Auf Instagram preisen einflussreiche Nutzer nicht mehr nur Produkte an. Sie verkaufen auch Rezepte für den schnellen Erfolg. Nicht immer seriös.
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Influencer-Marketing: Bist du noch ein Loser?
Künstliche Intelligenz: „Ich darf jetzt nicht ‚Neuland‘ sagen“
Angela Merkel macht künstliche Intelligenz zur Chefinnensache. Bei einer Veranstaltung in Berlin plädiert sie für ethische Regeln – und kontert einen Roboter.
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Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Migration, Wohnungsnot: Warum die Dortmunder Nordstadt ein Sinnbild für Deutschlands aktuelle Probleme ist
Dortmund Nordstadt: Jeder Fünfte ist arbeitslos. Mehr als die Hälfte aller Anwohner sind Ausländer. Kriminalität, Drogen und Gewalt gehören hier zum Alltag. Das Problemviertel ist Sinnbild für viele Stadtteile in ganz Deutschland mit besorgniserregender Entwicklung. Von so genannten „No go-Areas“ ist die Rede. Im vergangenen Jahr wurden in der Dortmunder Nordstadt 12.738 Straftaten begangen. Mehr als 1500 davon waren Drogendelikte. „Die Polizeieinsätze sind täglich bestimmt drei-vier Mal hier“, sagt Anwohnerin Edeltraud Pohl. Die Rentnerin lebt seit 50 Jahren in der Nordstadt. Zusammen mit einigen anderen Anwohnern hat sie einen Bürgergarten in der Gronaustraße ins Leben gerufen. Von hier aus würde sie immer wieder beobachten wie mit Drogen gehandelt wird. „Das, was man am meisten beobachtet, ist eben die Dealerei mit Drogen. Was das für Drogen sind, weiß man natürlich nicht. Aber dass da im Vorbeigehen mal die Hand gereicht wird – in Sekundenschnelle haben die da was vergeben.“
„Irgendwas passiert hier immer im Haus“
Wie es ist, in der Nordstadt zu leben, weiß auch Jörg-Werner Heimann, der seit zwei Jahren mit seiner Familie in der Gronaustraße wohnt. Die beiden Kinder des Bauarbeiters sind zwei und drei Jahre alt, um sie sorgt sich der 29-Jährige besonders: „Man schläft hier abends echt ungerne ein, weil man immer Angst haben muss. Die Leute kommen hier rein, die treten die Türen weg. Hier passiert immer was.“ Der Zustand des Hauses allgemein sei ein weiteres Thema. Unübersehbar: Schmierereien an Wänden und Decke von Hausflur und Treppenhaus. Vor allem Dreck und Müll sorgen immer wieder für Ärger, es werde alles nur Vorstellbare einfach hingeschmissen: „Und hier sind Ratten ohne Ende, im Keller sind jede Menge Ratten, die da nachts rumlaufen, im Hinterhof. Man traut sich hier abends gar nicht mehr rauszugehen, weil diese Ratten sich im ganzen Hof verteilen. Das ist einfach widerlich“
In der Holsteiner Straße sieht es nicht anders aus. Viele Häuser sind heruntergekommen. Gülay Kerpici ist als gebürtige Türkin in der Nordstadt aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihren Töchtern hätte sie hier eine schöne Kindheit gehabt, nun würden sie eigentlich nur noch zwei Dinge dort halten: Sie pflege ihre kranke Mutter und eine 65 Quadratmeter-Wohnung für 400 Euro würde sie wohl nirgendwo finden. Doch seitdem ihre ältere Tochter von einem bulgarischen Jugendlichen verprügelt wurde, überlegt die alleinerziehende Mutter wegzuziehen. „Ich will, dass die Leute sich hier benehmen – und nicht einfach auf irgendwelche Kinder losgehen, Kinder schlagen und sich dann sozusagen verpissen. Meine Tochter hat einen Zahn verloren, sie hat ein blaues Auge gehabt!“
Schwerpunktgebiet der Dortmunder Polizei
In der Dortmunder Nordstadt leben etwa 60.000 Menschen. Das ehemalige Arbeiterviertel wurde besonders durch den Strukturwandel in den 60er und 70er Jahren geprägt, als tausende Berg- und Stahlarbeiter ihren Job verloren. Hinzu kam im Zuge der EU-Osterweiterung die Zuwanderung von tausenden Armutsflüchtlingen aus Rumänien und Bulgarien. Heute ist der Stadtteil ein sogenanntes Schwerpunktgebiet für die Dortmunder Polizei. Schlägereien, Drogen, Raub: All das ist an der Tagesordnung in diesem Stadtteil. Auch Obdachlosigkeit ist ein Thema. Die Wohnungslosen suchen sich Schlafplätze in Hinterhöfen und unbewohnten Immobilien, durchwühlen den überall präsenten Müll. Was aber tut die Politik, um die Entwicklung dieser Viertel vieler Städte in Deutschland zu stoppen?
