Diese Filme sollten eigentlich viel schockierender enden!

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 – Achtung: Es folgen Spoiler zu Enden berühmter Filme – 

Diese Filme sollten eigentlich viel schockierender enden

Das Schweigen der Lämmer (1991)

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© MGM

Beginnen wir mit einem Klassiker des modernen Horror-Thrillers. Kannibale Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) verabschiedet sich von Clarice Starling (Jodie Foster) per Telefon, während er Dr. Chilton aus der Ferne beobachtet und eine vage Andeutung macht, diesen bald verspeisen zu wollen. Eigentlich sollte genau dieser Punkt noch drastischer herausgearbeitet werden, denn statt auf einer karibischen Insel hätte der Anruf aus einem Bürogebäude stattfinden sollen, in dem sich neben Hannibal Lecter der bereits gefesselte Gefängnisdirektor Dr. Chilton befunden hätte. Mit einem Messer in der Hand hätte ihn sein Peiniger dann gefragt, ob er bereit sei, loszulegen. Letztlich war Regisseur Jonathan Demme diese Variante zu plump und er entschied sich für die vagere Andeutung, wie die Kollegen von Looper berichten.

True Romance (1993)

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© Kinowelt Home Entertainment

Kommen wir nun zu einem weiteren Kult-Film aus den 1990er-Jahren. Im blutigen Road Movie aus der Feder von Quentin Tarantino hätte die Liebe von Clarence (Christian Slater) und Alabama (Patricia Arquette) kein Happy End erfahren. Vielmehr wäre der naive Drogendealer im finalen Kugelhagel ums Leben gekommen, während seine frischgebackene Ehefrau mit dem Geld das Schlachtfeld verlassen konnte. Regisseur Tony Scott drehte diese Version sogar, entschied sich am Ende aber gegen den Wunsch von Quentin Tarantino und beschenkte uns einen versöhnlicheren Schluss mit einem zwar ramponierten, aber lebenden Clarence.

Meinung: Diese Regisseure haben (noch) nie einen schlechten Film gedreht!

Interstellar (2014)

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© Warner

Das Ende von Christopher Nolans Science-Fiction-Epos hat nicht jedem Anhänger des Meisters gefallen, entsprechend gern schauen wir auf die Alternative. Darin wäre Joseph Cooper (Matthew McConaughey) nicht vergönnt gewesen, seine Tochter Murphy noch einmal zu sehen und er hätte ähnlich wie Clarence im vorherigen Beispiel sein Leben verloren. Beim Übermitteln der Koordinaten der geheimen NASA-Zentrale an sein früheres Ich wäre er durch die Gezeitenkraft des Schwarzen Lochs tatsächlich zerrissen worden und der ohnehin schon recht deprimierende Film wäre um einen weiteren Runterzieher reicher gewesen.

10 Cloverfield Lane (2016)

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© Paramount

Auch hier ist das Ende umstritten, verleiht dem gesamten Film aber schlussendlich seine ganz besondere Note. Doch der Angriff der Aliens hätte gar nicht vorkommen müssen. In einem frühen Entwurf wären wir Zuschauer über die tatsächlichen Ereignisse nach Michelles Flucht aus dem Bunker im Unklaren gelassen worden. Die junge Frau wäre nach Chicago gefahren, um ihre Familie zu suchen und hätte dort ein riesiges Trümmerfeld vorgefunden. Erst jetzt wäre ihr klar geworden, dass tatsächlich etwa Schreckliches passiert ist, allerdings ließe dieses Ende bewusst offen, ob es sich um eine kriegerische Handlung unter Menschen oder tatsächlich einen außerirdischen Angriff handelt.

Rocky Rocky V (1976 und 1990)

© Warner
© Warner

Als letztes widmen wir uns einem absolutem Klassiker und einer weniger gelungenen Fortsetzung. In beiden Fällen hätte uns Sylvester Stallone am liebsten mit einem deprimierenden Ende nach Hause geschickt. Im ersten Film hätte der Boxer am Ende per K.O. verloren und nicht nach Punkten, im fünften Teil wäre Rocky gar gestorben. Zum Glück ist besonders Letzteres nicht passiert, denn dann hätte es den überraschend guten sechsten Film der Reihe gar nicht gegeben, nicht zu vergessen das ebenfalls sehenswerte Spin-off Creed.

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