SchlaumeierKiel erklärt das Internet: Eine Gastkolumne bei rundumkiel.de – Lifestyle-Blog:
In der letzten SchlaumeierKiel Social-Media-Kolumne – “Was ist eigentlich Bloggen? (Teil 1)” – ging es um das Thema „Bloggen“. Ihr habt gelesen, was ein (Profi)-Blog ist und wie sich so ein Blog von einer normalen Webseite unterscheidet, warum überhaupt professionell gebloggt wird und welche Chancen sich durch interaktiven Dialog ergeben können.
Heute geht es im Teil 2 um die noch offenen Punkte und Fragen: Was ist ein Semi-Profi-Blogger und was ein Spaß-Blogger? Was sind Backlinks, Blogparaden, welche Bedeutung haben Blogs überhaupt und was braucht man, um einen eigenen Blog zu betreiben?
Semi-Profi-Blogger
Dann fangen wir mal mit den Semi-Profi-Bloggern an. Eines gleich vorweg: dies ist kein offizieller Begriff, sondern vielmehr SchlaumeierKiel´s ureigene Wortschöpfung, weil er nämlich der Meinung ist, dass zwischen Profi- und Spaß-Bloggern noch eine weitere Blogger-Gruppe existiert. Übrigens sollen laut einer Allensbacher Computer- und Technik-Analyse 8,4 Prozent der Internetnutzer einen eigenen Blog betreiben. Weltweit werden über 200 Millionen Blogs gezählt, aber das nur am Rande.
Zurück zu den Semi-Profi-Bloggern. Für SchlaumerKiel sind das solche Blogger, die ein bestimmtes Ziel mit dem Bloggen verfolgen. Das können Journalisten sein oder Schriftsteller, die ihre Werke erläutern, vermarkten und versuchen, mit ihren Lesern in einen Dialog zu kommen. Auch viele Politiker haben das Bloggen als PR-Mittel entdeckt und Menschenrechtler in Ländern wie Iran oder China benutzen Blogs, um ohne Zensur über Menschenrechtsverletzungen zur berichten.
Ebenfalls zu den Semi-Profis gehören die technikaffinen Blogger. Sie beschäftigen sich vorrangig mit der Technik, programmieren Hilfen wie beispielsweise sogenannte „Plugins“ und versuchen, die Systematik der Suchmaschinen, hauptsächlich natürlich Google, zu durchschauen und ihre Artikel „googelig“, also so zu schreiben, dass sie von Google gut und hochplatziert gefunden werden.
Spaß-Blogger
Die Semi-Profi-Bogger eint also, dass sie, im Unterschied zu den „Spaß-Bloggern“, ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen und meistens ihren Blogs ein spezielles Thema geben. So, und jetzt hat sich SchlaumeierKiel mit allen Spaß-Bloggern angelegt! Und sie haben auch recht, wenn sie sich beschweren – denn auch der gemeine Spaß-Blogger hat (meistens) Ziele: ihm geht es um Vernetzung, Selbstdarstellung (das ist überhaupt nicht negativ gemeint…), um Internet-Freundschaften und, wie bei so vielen Hobbies, ganz einfach um Zeitvertreib.
SchlaumeierKiel hat keine Ahnung, wieviel Spaß-Blogger es in Deutschland gibt. Das ist nicht zu ermitteln, zumal sie auch meistens ihre Artikel nicht regelmäßig veröffentlichen. Spaß-Blogger zu werden ist kinderleicht und in wenigen Minuten erledigt. Dazu eignen sich kostenlose Plattformen wie Blogger von Yahoo oder das freie WordPress. Einfach registrieren, ein Theme, also ein Blog-Layout, wählen und schon kann´s losgehen. Auch SchlaumeierKiel hat einmal so angefangen – einfach aus Neugierde und Interesse, denn bloggen kann man nicht aus Büchern lernen, findet er. Aber das ist auch nicht nötig, wenn es eine so niederschwellige Möglichkeit gibt, sich ein Thema durch try an error zu erschließen.
Die Themen der Spaß-Blogger sind unerschöpflich. Sie berichten über ihre Hobbies, stellen ihr Segler-Logbuch online oder schreiben ganz einfach über ihre Familie. Ebenfalls beliebt sind die vielen Foto-Blogs mit teilweise erstaunlichen Bildern von hoher Qualität, wobei sicher auch viele Foto-Blogs dem Semi-Profi-Bereich zuzuordnen sind. Die Themen scheinen ihnen nie auszugehen – und wenn doch, dann behelfen sie sich mit sogenannten „Blogparaden“. Das sind Artikel die hauptsächlich dazu dienen, von anderen Bloggern aufgegriffen, ergänzt und fortgesetzt zu werden. So entsteht eine mitunter atemberaubende Artikel-Vernetzung und der Folge, dass massenhaft Verlinkungen unter den Bloggern, sogenannte „Backlinks“, erzielt werden. In der Blogger-Szene führt die Tatsache, dass ein Blog sehr viele Backlinks generiert, zu hohen Platzierungen in den einschlägigen Blog-Charts und zu entsprechendem Ansehen.
Übrigens: Das Bloggen ist keine stand-alone-Aktion im Bereich Social-Media. Blogger koppeln ihre Artikel meistens interaktiv mit anderen Plattformen. Es gibt kaum einen Blogger, der nicht auch Facebooker, Twitterer oder YouTuber ist.
So, liebe Leserinnen und Leser von rundumkiel.de – Lifestyle-Blog, das war jetzt harte Arbeit für SchlaumeierKiel, denn in nur zwei Artikeln das ganze Thema „Bloggen“ zu erklären, ist wahrlich eine Herausforderung.
Im nächsten SchlaumeierKiel-Artikel wird es um die Video-Plattform YouTube gehen, die Monat für Monat alleine in Deutschland mehr als 30 Millionen Besucher hat und auf die weltweit jede Minute für 24 Stunden Video-Material geladen wird.
Bis dahin, Euer SchlaumeierKiel…