Abgrund Mensch. Roland Topor in Essen
Mit scharfem Blick und feinem Strich porträtierte der französische Künstler Roland Topor die absurden menschlichen Zwänge, Obsessionen und Leidenschaften. Wie vielfältig er dabei arbeitete, zeigt nun eine Schau im Museum Folkwang. Treffender Titel: „Panoptikum“.
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Holm wechselt vorzeitig zu den Füchsen Berlin
Die Füchse Berlin haben den Transfer des Dänen Jacob Holm eine Saison früher als geplant vollzogen.
Der 22 Jahre alte Rückraumspieler, mit dem sich der Handball-Bundesligist zuvor auf einen Wechsel im Sommer 2019 geeinigt hatte, kommt mit sofortiger Wirkung vom dänischen Erstligisten Ribe-Esbjerg HH an die Spree.
Der torgefährliche Rechtshänder erzielte in 26 Spielen der regulären vergangenen Saison 146 Treffer.
Dramatisches Sterben
Seit über 30 Jahren fangen Insektenkundler aus Krefeld Insekten mit Hilfe von besonderen Fallen. Doch im Laufe der Zeit sammeln sie immer weniger. Ihre Untersuchungen haben weltweit für großes Aufsehen gesorgt. Sie zeigen erstmals, wie es wirklich um die Insekten steht. Autor/-in: Eva Schultes
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Verteidigt Hamilton in Österreich die WM-Führung?
Das Dauerduell Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton geht in die nächste Runde.
Vor dem Großen Preis von Österreich am kommenden Wochenende in Spielberg (Rennen, So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) hat der Brite wieder die Nase vorn. Das ist aber nicht mehr als eine Momentaufnahme. „Es schlägt so schnell um“, sagt auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: „Und ich erwarte nicht, dass sich daran etwas ändert. Das wird die Geschichte dieser Saison sein.“
Hamilton 14 Punkte vor Vettel
Durch seinen Sieg am vergangenen Wochenende in Frankreich liegt der Weltmeister 14 Punkte vor Ferrari-Star Vettel. Doch der Heppenheimer darf durchaus hoffen, dass sich das schon bald wieder ändert.
Denn für Wolffs Prognose vom engen WM-Rennen lassen sich zahlreiche Gründe finden. Zum einen gibt es in der Formel 1 2018 kaum noch Gewissheiten. Die Strecken, die Hamilton jahrelang als „Mercedes-Jagdrevier“ bezeichnen durfte, brachten den Silberpfeilen bisher kaum Vorteile.
Zudem offenbart das über vier Jahre scheinbar unfehlbare Werksteam mit dem Stern plötzlich regelmäßig Schwächen. So sah man bislang nur in Barcelona und zuletzt in Le Castellet einen völlig dominanten Weltmeister-Rennstall – an anderen Orten kämpfte dieselbe Mannschaft dagegen um den Anschluss nicht nur an Ferrari, sondern auch an Red Bull.
Und dann macht auch Ferrari noch viel zu wenig aus der neu entdeckten eigenen Stärke. Taktische Fehler trugen dazu bei, und zweimal war es Vettel selbst, der durch Missgeschicke viele Punkte verschenkte. In Baku leistete er sich einen Verbremser, der am Ende den Sieg kostete, in Frankreich brachte ihn nun sein Startunfall früh um alle Chancen.
Angebot der Formel 1 – F1 Pro TV
Wie der Große Preis von Österreich ausgeht, können die Formel-1-Fans auch über den neuen offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen, alles werbefrei.
Die Zuschauer können sich in den Rennen selbst alle Onboard-Kameras der Fahrer einzeln auswählen, sie erhalten den unzensierten Boxenfunk sowie historisches Material. Der Stream kann für 7,99 Euro im Monat oder 64,99 Euro in der Saison abonniert werden.
Noch wird das Angebot nur über die Desktop-Version zur Verfügung stehen, im Laufe der Saison soll der Stream auch über Apps für mobile Geräte wie Smartphones abspielbar sein.
Die Formel 1 2018 LIVE im TV, Stream, Ticker
In dieser Saison laufen die Rennen nur beim Free-TV-Sender RTL. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Exklusivübertragung aus der Formel 1 zurückgezogen.
SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von allen Rennen.
Die Zeiten in Spielberg im Überblick:
Freitag:
ab 11 Uhr: 1. Training im LIVETICKER auf SPORT1.de, im Stream auf ntv.de
ab 15 Uhr: 2. Training im LIVETICKER auf SPORT1.de, im Stream auf ntv.de
Samstag:
ab 12 Uhr: 3. Training im LIVETICKER auf SPORT1.de, im TV Zusammenfassung um 14 Uhr auf RTL
ab 15 Uhr: Qualifying im LIVETICKER auf SPORT1.de, im TV auf RTL
Sonntag:
ab 15.10 Uhr: Rennen im LIVETICKER auf SPORT1.de, im TV bei RTL
Buhrufe: Umstrittener Baselitz-«Parsifal» in München
Jonas Kaufmann, Nina Stemme, Christian Gerhaher, René Pape, am Pult Kirill Petrenko – Münchens neuer «Parsifal», der am Donnerstag zur Eröffnung der Opernfestspiele im Nationaltheater herauskam, wartet mit einer Champions-League-Besetzung auf. Dass es dennoch Buhrufe gab, lag an der Regie – und am Bühnenbild von Georg Baselitz.
Das Bühnenweihfestspiel «Parsifal» ist die rätselhafteste und auch umstrittenste Oper Richard Wagners. Die einen sehen in dem knapp fünfstündigen Mammutwerk den Gipfelpunkt von Wagners musikdramatischem Schaffen, andere ein verkitschtes, antisemitisches Machwerk, mit dem sich der alternde Komponist quasi seine Privatreligion schuf mit einem «entjudeten» Christus als Heilsbringer («Erlösung dem Erlöser»). Solch ein disparates Werk schreit nach einer kritischen Deutung.
Doch Regisseur Pierre Audi, Direktor der Nationale Opera in Amsterdam, war offenbar nur daran gelegen, dem Malerfürsten Baselitz nicht in die Quere zu kommen. Sängerinnen und Sänger standen oder hockten beziehungslos am Bühnenrand herum, es gab keine überraschenden Verwandlungen oder Lichteffekte außer einer pinkfarbenen Beleuchtung zum «Karfreitagszauber», und es gab vor allem keine Idee, was das alles uns heute sagen könnte. Zuweilen wirkte das Geschehen wie eingefroren.
Baselitz hatte die Bühne mit Versatzstücken seines reichen Schaffens als Maler und Bildhauer ausgestattet und kreierte eine düstere, todessüchtige Atmosphäre. Den Heil spendenden Gral gab es ebenso wenig wie einen Speer, und die «Blumenmädchen» mit Hängebrüsten und blutiger Scham schienen aus einem Splattermovie entsprungen. Der von hinten beleuchtete Bühnenvorhang mit kopfüber hängenden Gestalten, einem Markenzeichen von Baselitz, war zumindest sehr dekorativ.
Musikalisch war die Aufführung mit Jonas Kaufmann als Parsifal, Nina Stemme als derzeit wohl weltbester Kundry, Christian Gerhaher als Amfortas, René Pape als Gurnemanz und Wolfgang Koch als Klingsor vom Allerfeinsten, was der Opernmarkt zu bieten hat. Dem grandiosen Bariton und begnadeten Liedsänger Gerhaher gelang eine zu Herzen gehende Darstellung des an einer unheilbaren Wunde leidenden Gralskönigs Amfortas, der mit seiner Ritterschaft auf Erlösung vom Fluche des Zauberers Klingsor durch Parsifal, den «reinen Toren», hofft.
Generalmusikdirektor Kirill Petrenko dirigierte den «Parsifal» zum ersten Mal in seiner glamourösen Dirigentenlaufbahn und lieferte eine prächtig ziselierte Detailarbeit, der allerdings der ganz große Schwung fehlte. Kräftiger, kurzer Jubel für Sänger und Orchester, Buhsalven für Maler und Regisseur, denen Baselitzfans zu Hilfe klatschten.
Serben trauern um Sportdirektor
Die serbischen Fußballer mussten kurz nach ihrer Rückkehr von der WM-Endrunde die Nachricht vom Tod ihres Sportdirektors Goran Bunjevcevic verkraften.
Der ehemalige Profi von Roter Stern Belgrad und Tottenham Hotspur starb im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.
Der serbische Kapitän Aleksandar Kolarov hatte dem damals im Krankenhaus um sein Leben kämpfenden Bunjevcevic den WM-Auftaktsieg gegen Costa Rica (1:0) gewidmet. Die Serben schieden in der Vorrunde aus.


