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Dodenhof: Krieg am Frühstücksbuffet

Wir brauchen ein neues Sofa. Am besten gleich eine ganze Sofa-Landschaft. So richtig zum relaxen. Allerdings: Die Maße sind das Problem. Tiefe Fenster, ein altes Haus. Da funktioniert es halt nicht mit den Standardmaßen. Kurzum: Wir brauchen Zeit und Ruhe für die Sofa-Recherche. Und da hatte rundumkiel für heute Vormittag die geniale Idee. Wir fahren nach Kaltenkirchen zu Dodenhof, frühstücken erstmal gaaaanz in Ruhe und dann geht´s an die Sofaauswahl. Also, über die Sofaauswahl (netter Verkäufer, wir brauchen noch Zeit, nicht die richtigen Maße, usw.) berichte ich später. Aber das Frühstück, das hatte es in sich.

Das war kein Frühstück, das war Krieg. Purer Kampf. Hier zählt noch der ganze Kerl. Keine Frage! Bis 11 Uhr gibt´s dort Frühstück. Für 5,50 Euro darf man einmal durchlaufen und sich soviel Speck, Schinken, Rührei, Aufschnitt, Brötchen, Frikadellen, Würstchen, eben einfach alles, auf´s Tablett schieben. Das führt dann zu unglaublich überladenen Tabletts mit randvollen Tellern – ja plural ist richtig. Kaum einer kam mit einem Teller aus. Denn, ich erwähnte es ja bereits, die eiserne Dodenhof-Regel lautet eben: Nur einmal durchlaufen. Was sich einige Leute da in mehreren Etagen auf ihre an sich nicht gerade überdimensionierten Tabletts legen – unwahrscheinlich. Beeindruckend, dass mindestens jeder Zweite es tatsächlich schaffte, ohne Probleme und mit vollständiger Nahrung einen Platz im Möbelhaus-Restaurant zu erreichen. Reife Leistung. Mir ist leider ein Messer vom Tablett gefallen, als ich gerade noch rechtzeitig einer kampferprobten Frühstücksbuffet-Kriegerin ausweichen musste. Sie hätte mich umgerannt, sie hätte nicht gezögert, da war keine Gnade zu erwarten. Aber meine defensive Strategie mit freundlichem Lächeln und souveränem Seitschritt war am Ende erfolgreich. Schließlich hätte ja viel mehr vom Tablett fallen können, nicht wahr?

Ich wollte gerne ein Foto eines dieser unglaublich anmutenden Buffet-Tabletts auf meinen Blog stellen. Aber ich habe mich nicht getraut, zu fragen. Mir vielen auch nicht die richtigen Worte ein: “Entschuldigen Sie, Sie haben so eine wundervolle Auswahl getroffen, darf ich das einmal für die Nachwelt fotografieren?” Nein, das ging nicht. Zu riskant. Zu gefährlich. So muss mein Aritkel hier eben ohne Foto auskommen. Aber ich glaube, dass man sich das trotzdem gut vorstellen kann, oder?

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3 Kommentare zu „Dodenhof: Krieg am Frühstücksbuffet“

  • andikiel:

    Herrlich! Ich selbst bin ja paasionierter Buffet-Fan und könnte da einige Geschichten beitragen. Anscheinend werden beim Buffet Urinstinkte des Menschen angesprochen: Jagen und Sammeln! Da wird dann schon mal die Beute mit vollem Körpereinsatz verteidigt. Schön sind auch immer die Beobachtungen an der Räuchlachs-Platte. Räucherlachs ist wohl immer noch das höchste Gut, was man am Buffet ergattern kann. Nicht weniger problematisch: Buffet-Esser, die sich nicht entscheiden können was sie essen wollen; Buffet-Esser, die von allem etwas haben wollen; Buffet-Esser, die ewig versuchen, mit dem Besteck etwas von der Platte zu nehmen und das nicht klappt. Buffet: Illustre Gelegenheit für soziologische Studien!

  • Kicher! Da gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus und genieße die Ruhe!

    Erdbeere mit lieben-mit-mir-nicht-Gruß

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rundumkiel
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