Pakistan: Zehn Tote bei Anschlag in Ostpakistan

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Ein Soldat am Ort des Anschlags in Lahore, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Punjab.

Lahore – Bei einem Bombenanschlag auf einer der belebtesten Strassen in der ostpakistanischen Grossstadt Lahore sind mindestens zehn Menschen getötet und 65 weitere verletzt worden. Das teilten örtliche Behördenvertreter und Rettungskräfte mit.

Unter den Toten seien zwei Polizeibeamte, sagte ein Polizist. Die Bombe explodierte auf der grossen Mall-Strasse. An der berühmten, während der Kolonialzeit erbauten Mall liegen alle grossen Hotels der Stadt, viele Museen und Regierungsgebäude. Auf Fernsehbildern war sie raucherfüllt. Rennende Menschen und mehrere Feuer waren zu sehen.

Der Justizminister der Provinz Punjab, Rana Sanaullah, sagte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Der Täter zündete seinen Sprengsatz demnach während einer Demonstration von Apothekern und Vertretern von Pharmafirmen vor dem Gebäude der Provinzregierung in der Innenstadt von Lahore.

Die Demonstration war bereits mehrere Stunden im Gange und Polizisten hatten versucht, sie aufzulösen. Möglicherweise war die Präsenz von Sicherheitskräften der Grund für den Anschlag. Die Anschläge pakistanischer Extremisten richten sich oft gegen Polizei und Armee.

Zum Anschlag bekannte sich die Gruppe Jamaat-ur-Ahrar, eine Splittergruppe der radikalislamischen Taliban. Auf deren Konto gehen besonders blutige Anschläge wie der auf ein Spital im südpakistanischen Quetta im August 2016 mit 75 Toten, darunter 29 Kindern.

Sprecher Assad Mansour sagte in einer an Medien versandten E-Mail, der Anschlag in Lahore sei der Beginn einer neuen Operation mit dem Codenamen Ghazi gegen Sicherheitskräfte im ganzen Land. Die Zeitung «Dawn» berichtete, erst vor einer Woche sei das Innenministerium der Provinz vor einem bevorstehenden Terroranschlag gewarnt worden.

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