Swiss-Flüge fallen Nordföhn zum Opfer: Wetterpuff am Flughafen Lugano

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KLOTEN ZH/LUGANO – Wetterkapriolen machen der Swiss zu schaffen. 15 Flüge von Zürich nach Lugano wurden in den letzten drei Wochen gestrichen. Die Passagiere erfahren sehr kurzfristig davon.

Unternehmer W. S.* (47) aus St. Gallen ist sauer auf die Swiss. Am Freitag wollte er um 12.40 Uhr von Zürich nach Lugano fliegen. Eine gute Stunde vor Boarding erfährt er per SMS, dass der Flug gestrichen ist. «Das ist unglaublich kurzfristig! Da war ich mit dem Auto schon auf der Höhe von Winterthur.»

Am Flughafen steht er eine Viertelstunde in der Warteschlange vor dem Swiss-Ticketschalter. Das Angebot der Swiss: Entweder umbuchen auf einen anderen Flug – allerdings erst am nächsten Tag. Oder mit dem Zug nach Lugano reisen – in der 2. Klasse. Statt um 13.25 Uhr wäre der Geschäftsmann erst um 16.23 Uhr in Lugano. Das nervt ihn: «Ich wollte mit dem Flugzeug über die Alpen. Und nicht mit dem Zug durch den Gotthard.»

15 Flüge ausgefallen

Die Swiss bestätigt auf Anfrage: «Es ist korrekt, dass wir, beziehungsweise Austrian Airlines als ausführende Fluggesellschaft, in den letzten Tagen verschiedene Flüge von und nach Lugano streichen bzw. nach Mailand umleiten mussten», sagt eine Swiss-Sprecherin. «Dies geschah aus wettertechnischen Gründen. Die Sicht war wegen Nebels zu schlecht.» Allein im November fielen bisher 15 von 88 Flügen aus.

Mit den im Oktober vorgenommenen Pistensanierungen am Tessiner Flughafen habe das nichts zu tun. Da war der Flughafen neun Tage lang geschlossen. Der Anflug auf Agno gilt als besonders anspruchsvoll. Die Swiss hält denn auch fest: «Da die Sicherheit unserer Passagiere über allem steht, werden wir uns weiterhin vorbehalten, Flüge im Bedarfsfall kurzfristig umzudisponieren.»

Bereits am Flughafen

Man verstehe, dass das für die Kunden unerfreulich ist. Man könne aber nur sehr kurzfristig informieren, weil der Flug von Zürich nach Lugano kurz sei. «Entscheidet der Pilot kurzfristig, dass eine Landung am Flughafen Lugano-Agno aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, werden die betroffenen Gäste umgehend informiert», sagt die Swiss-Sprecherin. Dumm nur: Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Fluggäste schon am Flughafen.

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