Ex-Welthandballer Daniel Stephan kritisiert DHB für Bundestrainer-Suche

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Der frühere Welthandballer Daniel Stephan (43) hat das Vorgehen des Deutschen Handballbundes (DHB) bei der Bundestrainer-Suche kritisiert.

„Man versteht nicht, dass der DHB das Casting um den zukünftigen Bundestrainer so öffentlich macht“, sagte Stephan dem SID: „Es ist kein guter Stil, Leipzig so in Aufruhr und so unter Druck zu setzen.“

DHB-Wunschkandidat Christian Prokop, der beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, hatte am Mittwochabend öffentlich sein Interesse an der Nachfolge des nach der WM in Frankreich (11. bis 29. Januar) scheidenden Bundestrainers Dagur Sigurdsson bekundet.

„Wenn die Verhandlungen trotzdem scheitern, dann hat Leipzig ganz viele Wochen oder sogar Monate nur Theater und Unruhe gehabt, nur weil der DHB ein öffentliches Casting veranstaltet“, sagte Stephan. Beim Verband sollte man sich „mit Äußerungen in der Öffentlichkeit etwas zurückhalten, denn auch wenn man keine Einigung mit Leipzig erzielt, dann ist der kommende Bundestrainer anscheinend nicht erste Wahl.“

Der Europameister von 2004 hält Prokop ohnehin nicht für die Optimallösung. „Er hat hervorragende Arbeit in Leipzig geleistet – Hut ab dafür“, sagte Stephan: „Aber er hat als Spieler und Trainer keinerlei internationale Erfahrungen gesammelt, deswegen geht der DHB ein ziemliches Risiko ein, wenn er Prokop als Bundestrainer verpflichtet.“

Neben Prokop ist Markus Baur (TVB Stuttgart) zweiter Kandidat auf die Sigurdsson-Nachfolge. „Er hat sicherlich den Vorteil, dass er internationale Erfahrungen als Spieler und als Trainer gemacht hat“, sagte Stephan über den Weltmeister von 2007.

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