Witwe bringt Urne ihres Ehemannes in die Arztpraxis

von rundumkiel am 14. Juni 2010

in Kurios

Es ist genauso kurios wie traurig. Auch nach seinem Tod erhielt der verstorbene Ehemann von Ineke Verboekend aus Groningen (Niederlande) weiter Post seines früheren Hausarztes. Vor lauter Trauer und Wut über die ungewollte Post im Briefkasten, stellte die Witwe jetzt die Urne ihres Mannes auf den Tresen der Arztpraxis. Das erste Schreiben, es ging um die Aufforderung, sich gegen Grippe impfen zu lassen, kam kurz nach dem Ableben.

Bild: Stihl024 - www.pixelio.de

Die Witwe, deren Ehemann an Herzversagen starb, glaubte zunächst noch an einen einmaligen Irrtum. So etwas kann passieren, weiß rundumkiel, denn überall, wo Menschen am Werke sind, passieren eben leider auch Fehler. Und da ist eine Hausarztpraxis, egal in welchem Land, ganz sicher keine Ausnahme.

Ineke Verboekend erhielt allerdings immer weiter Schreiben des Arztes, wie die Ärztezeitung berichtet, obwohl ihm bekannt war, dass sein ehemaliger Patient verstorben ist. Als jetzt, 7 Monate nach dem Todestag, erneut ein ärztliches Werbeschreiben, mit der Aufforderung zur präventiven Osteoporose-Untersuchung (Knochenschwund), ins Haus flatterte, platzte der selbstbewussten Witwe der Kragen und sie entschloss sich kurzerhand zu der ungewöhnlichen und medienwirksamen Protestaktion.

Touché, das hat dann wohl gesessen, zumal auch die entsprechende Öffentlichkeiswirkung nicht unterblieb, denkt sich rundumkiel

Quelle: Ärztezeitung









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GZi
Twitter:
14 Juni 2010 um 22:35

Unglaublich… aber auch ich weiß von Post nach dem Tod meiner Mutter, die heute nach drei Jahren noch kommt, obgleich mehrfach um Entfernung aus dem Verteiler gebeten habe.

Nila 15 Juni 2010 um 13:43

Markaber. Aber doch genial. Zumindest wird sie nie wieder Post vom Hausarzt bekommen ;)

rundumkiel
Twitter:
15 Juni 2010 um 23:55

@GZi: Im IT-Zeitalter ist das leider möglich. Aber spätestens nach einer Reklamation sollten die Daten bereinigt sein…

@Nila: Das bleibt zu hoffen…

Anna-Lena 16 Juni 2010 um 07:53

Das ist schon makaber! Ähnliche Erfahrungen haben wir nach dem Tod meines Vaters gemacht. Glückwünsche zum Geburtstag, obwohl wir im gleichen Haus die Grabstelle gekauft hatten, die Bewilligung der Pflegestufe nach seinem Tod und Post ohne Ende.
Erst nachdem wir ihn überall “Abgemeldet” hatten, war langsam Ruhe.

Richard 16 Juni 2010 um 12:45

Wenn man so etwas hört, steigt einem schon die Gänsehaut hinauf. Da verstehe ich die Handlung der Dame schon!

rundumkiel
Twitter:
16 Juni 2010 um 23:49

@Anna-Lena: Man wird halt immer wieder ungewollt erinnert und die Post trägt dazu bei, nicht abschließen zu können… Es ist einfach pietätlos…

@Richard: Ich auch… und es hat ja seine Wirkung auch nicht verfehlt…

Sylvia 26 Juni 2010 um 08:56

Das ist ja furchtbar! Stellt euch mal vor euer Mann/eure Frau stirbt,ihr seid mitten in der Trauerphase und dann sowas! Kein Wunder, dass es der Witwe zu viel wurde und sie den Arzt mit den Überresten konfrontierte. Sonst kommt sie doch nie zur Ruhe.

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