Auf der Suche nach den Tops und Flops im Internet des Jahres 2009 ist rundumkiel auf den Kölner Dom gestoßen. In diesem Fall gilt das wohl als Flop: Der Kölner Dom twittert. Sage und schreibe 533 Follower hat der Dom von Kölle, selber folgen tut er aber nur einem. Da sind noch digitale Defizite vorhanden. Auf jeden Fall findet rundumkiel den twitternden Dom langweilig und nichtssagend. Die Tweets sind immer gleich. Zu jeder vollen Stunden kommt ein DONG hinzu. Beginnt um 1 Uhr mit “DONG” und endet um 12 Uhr mit “DONG DONG DONG DONG DONG DONG DONG DONG DONG DONG”. Wenn das nicht langweilig ist! Nein, rundumkiel wird dann lieber kein Follower des Kölner Domes und den RSS-Feed desselben wird er auch nicht abonnieren. Er lässt den twitternden Dom dann mal lieber in Kölle…







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Also, ich hätte ja schon Interesse an einer Folgschaft, nur hält mich das einfache Dong davon ab. Sollten die Schwarzkittel mal ein Ding hinzugeben, dann, ja, dann würde ich es glatt wagen und den Klängen der Glocken folgen wollen…
Servus, so long und Dinge Dong
Kvelli
Lol, und was soll das bringen? Erinnert mich jetzt an den neuesten “Twitterschuh”. Der immer Signale auf Twitter sendet, wo du dich gerade bewegst *kopfschüttel*
Ich bin auch ein Follower des Doms, allerdings nur von fremden Städten auf dem Weg nach Hause
Gruß
Fulano
Twitter: kaffeejunkies
27 Januar 2010 um 20:47
Sachen gibts…
Ich könnte meine Katze twittern lassen LOL
Twitter: rundumkiel
27 Januar 2010 um 21:52
@Kvelli: Auf jeden fall wären das schon mal 50 Prozent Veränderung. Würde mir trotzdem nicht reichen. Auch DING DONG ist einfach bloß langweilig…
@Nila: Das bringt nichts. Deswegen nenne ich das auch den Flop des Jahres!
@Fulano: Ach so ein Follower bist du! Dann zählst du nicht zu den 533 Auserwählten…
@Michaela: Das wäre bestimmt viel interessanter…
Twitter: memowe
27 Februar 2011 um 23:40
Aber aber!
Den Twitter-Account @koelner_dom als Flop des Jahres zu bezeichnen ist vielleicht etwas übertrieben. Immerhin hat er mit seinen “langweiligen und nichtssagenden” Tweets doch deutlich mehr Follower als viele andere. Knapp doppelt so viele wie @rundumkiel zum Beispiel.
Von den Followern des Doms weiß ich, dass sie ihn dafür schätzen, dass er Struktur in die Timeline bringt. Beim Überfliegen des ganzen Geschreibsels kann man so intuitiv erfassen, wann ungefähr und in welcher zeitlichen Konzentration gezwitschert wurde ohne in den Zeitangaben genau nachzulesen. Außerdem empfinden viele Kölner eine gewisse Sympathie “ihrem” Dom gegenüber und freuen sich, gelegentlich an ihn erinnert zu werden. Auch weiß ich, dass viele elektrifizierte Büroarbeiter sich gern von ihm den Feierabend einläuten lassen.
Natürlich ist @koelner_dom kein ernsthafter Versuch des Kölner Doms, mit seinen Gästen und Angehörigen in Kontakt zu treten, sondern vielmehr ein technischer Spaß, der auch mit anderen Städten und Kirchen hervorragend funktioniert.
Als Autor des Scripts, das den Kölner Dom (und einige andere Kirchen) antreibt kann ich mich für die Publicity hier natürlich nur bedanken, bin ich doch froh, wenn “der kleine” ohne mein Zutun bekannter wird. Wie bei so vielem Zeug, das das “social web” produziert ist es wohl angebracht, das ganze nicht so ernst zu nehmen: nicht alles muss sinnstiftend, ernsthaft und messbar nützlich sein.
Viele Grüße aus Münster
Mirko (@memowe)
PS, Michaela (@kaffeejunkies): und, twittert Deine Katze mittlerweile? Mein Hund hat einen Facebook-Account, ist aber nicht so aktiv…
Twitter: memowe
27 Februar 2011 um 23:43
PPS: wenn Ihr die Idee im Nachhinein doch gar nicht so blöd findet und vielleicht vorhabt, die eine oder andere Kieler Kirche nach Twitter zu bringen: genau dafür hab ich mir ziemlich viele Gedanken gemacht und habe viele Stunden gearbeitet, das ganze geht mittlerweile ziemlich einfach. Account für die Kirche anlegen, bei meinem tweethour (http://www.netzverwaltung.info/tweethour/thw.pl/) anmelden und los geht’s.
Twitter: rundumkiel
1 März 2011 um 21:12
@Mirko: Vielen Dank für den schönen Kommentar. Deine Argumente für den twitternden Dom finde ich interessant und fühle mich geehrt, dass der Autor höchstpersönlich kommentiert.