Ploota: Selbst aufblasendes Halsband bringt Sicherheit im Wasser

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Wenn die Temperaturen wieder nach oben klettern und uns tagsüber zum Schwitzen bringen, ist der Gedanke ans kühle Nass nicht mehr weit entfernt. Doch nicht immer ist ein Besuch am Badesee oder im Meer so sicher wie es vielleicht scheint. Befindet man sich im Wasser, so kann auch erfahrenen Schwimmern plötzlich die Puste ausgehen oder ein plötzlicher Krampf die Beinmuskulatur blockieren. Bei starkem Wellengang wird ein solcher Vorfall zur lebensgefährlichen Situation. Ploota soll als selbst aufblasendes Halsband künftig Leben retten. Wir sagen euch wie!

Gadgets für Sport und Spaß im Wasser haben wir euch bereits des Öfteren vorgestellt. So berichteten wir schon über die „Junior“-Ohrstöpsel, die Wasser aus dem Ohr halten, Geräusche jedoch problemlos hindurch lassen. Außerdem haben wir euch Swimbot näher gebracht, um eure Schwimmtechnik zu verbessern. Zum Thema Sicherheit im Wasser wurde 2015 das Produkt Kingii als Crowdfunding-Projekt gestartet und soll mit Hilfe eines selbst aufblasenden Luftsacks in einem Armband – am Handgelenk des Trägers – Leben retten. Mit Ploota wird zwar der gleiche Gedanke einer selbst aufblasenden Luftkammer verfolgt, jedoch verbessert umgesetzt.

Lebensretter: Ploota wird als Halsband getragen

Als Halsband findet Ploota seinen Weg zum Träger und wird dort sicher befestigt. Einen gewissen Freiheitsgrad hat man dennoch gelassen, um beim Baden oder Wassersport nicht zu sehr einzuschränken. Wie ein Bügel oder ein Fahrradschloss schaut die ganze Apparatur aus. An der Front befindet sich die Luftkapsel mit komprimierter Pressluft. Diese kann entweder manuell über einen Druck auf den vorne angebrachten Knopf oder automatisch ausgelöst werden, beispielsweise wenn man sich mit dem Kopf im Falle eines Blackouts zu lange unter Wasser befindet – dafür sind entsprechende Sensoren verbaut. Zwei seitlich angebrachte Luftsäcke werden dann mit Luft befüllt und befördern den Ploota-Nutzer an die Wasseroberfläche.

Das Gadget will mehr Sicherheit im Wasser bieten und richtet sich neben Extremsportlern wie Kitern, Surfern oder Schwimmern auch an Otto-Normal-Nutzer, die sich lediglich im Urlaub oder an heißen Tagen ein bisschen im Wasser entspannen möchten oder einfach ihre Bahnen drehen. Während das oben angesprochene Kingii als Armband am Handgelenk des Nutzers getragen wird, wird Ploota als Halsband umgeschnallt, wie eben bereits erwähnt. Das hat den Vorteil, dass in der Ernstsituation und einer Ohnmacht des Trägers, der ganze Kopf an die Wasseroberfläche befördert wird und nicht nur der Arm. So muss der Nutzer nur wenig Kraft aufwenden, um wieder zu ruhiger Atmung zu kommen.

Beim Radfahren trägt man einen Fahrradhelm; und beim Schwimmen? Ploota!

Wir sehen Ploota als tolle Innovation, um im Wasser für die nötige Sicherheit zu sorgen. Der Panikknopf auf der Front, der die Luftsäcke auffüllt, könnte bei Kindern jedoch schnell missbraucht werden, wenn man sich mal wieder gegenseitig ärgert. Durch Austauschen der CO2-Kapsel und Zusammenfalten der aufgeblasenen Luftsäcke ist Ploota aber schnell wieder einsatzbereit. Bei Wassersportlern oder erwachsenen Schwimmern im höheren Alter macht der Einsatz von Ploota mehr Sinn und kann im Ernstfall wirklich Leben retten. Hier sehen wir eher die Zielgruppe.

Ploota wird derzeit auf Kickstarter finanziert. Das Team erhofft sich 50.000 Euro zusammenzubekommen, um den Lebensretter noch dieses Jahr auf den Markt bringen zu können. Noch bis zum 22. Juni 2017 kann das Projekt unterstützt werden. Wir haben euch zur Veranschaulichung der Idee und des Ploota-Produkts im Folgenden noch das Video zur aktuell laufenden Kampagne eingebunden. Dort wird Poota näher erklärt und die Zielgruppen bzw. Alltagssituationen erläutert. Ab 80 Euro starten die Preise auf der Kickstarter-Seite.

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