Exklusiver Test: Das kann das Pixel XL von Google

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Das erste echte Google-Telefon kostet so viel wie ein iPhone. Und schafft auch technisch den Sprung zur Smartphone-Spitze.

Zum ersten Mal hat Google ein Smartphone ganz nach eigenem Gusto hergestellt. Und positioniert es preislich gleich an der Spitze: Das Pixel mit 5-Zoll-Display kostet rund 760 Franken, und das Pixel XL mit 5,5-Zoll-Display rund 900 Franken.

In Deutschland ist das Pixel genau gleich teuer wie das iPhone 7. Offizielle Schweizer Preise gibt es zwar noch nicht, aber auch hierzulande dürfte das Google-Phone deutlich mehr kosten als die gesamte Android-Konkurrenz. Zwei Features sollen dem Pixel helfen, sich in der Smartphone-Elite zu etablieren – und den hohen Preis rechtfertigen: die laut Google beste Smartphone-Kamera und der digitale Assistent. 

Hat das Google Pixel die beste Handykamera?

Der Suchmaschinen-Riese zitiert stolz den Test der Kamera-Spezialisten von DxOMark. Mit 89 Punkten landet das Pixel auf Platz eins – die Konkurrenz ist aber nur ein bis drei Punkte hintendran. Das zeigt auch unser Test: Der Neuling knipst ausgezeichnete Bilder, die Unterschiede zu anderen Top-Handy-Kameras sind aber klein.

 

Die 12,3-Megapixel-Hauptkamera ist sehr schnell und schiesst kontrastreiche Bilder mit vielen Details. Speziell gut ist das Pixel, wenn das Licht schlecht ist. Und das obwohl Google auf einen optischen Bildstabilisator verzichtet. Die Acht-Megapixel-Frontkamera mit Weitwinkel-Linse ist für Selfies ideal und liefert weit überdurchschnittliche Qualität.

In der obersten Liga spielt das Pixel damit auf jeden Fall. Aber sind die Fotos wirklich besser als beim iPhone 7 oder beim Samsung Galaxy S7? Unserer Meinung nach eine Geschmackssache. Die Fotos beim Galaxy wirken beispielsweise knalliger. Die Plus-Version des Apple-Handys bietet mit der zweiten Zoom-Linse einen unschlagbaren Portrait-Modus.

Unbeschränkt Speicherplatz für Fotos und Videos

Einen weiteren Trumpf kann Google aber ausspielen: Der Nutzer erhält unbeschränkten Speicherplatz online für Fotos und Videos. Das entschädigt auch zum Teil dafür, dass man nur zwei Speichergrössen (32 und 128 GB) wählen kann – und dass der Speicherplatz nicht erweiterbar ist.

Wenn wir schon bei der Kritik sind: Das Google ist ein Schönwetter-Smartphone, das nicht wasserfest ist. Und auch bei der Akkulaufzeit kann sich das Pixel nicht von der Konkurrenz abheben.

Design und Verarbeitung dagegen gehen in Ordnung. Von vorne sieht das Google-Phone nach Massenware aus. Die Rückseite besteht oben aus Glas, unten Metall. Ein eigenständiges Designelement, das aber nicht allen gefällt.

Was viele Fans schätzen: Das Pixel bekommt nicht nur sofort und regelmässig alle Android-Updates, das Betriebsystem ist auch in entrümpelter Form installiert. Dadurch ist das Smartphone ultraschnell und wirkt aufgeräumt.

Der «Google Assistant» ist erstaunlich smart

Tief ins System integriert ist der «Google Assistant». Einen so weit entwickelten digitalen Helfer gabs noch nie – auch Apples Siri muss da hintenanstehen. Nicht nur war die Spracherkennung im Test sowohl auf Englisch wie auf Deutsch erstklassig. Auch kann man mit dem Assistenten eine einfache Konversation führen – weil sich die künstliche Intelligenz merkt, worüber man vorher gesprochen hat.

Noch steht der «Google Assistant» erst am Anfang. Aber wie man schnell und einfach ein Restaurant suchen, eine Einkaufsliste erstellen oder einen Flug suchen kann, ist schon beeindruckend.

Unser Fazit: Nicht schlecht. Google hat den Sprung zum «echten» Hardware-Hersteller bravourös gemeistert. Das Pixel ist ein Smartphone mit vielen Stärke und ohne grosse Schwächen. Allerdings bietet die Android-Konkurrenz ähnliche Qualität zu teilweise massiv günstigeren Preisen.

Google Pixel in der Schweiz kaufen

Für die Schweiz ist noch kein Lancierungsdatum bekannt, auch wenn das Telefon letzte Woche in grossen Märkten wie Deutschland und den USA bereits gestartet ist. Direkt bei den Nachbarn bestellen, ist gar nicht so einfach, da Goolge das Vertriebsprinzip geändert hat.

Unser Testgeräte haben wir über MeinEinkauf.ch gekauft. Einfach per Mail anfragen, der Dienst übernimmt die Bestellung, den Versand und die Verzollung. Man zahlt die offiziellen Verkaufspreise in Euro plus 14.90 Franken Pauschale für den Service. Nutzbar ist das Pixel bei uns dann übrigens ganz ohne Einschränkungen.

Die vier härtesten Konkurrenten des Google Pixel

iPhone 7: Preislich liegt das Pixel gleichauf mit dem iPhone 7 (ab 759 Franken). Der Schweizer Martkführer hat aber schon bewiesen, dass sein Gesamtpaket die hohen Kosten wert ist. Wasserdichtes Gehäuse und Zwei-Linsen-Zoom im iPhone 7 Plus sind die grossen Stärken.

Samsung Galaxy S7: Mit Preisen ab 550 Franken ist das Galaxy nach einem halben Jahr auf dem Markt schon recht günstig zu haben. Die Kamera ist nach wie vor Spitzenklasse. Zudem ist das S7 wasserdicht und mit Speicherkarten aufrüstbar. Die Edge-Version (ab 640 Fr.) bietet den randlosen Bildschirm über die Kante – der schönste auf dem Markt und ein Hingucker.

Sony XZ: Ganz neu ist auch das wasserdichte Sony-Flaggschiff für 699 Franken auf dem Markt. Auch die Japaner haben die 23-Megapixel-Kamera stark verbessert, für den Spitzenplatz reicht es aber nicht ganz. Der starke Akku hingegen ist ein Plus.

Huawei P9: Mit der Leica-Doppelkamera hatte Huawei im Frühling alle überrascht. Die Kamera für Fotofans ist nicht ganz so schnell, bietet aber viele Einstellmöglichkeiten. Mit rund 450 Franken ist das P9 richtig günstig, einzig bei der Akkulaufzeit und dem nicht-wasserfesten Gehäuse muss man Abstriche machen.

 

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