Gettorf (Schleswig-Holstein). Die Gemeinde Gettorf ist “Kein Ort für Neonazis” und bekennt sich öffentlich und aktiv zu der Aktion der Amadeu Antonio Stiftung “Kein Ort für Neonazis”! Das beschloss auf Antrag der SPD-Fraktion die Gemeindevertretung einstimmig am 20.06.2012. Damit setzen die Gettorfer Kommunalpolitiker ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine freie und demokratische Gesellschaftsordnung. Bemerkenswert: in Gettorf gibt es augenscheinlich keine nennenswerten Probleme mit Rechtsradikalen. Das hält die Gettorfer aber nicht davon ab, sich dennoch präventiv und informativ mit dem Thema ganzheitlich außeinander zu setzen.
Mit der Umsetzung der Aktionsziele wurde Michael Janowski (53) beauftragt. Er wird gemeinsam mit allen demokratischen Parteien, Gremien, Verbänden, Schulen, Vereinen, Firmen, Einrichtungen und Institutionen das Thema Rechtsextremismus belegen und zu einem Forum “Gettorf: Kein Ort für Neonazis” einladen, um so die Aktion dauerhaft, nachhaltig und für jede und jeden sichtbar zu belegen.
“Es geht um mehr, als lediglich Schilder aufzustellen – es geht darum, ein deutliches Zeichen zu setzen”, so Janowski, der jetzt im ersten Schritt viele Gespräche führen und die Gesamtsituation im Kreis Rendsburg-Eckernförde analysieren wird. Wichtige Ansprechpartner sind dabei neben der Amadeu Antonio Stiftung das Innenministerium Schleswig-Holstein, die Stadt Kiel, die bereits “Kein Ort für Neonazis” ist sowie Städte und Gemeinden, die schon über ein funktionierende Netzwerke gegen Rechts verfügen.
Die Kampagne „Kein Ort für Neonazis“ der Amadeu Antonio Stiftung will Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftliche Initiativen und vor allem Jugendliche für demokratische Kultur gewinnen und (Wieder-)Einzüge der NPD in Landtage und Kommunalparlamente verhindern. Ziel der Kampagne ist es im Rahmen einer größeren Bewegung aller demokratischen Kräfte die Verankerung der Neonazi-Szene in Bundesländern dauerhaft zu verhindern.
Gettorf hat Mut. Mut, sich frühzeitig, präventiv und engagiert einem zentralen und wichtigen gesellschaftlichen Problem zu stellen sowie Tatsachen zu sehen und nicht zu übersehen. Eine moderne und fortschrittliche Gemeinde mit einem Bewusstsein für Verantwortung, findet rundumkiel.de – Lifestyle-Blog.
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Bild: www.amadeu-antonio-stiftung.de
