Eltern und Beruf: Berufsvorbereitung ist ein Familienprozess

von rundumkiel am 14. November 2009

in Kiel und Umgebung

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Foto: IHK zu Kiel

Kiel, 12.11.09 – Wie Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können war Thema einer Veranstaltung “Eltern und Berufswahl” der IHK zu Kiel. 130 interessierte Eltern und Schüler hörten gespannt zu, als IHK Geschäftsführer Hans-Joachim Beckers erläuterte, dass die meisten Schüler in den Abschlussklassen oftmals völlig ratlos sind, wenn es um die Frage der Berufswahl geht. Was soll ich bloß werden? Für viele trotz der Fülle an Angeboten eine schwierige Frage. Was liegt mir? Was kann ich? Die richtigen Antworten sichern die Zukunft. “Falsche und unrealistische Berufsvorstellungen sind häufig der Grund für Ausbildungsabbrüche”, so Beckers. Den Eltern kommt hier eine besondere Verantwortung zu.

Peter Krauß, Teamleiter der Berufsberatung bei der Arbeitsagentur Kiel: “Wir tun was wir können, halten umfassende Informationsangebote vor. Beispielsweise unter www.planet-beruf.de. Aber nichts ersetzt das persönliche Gespräch”, so Krauß in seinem Vortrag und führt weiter aus, dass es nicht mit einigen Klicks am PC getan ist, um den richtigen Beruf zu ermitteln. “Berufsautomaten gibt es nicht”, so Krauß weiter.

Michael Janowski, Regionalgeschäftsführer der BARMER und praktizierender Vater einer Tochter im 2. Ausbildungsjahr, erläutert mit einer Zeitreise, beginnend vom ersten Gespräch in Sachen Berufswahl bis zur erfolgreichen Abschlussprüfung die Anforderungen an die Eltern. Er definiert insgesamt 17 Stationen und bietet dazu ergänzende Workshops an. Kontakt: michael.janowski@barmer.de.

Anschließend stellten Eva-Lena Pankhurst (CITTI), Monika Naeve (MACH 3 Marketing) und Marion Eberhardt-Artelt (HDW) ihre Unternehmen vor und gaben Tipps zum Thema “Bewerbungen”. “Fotos sollten möglichst von einem professionellen Fotografen gemacht werden”, so Eva-Lena Pankhurst. Monika Naeve erläutert, dass kreativ gestaltete Bewerbungen hilfreich sind und warnt vor kuriosen Einträgen in Internetplattformen wie SchülerVZ oder Facebook. “Schauen Sie sich einmal an, was Ihre Kinder da so treiben und achten Sie auch einmal auf die Mailbox-Ansage in dem Handy Ihres Sprösslings”, so Monika Naeve. Übrigens: Auch Email-Adressen wie “kampftrinker-hexe@sowieso.de” kommen auf offiziellen Bewerbungsunterlagen schlecht an. “Berufsvorbereitung ist ein Familienprozess”, meint Marion  Everhardt-Artelt und unterstreicht so noch einmal deutlich die Bedeutung und die Verantortung der Eltern bei der Berufswahlentscheidung ihrer Kinder.

Am Ende hatte die Eltern viele Fragen: Was ist überhaupt ein AC (Assessment-Center)? Wie werden Legasteniker im Bewerberverfahren behandelt? Wie erhalte ich Informationen über  Ausbildungsbetriebe? Und natürlich die Wichtigste von allen: Wie kann ich mein Kind konkret unterstützen?

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