Parteikollege hofft, dass «Gott das Problem lösen wird»: So schadet Trumps Klima-Exit den USA

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Will sich vom Pariser Klimavertrag verabschieden: US-Präsident Donald Trump.

WASHINGTON – Heute verkündet Donald Trump, ob er aus dem Pariser Klimavertrag aussteigen will. Kritiker warnen, dass der US-Präsident sein Land damit ins Hintertreffen bringen könnte.

Für Donald Trump (70) ist der Klimawandel eine blosse Erfindung. Wie amerikanische Medien berichten, will der US-Präsident daher aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Sein republikanischer Parteikollege Tim Walberg (66) sagte: «Ich bin überzeugt, dass Gott das Problem lösen wird, wenn es wirklich eines gibt.»

So rasch kommen die USA nicht aus den Verträgen

Schon bevor Trump heute 21 Uhr (Schweizer Zeit) zum Abkommen Stellung nehmen wird, hagelt es massive Kritik. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (62) sagte, es sei die Pflicht Europas, die USA zu warnen, dass sie das Abkommen nicht ohne weiteres aufkündigen könnten. Es werde mehrere Jahre dauern, bis die Vereinigten Staaten tatsächlich aus ihren Verpflichtungen herauskämen.

Der frühere parteilose US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders (75) sagte, eine solche Entscheidung wäre ein schrecklicher Fehler. Der Klimawandel bereite schon jetzt massive Probleme in der Welt. Ohne internationale Kooperation könne er nicht gestoppt werden.

Die deutsche Grünen-Politikerin Rebecca Harms (60) wirft den USA ein «gefährliches Spiel» vor. Die deutsche SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks (65) glaubt, dass sich die USA sogar ins eigene Fleisch schneiden werden: Aktive Klimaschutzpolitik sei Innovationspolitik, sagte sie. Wenn sich ein Land daran nicht beteilige, gerate es ins Hintertreffen. (gf)

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