In London hat sich ein Hobby-Hypnotiseur kürzlich selbst in Trance versetzt und war nicht mehr in der Lage, sich aus seiner freigewählten Starre zu befreien. Der 27jährige ist kein unbeschriebenes Blatt im Showbizz. Hauptberuflich geht er dem ehrenwerten Beruf des Schwertschluckers nach und tritt als Hannibal Helmurto in der Circus of Horrors-Show auf.
Der Aktionskünstler hat seine neu erworbenen Fähigkeiten vor dem heimischen Spiegel geübt. Dabei hat sich der Hypnose-Azubi selbst in einen Tiefschlaf versetzt. Erst fünf Stunden später fand ihn seine Frau. Er habe ausgesehen, wie ein Zombie. Offensichtlich war einfaches Wecken, so wie rundumkiel das kennt und jeden morgen erlebt, nicht möglich und erst der telefonisch eingeschaltet Hypnose-Lehrmeister konnte seinen Schüler dann aus seinem hilflosen Zustand befreien. Was lernen wir?
- Hypnoseübungen nicht vor dem Spiegel durchführen…
- Immer vorher das Schwert entfernen…
Alles klar? Na dann, auf die Plätze, Hypnose, los…







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Da fallen mir zwei Sachen ein:
1.) hab ich früher als Kind mir ganz lange in die Augen geguckt (an einem ganz bestimmeten großen Schrankspiegel, vor den ich mich setzen konnte) und darauf gewartet, dass mir schummrig wurde und diesen angenehmen, undefinierbaren Zustand so lange genossen, wie es ging…(eine böse Nachbarin hat immer “Spiegelaffe” zu mir gesagt, aber warum diese Frau Spiegel hasste, war auch klar…)und
2.) kam mir die Idee, ob Koma-Patienten nicht auch nur so seltsam weggeschlossen sind und einfach nur das Zauberwort fehlt….
liebe Grüße!
Das ist ja auch nicht schlecht. Hätte ich nicht gedacht, dass sowas möglich ist. Der hat wohl eindeutig Talent für das Hypnotisieren!
An solche gefährlichen Fehlfunktionen hab ich bisher noch gar nicht gedacht. Ich bin von Hypnose aber ziemlich beeindruckt, würd ich auch gern mal machen…
Ich hatte erst Weihnachten das zweifelhafte Vergnügen weggewesen zu sein, wer weiß, vielleicht habe ich auch zu lange in einen Spiegel geschaut…
Servus und so long
Kvelli
Twitter: rundumkiel
14 Januar 2010 um 21:16
@Miki: Spiegel habe sowieso auf Kinder eine besondere Anziehungskraft und für Koma-Patienten wäre so ein Zauberwort natürlich die Rettung – aber so einfach ist das leider nicht. Spiegelaffe ist übrigens wirklich böse…
@LisaJ: Der kannte sein eigenes Talent aber nicht…
@Schaps: Ich auch, ich bin wirklich neugierig geworden, als ich den Beitrag schrieb…
@Kvelli: Sicher nicht wegen des Spiegels, oder doch???
Ich habe einen mords Respekt vor Hypnose. Weiß nicht, ob ich es ausprobieren möchte. Komischerweise bin ich der Typ, der schnell mal für viele Dinge offen ist. Davor ist glaube ich mein Respekt zu gross.
Hab zwar etwas anderes gesucht, aber nun lasse ich auch nen Kommentar ab. Ich mache grad eine Hypnoseausbildung und möchte mal folgendes anmerken:
1. Man hat nach wie vor seinen Willen und kann zu nichts gezwungen werden. Man ist nur ein wenig unkritischer.
2. Man bekommt alles bewusst mit. Hört alles usw.
3. Man kann nicht “nicht” aufwachen und schon gar nicht in der Selbsthypnose steckenbleiben. Aber es ist natürlich schön, wenn man das behauptet und entsprechende Presse bekommt.
4. Der Effekt ist, dass man leichter am “kritischen Faktor” vorbeikommt und so neue Verhaltensweisen schneller und nachhaltiger in das Unterbewusstsein verankert bekommt.
Was sein kann, ist das die Hypnose in einen normalen Schlaf übergeht – dann allerdings kann man auch normal geweckt werden.
Naja vielleicht wirkts bei Schwertschluckern anders
Twitter: rundumkiel
11 Dezember 2010 um 11:17
@Andreas: Vielen Dank für den schönen und fachkundigen Kommentar und viel Erfolg bei deiner Hypnoseausbildung…!