Getestet: Zeiss Cinemizer VR One Plus: Profi-Optik macht 360 Grad intensiver

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Mit Linsen und optischen Geräten kennt sich der deutsche Hersteller Zeiss aus. Das ist auch die grosse Stärke seiner VR-Brille, die softwaremässig zum Glück ganz offen ist.

Mit Zeiss hat sich ein ganz neuer Player ins VR-Brillen-Geschäft eingemischt. Der Optik-Spezialist macht dabei vieles besser als andere. Aber ganz klar, die Brille ist im Prinzip eine Luxus-Version des Google-Cardboards.

Statt Karton gibts Plastik, Schaumstoff und Befestigungsbänder. Der Zeiss Cinemizer VR One Plus sitzt damit sehr bequem auf dem Kopf. Und vor allem kann man die eigene Brille drunter tragen. Ein grosses Plus auch gegenüber anderen VR-Produkten, zumindest für Brillenträger.

Vorne steckt man wie beim Cardboard das eigene Smartphone rein. Auch das ist sehr gut gelöst. In den Schieber kann man ziemlich alle Modelle mit rund 4,7 bis 5,5 Zoll grossem Bildschirm legen, egal ob iPhone oder Android-Gerät. Ein Dämpfer auf der Rückseite sorgt für guten Halt, die Anschlüsse bleiben normalerweise frei. Man kann also den Kopfhörer und das Ladekabel nutzen.

In der Brille ist Optik verbaut, die man allerdings nicht verstellen kann. Es gibt auch keine Verbindung zwischen Smartphone und Brille. Trotzdem ist das Bild besser als in den günstigen Alternativen. Nicht so gut wie in der Samsung Gear VR, die perfekt auf die Smartphones der koreantischen Marke abgestimmt ist, aber doch erstaunlich gut.

Der Zeiss Cinemizer VR One Plus läuft mit allen VR-Apps

Allerdings ist das Resultat je nach Bildschirm-Grösse und verwendeter VR-App unterschiedlich. Gerade bei grossen Handys ist der Rundum-Effekt nicht immer ideal. Dafür können auch Augmented-Reality-Anwendungen genutzt werden. Die Scheibe vorne an der Brille ist nämlich nur von aussen dunkel. Von innen kann die Handy-Kamera durchfilmen.

Und so können passende Apps die reale Umgebung direkt auf das Display streamen und virtuelle Objekte hinzufügen. Zeiss hat mit «VR One AR» eine eigene App dafür, die spielerisch die Möglichkeiten aufzeigt. So kann man den mitgelieferten Kartonwürfel anschauen, jede Seite wird erkannt und ruft eine 3D-Animation auf.

Der erste Eindruck ist nicht schlecht, allerdings sind die Möglichkeiten beschränkt. Das gilt auch für die zweite Zeiss-App «VROneCinema», mit der man seine eigenen Handy-Videos im virtuellen Kino auf Grossleinwand anschauen kann.

Die gute Nachricht: Auch jegliche anderen VR-Apps funktionieren mit der Zeiss-Brille. Unsere «BlickVR»-App genauso wie Youtube oder andere fürs Cardboard programmierte Anwendungen oder Games.

Unser Fazit: Der Zeiss Cinemizer VR One Plus kostet bei Microspot.ch rund 140 Franken. Das ist nicht gerade günstig, doch Fans von 360-Grad-Videos und VR-Apps bekommen auch wirklich eine bessere Optik als mit einem normalen Cardboard. Schwach sind die eigenen Zeiss-Apps, dafür kann man allen sonstigen VR-Content nutzen. Und die Brille funktioniert mit fast allen Smartphones. Besser (und sogar günstiger) ist im Einsteigerbereich einzig die Gear VR, die aber nur mit den neusten Samsung-Modellen funktioniert.

 

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