstedt vom THW Kiel anstatt auf Heinevetter. „Bei Silvio war etwas Enttäuschung zu spüren, weil er sich im Kreise der Nationalmannschaft auch immer wohlfühlt“, erklärte Prokop am Montag auf einer Pressekonferenz die Gefühlslage des nicht berücksichtigten Keepers.

Gleichzeitig betonte Prokop aber auch, dass die EM-Teilnahme für Heinevetter nicht ausgeschlossen ist. „Alles ist immer möglich. Wir haben vier Torhüter, die in der engeren Auswahl für Turniere stehen“. Die Tür stehe „in beide Richtungen weiterhin offen“.

Thiel: Keine Entscheidung Richtung EM

Auch Ex-Torhüter Andreas Thiel glaubt nicht an die Endgültigkeit von Prokops Entscheidung. „Heinevetter ist bei diesen Länderspielen nicht dabei, aber ich glaube nicht, dass es bereits eine Entscheidung in Richtung EM ist. Dario Quenstedt hat sich mit seinen Leistungen in den letzten Wochen die Chance verdient“, erklärt Thiel bei SPORT1.

„Quenstedt ist berechenbarer als Silvio Heinevetter – im Guten wie im Schlechten. Denn auch ein unberechenbarer Torhüter in Sachen Paraden und Technik kann hilfreich sein“, vergleicht Thiel die beiden Torhüter. 

Während Quenstedt in Kiel hinter Niklas Landin die klare Nummer zwei ist, aber trotzdem regelmäßige Einätze bekommt, ist die Situation für Heinevetter in der aktuellen Saison anders. Die Rolle als Identifikationsfigur bei den Füchsen Berlin ist der 34-Jährige seit der Bekanntgabe seines Wechsels nach Melsungen im kommenden Sommer los.

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Zudem verfügen die Berliner in dieser Saison mit Martin Ziemer, Dejan Milosavljev und eben Heinevetter über gleich drei Keeper von Format. „Die Situation in Berlin ist sicher nicht einfach. Die Folge ist, dass es bei drei Torhütern eine hohe Wahrscheinlichkeit für weniger Spielzeit gibt und damit ist auch verbunden, sich weniger zeigen zu können“, sagt Thiel, der noch immer den Rekord für die meisten Länderspiele (256) aller deutschen Torhüter hält.

„Heinevetter muss zusehen, dass er sich präsentiert“

Die geringere Spielzeit gipfle in der aktuellen Entwicklung, dass „der Bundestrainer einem anderen Torhüter die Chance gibt“, fügt Thiel hinzu. Doch wie kann Heinevetter das Ruder noch herumreißen, um bei der EM dabei sein zu dürfen? Thiels Antwort fällt simpel aus: „Heinevetter muss zusehen, dass er sich präsentiert und in der Bundesliga gute Leistungen abliefert.“

Denn: „Mit Ausnahme von Manuel Neuer bei der Fußball-WM 2018 ist das die Grundvoraussetzung für eine Nominierung zur Nationalmannschaft.“

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Bis zum neunten Bundesliga-Spieltag stand Heinevetter nur knapp drei von neun möglichen Stunden insgesamt auf dem Feld und kommt dabei auf eine durchschnittliche Quote an Paraden von 33,33 Prozent.

Vergleicht man diese Zahlen mit Konkurrent Quenstedt fällt auf, dass der Kieler Keeper nur knapp zehn Minuten länger auf dem Feld stand. Zudem weist er mit einer Paradenquote von 26,05 Prozent einen schwächeren Wert als sein Berliner Konkurrent auf. Allerdings darf sich der Kieler Keeper auch auf der höchsten Bühne, der Champions League, beweisen und konnte dort bereits Akzente setzen.

Dennoch beweisen die Zahlen, dass Heinevetter aktuell sogar leicht die Nase vorn hat. Aber die Nominierung von Prokop zeigt, dass sich der Torwart-Routinier seines Platzes nicht sicher sein darf. 

Worauf wird es am Ende also bei der EM-Nominierung ankommen? „Es zählt der Leistungsgedanke, wenn ich mich als Trainer daran halte, mache ich wenig falsch“, benennt Thiel das entscheidenden Kriterium – auch auf der Torhüter-Position.

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